Ukraine-Krieg: Russland droht dem Westen mit neuer Stufe des Krieges
Startseite
Politik
Ukraine-Krieg: Russland droht dem Westen mit neuer Stufe des Krieges
Von: Simon Schröder, Christian Stör, Jens Kiffmeier, Stephanie Munk, Nail Akkoyun, Felix Busjaeger
Uns auf Google folgen
Aktuelle Lage im Ukraine-Krieg: Kiew wird am helllichten Tag angegriffen. Russland warnt London und Paris. Der News-Ticker.
Update, 15:23 Uhr: Russland hat Kiew am helllichten Tag mit Drohnen angegriffen. In der ukrainischen Hauptstadt wurde nach Angaben der Behörden ein Mann verletzt. Bei weiteren russischen Angriffen in anderen Landesteilen wurden mindestens ein Mensch getötet und weitere verletzt. Die Attacke auf Kiew reiht sich in eine Serie zuletzt häufiger gewordener russischer Angriffe während des Tages ein. Journalisten der Nachrichtenagentur AFP in Kiew berichteten von mehreren Explosionen, die offenbar von der ukrainischen Luftabwehr stammten. Mehrfach wurde Luftalarm ausgelöst. Auf in Onlinenetzwerken verbreiteten Aufnahmen waren große schwarze Rauchsäulen über einem der angegriffenen Orte zu sehen.
Transparenzhinweis
Die hier verarbeiteten Informationen stammen von Nachrichtenagenturen und internationalen Quellen, aber auch von Kriegsparteien im Ukraine-Krieg. Die Angaben zum Ukraine-Krieg lassen sich nicht unabhängig überprüfen.
Update, 14:10 Uhr: Bei der Explosion einer Autobombe in St. Petersburg ist am Donnerstag ein Mensch getötet worden – dabei handelte es sich Medienberichten zufolge um einen russischen Armeeoffizier. Ein weiterer Mensch sei verletzt ins Krankenhaus gebracht worden, teilten russische Ermittler mit. Nach Angaben des Nachrichtenportals Fontanka war dies die Ehefrau des getöteten Offiziers.
Die Explosion ereignete sich im südlichen Petersburger Stadtbezirk Puschkinski. Laut Fontanka war der getötete Mann Oberstleutnant und diente bei den russischen Luftstreitkräften und der Luftverteidigung. Das Paar sei angegriffen worden, als es sein Haus verlassen habe.
Russland droht dem Westen mit „Konsequenzen“
Update, 13:05 Uhr: Russland hat Großbritannien und Frankreich wegen der geplanten Weitergabe sensibler Raketentechnik an die Ukraine vor unvorhersehbaren Konsequenzen gewarnt. Die beiden Staaten spielten „mit dem Feuer“, sagte Maria Sacharowa laut Reuters. Die Sprecherin des russischen Außenministeriums drohte Großbritannien demnach mit Angriffen auf britische Militärziele, sollten ukrainische Streitkräfte russisches Staatsgebiet mit britischen Raketen beschießen. Sacharowa forderte Großbritannien auf, von seiner feindseligen Haltung abzurücken. Andernfalls könnte der Ukraine-Krieg eine komplett neue Stufe erreichen.
Ukraine-Krieg aktuell: Verletzte nach neuen russischen Angriffen
Update, 11:55 Uhr: Wolodymyr Selenskyj hat sich zu den russischen Angriffen der Nacht geäußert. „Die Russen haben kritische Infrastruktur in den Gebieten Poltawa, Sumy und Cherson angegriffen“, teilte der ukrainische Präsident auf sozialen Netzwerken mit. Fünf Menschen seien unter anderem bei Angriffen in den Gebieten Saporischschja und Dnipropetrowsk verletzt worden. Schäden habe es auch nach Attacken im Gebiet der Hafenstadt Odessa gegeben.
Die ukrainische Luftwaffe fing dabei nach eigenen Angaben sieben ballistische Raketen ab. Zudem sei eine Antischiffsrakete des Typs Oniks abgeschossen worden, hieß es. Selenskyj hatte zuvor über eingetroffene neue Flugabwehrraketen für die Patriot-Systeme informiert. Ukrainischen Angaben zufolge wurden rund 86 Prozent der vom russischen Militär eingesetzten Drohnen abgefangen.
