Ukraine-Krieg im Liveticker: +++ 12:57 Parlament stimmt Ernennung von Chmara zum Verteidigungsminister zu +++
Das ukrainische Parlament stimmt der Ernennung von Jewhenij Chmara zum neuen Verteidigungsminister zu. Für den von Präsident Wolodymyr Selenskyj nominierten Kandidaten stimmen 312 Abgeordnete, notwendig sind mindestens 226 Stimmen. Selenskyj hatte Chmara zuvor zum kommissarischen Minister ernannt, nachdem er im Juli den bisherigen Amtsinhaber Mychailo Fedorow entlassen hatte. +++ 12:18 Selenskyj verurteilt russische "Drohnen-Safari" in Cherson +++ Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj verurteilt den Drohnenangriff auf einen Kleinbus in Cherson als gezielte Jagd auf Menschen durch Russland. Eine solche "brutale Safari" habe "längst die Grenzen dessen überschritten, was sich ein normaler Mensch überhaupt vorstellen kann", schreibt Selenskyj bei Telegram. Es habe sich eindeutig um einen zivilen Bus gehandelt. Der Vorfall zeige den Alltag in den ukrainischen Gebieten nahe der Front. Selenskyj fordert die Verbündeten erneut auf, mehr Schutzausrüstung zu liefern sowie den Druck auf Russland durch weitere Hilfspakete und Sanktionen zu erhöhen. +++ 11:40 Russland und Ukraine tauschen jeweils 103 Kriegsgefangene aus +++ Russland und die Ukraine tauschen erneut Kriegsgefangene aus. Es seien jeweils 103 Soldaten übergeben worden, meldet die russische Nachrichtenagentur Interfax unter Berufung auf das Verteidigungsministerium in Moskau. In dem seit viereinhalb Jahren währenden Krieg sind bislang Tausende Kriegsgefangene ausgetauscht worden. +++ 11:25 Nord-Stream-Anschläge: Verdächtiger in Kroatien festgenommen +++ Im Zusammenhang mit den Anschlägen auf die Nord-Stream-Pipelines im September 2022 wird ein weiterer Verdächtiger gefasst. Die Bundesanwaltschaft lässt den Mann in Kroatien von dortigen Beamten festnehmen, wie die Karlsruher Behörde mitteilt. Mehr dazu lesen Sie hier. +++ 11:09 Korruptionsbehörde durchsucht Büros vor Votum zu Verteidigungsminister +++ Wenige Stunden vor einer entscheidenden Abstimmung über den neuen Verteidigungsminister starten die ukrainischen Antikorruptionsbehörden eine Großrazzia gegen Abgeordnete und Berater von Präsident Wolodymyr Selenskyj. Die Behörde Nabu und die spezialisierte Staatsanwaltschaft Sapo nennen bislang keine Einzelheiten zu den Ermittlungen. Die Razzien erhöhen den politischen Druck auf Selenskyj, der mit der Ernennung eines Nachfolgers für den entlassenen Verteidigungsminister Mychajlo Fedorow den Umbau seines Sicherheitskabinetts abschließen will. Fedorow hatte zuletzt trotz des Krieges Wahlen gefordert. Die Korruptionsbekämpfung gilt als wichtige Voraussetzung für einen EU-Beitritt der Ukraine. +++ 10:32 Ukraine meldet vier Tote bei russischem Drohnenangriff auf Bus +++ In der südukrainischen Stadt Cherson ist nach Angaben der dortigen Behörden ein Bus zum Ziel eines russischen Drohnenangriffs geworden. Dabei wurden am Morgen vier Menschen getötet, wie Regionalgouverneur Olexandr Prokudin auf Telegram mitteilt. Vier weitere Personen seien verletzt ins Krankenhaus gebracht worden. Prokudin veröffentlicht zudem verschwommene Fotos, die einen gelben Bus mit blutverschmierten Stufen und zerbrochenen Fenstern zeigen. +++ 09:46 Munz: Sehe Lawrow-Drohung "ernster als die Russen" +++ Lawrow droht, Russland werde seine Methoden - auch Deutschland gegenüber - "stark verschärfen". Während viele russische