Ukraine-Krieg: Kiew greift Moskau offenbar mit mehr als 400 Drohnen an
Newsblog zum Krieg in der Ukraine Ukraine greift Moskau offenbar mit mehr als 400 Drohnen an Aktualisiert am 07.07.2026 - 05:41 UhrLesedauer: 6 Min. Jetzt neu bei t-online: Schriftgröße anpassen! Russischer Luftangriff fordert über 20 Todesopfer. Das Vereinigte Königreich nimmt sich russische Forscher zur Brust. Alle Entwicklungen im Newsblog. Dienstag, 7. Juli Bürgermeister: Moskau von Hunderten ukrainischen Drohnen ins Visier genommen Die ukrainische Armee hat nach russischen Angaben Moskau mit mehr als 400 Drohnen ins Visier genommen. In der Nacht zum Dienstag seien von der Ukraine rund 430 Drohnen Richtung Moskau gestartet worden, erklärte der Bürgermeister der russischen Hauptstadt, Sergej Sobjanin, am Morgen in Online-Netzwerken. "Die meisten wurden von der Luftabwehr bereits in großer Entfernung neutralisiert. 36 feindliche Drohnen wurden beim Anflug auf Moskau zerstört." Die Informationen können nicht unabhängig bestätigt werden. Kiew äußerte sich zunächst nicht. Montag, 6. Juli Chemiewaffen: Vereinigtes Königreich geht gegen Russen vor Weil sie an der Entwicklung tödlicher Chemiewaffen beteiligt gewesen sein sollen, hat Großbritannien mehrere russische Wissenschaftler und Forschungseinrichtungen mit Sanktionen belegt. Wie das britische Außenministerium am Montag mitteilte, richten sich die Maßnahmen gegen sieben Einzelpersonen und zwei Institute. London beschuldigt sie, Gifte hergestellt zu haben, die bei den Anschlägen auf den früheren russischen Doppelagenten Sergei Skripal und dessen Tochter 2018 und den Kreml-Kritiker Alexej Nawalny 2024 eingesetzt worden seien. Betroffen von den Sanktionen sind das staatliche Forschungsinstitut SC Signal und das staatliche Forschungsinstitut für Militärmedizin GNIII VM. Ferner richten sich die Strafmaßnahmen gegen Direktoren und technische Spezialisten der beiden Institute. Nawalny war in einer Strafkolonie in Sibirien zu Tode gekommen. Deutschland, Frankreich, Großbritannien, die Niederlande und Schweden beschuldigten Russland im vergangenen Februar nach einer Untersuchung von Gewebeproben, ihn mit einem "seltenen Giftstoff" namens Epibatidin vergiftet zu haben. Die Skripals überlebten, bei dem Anschlag mit dem Nervengift Nowitschok in England starb aber eine unbeteiligte britische Frau. Die britische Außenministerin Yvette Cooper erklärte zu den Sanktionen, die "wiederholte Verwendung chemischer Waffen durch Russland" sei "ein abscheulicher Verstoß gegen das Völkerrecht und eine direkte Bedrohung für die globale Sicherheit". Kämpft AfD-Influencer für Russland gegen die Ukraine? AfD-Influencer Noah Krieger zeigte sich schon beim Schießtraining im russischen Grosny. Nun überrascht er mit einem weiteren Schritt. Lesen Sie hier mehr dazu. Russe berichtet von Tankstelle: Ich stand 39 Stunden in der Schlange In Russland spitzt sich die Benzinkrise zu. Ein Autofahrer wartet in Sibirien fast zwei Tage an einer Tankstelle und berichtet von chaotischen Zuständen. Lesen Sie hier mehr dazu. Russen-Jet nähert sich britischen Flugzeugträgern – F-35 steigen auf In der Norwegischen See kommt es zu einem brisanten Zwischenfall zwischen Russland und Großbritannien. Ein Aufklärungsjet ignoriert Funkanrufe und wirft Objekte ab. Lesen Sie hier mehr dazu. Russland: Luftabwehr schießt 613 ukrainische Drohnen ab Die russische Luftabwehr hat nach Angaben des Verteidigungsministeriums in der Nacht 613 ukrainische Drohnen über verschiedenen russischen Regionen abgeschossen. Insgesamt habe die Ukraine demnach 625 Drohnen für die Angriffe eingesetzt, teilt das Ministerium in Moskau mit. Die Angriffswelle habe sich gegen Hafen- und Ölinfrastruktur gerichtet. Ukraine trifft russische Spezial-Hangars Die Ukraine setzt Russland auf der Krim weiter unter Druck. Nun standen Kampfflugzeuge im Visier der Angriffe. Lesen Sie hier mehr dazu. Russland-Fan strandet mit Cadillac in Murmansk Mit seinem Cadillac wollte Rudi Ripnes von Oslo nach Moskau fahren. Doch die Propagandaaktion des Kreml-Freunds endete kurz hinter der norwegischen Grenze. Lesen Sie hier mehr dazu. Russischer Angriff: Opferzahl im Kiewer Umland steigt Nach einem russischen Raketenangriff ist die Zahl der Toten in der Satellitenstadt Wyschnewe am Westrand von Kiew auf fünf gestiegen. Weitere 21 Verletzte seien in Krankenhäuser gebracht worden, teilte der Zivilschutz bei Telegram mit. Zuvor mussten den Angaben nach über 600 Menschen aus Sicherheitsgründen aus Wyschnewe evakuiert werden. Videos, die unter anderem vom Internetportal "Hromadske" veröffentlicht wurden, zeigten Folgeexplosionen mutmaßlich von gelagerter Munition nach dem Einschlag einer russischen Rakete. Ukraine meldet Angriffe auf russische Ölraffinerien Das ukrainische Militär meldet Angriffe auf zwei russische Ölraffinerien in den nordwestlichen Regionen Jaroslawl und Leningrad in der Nacht. Nahe der Raffinerie Slawneft-Janos in der Region Jaroslawl seien Explosionen registriert worden, teilte der Generalstab auf Telegram mit. Zudem sei die Anlage des Konzerns Nowatek im Ostsee-Hafen Ust-Luga in der Region Leningrad getroffen worden. Von der Leyen: Nato-Gipfel berät über Flugabwehr für Ukraine Der dringende Bedarf der Ukraine an zusätzlicher Flugabwehr wird EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen zufolge Thema beim Nato-Gipfel in dieser Woche in der Türkei sein. Russland habe in der Nacht erneut Zivilisten aus der Luft angegriffen, schrieb von der Leyen auf dem Kurznachrichtendienst X mit Blick auf die jüngsten Angriffe auf Kiew. Dabei seien mehr als 400 Drohnen und Raketen zum Einsatz gekommen. "Die Ukraine braucht dringend mehr Luftabwehr. Wir werden dies diese Woche in Ankara beim Nato-Gipfel besprechen", erklärte sie. Der Druck auf Russland werde weiter erhöht, bis das Blutvergießen ein Ende habe. Loading... Loading... Loading...