DAX +0,15 % 25.410,84 Pkt 18:00:00 MDAX +0,67 % 30.287,68 Pkt 18:00:00 Euro Stoxx 50 +0,79 % 6.116,23 Pkt 18:00:00 Dow Jones -0,96 % 52.361,60 Pkt 21:00:00 S&P 500 +0,17 % 7.676,77 Pkt 21:43:43 Nasdaq +0,62 % 26.169,38 Pkt 22:15:59 Nikkei +1,73 % 63.268,37 Pkt 07:45:03 Gold -0,53 % 4.016,80 USD 08:48:21 Silber -2,25 % 52,89 USD 08:48:26 Brent -4,06 % 111,11 USD 08:48:09 WTI +0,38 % 102,15 USD 08:48:32 Bitcoin -0,43 % 79.663,68 USD 08:58:31 EUR/USD -0,49 % 1,11630 USD 08:57:45 EUR/GBP -0,11 % 0,83760 GBP 08:58:34 EUR/CHF -0,02 % 0,92390 CHF 08:58:35 EUR/JPY +0,14 % 176,158 JPY 08:58:35

Ukraine-Krieg: Drohnen treffen zwei Schiffe im Schwarzen Meer vor Bulgarien

Technologie

Newsblog zum Krieg in der Ukraine

Drohnen versenken neutrale Handelsschiffe im Schwarzen Meer

Selenskyj wirft Russland trotz der angekündigten Energie-Waffenruhe weitere Angriffe vor. Im Schwarzen Meer treffen Drohnen weitere Schiffe. Alle Entwicklungen im Newsblog.

Dienstag, 13. Oktober

Drohnen treffen zwei Schiffe im Schwarzen Meer

Bulgarien hat am Dienstag Drohnenattacken auf zwei Schiffe vor seiner Küste im Schwarzen Meer gemeldet. Demnach handelt es sich um den Frachter "Chelsea 3", der unter der Flagge Maltas fährt. Der Name des zweiten Schiffes wurde mit "Azov Concord" angegeben. Über Verletzte oder Verwundete war zunächst nichts bekannt.

Bulgariens Regierungschef Rumen Radev berief das Sicherheitskabinett des Landes ein. Laut Medienberichten machte er Russland für die Angriffe verantwortlich. Er wollte mit Nato-Generalsekretär Mark Rutte die Lage beraten und den russischen Botschafter in Sofia einbestellen.

Erst in der Vorwoche war ein Handelsschiff nach Drohnenbeschuss im Schwarzen Meer gesunken. Bei dem Unglück vor Rumäniens Küste starben zwei Seeleute. Die Ukraine machte Russland für die Angriffe verantwortlich.

Trump verteidigt Putin – "mehr als Selenskyj an Deal interessiert"

US-Präsident Donald Trump will ungeachtet der Kritik an seinem jüngsten Vorgehen im Ukraine-Krieg den Aggressor Russland nicht stärker in die Pflicht nehmen und sieht vor allem die Ukraine unter Zugzwang. Auf die Frage einer Reporterin, was er dazu sage, dass Russland die von ihm selbst verkündete Energie-Waffenruhe verletzt habe, sagte Trump: "Nun, ich müsste mir das erst einmal ansehen, denn es gab Verstöße auf beiden Seiten."

Auf Nachfrage, wie er Russlands Präsident Wladimir Putin dazu bewegen wolle, sich an die Waffenruhe zu halten, sagte Trump, er glaube, dass Putin eine Einigung erzielen wolle. Man müsse den ukrainischen Präsidenten dazu bringen, das ebenfalls zu wollen. Auch eine weitere Reporterfrage, wo er bei Putin die Bereitschaft für eine Einigung sehe, wenn dieser die Ukraine angreife, bügelte Trump ohne ein Wort der Kritik am Kreml ab: "Ich glaube, sie werden eine Einigung erzielen. Ich glaube tatsächlich, dass Putin mehr als Selenskyj daran interessiert ist, einen Deal zu machen."

Wolodymyr Selenskyj hatte die USA zuvor aufgefordert, Russland zur Einhaltung der von Trump verkündeten und auf den Energiesektor begrenzten Waffenruhe anzuhalten. "Wir warten darauf, welche konkreten Schritte die Amerikaner bereit sind zu unternehmen", sagte er in einer per Videoschalte auf dem Warschauer Sicherheitsforum übertragenen Rede. Man sei am Sonntag überrascht worden von Trumps Ankündigung. "Und direkt nach der Veröffentlichung des Beitrags führte Russland einen gezielten Angriff auf ein Kraftwerk in Charkiw durch, wodurch unser Energiesystem weiteren Schaden davontrug." Die Ukraine sei mit einem Stopp von Angriffen auf Energieanlagen einverstanden, wenn Russland dies auch respektiere.

