DAX +0,44 % 25.818,21 Pkt 18:00:00 MDAX +0,15 % 30.472,32 Pkt 18:00:00 Euro Stoxx 50 -1,22 % 6.131,31 Pkt 18:00:00 Dow Jones -1,34 % 51.770,31 Pkt 21:47:53 S&P 500 -2,12 % 7.580,07 Pkt 21:47:43 Nasdaq -4,19 % 25.437,00 Pkt 22:15:59 Nikkei -0,33 % 63.081,86 Pkt 07:45:03 Gold +0,31 % 3.911,10 USD 08:39:26 Silber +2,09 % 50,31 USD 08:39:14 Brent -2,62 % 110,46 USD 08:39:25 WTI -3,05 % 100,94 USD 08:39:25 Bitcoin -0,46 % 77.888,66 USD 08:49:24 EUR/USD +0,12 % 1,11960 USD 08:49:25 EUR/GBP -0,16 % 0,83450 GBP 08:49:29 EUR/CHF -0,05 % 0,92040 CHF 08:49:29 EUR/JPY +0,04 % 176,543 JPY 08:49:28

Ukraine-Krieg: Kushner und Witkoff kommen wohl erstmals nach Kiew

Welt

Newsblog zum Krieg in der Ukraine

Kushner und Witkoff kommen wohl erstmals nach Kiew

Die Ukraine hofft auf neue Friedensgespräche unter Führung der USA. Russland provoziert erneut über der Ostsee. Alle Entwicklungen im Newsblog.

Donnerstag, 3. September

Trump fordert von Europa Rückzahlung von Ukraine-Militärhilfe

US-Präsident Donald Trump fordert von europäischen Staaten die Rückzahlung von US-Militärhilfen für die Ukraine und signalisiert einen vorübergehenden Stopp von Waffenverkäufen an Verbündete. Hunderte Milliarden Dollar seien der Ukraine und der Nato zur Verfügung gestellt worden, schrieb Trump in sozialen Medien. Europa hätte dafür bezahlt, wenn man nur darum gebeten hätte. "Wir werden dieses Geld einfordern, wenn auch etwas verspätet", fügte er hinzu.

Zugleich kritisierte er Berichte über stark geschrumpfte US-Munitionsbestände infolge des Krieges im Iran. Die USA würden ihre Vorräte derzeit für sich selbst aufstocken, anstatt Munition zu verkaufen. Die Verkäufe an Verbündete würden aber bald wieder aufgenommen.

Kushner und Witkoff kommen wohl erstmals nach Kiew

Die US-Unterhändler Jared Kushner und Steve Witkoff werden nach Angaben des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj in den kommenden Tagen in die Ukraine kommen. Das hätten die beiden ihm bestätigt, sagte Selenskyj in seiner abendlichen Videobotschaft. Es wäre der erste Besuch der beiden Vertrauten von US-Präsident Donald Trump in Kiew, nachdem sie bereits mehrfach zu Gesprächen mit Kremlchef Putin nach Moskau gereist sind.

Auch dieses Mal wollen Kushner und Witkoff außer nach Kiew auch nach Moskau reisen, heißt es. Welche der Hauptstädte sie zuerst ansteuern, ist unklar. Washington hat die Reise noch nicht offiziell bestätigt. Ursprünglich sollten Kushner und Witkoff schon vorige Woche nach Kiew reisen, Washington verschob die Reise aber aus unbekannten Gründen.

Selenskyj begrüßte die anstehende Kiew-Reise der US-Gesandten und äußerte die Hoffnung auf neue US-Bemühungen für einen Frieden in der Ukraine. "Es ist sehr wichtig, dass die USA weiterhin eine aktive Rolle spielen", so der ukrainische Präsident. "Wir sind bereit zu ernsthaften Gesprächen mit den US-Vertretern." Die US-Regierung hatte sich nach mehreren diplomatischen Initiativen zur Beilegung des Konflikts weitgehend aus den Vermittlungen zwischen Kiew und Moskau zurückgezogen. Kritiker hatten der Trump-Regierung immer wieder vorgeworfen, in den Gesprächen zu sehr auf die Interessen Russlands einzugehen.

Mehrheit der Ostdeutschen hält Waffenhilfe für Ukraine für übertrieben

Die Mehrheit der Ostdeutschen (54 Prozent) ist laut ARD-Deutschlandtrend der Ansicht, dass die deutsche Militärhilfe für die Ukraine zu weit geht. In Westdeutschland sind dies 39 Prozent. Umgekehrt äußern in der Infratest dimap-Umfrage 59 Prozent der Westdeutschen, dass sie sich durch Russland bedroht oder sehr stark bedroht fühlen. In Ostdeutschland sind dies 42 Prozent. 21 Prozent der Befragten im Osten sehen überhaupt keine Bedrohung.

