Ukraine-Krieg: Kiew von Serie von Explosionen erschüttert
Newsblog zum Krieg in der Ukraine Kiew durch Serie von Explosionen erschüttert Aktualisiert am 08.07.2026 - 02:00 UhrLesedauer: 10 Min. Jetzt neu bei t-online: Schriftgröße anpassen! Die Ukraine verschärft die Sprit-Krise auf der Krim. In Kiew schlagen erneut Raketen ein. Alle Entwicklungen im Newsblog. Mittwoch, 8. Juli Kiew von Serie von Explosionen erschüttert Kiew ist am Mittwochmorgen von einer regelrechten Serie von Explosionen erschüttert worden. Wie Korrespondenten der Nachrichtenagentur AFP berichteten, erfolgte die erste heftige Explosion noch vor Ertönen der Luftschutzsirenen. Kiew ist am Mittwochmorgen von einer regelrechten Serie von Explosionen erschüttert worden. Wie Korrespondenten der Nachrichtenagentur AFP aus der ukrainischen Hauptstadt berichteten, erfolgte die erste heftige Explosion noch vor Ertönen der Luftschutzsirenen. "Der Feind greift die Hauptstadt mit ballistischen Raketen an. Bleiben Sie in den Schutzräumen", schrieb Bürgermeister Vitali Klitschko in Onlinemedien. Durch die russischen Angriffe gerieten Klitschko zufolge mehrere Lagerhallen sowie ein weiteres "Nicht-Wohngebäude" in Brand. Die neue Angriffswelle erfolgte nur einen Tag nachdem durch Attacken der Truppen Moskaus in der Ukraine nach Behördenangaben mindestens 30 Menschen getötet worden waren. Die Ukraine braucht nach eigenen Angaben dringend Nachschub für ihre Luftabwehr. Präsident Wolodymyr Selenskyj forderte am Dienstag unmittelbar vor dem Nato-Gipfel in Ankara "mehr Entschlossenheit" bei der Versorgung seines Landes. Die "oberste Priorität" der Ukraine sei derzeit, "mehr Luftabwehrraketen zu bekommen", sagte Selenskyj auf dem Nato-Rüstungsforum in der türkischen Hauptstadt. Dienstag, 7. Juli Ukraine schließt weitere Drohnen-Abkommen Die Ukraine schließt nach eigenen Angaben am Rande des Nato-Gipfels in Ankara drei weitere Drohnen-Abkommen mit Dänemark, Estland und den Niederlanden ab. Damit steige die Zahl dieser Vereinbarungen auf neun, erklärt Präsident Wolodymyr Selenskyj. Sein Land gebe dabei die im Krieg gegen Russland gewonnene Expertise weiter. Zudem sei es das Hauptziel der Ukraine bei dem Treffen in der türkischen Hauptstadt, weitere Luftverteidigungssysteme zu erhalten. Selenskyj fordert von Nato "mehr Entschlossenheit" bei Flugabwehr der Ukraine Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat von den Nato-Ländern "mehr Entschlossenheit" bei der Versorgung seines Landes mit Flugabwehrfähigkeiten gefordert. Die "oberste Priorität" der Ukraine sei derzeit, "mehr Flugabwehrraketen zu bekommen", sagte Selenskyj auf dem Nato-Rüstungsforum in Ankara am Dienstag. "Alles andere sind wir in der Lage, selbst zu leisten", betonte er. "Wenn es um die Luftverteidigung geht, brauchen wir den entschlossenen Willen unserer Partner", sagte Selenskyj. "Bitte sorgen Sie dafür, dass mehr Entschlossenheit und mehr Entscheidungen für die Luftverteidigung zu den wichtigsten Ergebnissen dieses Nato-Gipfels in Ankara gehören", fuhr er fort. Zudem riet er den Nato-Alliierten zu schnelleren Vorbereitungen auf eine Kriegsführung mit und gegen Drohnen. Zugleich rief er auf dem Rüstungsforum der Nato beim Gipfeltreffen in Ankara auf, sich an einer Initiative zur gemeinsamen Produktion unbemannter Systeme zu beteiligen. Drohnen und die Technologie der Kampfführung auf Entfernung bedeuteten einen revolutionären Wandel in der Kriegstechnik, sagte er. Ukrainische Rüstungsunternehmen zählten dabei nun zu den stärksten in Europa und hätten sich im modernen Krieg bewährt. Ukrainische Drohnen-Einheit stoppt Sprit-Nachschub für die Krim Die ukrainische Armee hat im Schwarzen Meer acht Schiffe der russischen Schattenflotte mit Drohnen attackiert und am Anlegen auf der Halbinsel Krim gehindert. Das berichtete die Zeitung "Kyiv Post" unter Berufung auf Kiews Militär. "Die russische Schattenflotte verlässt die Bühne", erklärte der Drohnenkommandant Robert Brovdi. Er fügte hinzu: "Der Kampf um die Treibstoffversorgung der Krim im Asowschen Meer geht weiter." Die Armee des russischen Staatschefs Wladimir Putin hatte die Krim 2014 völkerrechtswidrig besetzt. Nach ukrainischen Drohnen-Angriffen auf die Energieinfrastruktur auf Russland und der Krim werden Sprit-Engpässe gemeldet. An Tankstellen soll es teils zu Handgreiflichkeiten kommen. Merz: Ankara könnte Einschnitt im Ukraine-Krieg markieren Kanzler Friedrich Merz hofft darauf, dass vom Nato-Gipfel in Ankara ein wichtiges Signal für die von Russland angegriffene Ukraine ausgeht. "Ankara könnte einen Einschnitt in diesem Krieg markieren", sagte der CDU-Chef in Berlin vor seinem Abflug zum Nato-Gipfel in der türkischen Hauptstadt. "Dem Kreml dürfte langsam klar sein, dass sich Russland in diesem Krieg nicht durchsetzen wird und seine Kriegsziele nicht erreichen wird", fügte Merz hinzu. Merz bezog sich darauf, dass es in Ankara auf deutsche Initiative eine Vereinbarung der europäischen Bündnismitglieder geben soll, die Ukraine mit weiteren Mitteln auszustatten. Zudem wolle man versuchen, die Einigkeit auszubauen, die kürzlich beim G7-Gipfel in Évian am Genfersee gelungen sei, sagte Merz. Dort hätten die Mitglieder der Gruppe wirtschaftsstarker Demokratien gemeinsam mit US-Präsident Donald Trump "sehr eindeutig gefordert, dass Moskau diesen Krieg beenden muss. Es liegt an Moskau, und dies ist unsere gemeinsame Überzeugung".