Ukraine-Krieg: Drohne explodiert in Nachbarland
Newsblog zum Krieg in der Ukraine Drohne stürzt in ukrainischem Nachbarland ab – und explodiert Aktualisiert am 13.07.2026 - 10:29 UhrLesedauer: 3 Min. Jetzt neu bei t-online: Schriftgröße anpassen! Eine russische Shahed-Drohne ist in Moldau abgestürzt. Die Ukraine hat ein Öldepot angegriffen. Alle Entwicklungen im Newsblog. Montag, 13. Juli Drohne stürzt in Moldau ab In Moldau ist offenbar eine russische Shahed-Drohne abgestürzt und explodiert. Luftraumüberwachung der Nationalarmee sichtete die Drohne nach eigenen Angaben um 1.03 Uhr. Es handelt sich offenbar um eine Geran-2-Drohne, die auf der Shahed-136 basiert. Die Drohne war offenbar Teil eines russischen Angriffs auf die Region Odessa und urchflog dabei den moldauischen Luftraum. Fundort ist die Stadt Copanca im Rajon Căușeni, direkt an der Grenze zur von Russland kontrollierten Region Transnistrien, die offiziell aber zu Moldau gehört. Das Außenministerium verurteilte die Luftraumverletzung. Ukraine greift Russland an: Öldepot steht in Flammen Die Ukraine hat offenbar ein Öldepot in der südrussischen Region Stawropol angegriffen. Der Telegram-Nachrichtenkanal "Exilenova Plus" zeigt Bilder der Explosionen und berichtet, es handele sich um das Depot Lukoil-Yugnefteprodukt in Stavropol-Krai. Im Video | Ukraine erzeugt Inferno in Russland Player wird geladen Auch in der Region um die russische Hauptstadt Moskau gab es offenbar Explosionen. Dabei soll insbesondere die Luftabwehr in der Stadt Solnechnogorsk zu hören und sehen gewesen, heißt es laut "Exilenova Plus". Sonntag, 12. Juli Ukraine droht Putin "schlimmsten Sommer seit Kriegsbeginn" an Der Berater des ukrainischen Verteidigungsministers, Serhij Sternenko, erwartet eine deutliche Intensivierung der ukrainischen Luftangriffe auf Russland. Im Interview mit dem ukrainischen öffentlich-rechtlichen Sender Suspilne sagte der 31-Jährige, dieser Sommer "der schlimmste Sommer für Russland seit Beginn des Krieges" werde. Die Ukraine erhöhe die Zahl ihrer Drohnenangriffe kontinuierlich und setze inzwischen auch eigene Raketen ein. Der Trend zeige nach oben, bis zum Jahresende rechnet Sternenko nach eigenen Angaben mit weiteren Fortschritten. Als Schlüssel der ukrainischen Kriegsführung bezeichnete Sternenko den massiven Ausbau der Drohnenproduktion. Moderne Systeme könnten russische Nachschubwege angreifen, bewegliche Ziele in Echtzeit verfolgen und in vielen Fällen teure Raketen ersetzen. Selbst weit entfernte Ziele seien erreichbar: Als Beispiel nannte er Angriffe auf die Raffinerie im russischen Omsk sowie zerstörte Brücken in den besetzten Gebieten der Ukraine. Nach Einschätzung Sternenkos ermöglichen kostengünstig produzierte Drohnen der Ukraine eine asymmetrische Antwort auf die militärische Überlegenheit Russlands. Durch neue Technologien und die hohe Zahl verfügbarer Systeme sei es gelungen, die eigenen Fähigkeiten deutlich auszubauen. Tödlicher Angriff: Ukraine trifft russische Raffinerie Im russischen Gebiet Samara an der Wolga ist offiziellen Angaben nach ein Mann durch ukrainische Drohnenangriffe ums Leben gekommen. "Drei Personen wurden verletzt, darunter auch ein Kind", teilte Gouverneur Wjatscheslaw Fedorischtschew mit. Es gebe Schäden an Wohnhäusern und an einem Industrieobjekt, schrieb er zudem, ohne genauere Angaben dazu zu machen. Dabei handle es sich um die Ölraffinerie in Sysran, berichtete das unabhängige Internetportal "Astra" nach Auswertung von Bildern und Videos aus sozialen Netzwerken. In der Anlage sind mehrere große Brände zu sehen. Der ukrainische Generalstab bestätigte später die Attacke. Explosionen und Brände seien auf dem Gelände fixiert worden, heißt es in der Mitteilung des Generalstabs. Neben der Raffinerie haben die Drohnen nach Angaben aus Kiew auch zehn weitere Öltanker und vier Fähren im Asowschen Meer getroffen. Die Ukraine hat die Raffinerie in Sysran schon mehrfach attackiert. Zuletzt musste die Anlage mit einer Verarbeitungskapazität von 8,5 Millionen Tonnen Ende Mai nach einem Angriff ihre Arbeit einstellen. Die zum staatlichen Ölkonzern Rosneft gehörende Raffinerie produziert unter anderem Benzin, Diesel und Kerosin. In Russland herrscht wegen der ständigen ukrainischen Angriffe auf die Ölverarbeitungskapazitäten inzwischen ein Treibstoffdefizit. Tankstellen geben Sprit nur noch in begrenzten Mengen aus und die Autofahrer müssen lange anstehen, um überhaupt noch welchen zu bekommen. Ukrainischer Kommandeur wegen Entführung und Mord gesucht Die 155. Brigade der ukrainischen Armee war als Prestigeprojekt geplant, ist jedoch schon länger als Skandaleinheit bekannt. Jetzt gibt es erneut schwere Vorwürfe. Mehr dazu lesen Sie hier. Klitschko warnt vor Zunahme von Angriffen auf Kiew Kiews Bürgermeister Vitali Klitschko spricht angesichts mehrerer schwerer russischer Luftangriffe in den vergangenen Tagen von einer weiteren Eskalation des Ukraine-Kriegs durch Moskau. Er habe so etwas seit Kriegsbeginn noch nicht erlebt. "Die Angriffe mit russischen ballistischen Raketen sind schlimmer als je zuvor", sagte er der Zeitung "Bild am Sonntag". Innerhalb einer Woche hat das russische Militär Kiew dreimal schwer aus der Luft angegriffen. Dabei setzte es neben Drohnen auch Marschflugkörper und ballistische Raketen ein. Die Folgen für die ukrainische Hauptstadt sind verheerend. Dutzende Menschen kamen ums Leben, mehr als 100 wurden verletzt. Die Einschläge haben viele Wohnhäuser in Kiew beschädigt oder ganz zerstört. Ältere Nachrichten zum Krieg in der Ukraine lesen Sie hier.