Ukraine-Krieg im Liveticker: +++ 17:08 Ukraine baut Tausende Kilometer massiver Verteidigungsanlagen +++
Die Ukraine hat in den vergangenen Jahren große Verteidigungsanlagen zum Schutz vor Russland hochgezogen. Tiefe Panzergräben, Stachelraht, Minenfelder und andere Hindernisse - oft in mehreren Reihen - sind vor allem im Osten des Landes präsent. Aber auch in der Mitte und sogar im Westen an der Grenze zu Belarus gibt es sie. Der Analyst Clément Molin beziffert die Länge der im Jahr 2026 ausgehobenen Befestigunganlagen auf 3800 Kilometer. In den Regionen Saporischschja und Dnipropetrowsk sei es gelungen, die umfangreichen Arbeiten abzuschließen. +++ 16:22 Ukraine nach Ankündigung aus Belarus alamiert +++ Die Spannungen zwischen Belarus und der Ukraine hatten sich in diesem Sommer zeitweise deutlich verstärkt. Signalverstärker im Grenzgebiet sollen russische Drohnenangriffe ermöglicht haben. Mittlerweile sind diese laut Ukraine jedoch nicht mehr aktiv. Nun kündigt Belarus an, eine neue Luftsturmbrigade an der Grenze aufzubauen. Dies sagt der Kommandeur der Spezialeinsatzkräfte, Aljaksandr Iljukewitsch, dem staatlichen Propagandasender "WojenTV". Der "Kyiv Post" zufolge handelt es sich um die 37. selbstständige Luftsturmbrigade, die im Raum Gomel stationiert wird. Die Großstadt liegt rund 40 Kilometer von der Grenze zur Ukraine entfernt im Osten von Belarus. Derzeit soll das Land über drei selbstständige Luftsturmbrigaden verfügen. Ukrainische Geheimdienste warnen weiterhin davor, dass Russland Druck auf Belarus ausübe, mehr in den Krieg einzugreifen. Anfang Juli berichtete der ukrainische Grenzschutz, dass Minsk neue militärische Infrastruktur – vor allem Übungsplätze und Logistikzentren – in der Nähe der Grenze aufbauen lasse. +++ 15:40 Russland importiert jetzt sogar Benzin aus Marokko +++ Nach den vielen ukrainischen Angriffen auf die russische Öl-Infrastruktur ist Russland mittlerweile auf Hilfe aus dem Ausland angewiesen. So hat der Kreml laut zwei Quellen aus der Industrie damit begonnen, Benzin in Marokko einzukaufen. Derzeit werde ein Frachter im Hafen von Murmansk entladen, der rund 30.000 Tonnen AI-92-Benzin geladen hat, so die Insider. +++ 15:06 Ukraine schießt 109 von 133 russischer Drohnen binnen einer Nacht ab +++ In der Nacht hat die ukrainische Luftabwehr nach eigenen Angaben 109 russische Drohnen abgeschossen. Das teilt die ukrainische Luftwaffe in den sozialen Medien mit. Demnach hat Russland mindestens 133 Drohnen auf verschiedene Regionen der Ukraine abgefeuert. 24 russische Drohnen oder ihre Trümmerteile schlugen an unterschiedlichen Orten in der Ukraine ein. +++ 14:37 Ukraine feiert Tag der Luftstreitkräfte +++ Jedes Jahr am ersten Sonntag im August begeht die Ukraine den Tag der Luftstreitkräfte. Zu diesem Anlass gratuliert der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj den Soldaten der ukrainischen Luftwaffe in einem Post auf den sozialen Medien. Er bedankt sich bei sich bei allen, jedem Mann und jeder Frau, die den ukrainischen Luftraum verteidigen. +++ 13:55 Moskauer Bürgermeister: Sprengstoffanschlag war "Terrorakt" +++ Der Moskauer Bürgermeister Sergej Sobjanin hat den tödlichen Sprengstoffanschlag in einem Ausgehviertel der Hauptstadt als "brutalen Terrorakt" bezeichnet. Die Schuldigen würden gefunden und bestraft, schreibt er auf Telegram. Den Angehörigen der Opfer spricht er sein Beileid aus. Mehrere Nachrichtenkanäle bei Telegram berichten, dass die Zahl der Todesopfer nach dem Anschlag vom Samstagabend auf fünf gestiegen sei. Die Behörden hatten bislang von 3 Toten und 21 Verletzten gesprochen. +++ 13:42 Selenskyj zählt 144 russische Raketenangriffe binnen einer Woche +++ In der vergangenen Woche haben die russischen Streitkräfte die Ukraine mit mehr als 1900 Drohnen, mehr als 1600 Bomben und 144 Raketen angegriffen. Das bilanziert der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj in einem Post in den