Russland: Angriff auf Industriestadt Newinnomyssk abgewehrt

Russland hat nach Angaben des regionalen Gouverneurs einen Drohnenangriff auf ein Industriegebiet in der Stadt Newinnomyssk in der südlichen Region Stawropol abgewehrt. Dies teilt Gouverneur Wladimir Wladimirow über den Kurznachrichtendienst Telegram mit. Newinnomyssk ist unter anderem ein wichtiges Zentrum der chemischen Industrie.

Polen: Festnahmen in Deutschland nach Brand an Starlink-Station

Zwei türkische Staatsbürger sind in Deutschland im Zusammenhang mit einem Brand an einer Station des Satelliten-Internetanbieters Starlink in Polen festgenommen worden. Dies teilte die polnische Regierung am Montag in Warschau mit. "Die Täter dieser Sabotageaktion werden sich vor der polnischen Justiz verantworten müssen", schrieb Polens Ministerpräsident Donald Tusk auf der Plattform X. Der Brand an der Station im Zentrum Polens hatte sich im September ereignet und die Stromversorgung sowie den Notstromgenerator beschädigt. Polen geht von russischer Sabotage aus, um die Internetverbindung unter anderem für das ukrainische Militär zu stören. Hier lesen Sie mehr.

Wie die Nato im Ernstfall einen Angriff abwehren will

Nato-Oberbefehlshaber Alexus Grynkewich hat ein neues Konzept zur Abwehr eines möglichen russischen Angriffs auf Mitgliedsstaaten des Bündnisses vorgestellt. "Ich gehe nicht davon aus, dass ein Konflikt unmittelbar bevorsteht oder unvermeidlich ist. Das ist nicht der Fall", sagte Grynkewich auf dem Sicherheitsforum in Warschau. Einsatzbereitschaft erfordere aber, dass man für das plane, was möglich sei und nicht nur für das, was wahrscheinlich sei. Seine als "Theory of Victory" (Konzept für den Sieg) bezeichneten Überlegungen sehen vor, einen möglichen Angreifer in drei Schritten militärisch zu besiegen. Hier lesen Sie mehr.

Montag, 12. Oktober

Selenskyj: USA müssen begrenzte Waffenruhe durchsetzen

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat die USA aufgefordert, Russland zur Einhaltung der von US-Präsident Donald Trump verkündeten begrenzten Energie-Waffenruhe anzuhalten. "Wir warten darauf, welche konkreten Schritte die Amerikaner bereit sind zu unternehmen", sagte Selenskyj in einer per Videoschalte auf dem Warschauer Sicherheitsforum übertragenen Rede.

Man sei am Vortag sehr überrascht worden von Trumps Ankündigung in sozialen Medien, dass im Ukraine-Krieg alle Angriffe auf Energieanlagen sofort gestoppt würden, sagte Selenskyj weiter. "Und direkt nach der Veröffentlichung des Beitrags führte Russland einen gezielten Angriff auf ein Kraftwerk in Charkiw durch, wodurch unser Energiesystem weiteren Schaden davontrug." Kremlchef Wladimir Putin lese offenbar nicht Trumps Posts auf dessen Netzwerk Truth Social, fügte er hinzu.

Selenskyj betonte, die Ukraine sei mit einem Stopp von Angriffen auf Energieanlagen einverstanden, wenn Russland dies auch respektiere. Man habe deshalb auch in der vergangenen Nacht auf Angriffe gegen russische Ölraffinerien verzichtet. Trotzdem habe es den ganzen Morgen Angriffe russischer düsengetriebener Drohnen gegen Kiew gegeben. "Das ist also vorerst Putins Antwort auf Trump: russische Angriffe. Aber wir warten ab."

Loading...

Loading...

Loading...

Nach Drohnenangriffen: Yandex-Bot-Traffic bricht massiv ein

Nach ukrainischen Drohnenangriffen auf mehrere Rechenzentren des russischen Technologiekonzerns Yandex ist der automatisierte Datenverkehr aus dessen Netzwerk zeitweise nahezu vollständig eingebrochen. Das zeigen Messungen des US-Internetdienstleisters Cloudflare. Wie das Fachportal "Tom's Hardware" berichtet, sank die Zahl der automatisierten HTTP-Anfragen zeitweise auf rund 0,4 Prozent des höchsten Werts der vorangegangenen zwei Wochen.

Der Rückgang begann nach dem Angriff auf das Yandex-Rechenzentrum in Sasowo am 8. Oktober. Anschließend wurden auch Anlagen in Kaluga und Wladimir getroffen. Die Angriffe führten zu erheblichen Störungen bei Cloud-Diensten des Konzerns.

← Zurück zu News

Bereit für Ihre kostenlose E-Mail?

512 MB Speicher, modernes Webmail und ein News-Portal — kostenlos starten.

Jetzt kostenlos registrieren