Ukraine: Russischer Angriff auf Kiew beschädigt Wohnhaus

Bei einem russischen Angriff auf die ukrainische Hauptstadt Kiew ist nach Angaben von Bürgermeister Witali Klitschko ein Hochhaus schwer beschädigt worden. Im neunten Stock des Wohngebäudes nahe dem Stadtzentrum sei ein Feuer ausgebrochen, teilte Klitschko auf dem Kurznachrichtendienst Telegram mit. 15 Menschen seien in Sicherheit gebracht worden. Auf inoffiziellen Telegram-Kanälen veröffentlichte Videos zeigen einen großen Feuerball am Himmel.

Fokus auf Deutschland: Marine-Chef fordert Ende internationaler Einsätze

Die russische Bedrohung in Nord- und Ostsee fordert die deutsche Marine. Nun will deren Chef andere Missionen beenden. Lesen Sie den ganzen Artikel hier.

Polen fängt weiteren russischen Aufklärer ab

Zum zweiten Mal innerhalb weniger Tage hat die polnische Luftwaffe nach Regierungsangaben ein russisches Aufklärungsflugzeug über der Ostsee abgefangen. Der russische Aufklärer vom Typ Il-20 sei 40 Kilometer nördlich des Badeorts Ustka unterwegs gewesen, schrieb Polens Verteidigungsminister Wladyslaw Kosiniak-Kamysz auf der Nachrichtenplattform X.

Das Flugzeug flog demnach mit ausgeschaltetem Transponder und war eine Bedrohung für die zivile Luftfahrt. Der polnische Luftraum wurde nicht verletzt. Bereits am Montag war es zu einem ähnlichen Vorfall gekommen.

Beim sogenannten Abfangen in der Luft nehmen die Piloten Sichtkontakt zur gegnerischen Besatzung auf und signalisieren, dass deren Flugzeug sich entfernen soll. In Polen und den baltischen Staaten gibt es Befürchtungen, dass Russland wegen seiner Probleme im Ukraine-Krieg vermehrt Nato-Staaten beispielsweise mit Aufklärungsflügen provozieren könnte.

Interfax: Ein Toter bei ukrainischem Drohnenangriff auf Bus in Donezk

Bei einem ukrainischen Drohnenangriff auf einen Bus in der russisch kontrollierten Stadt Horliwka in der ukrainischen Region Donezk ist der russischen Nachrichtenagentur Interfax zufolge ein Zivilist getötet worden. Die Agentur beruft sich auf den von Russland eingesetzten Bürgermeister der Stadt, Iwan Prichodko, der von einem gezielten Angriff spricht. Reuters kann die Angaben nicht unabhängig überprüfen. Sowohl die Ukraine als auch Russland weisen den Vorwurf zurück, Zivilisten anzugreifen.

Putin: Schließe neue Mobilmachung für Ukraine-Krieg aus

Russlands Präsident Wladimir Putin schließt nach eigenen Worten eine neue Mobilmachung für den Krieg aus. Es gebe keine Szenarien, in denen ein solcher Schritt notwendig sei, da Russland keine Probleme bei der Verfügbarkeit von Militärpersonal habe, sagt Putin. Entsprechende Spekulationen hatte er jüngst als "völligen Unsinn" zurückgewiesen.

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Beobachter schließen hingegen nicht aus, dass Putin angesichts anhaltend hoher russischer Verluste nach der Parlamentswahl vom 18. bis 20. September erneut eine Mobilisierung anordnen könnte. Der finnische Präsident Alexander Stubb hatte jüngst gesagt, das Einzige, womit Russland noch eskalieren könne, sei eine Mobilmachung. Es sei wahrscheinlich, dass diese im Herbst komme. Aktuell verliere die russische Armee monatlich zwischen 30.000 und 35.000 Soldaten. Es würden aber nur 27.000 neue rekrutiert.

Putin spricht von Chance für Friedensabkommen mit der Ukraine

Der russische Präsident Wladimir Putin hat von einer Chance für ein Friedensabkommen im Ukraine-Krieg gesprochen. Mehrere Länder wie die USA und China seien bereit, eine Friedenslösung zu unterstützen, sagte Putin auf einem Wirtschaftsforum in Russlands Pazifikregion Ferner Osten. Letztlich müssten jedoch die Konfliktparteien selbst eine Lösung finden. Putin wirft der Ukraine zudem erneut "Staatsterrorismus" vor. Er bezieht sich dabei auf ukrainische Warnungen vor Gefahren für den Flugverkehr im russischen Luftraum.

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