sozialen Medien. Eine der Luftbomben traf am Sonntag die Stadt Sumy im Südosten der Ukraine. Infolge der russischen Angriffe wurden Hunderte Wohngebäude in 16 ukrainischen Regionen beschädigt oder zerstört. +++ 13:13 Russland meldet zwei Tote durch ukrainische Drohnen +++ Bei ukrainischen Drohnenangriffen sind nach russischen Behördenangaben mindestens zwei Menschen ums Leben gekommen. Das russische Verteidigungsministerium teilt mit, das Militär habe in der Nacht 635 ukrainische Drohnen (siehe Einträge 10:21 und 09:00) abgeschossen. In der Region Samara trafen die Drohnen dem lokalen Gouverneur zufolge ein Lagerhaus des größten russischen Online-Händlers Wildberries. Dabei habe es keine Todesopfer gegeben, und ein durch den Angriff entstandenes Feuer sei gelöscht worden. +++ 12:38 ISW: Rekord russischer Raketenangriffe auf die Ukraine im Juli +++ Die russischen Streitkräfte feuerten im Juli 2026 eine Rekordzahl an Raketen auf die Ukraine ab. Das schreiben die Analysten des Institute for the Study of War (ISW) in ihrem jüngsten Bericht. Bei dem Rekord berufen sich die ISW-Analysten auf Angaben der ukrainischen Luftwaffe, die mindestens 376 russische Raketenangriffe auf die Ukraine im Juli 2026 zählen. Das Kontingent, mit dem die Russen im vergangenen Monat die Ukraine angriffen, übersteigt den Analysten zufolge die monatliche Raketenproduktionsrate in Russland deutlich. Um Engpässe zu vermeiden, setzten die russischen Streitkräfte zunehmend Raketen vom Typ "Zirkon" oder "S-400" ein. +++ 12:00 Ukrainische Soldaten zeigen ntv deutsche IRIS-T im Kampf +++ Unaufhörlich kämpfen ukrainische Soldaten gegen die russische Invasion an. An der Front kommt auch Kriegsgerät aus Deutschland zum Einsatz. Kommandant Roman und seine Kameraden zeigen ntv ihr IRIS-T-Luftverteidigungssystem. Nach Deutschland richten sie eindringliche Worte. +++ 11:27 Ukraine: Raffinerie und Militärflugplatz in Südwestrussland angegriffen +++ Ukrainische Streitkräfte haben nach eigenen Angaben eine Ölraffinerie und einen Militärflugplatz in der Region Saratow im Südwesten Russlands angegriffen. Der Generalstab teilt in Kiew mit, die Angriffe hätten in beiden Anlagen Brände ausgelöst. Weiter heißt es, die Streitkräfte hätten auch ein Öldepot in der westlichen Region Kaluga angegriffen. +++ 10:55 Thiele erklärt die neuen Artilleriegranaten der Ukraine +++ Einem Medienbericht zufolge sollen die ukrainischen Streitkräfte bis Ende des Sommers Zugang zu Artilleriegranaten mit erhöhter Reichweite bekommen. Militärexperte Ralph Thiele erklärt, wie die Granaten in den vergangenen Jahren weiterentwickelt wurden und wie sie wirken. +++ 10:21 Bericht: Wildberries-Lager im russischen Samara steht in Flammen +++ Nach einem ukrainischen Drohnenangriff brennt ein großes Lager des russischen Online-Händler Wildberries in Novosemeykino in der Region Samara im Südosten des europäischen Teils Russlands. Das berichtet "Ukrajinska Prawda" unter Berufung auf Videos und Posts von Telegram-Kanälen. In den sozialen Medien berichten Augenzeugen von Rauch, der über der 130.000 Quadratmeter großen Anlage aufsteigt. Seit Mitte Juli haben die ukrainischen Streitkräfte rund ein Dutzend Anlagen des Online-Händlers, der als "russisches Amazon" gilt, angegriffen. +++ 09:32 Munz in Moskau: Anschlag galt wohl Luftstreitkräfte-Chef +++ Der Bombenanschlag in Moskau galt wohl Alexander Chayko, dem Chef der russischen Luft- und Raumfahrtstreitkräfte, wie ntv-Korrespondent Rainer Munz aus Moskau berichtet. Chayko feierte am Abend vermutlich seinen 55. Geburtstag in dem Nobelrestaurant, die Feier wurde eigentlich vom russischen Sicherheitsdienst FSO bewacht. +++ 09:00 Russland meldet massiven Großangriff mit 635 ukrainischen Drohnen +++ Die Drohnenangriffe der ukrainischen Streitkräfte in der Nacht zum Sonntag auf Russland waren mit die massivsten seit Jahresbeginn. Dies gehe aus Berechnungen der staatlichen russischen Nachrichtenagentur