Aktuelle Lage im Ukraine-Krieg: Russland greift Stahlwerke und Häfen an
Update, 10:30 Uhr: Russland hat nach eigenen Angaben bei seinen nächtlichen Angriffen auf die Ukraine mehrere Ziele getroffen. Darunter seien Stahlwerke in den Städten Saporischschja und Krywyj Rih, Logistikzentren in und bei Kiew sowie eine Ölraffinerie in Krementschuk gewesen, teilt das Verteidigungsministerium in Moskau mit. Zudem seien die Häfen von Odessa, Tschornomorsk und Reni angegriffen worden. Alle Ziele, darunter auch Lager- und Montageeinrichtungen für Drohnen, hätten der ukrainischen Armee gedient.
Verluste für Russland
Update, 9:20 Uhr: Kiew hat am Morgen neue Zahlen zu Russlands Verlusten im Ukraine-Krieg veröffentlicht. Nach Angaben des Generalstabs haben die russischen Streitkräfte binnen 24 Stunden etwa 1400 Soldaten verloren. Insgesamt sind demnach bereits mehr als 1,48 Millionen russische Soldaten im Kampf getötet oder schwer verwundet worden. Zudem gibt die Ukraine an, in den vergangenen 24 Stunden insgesamt 53 Artilleriesysteme und 1762 Drohnen zerstört zu haben. Nachfolgend ein Überblick der von Kiew genannten Zahlen zu den russischen Gesamtverlusten im Ukraine-Krieg.
Soldaten: 1.482.150 (+1400 zum Vortag)
Panzer: 12.304 (+4)
Artilleriesysteme: 48.694 (+53)
Mehrfach-Raketenwerfer: 2065 (+3)
Luftabwehrsysteme: 1590 (+2)
Drohnen: 483.367 (+1762)
Marschflugkörper: 5052 (=)
Die Daten lassen sich unabhängig nicht überprüfen und basieren auf Schätzungen des ukrainischen Generalstabs.
Aktuelle Lage im Ukraine-Krieg: Warnung an Putin nach Geheimdiensterkenntnissen
Update, 8:35 Uhr: Es gibt neue Details zu dem Bericht, wonach CIA-Chef John Ratcliffe bei seinem Besuch in Moskau die russische Seite vor einem möglichen Angriff auf NATO-Mitgliedstaaten gewarnt hat. Das Wall Street Journal berichtete, Hintergrund seien US-Geheimdiensteinschätzungen, wonach der russische Präsident Wladimir Putin in den kommenden Jahren womöglich einen „begrenzten Angriff“ ausführen lassen könnte. US-Präsident Donald Trump hatte davon gesprochen, dass Ratcliffes Besuch in Moskau „halb routinemäßig“ erfolgt sei.
Ukraine-Krieg aktuell: CIA-Chef warnte in Moskau vor Angriff auf NATO
Update, 7:00 Uhr: CIA-Direktor John Ratcliffe hat Russland bei seinem Besuch in Moskau US-Medienberichten zufolge vor einem Angriff auf NATO‑Verbündete gewarnt. Der Chef des US-Geheimdienstes hatte die russische Hauptstadt am Dienstag besucht. Über den Inhalt seiner Gespräche war bisher allerdings nur wenig bekannt geworden.
Massive Angriffe von Russland
Update, 27. August, 5:30 Uhr: Mit einem massiven Raketenangriff hat Russland in den frühen Morgenstunden die Ukraine attackiert. Für den Großteil des Landes galt Luftalarm, lediglich die westlichen Regionen blieben davon ausgenommen. In der Hauptstadt Kiew waren gegen 3 Uhr sechs Explosionen zu hören, wie der Kyiv Independent berichtete. Den Behörden zufolge fielen Trümmer in den Hof eines Wohnhauses. In Krywyj Rih wurden nach offiziellen Angaben zwei Menschen bei einem Angriff auf eine Industrieanlage verletzt, in Saporischschja drei weitere. Auch Odessa wurde von Explosionen erschüttert.
Ukraine-Krieg aktuell: Kein Kriegsende in Sicht – Russland will Raketenangriffe wohl deutlich ausweiten
Update, 20:56 Uhr: Russland soll eine deutliche Ausweitung seiner Raketenangriffe auf die Ukraine planen. Das berichtet Bloomberg unter Berufung auf Insider im Kreml. Demnach erwägt Moskau verstärkte Angriffe mit ballistischen Raketen auf Kiew – einschließlich des Stadtzentrums – sowie auf Infrastruktur in anderen ukrainischen Städten.
