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Ukraine-Krieg | Fast alle russischen Regionen von Benzinmangel betroffen

Welt

Newsblog zum Krieg in der Ukraine

Fast alle russischen Regionen von Benzinkrise betroffen

Von Tobias Schibilla

06.07.2026 - 08:01 UhrLesedauer: 3 Min.

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Mittlerweile sind fast alle russischen Regionen vom Benzinmangel betroffen. In der Ukraine gibt es mehrere Tote nach einem Angriff.Alle Entwicklungen im Newsblog.

Montag, 6. Juli

Fast alle russischen Regionen von Benzinkrise betroffen

Fast jede Region in Russland ist mittlerweile offenbar vom Benzinmangel betroffen. Laut einer Analyse des US-Senders CNNN kommt es in nahezu allen der 83 Regionen zu Engpässen oder Versorgungsunterbrechungen. Mehr als 50 der Regionen meldeten dabei offiziell Versorgungsprobleme, in fast allen anderen Teilen lagen inoffizielle Berichte über Störungen vor. Mindestens drei Regionen riefen einen erhöhten Alarmzustand aus.

Laut CNN schränken in der Folge Tankstellen in ganz Russland die Benzinabgabe ein. Mittlerweile gibt es Websites, die den Kraftstoffverbrauch verfolgen und Autofahrer zu den günstigsten Tankstellen leiten.

Sumit Ritolia, leitender Analyst für Raffinerieversorgung und -modellierung beim Rohstoffinformationsunternehmen Kpler, sagte CNN, die Benzinproduktion liege 20 Prozent unter der Inlandsnachfrage.

Ukraine meldet zehn Tote und dutzende Verletzte bei russischen Angriffen auf Kiew

In der Ukraine sind am frühen Montagmorgen bei russischen Angriffen mindestens zehn Menschen getötet worden. Inzwischen seien "neun Tote und 46 Verletzte" bestätigt, teilte der Chef der Militärverwaltung in Kiew, Tymur Tkatschenko, im Onlinedienst Telegram mit. Unter den Verletzten sind seinen Angaben zufolge fünf Kinder. Ein weiteres Todesopfer wurde in Butscha nordwestlich von Kiew gemeldet.

Der Chef der Militärverwaltung in Kiew warnte vor möglichen weiteren Opfern. "Die Rettungseinsätze dauern weiter an", erklärte er. "Traurigerweise ist dies nicht die endgültige Bilanz."

Zuvor hatte Tkatschenko auf Telegram mitgeteilt, der Feind greife "mit ballistischen Raketen" an. Journalisten der Nachrichtenagentur AFP gaben an, während eines Raketenalarms in der ukrainischen Hauptstadt mehr als zehn Explosionen gehört zu haben. Zudem hätten sie Lichtblitze im Himmel gesehen.

Massive russische Attacken auf Ukraine vor Nato-Gipfel

Am Vortag des Nato-Gipfels in der Türkei hat Russland die nächste schwere Angriffswelle auf ukrainische Städte gestartet. Kurz nach Mitternacht löste die Flugabwehr in fast allen Landesregionen Luftalarm aus, aus Kiew wurden heftige Explosionen gemeldet. Behörden und Medien berichteten über zahlreiche Einschläge in der Hauptstadt und ihren Vororten. Mehrere Gebäude wurden demnach beschädigt, mindestens sieben Menschen getötet und zwei Dutzend weitere verletzt. Tausende seien vor den Angriffen in U-Bahn-Stationen geflohen, berichtete das Nachrichtenportal "The Kyiv Independent".

Unions-Außenexperte fordert klare Ansage an China

Kurz vor Beginn des Nato-Gipfeltreffens in Ankara hat der Unions-Außenexperte Jürgen Hardt (CDU) mit Blick auf den Ukraine-Krieg eine klare Ansage an China gefordert. "China spielt für Russlands Fähigkeit, seinen Angriffskrieg fortzusetzen, eine erhebliche Rolle", sagte der außenpolitische Sprecher der Unions-Bundestagsfraktion den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Deshalb müsse die Nato hier Klartext sprechen: "Wer Moskaus Rüstungsbasis stützt, trägt Mitverantwortung für die Verlängerung dieses Krieges. Diese Realität offen anzusprechen, ist kein Eskalationsschritt, sondern Ausdruck strategischer Ehrlichkeit", betonte Hardt.

Der CDU-Politiker forderte auch einen härteren Kurs der Nato gegenüber Russland. Der Gipfel müsse vor allem politische Geschlossenheit demonstrieren, sagte er. "Moskau darf keinen Zweifel daran haben, dass die Unterstützung für die Ukraine ungebrochen ist."

Hardt betonte, dass "die russische Strategie des Hinhaltens und der gezielten Angriffe auf die Zivilbevölkerung" zunehmend an Wirkung verliere und die Ukraine gleichzeitig auf dem Gefechtsfeld wieder eigene Akzente setzen könne: "Diesen Moment sollten die Verbündeten nutzen, um den Druck auf den Kreml gemeinsam weiter zu erhöhen und die Voraussetzungen für ernsthafte Friedensverhandlungen zu schaffen", forderte er.

Kiew: Menschen nach russischem Angriff eingeschlossen

Bei einem russischen Raketenangriff auf die ukrainische Hauptstadt Kiew ist am frühen Montagmorgen Behörden zufolge ein Wohnhaus nahe dem Stadtzentrum schwer beschädigt worden. In dem Gebäude seien nun Bewohner eingeschlossen, teilten die örtlichen Behörden mit. Wie der Bürgermeister der ukrainischen Hauptstadt, Vitali Klitschko, auf Telegram schrieb, befindet sich das Haus im historischen Stadtteil Podil. "Da sitzen Menschen im siebten bis neunten Stock fest", sagte Klitschko.

Er fügte hinzu, dass Trümmerteile von Drohnen auf ein zweites Wohnhaus in derselben Gegend sowie in anderen Stadtteilen der Stadt gefallen seien. Augenzeugen berichteten der Nachrichtenagentur Reuters von einer Reihe von Explosionen in und um Kiew in der Nacht. Auch die Luftabwehr gegen russische Drohnen sei im Einsatz.

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