Blogger die Worte des Außenministers abtun, warnt ntv-Korrespondent Rainer Munz: Er erwartet zwar keinen Beschuss, dafür aber Attacken anderer Art. +++ 09:15 Nato verstärkt offenbar Luftüberwachung rund um Kaliningrad +++ Nahe Kaliningrad und im Norden Norwegens sind am Dienstag ungewöhnlich viele Nato-Militärflugzeuge eingesetzt worden. An dem Einsatz waren nach Angaben eines Nato-Sprechers US-amerikanische und norwegische Kampfflugzeuge, ein Awacs-Aufklärungsflugzeug der Nato sowie weitere Kräfte beteiligt. Der Einsatz sei von den USA geleitet worden. Militärexperte Carlo Masala spricht auf X von einer "beträchtlichen Konzentration von Luftstreitkräften" rund um Kaliningrad. Die verstärkten Aktivitäten fallen in eine Phase hoher Spannungen zwischen der Nato und Russland. +++ 08:27 Polin wegen Angriffs auf ukrainische Geschwister angeklagt +++ Eine Polin ist wegen eines mutmaßlich nationalistisch motivierten Angriffs auf zwei ukrainische Geschwister in Bydgoszcz angeklagt worden. Die "Kyiv Post" berichtet unter Berufung auf die polnische Nachrichtenagentur PAP, dass die 46-Jährige ein 14-jähriges Mädchen und ihren zwölfjährigen Bruder in einem Park verbal und körperlich angegriffen haben soll. Nach Angaben der Polizei missfiel der Frau und einem 34-jährigen Mann, der sie begleitete, dass die Kinder mit einer Spielzeugdrohne spielten. Polen zählt seit Beginn des Krieges zu den treuen Verbündeten Kiews, doch haben in den letzten Jahren auch die antiukrainischen Ressentiments zugenommen. Ministerpräsident Donald Tusk nannte den Vorfall einen "antipolnischen Akt". +++ 07:39 Russland meldet Drohnenangriffe auf zwei russische Großstädte +++ Ukrainische Drohnen haben in der Nacht die russischen Regionen Tula und Nischni Nowgorod angegriffen. Der "Kyiv Independent" berichtet unter Berufung auf Überwachungskanäle von Explosionen in Nowomoskowsk und Drohnenabschüssen nahe einem Wohngebäude in Dserschinsk. Der Gouverneur der Region Tula, Dmitri Miljajew, bestätigt den Angriff und erklärt, die russische Luftabwehr habe 27 Drohnen abgefangen. Nach ersten Angaben habe es keine Schäden an Gebäuden oder Infrastruktur gegeben. +++ 06:57 Estland prüft mögliche russische Beteiligung an Brandanschlag +++ Estland untersucht eine mögliche russische Beteiligung an einem mutmaßlichen Brandanschlag auf den Rüstungshersteller Milrem Robotics in Tallinn. Die "Kyiv Post" berichtet unter Berufung auf estnische Behörden, dass der Brand in einem Gebäude des Unternehmens vergangene Woche vorsätzlich gelegt worden sein könnte. Ministerpräsident Kristen Michal erklärt, die Verdächtigen seien identifiziert worden. Eine der Ermittlungsrichtungen betreffe einen möglichen Sabotageakt und eine Beteiligung Russlands. Milrem Robotics entwickelt unbemannte Militärsysteme, darunter das Bodenfahrzeug THeMIS, das seit 2022 auch in der Ukraine eingesetzt wird. +++ 06:10 Bericht: Russland liefert Iran Militärgüter über Kaspisches Meer +++ Russland liefert dem Iran offenbar Munition, Drohnenkomponenten und TNT über das Kaspische Meer. Das berichtet der "Kyiv Independent" unter Berufung auf einen Bericht von NBC News. Demnach nutzten mehr als zwei Dutzend Schiffe die Schifffahrtsrouten, um iranische Vorräte aufzufüllen. Ukrainische Streitkräfte hatten nach Angaben des Sicherheitsdienstes SBU bereits am 25. Juli ein iranisches Schiff angegriffen, das Militärgüter zwischen Iran und Russland transportierte. Teheran