Tass auf Grundlage von Daten des russischen Verteidigungsministeriums hervor, wie das Medium selbst berichtet. Demnach wurden 635 Drohnen über russischen Gebiete sowie dem Asowschen und dem Schwarzen Meer abgefangen und zerstört. Lediglich am 26. Juni hätten die ukrainischen Streitkräfte noch mehr Drohnen Richtung Russland oder russisch-besetzten Gebiete geschickt – für jenen Tag zählt die Tass 660 ukrainische Drohnen. +++ 08:25 ISW: Russen erzielen im Juli keine strategisch bedeutenden Gebietsgewinne +++ Vor rund zweieinhalb Monate hatten die Russen ihre Sommeroffensive an der Front gestartet, trotzdem rücken die russischen Truppen nur sehr schleppend vor. Das schreiben die Analysten des Institute for the Study of War (ISW) in ihrem jüngsten Bericht. Darin schreiben Analysten, es gäbe Anhaltspunkte, dass die russischen Streitkräfte im Juli 2026 lediglich auf einer Fläche von 37,85 Quadratkilometern in der Ukraine (weniger als die Fläche von Manhattan) vorgerückt sind, was einem Durchschnitt von 1,22 Quadratkilometern pro Tag entspricht. Die sei nur ein Bruchteil im Vergleich zu den russischen Gebietsgewinnen in der Ukraine aus dem Juli 2025. Die ISW-Analysten resümieren, dass die russischen Streitkräfte im Monat Juli keine strategisch bedeutenden Gebietsgewinne in der Ukraine erzielt haben. +++ 07:44 Ukraine veröffentlicht Zahlen zu russischen Verlusten +++ Der ukrainische Generalstab veröffentlicht neue Verlustzahlen zu den russischen Truppen in der Ukraine. Demnach soll Russland seit dem 24. Februar 2022 rund 1.449.120 Soldaten in der Ukraine verloren haben. Allein innerhalb von 24 Stunden betrage die Zahl der Verluste 1500. Dem Bericht aus Kiew zufolge sollen unter anderem außerdem zwei Luftabwehrsysteme, 69 Artilleriesysteme und 1788 Drohnen zerstört worden sein. Insgesamt soll Russland laut der Ukraine seit Beginn des Großangriffs 12.231 Panzer, 47.198 Artilleriesysteme, 1529 Flugabwehrsysteme und 439 Flugzeuge, 354 Hubschrauber, 439.291 Drohnen, 34 Schiffe sowie zwei U-Boote verloren haben. Westliche Schätzungen nennen geringere Verlustzahlen - wobei das auch nur Mindestwerte sind. +++ 07:02 ISW: Keine Vorstöße an der Front in der Ukraine +++ Weder die ukrainischen noch die russischen Streitkräfte erzielten bestätigte Vorstöße. Das schreiben die Analysten des Institute for the Study of War (ISW) in ihrem jüngsten Bericht. Zunehmend gibt es vermehrt Tage, in denen sich die Front in der Ukraine zum Stellungskrieg entwickelt. +++ 06:35 Gouverneur ruft wegen russischer Lenkbomben Luftalarm über Saporischschja aus +++ Russische Streitkräfte feuern Drohnen und Lenkbomben in die Richtung der Region Saporischschja im Südosten der Ukraine. Das teilt der Gouverneur der Region, Iwan Fedorow, auf Telegram mit. Er ruft Luftalarm aus, warnt vor Gefahr in der Region und der gleichnamigen Stadt und fordert die Anwohnerinnen und Anwohner auf, sich an einen sicheren Ort zu begeben. +++ 05:53 Gouverneur: Drei Verletzte nach russischem Drohnenangriff auf Charkiw +++ Nach russischen Drohnenangriffen auf die Region Charkiw im Nordosten der Ukraine sind drei Menschen verletzt worden. Das schreibt der Gouverneur der Region Charkiw, Oleg Synegubow, auf Telegram. Unter den Verletzten seien auch zwei Kinder, ein achtjähriges Mädchen und ein 13-jähriger Junge. +++ 04:58 Bericht: Drohnenangriffe auf Luftwaffenstützpunkt und Ölraffinerie in Russland +++ Ukrainische Streitkräfte greifen in der Nacht einen Luftwaffenstützpunkt in der russischen Stadt Engels und eine Ölraffinerie in Saratow an. Augenzeugen berichten bei Telegram von Explosionen. Laut unbestätigten Medienberichten brach in der Ölraffinerie ein Feuer aus, nachdem ukrainische Drohnen eingeschlagen hatten. +++ 02:49 Drohnenangriff auf Onlinehändler in Region Kiew +++ Bei einem Drohnenangriff auf ein Lager des Onlinehändlers Rozetka in der Region Kiew ist ein Mitarbeiter getötet und sieben weitere verletzt worden, berichtet