Ukraine-Krieg im Liveticker: +++ 02:49 CSU fordert Rüstungsabkommen für Drohnen mit Kiew +++
Vor der Klausurtagung der CSU-Landesgruppe fordert ihr Vorsitzender Alexander Hoffmann ein offizielles Rüstungsabkommen mit Kiew, um die Bundeswehr mithilfe ukrainischer Drohnentechnologie aufzurüsten. "Wir sind der Auffassung, es braucht eine Unterstützungsdividende von der Ukraine", sagt Hoffmann der "Bild am Sonntag". Deutschland werde die Hilfe "unter allen Umständen fortsetzen". Gleichzeitig habe Kiew damit "wirklich herausragende Fähigkeiten entwickelt - im Bereich Drohnen, Drohnenabwehr und Marschflugkörper". Hoffmann fordert daher eine verbindliche Gegenleistung für die Bundeswehr: "Wir sagen: Deutschland muss an diesen Rüstungsinnovationen teilhaben, um seine eigene Verteidigungs- und Abschreckungsfähigkeit zu stärken. Deswegen fordern wir ein zwischenstaatliches Abkommen mit Kiew, in dem sich die ukrainische Seite verpflichtet, ihre technologischen Fähigkeiten mit uns zu teilen." +++ 01:05 Iran verurteilt ukrainischen Angriff auf Frachter +++ Die iranische Regierung protestiert scharf gegen einen mutmaßlich ukrainischen Angriff auf ein Frachtschiff im Kaspischen Meer und den dadurch verursachten Tod eines Matrosen. Nach Darstellung des Außenministeriums in Teheran soll ein weiterer Matrose bei dem Angriff am Samstag verletzt worden sein. Die iranische Mitteilung verweist darauf, dass der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenkyj den Angriff ausdrücklich eingeräumt habe. Es handele sich um einen Akt der Aggression, der die Flammen des Krieges weiter anfachen und verbreiten könnte, und um einen Verstoß gegen das Völkerrecht, heißt es in der Mitteilung. +++ 00:07 Kiew unter russischem Raketenbeschuss +++ Russland greift die ukrainische Hauptstadt Kiew mit ballistischen Raketen an. Das teilt die ukrainische Luftwaffe mit. Herabfallende Trümmerteile lösen nach Angaben des Bürgermeisters in mindestens drei Bezirken Brände aus. +++ 22:15 Ukrainische Spezialeinheit fängt fast 700 russische Drohnen ab - ohne einzigen Schuss +++ Die Ukraine bekämpft russische Drohnen nicht nur, indem sie diese abschießt. Spezialisten für elektronische Kriegsführung des 413. "Raid"-Regiments berichten, dass sie innerhalb von 19 Tagen 696 russische Drohnen außer Gefecht gesetzt haben - ohne einen einzigen Schuss abzufeuern. Das russische Militär habe seine "Molniya"-Drohnen modernisiert und sie zu kostengünstigen Aufklärungs- und Überwachungsplattformen umfunktioniert, die zunehmend die traditionellen Angriffsrollen ersetzen.Das solle die Kosten senken, sagt Drohnenkriegsexperte Serhii "Flash" Beskrestnov. Laut Beskrestnov besteht die größte Herausforderung bei diesen Drohnen in ihrer geringen Radarsichtbarkeit. Da sie in sehr geringer Höhe fliegen und aus Materialien bestehen, die ihre Erkennbarkeit verringern, sind "Molniya"-Drohnen für Abwehrsysteme deutlich schwerer abzufangen. Das gelinge dem erst 2024 gegründeten "Raid"-Regiment aber mithilfe elektronischer Kriegsführung sehr gut, wie die genannten Zahlen zeigen.