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Ukraine-Krieg im Liveticker: +++ 00:53 Neumann: Deutschland hat viel Nachholbedarf bei Drohnenabwehr +++

Welt

Der Terrorismus-Experte Peter Neumann sieht Deutschland bei der Drohnenabwehr nicht gut aufgestellt. "Da muss unglaublich viel geschehen: bei Systemen zur Drohnenabwehr, Drohnenerkennung, bei dem Kompetenzwirrwarr, das es nach wie vor gibt, bei der Schaffung eines einheitlichen rechtlichen Rahmens", sagt der Experte vom King's College in London im ZDF nach der Entdeckung einer Sprengstoff-Drohne am Leipziger Flughafen. Falls tatsächlich Russland dahinterstecke, müsse Deutschland eine Botschaft senden. "Eine Botschaft, die nicht so eine Überreaktion ist, dass man dadurch in den Krieg hineingezogen wird, aber die eben auch nicht Schwäche signalisiert. Also gar nichts zu tun, das würde von (Präsident Wladimir) Putin so interpretiert, als wäre es möglich, so eine Art von Angriff zu machen und es passiert nichts", erklärte Neumann. Deutschland müsse genau den richtigen kommunikativen, strategischen Punkt finden. "Und das ist die große Herausforderung für die Bundesregierung. Denn sonst funktioniert die Abschreckung nicht." +++ 23:14 Umfrage: Viele Ukrainer haben kaum Vertrauen in Selenskyj +++ Der frühere ukrainische Armeechef Walerij Saluschnyj wird in einer Umfrage zum vertrauenswürdigsten Politiker seines Landes gekürt. Auf den Plätzen unmittelbar dahinter landen der erst vor kurzem entlassene Verteidigungsminister Mychajlo Fedorow sowie der Kommandeur der ukrainischen Drohnen-Streitkräfte, Robert Browdy. Präsident Wolodymyr Selenskyj erreicht in der Umfrage des Umfrageinstituts "Sozis" nur den sechsten Rang, noch hinter dem neuen Armeechef Mychajlo Drapatyj und dem Leiter seiner Präsidialkanzlei, Kyryllo Budanow. Die repräsentative Umfrage unter 2000 Ukrainern wurde nach Angaben von "Sozis" zwischen dem 28. Juli und 2. August durchgeführt. Selenskyj kann 18 Prozent der Befragten mit vollem Vertrauen hinter sich sehen, ein "eher ja" erhält der Präsident von 24,5 Prozent. Wenig Vertrauen in ihn haben 17 Prozent, während 37 Prozent angeben, überhaupt kein Vertrauen in ihren Staatschef zu haben. +++ 22:17 Nawalny-Witwe ruft zu Wahl der kriegskritischen Partei Jabloko in Russland auf +++ Die russische Kremlkritikerin Julia Nawalnaja ruft zur Wahl der kriegskritischen Oppositionspartei Jabloko bei der Parlamentswahl im September auf. Die liberale Jabloko sei "derzeit die einzige Partei auf dem Stimmzettel, die öffentlich eine Haltung gegen den Krieg vertritt", sagte die im Ausland lebende Witwe des verstorbenen Oppositionspolitikers Alexej Nawalny in einem in Onlinediensten veröffentlichten Video. Es sei daher "moralisch und politisch richtig", die Partei zu unterstützen, sagte Nawalnaja. Die Wahl sei trotz absehbarer Manipulationen die "einzige legale und sichere Gelegenheit seit vielen Jahren", den Widerspruch gegen die russische Führung zum Ausdruck zu bringen. Jabloko fordert als einzige zur Wahl zugelassene Partei ein Ende des Kriegs in der Ukraine. Die Parteiführung bezeichnet die Abstimmung als Referendum, das dem Kreml zeigen solle, dass Millionen Russen den Krieg ablehnten. +++ 21:58 Fast 16.000 Ausländer kämpfen auf ukrainischer Seite +++ In ihrem Verteidigungskampf gegen Russlands Angriffskrieg wird die Ukraine nach Behördenangaben von knapp 16.000 Ausländern aus 72 Staaten unterstützt. "Fast 40 Prozent davon sind aus den Ländern Lateinamerikas", sagt die für Soldatenrechte zuständige Militärbeauftragte Olha Reschetylowa einer Meldung von Interfax-Ukraine zufolge. In der ukrainischen Armee sind nach Angaben von Präsident Wolodymyr Selenskyj rund 880.000 Soldaten. Im Juni kündigte der kürzlich entlassene Verteidigungsminister Mychajlo Fedorow eine Reform an, wonach der Anteil an ausländischen Söldnern in Sturmtruppen und Infanterie auf bis zu 50 Prozent steigen soll. Dafür will Kiew mit einem durchschnittlichen Sold von umgerechnet rund 5.800 Euro weltweit neue Kämpfer rekrutieren. +++ 21:25 "Schlag ins Gesicht" für Moskau? Selenskyj reist erstmals seit Kriegsbeginn nach Serbien +++ Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj reist am Samstag erstmals seit Beginn des russischen Angriffskriegs gegen sein Land in das traditionell mit Russland verbündete Serbien. "Wir müssen die Serben von der Seite Russlands wegziehen", sagte ein hochrangiger ukrainischer Regierungsvertreter der Nachrichtenagentur AFP. Selenskyjs Besuch in Serbien sei für die Russen "ein Schlag ins Gesicht". Selenskyj, der bei Reisen in zahlreiche Länder für Unterstützung für die Ukraine wirbt, hat Serbien seit seinem Amtsantritt 2019 noch nicht besucht. Serbien gilt als eines der Moskau am nächsten stehenden Länder in Europa. +++ 20:46 5G-Antennen verbaut: Pilot steuerte Sprengstoff-Drohne womöglich aus großer Entfernung +++ An der Sprengstoff-Drohne, die in der Nacht zum Mittwoch am Flughafen Leipzig/Halle entdeckt worden ist, waren Berichten zufolge 5G-Antennen verbaut. Wie "ZDF frontal" und "Die Zeit" unter Berufung auf Sicherheitskreise berichten, handelt es sich nicht um eine kommerzielle "Baumarktdrohne", sondern um eine per Mobilfunk professionell gesteuerte Drohne. "Wenn eine Drohne mittels 5G-Antennen gesteuert wird, dann ist darin eine SIM-Karte verbaut, die ein Pilot ansteuern kann. Der Pilot kann theoretisch in einem Café in Leipzig oder auch im Ausland sitzen - er benötigt lediglich Internet an seinem Endgerät", sagte Drohnen-Experte Christian Kaiser dem ZDF.

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