die Rozetka-Mitbegründerin Iryna Chechotkina bei Facebook. Sieben Angestellte müssen demnach medizinisch versorgt werden, eine schwer verletzte Person befinde sich in einem "ernsten Zustand". +++ 01:20 Selenskyj meldet weitere russische Raketenangriffe +++ Russland hat nach Angaben von Wolodymyr Selenskyj mit 35 Raketen und Marschflugkörpern - darunter 27 ballistische Raketen - sowie mit 185 Drohnen angegriffen. Nur eine einzige ballistische Rakete sei von der ukrainischen Armee abgefangen worden - weil es keine Raketen für Patriot-Systeme gebe, schreibt Selenskyj in den sozialen Medien. Patriot-Raketen sind bei der Abwehr ballistischer Raketen meist wirksamer. +++ 23:28 Selenskyj ruft erneut nach Patriot-Raketen +++ Nach den jüngsten russischen Raketenangriffen auf Kiew bittet der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj erneut um dringende Lieferung von Patriot-Flugabwehrraketen. "Wir brauchen Antworten auf diesen russischen Terror, echte Antworten von der Welt", sagt Selenskyj in seiner abendlichen Videoansprache. Die einzig gerechte Antwort wäre ihm zufolge die Unterstützung für Kiew bei der Abwehr russischer Raketenangriffe. +++ 22:14 Selenskyj bittet Vereinigte Arabische Emirate um Hilfe +++ Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat mit dem Präsidenten der Vereinigten Arabischen Emirate (VAE), Mohamed bin Zayed Al Nahyan, gesprochen. Dabei ging es darum, wie die VAE dem von Russland angegriffenen Land helfen könnte, nachdem die Ukraine bei der Bekämpfung iranischer Luftangriffe Unterstützung geleistet hat. Selenskyj spricht von Ernährungssicherheit, Sicherheit der Seewege und dem Ausbau der Möglichkeiten, Menschenleben zu schützen. Damit dürfte Flugabwehr gemeint sein. +++ 21:28 Mehrere Tote durch Explosion in Restaurant in Moskau - feierte dort ein General? +++ In einem Restaurant in Moskau gab es der staatlichen russischen Nachrichtenagentur Tass zufolge eine Explosion. Es soll drei Tote und 15 Verletzte geben. Einsatzkräfte sind vor Ort. Der Kanal Astra berichtet, dass in dem Restaurant wegen des Geburtstags eines Generals eine geschlossene Veranstaltung stattgefunden habe. Bestätigt ist diese Information jedoch nicht. In der Nähe sollen Fahrzeuge mit schwarzen Kennzeichen parken, die üblicherweise von den Streitkräften und anderen Sicherheitsbehörden verwendet werden. +++ 20:45 Kiew eine "Frontstadt" - Russlands umgerüstete S-400 werden zum Problem +++ Der ukrainische Soldat Oleksandr Musijenko sagt laut der Nachrichtenagentur Unian dem Sender NV, aus der Perspektive von Luftangriffen sei Kiew inzwischen zu einer Frontstadt geworden, die Russland mit Raketen aus S-400-Flugabwehrsystemen erreichen könne. Diese wurden von den Kreml-Streitkräften umgerüstet, um sie für Angriffe zu verwenden. "Uns fehlen derzeit noch vollständig wirksame Möglichkeiten, um die Abschussanlagen in den Gebieten Kursk und Brjansk aktiver und effektiver zu zerstören. Tatsächlich kann der Feind seine S-400-Systeme näher heranführen und drei bis fünf oder acht Raketen drei- bis viermal pro Woche abfeuern", so Musijenko. +++ 20:06 Wird Fedorow Selenskyj gefährlich? +++ Der beliebte ehemalige ukrainische Verteidigungsminister Mychajlo Fedorow wird mittlerweile als Konkurrent für den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj gesehen. Fedorow ist überhaupt nicht damit zufrieden, dass er sein Amt nicht weiter ausüben darf. Es gibt weiterhin große Demonstrationen in Kiew für ihn. Doch während des Krieges will Fedorow nicht in die politische Opposition gegen Selenskyj gehen, wie er in einem Interview mit der "New York Times" sagt. Zudem wolle er sich nicht auf der Straße mit den Demonstranten treffen, die seine Wiedereinsetzung als Verteidigungsminister fordern. Ein anderes Amt als das des Verteidigungsministers kommt laut seinen Angaben in der Selenskyj-Regierung für ihn nicht infrage. Zuvor war Fedorow Minister für digitale Transformation.