DAX -1,18 % 26.128,36 Pkt 18:00:00 MDAX -1,92 % 31.839,83 Pkt 18:00:00 Euro Stoxx 50 -0,95 % 6.468,17 Pkt 18:00:00 Dow Jones -0,60 % 53.407,54 Pkt 18:26:45 S&P 500 -1,02 % 7.706,00 Pkt 18:26:45 Nasdaq -1,39 % 26.357,10 Pkt 18:26:44 Nikkei -2,54 % 67.460,73 Pkt 08:45:03 Gold +0,10 % 4.422,00 USD 18:16:44 Silber -3,09 % 64,08 USD 18:16:44 Brent +0,72 % 91,52 USD 18:16:37 WTI -0,04 % 84,47 USD 18:16:39 Bitcoin +0,27 % 64.683,39 USD 18:26:37 EUR/USD +0,11 % 1,15870 USD 18:25:55 EUR/GBP +0,08 % 0,85510 GBP 18:26:44 EUR/CHF -0,06 % 0,93990 CHF 18:26:42 EUR/JPY +0,30 % 184,834 JPY 18:26:44

Ukraine-Krieg: Drohne auf dem Weg zur größten russischen Ölraffinerie - in 2.500 Kilometern Entfernung von der Grenze gesichtet

Technologie

Die Ukraine greift zunehmend russische Ölraffinerien an. Ziel ist es, die Energieinfrastruktur zu schwächen und damit auch die militärische Versorgung Russlands zu stören. Besonders auffällig ist dabei die immer größere Reichweite der eingesetzten Drohnen, die inzwischen tief ins russische Hinterland vordringen. In der Nacht vom 1. auf den 2. Juli wurde laut dem „L’Indépendant“ die Raffinerie Lukoil- Nischni-Nowgorod-Nefteorgsintes in Kstowo in der Region Nischni Nowgorod angegriffen. Die Anlage gehört zu den größten des Landes und ist ein wichtiger Produzent von Kraftstoffen. Sie liegt weit entfernt von der ukrainischen Grenze und gilt als bedeutender Teil der russischen Energieversorgung. Angriffe auf zentrale Energieanlagen Die Angriffe auf Ölraffinerien folgen einer klar erkennbaren Strategie. Die Ukraine versucht, die russische Kriegslogistik indirekt zu treffen, indem sie Treibstoffproduktion und Transportwege unter Druck setzt. Dabei stehen vor allem große Industrieanlagen im Mittelpunkt, die für die Versorgung des Landes entscheidend sind. Wie L’Indépendant berichtet, sind inzwischen fast alle großen russischen Raffinerien bereits einmal Ziel solcher Angriffe geworden. Nur wenige Anlagen im Osten des Landes seien bislang unversehrt geblieben. Die wiederholten Attacken zeigen, dass die Energieinfrastruktur zunehmend Teil des Kriegsverlaufs wird. ANZEIGE ANZEIGE Drohne erreicht Omsk in 2.500 Kilometern Entfernung Besondere Aufmerksamkeit erhielt ein Vorfall in Omsk, im Westen Sibiriens. Laut dem ukrainischen Portal „Militarnyi“ wurde dort eine Drohne gesichtet, die sich in Richtung der Gazprom-Neft-Raffinerie bewegte. Die Anlage gilt als die größte Raffinerie Russlands und verarbeitet jährlich mehr als 20 Millionen Tonnen Rohöl. Die Entfernung von rund 2.500 Kilometern von der ukrainischen Grenze zeigt, wie weit die Reichweite solcher Drohnen inzwischen reicht. In der Region wurde über mehrere Stunden Alarm ausgelöst, Anwohner berichteten von Sichtungen und Videos in sozialen Netzwerken. Schäden wurden nach offiziellen Angaben nicht festgestellt, die Situation sorgte jedoch für erhebliche Unruhe. Weitere Angriffe bis nach Westsibirien Auch andere Regionen sind betroffen. Laut „AOL“ wurde etwa die Raffinerie in Tjumen, rund 1.900 Kilometer von der Grenze entfernt, Ziel eines Drohnenangriffs. Dort wurden Teile des Geländes vorsorglich evakuiert, während Einsatzkräfte den Vorfall überprüften. Unabhängige Quellen berichteten von Explosionen und einem größeren Aufgebot an Feuerwehrkräften. Die zunehmende Tiefe der Angriffe zeigt, dass selbst weit entfernte Industrieanlagen nicht mehr außerhalb der Reichweite liegen. Für Russland bedeutet das eine zusätzliche Belastung seiner Energieversorgung, während die Ukraine versucht, den Druck auf wirtschaftlich und militärisch wichtige Strukturen weiter zu erhöhen.

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