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Ukraine-Krieg | Armeechef sieht Ukraine nicht kurz vor Wende

Welt

Newsblog zum Krieg in der Ukraine Armeechef: Ukraine von Wende im Krieg "weit entfernt" Aktualisiert am 10.07.2026 - 19:50 UhrLesedauer: 17 Min. Jetzt neu bei t-online: Schriftgröße anpassen! Der ukrainische Armeechef warnt vor zu viel Zuversicht. Ukrainische Drohnen nehmen russische Schiffe ins Visier. Alle Entwicklungen im Newsblog. Freitag, 10. Juli Tote nach russischen Gleitbomben auf ukrainische Städte Durch russische Gleitbomben sind in der Ostukraine mindestens vier Menschen getötet worden. 13 weitere seien verletzt worden, teilte der Militärgouverneur des Gebietes Donezk, Wadym Filaschkin, bei Telegram mit. Das russische Militär habe sieben Bomben auf die Stadt Kramatorsk und die nahe Siedlung Bilenke abgeworfen. Dabei seien ein Hochhaus und ein Geschäft getroffen worden. Kramatorsk ist nur gut ein Dutzend Kilometer von der Frontlinie entfernt. Auch die südostukrainische Großstadt Saporischschja wurde Behördenangaben nach schwer bombardiert. Mindestens ein Zivilist sei getötet und 16 weitere seien verletzt worden, teilte Gouverneur Iwan Fedorow auf seinem Telegramkanal mit. Die Attacke zielte den Angaben nach auf das Zentrum der Industriestadt ab. Mehr als ein Dutzend Häuser seien dabei zerstört worden. Russische Truppen haben sich der Stadt bis auf etwas mehr als 20 Kilometer genähert. Gleitbomben werden von russischen Kampfflugzeugen aus großer Höhe Dutzende Kilometer entfernt abgeworfen und gleiten mit Flügelkonstruktionen ausgestattet ins Zielgebiet. Die Ukraine wehrt sich seit mehr als vier Jahren gegen eine russische Invasion. Sie lockten ihn wohl in eine Falle: Ukraine schießt russischen Jet ab Über der Ostukraine wurde ein russischer Kampfjet abgeschossen – womöglich von einer F-16. Russische Militärbeobachter sprechen von einer Falle. Lesen Sie den ganzen Artikel hier. Armeechef: Ukraine von Wende im Krieg "weit entfernt" Der ukrainische Armeechef Oleksandr Syrsky hält die ukrainischen Truppen im Krieg mit Russland zwar für gut aufgestellt, sieht eine "Wende im Krieg" aber noch in weiter Ferne. Obwohl die russische Armee über "fast die doppelte Menge an Personal und Ausrüstung" verfüge, habe der Kreml seine Ziele nicht erreicht, erklärte Syrsky auf Telegram. Der Feind dürfe aber "nicht unterschätzt werden". Syrskys Angaben zufolge führten die russischen Truppen nur noch an höchstens "sechs oder sieben" Frontabschnitten Offensiven aus – zuvor seien es noch 13 Abschnitte gewesen. Dabei erlitten die Russen seinen Angaben zufolge schwere Verluste, während Kiew eine "Strategie der Auszehrung" verfolge. Auch die ukrainischen Angriffe mit weitreichenden Waffen, mit denen seit Jahresbeginn Syrsky zufolge fast 700 Ziele in Russland ins Visier genommen wurden, richteten ihm zufolge große Schäden an. Er bezifferte die Höhe der Schäden auf 6,1 Milliarden US-Dollar (rund 5,3 Milliarden Euro). Allerdings nehme "die Intensität der Raketen- und Drohnenangriffe" Russlands ebenso zu wie "der Einsatz von Lenkbomben und die Zahl der gegen die Zivilbevölkerung begangenen Verbrechen", erklärte Syrsky weiter. In umkämpften Städten: Putins Soldaten sterben wohl auf Propaganda-Missionen Immer wieder zeigen Bilder vom Schlachtfeld in der Ukraine Soldaten, die die russische Flagge hissen. Diese Propaganda-Missionen sind wohl nicht ungefährlich. Lesen Sie den ganzen Artikel hier. Ukraine dezimiert wohl Schiffe der russischen Schattenflotte Die Ukraine setzt ihre Angriffe auf Russlands sogenannte Schattenflotte im Asowschen Meer fort. Nach ukrainischen Angaben wurden in der vergangenen Nacht zum Freitag erneut mindestens zwölf Schiffe getroffen. Damit seien innerhalb weniger Tage rund 50 Schiffe beschädigt worden. Das geht aus Nachrichten von Robert "Magyar" Browdi, dem Kommandanten der ukrainischen Drohnentruppen, bei Telegram hervor. Zuvor hatte Kiew bereits gemeldet, in der Nacht zum Donnerstag zwölf Öltanker sowie ein Frachtschiff und einen Schlepper attackiert zu haben. Auch diese Angaben stammen von Browdi, eine offizielle Bestätigung liegt nicht vor. Selenskyj erwartet Patriot-Raketen in den nächsten Tagen Die Ukraine und die USA machen auf politischer Ebene den Weg für Lizenzen für die Produktion von Patriot-Abfangraketen frei. Dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj zufolge sollen Lieferungen der PAC-3-Raketen in den kommenden Tagen eintreffen. Zudem liefen Gespräche mit der Regierung in Washington über die gemeinsame Produktion von Drohnen, sagte der Präsident nach seiner Rückkehr vom Nato-Gipfel in der Türkei. Selenskyj äußerte sich nach einem Treffen mit US-Präsident Donald Trump zuversichtlich über die künftige Zusammenarbeit. Mit europäischen Verbündeten plane die Ukraine die Entwicklung eines eigenen, kostengünstigeren Raketenabwehrsystems, wozu in Kürze ein Treffen in Frankreich stattfinden solle, fügt Selenskyj hinzu. Donnerstag, 9. Juli Ukraine attackiert Krim-Tanker – jetzt reagiert Putin Mit Drohnenangriffen legt die Ukraine Tanker im Asowschen Meer lahm und zielt auf Russlands Nachschub zur Krim. Auf der Halbinsel verschärfen sich Engpässe bei Strom und Treibstoff. Putin macht nun Versprechungen. Im Video | Ukraine setzt Schattenflotte unter Druck Player wird geladen Tschechiens Präsident warnt: Kiew hat zwei Monate, bis Putin eskaliert Der tschechische Präsident Petr Pavel warnt, dass Russland nach den Parlamentswahlen am 20. September den Krieg in der Ukraine eskalieren könnte. In einem Interview mit der britischen Zeitung "The Telegraph" erklärte Pavel, dass Kremlchef Putin eine Generalmobilmachung anordnen könnte, sobald die Wahlen abgeschlossen sind. "Bis dahin gibt es ein Zeitfenster, um Russland klarzumachen, dass wir bereit sind, Verhandlungen aufzunehmen", sagte der ehemalige Nato-General.

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