Alle Verhandlungsbemühungen im Ukraine-Krieg seien gescheitert, beide Seiten stünden wieder am Ausgangspunkt, sagten die Quellen gegenüber Bloomberg. Zudem werde die aktuelle Eskalationsstufe in Moskau nicht als Höhepunkt betrachtet. Wladimir Putin werde den Krieg auch unter dem Druck von Sanktionen und ukrainischen Angriffen auf russische Ölraffinerien und Logistiknetzwerke nicht beenden.
Ukraine-Krieg aktuell: Mehrere Tote nach Drohnenangriff auf einen Kleinbus
Update, 20:25 Uhr: Bei einem Drohnenangriff auf einen Kleinbus im russisch besetzten Teil des ostukrainischen Gebietes Luhansk sind nach Angaben der Besatzungsbehörden mindestens neun Menschen getötet worden. Weitere sechs seien verletzt worden, teilte der von Moskau eingesetzte Gebietsgouverneur, Leonid Passetschnik, auf der Plattform Telegram mit.
Demnach war der Bus mit 15 Passagieren auf der Route von Lyssytschansk nach Kadijiwka unterwegs. Die genannte Straße befindet sich rund 50 Kilometer von der Frontlinie entfernt. Kiew weist regelmäßig Anschuldigungen von Angriffen auf Zivilisten zurück.
Trumps CIA-Chef in Moskau
Update, 19:29 Uhr: Trump hat den Besuch von CIA-Direktor John Ratcliffe in Moskau als möglicherweise wegweisend für ein Ende des Ukraine-Kriegs bezeichnet. „Etwas könnte dabei herauskommen“, sagte Trump im Gespräch mit dem US-Sender Sky News.
Der US-Präsident spielte Ratcliffes Reise zwar als mehr oder weniger „routinemäßig“ herunter, betonte aber zugleich, seine Regierung arbeite „sehr hart daran, diesen Krieg zu beenden.“ Ratcliffe war am Dienstag als ranghöchster Vertreter der Trump-Administration seit Jahresbeginn zu Gesprächen mit russischen Regierungsvertretern in Moskau eingetroffen, wie US-Medien berichteten.
Ukraine-Krieg aktuell: Freiheitsorden für Elon Musk
Update, 18:29 Uhr: Die Ukraine hat US-Techmilliardär Elon Musk mit dem Freiheitsorden ausgezeichnet. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj verlieh dem SpaceX-Gründer damit eine der höchsten staatlichen Ehrungen der Ukraine.
Laut einem auf der Präsidialwebsite veröffentlichten Dekret würdigte Selenskyj Musks „herausragende persönliche Beiträge zum Schutz von Menschenleben und Freiheit sowie zur Entwicklung der Beziehungen zwischen den Völkern der Ukraine und der Vereinigten Staaten von Amerika“. Im Zuge des Ukraine-Kriegs hatte Musk den Starlink-Satellitendienst kurz nach dem russischen Einmarsch 2022 für die Ukraine aktiviert – das System ist seitdem ein zentrales Kommunikationsmittel der ukrainischen Streitkräfte an der Front.
Selenskyj besucht im Ukraine-Krieg die Front und spricht mit Soldaten
Update, 17:11 Uhr: Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat nach eigenen Angaben Soldaten an der Front im Südosten des Landes besucht. Er sei gemeinsam mit Armeechef Mychailo Drapaty an der Front im Sektor Oleksandriwskyj, erklärte Selenskyj am Mittwoch in Onlinediensten und veröffentlichte dazu ein Video, das die beiden im Gespräch mit Soldaten und bei dem Überreichen von Auszeichnungen zeigt. Die ukrainische Armee hatte eigenen Angaben zufolge in der Region zuletzt Gelände von den russischen Truppen zurückgewinnen können.
Der von Selenskyj besuchte Frontabschnitt liegt nahe der Kreuzungslinien der östlichen und der südlichen Front, im Überschneidungsbereich der Regionen Donezk im Osten, Dnipropetrowsk im Zentrum und Saporischschja im Süden der Ukraine.
Selenskyj verlegt neue Einheiten an die Front im Ukraine-Krieg