erklärte damals, es habe sich um ein Handelsschiff gehandelt, +++ 03:38 Weitere Drohnen auf dem Weg nach Moskau +++ Auch in dieser Nacht nehmen ukrainische Drohnen Kurs auf Moskau. Laut Bürgermeister Sergej Sobjanin wurden bislang über 20 von ihnen abgeschossen. Der Betrieb an den Flughäfen der russischen Hauptstadt wurde eingeschränkt. +++ 01:24 Tödlicher Drohnenangriff auf Saporischschja +++ Erneut greifen die russischen Streitkräfte die Region Saporischschja an. Laut Gouverneur Ivan Fedorov ist bei einer nächtlichen Drohnenattacke auf die gleichnamige Stadt eine Person gestorben, sechs Menschen seien verletzt worden. Es seien Wohn- und andere Gebäude getroffen worden. +++ 23:32 Selenskyj empfängt den neuen deutschen Botschafter in Kiew +++ Der neue deutsche Botschafter in der Ukraine, Boris Ruge, hat Präsident Selenskyj sein Beglaubigungsschreiben überreicht. "Wir sind sehr stolz darauf, so starke Freunde zu haben", sagte der Staatschef und dankte dabei Deutschland für die gewährte Hilfe. "Ihre Unterstützung ist die größte in Europa. Wir wissen das und erinnern uns daran", so das Staatsoberhaupt. Bei dem Empfang in der historischen Sophienkathedrale in der ukrainischen Hauptstadt Kiew sei auch der Ausbau der gemeinsamen Rüstungsproduktion besprochen worden. Ruge hat seinen Dienst bereits vergangene Woche angetreten. Der 64-Jährige gilt als Außen- und Sicherheitsexperte und war zuvor als Beigeordneter Generalsekretär der Nato für Politische Angelegenheiten und Sicherheitspolitik in Brüssel tätig. +++ 22:18 Ukrainischer Ex-Minister Fedorow ruft zu Wahlen im Krieg auf +++ Der kürzlich entlassene ukrainische Verteidigungsminister Mychajlo Fedorow fordert Wahlen während des Krieges. Die Nation befinde sich in einer Regierungskrise und die Korruption in Kriegszeiten müsse enden, sagt der 35-Jährige in einer Videoansprache. Es ist die erste derartige Forderung einer bedeutenden ukrainischen politischen Persönlichkeit seit Beginn der groß angelegten Invasion Russlands im Jahr 2022. Das Gesetz in der Ukraine verbietet die Abhaltung von Wahlen während des Krieges bisher. Fedorow war im Juli als Minister entlassen worden und hatte es abgelehnt, als Berater von Präsident Wolodymyr Selenskyj weiterzuarbeiten. +++ 21:31 Selenskyj dankt deutschem Botschafter für "größte Unterstützung in Europa" +++ Der neue deutsche Botschafter in der Ukraine, Boris Ruge, hat nach seinem Dienstantritt Präsident Wolodymyr Selenskyj sein Beglaubigungsschreiben überreicht. "Wir sind sehr stolz darauf, so starke Freunde zu haben", sagt der Staatschef gemäß einer Mitteilung. Selenskyj dankt dabei Deutschland für die gewährte Hilfe. "Ihre Unterstützung ist die größte in Europa. Wir wissen das und erinnern uns daran", sagt das Staatsoberhaupt. Bei dem Empfang in der historischen Sophienkathedrale in der ukrainischen Hauptstadt Kiew sei auch der Ausbau der gemeinsamen Rüstungsproduktion besprochen worden. +++ 21:31 Atomenergiebehörde: Saporischschja-Angriff "Gefahr für nukleare Sicherheit" +++ Die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) ruft Russland und die Ukraine nach dem tödlichen Drohnenangriff nahe dem Kernkraftwerk Saporischschja auf, "diese nicht hinnehmbaren Handlungen unverzüglich zu beenden". AKW-Angriffe sind "eine große Gefahr für die nukleare Sicherheit", warnt IAEA-Chef Rafael Grossi. Moskau und Kiew machen sich gegenseitig für die Saporischschja-Angriffe verantwortlich.