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Ukraine-Krieg: NATO-Minister sieht Putin unter Druck

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NATO-Minister sieht Putin unter neuem Druck: „Kann sein, dass er eines Tages aus dem Fenster springt“

Von: Katja Thorwarth

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Während der russische Angriffskrieg in der Ukraine tobt, schwindet die Unterstützung für Kreml-Chef Wladimir Putin im eigenen Land.

Moskau – Bevor am Montag die „Koalition der Willigen“ aus westlichen Unterstützerländern der Ukraine zu Beratungen in Paris zusammenkommt, macht eine Einordnung von Estlands Außenminister Margus Tsahkna Schlagzeilen. Er sieht die Macht von Russlands Präsident Wladimir Putin im eigenen Land schwinden – und dies vor dem Hintergrund der Duma-Wahlen am 20. September.

In einem Interview mit dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND) sagte Tsahkna am Rande des NATO-Gipfels in Ankara, dass seiner Meinung nach die Spannungen in Putins Umfeld zunehmen würden: „Viele, die vor einem Jahr noch von einem Sieg gesprochen haben, glauben inzwischen nicht mehr daran. Selbst im Kreis der Oligarchen zweifeln mehr und mehr an Putins Krieg.“ Würde er rational handeln, wäre wohl nun der Zeitpunkt, Verhandlungen aufzunehmen.

Estlands Außenminister warnt im Ukraine-Krieg: Nicht von Putins Eskalationsdrohung beeinflussen lassen

Oder, wie der estländische Außenminister im RND-Interview ergänzte: „Es kann aber genauso gut sein, dass er eines Tages gemeinsam mit seiner Familie aus dem Fenster springt. So etwas kommt in Russland schließlich vor.“ Seine Strategie ist daher, sich nicht auf Spekulationen zu verlassen. Was man nun brauche, sei „strategische Geduld und mehr Druck“. Man dürfe sich auch nicht von Eskalationsdrohungen beeindrucken lassen: „Die Vorstellung, Russland könnte Atomwaffen einsetzen, halte ich für unrealistisch.“

Zudem verweist Tsahkna darauf, dass Menschen im Osten Europas und in direkter russischer Nachbarschaft die Bedrohung stärker wahrnehmen würden, als im Süden oder Westen. Jedoch setze sich die „Erkenntnis durch, dass der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine weit über eine regionale Auseinandersetzung hinausgeht. Die ökonomischen Auswirkungen sind inzwischen auf dem gesamten Kontinent spürbar.“

Was seine Einordnung bezüglich Unterstützung im eigenen Land betrifft, geben Tsahkna verschiedene Umfragen recht. Zwar führt die Kreml-nahe Partei „Einiges Russland“ immer noch deutlich, doch dürfte sie ein Ergebnis von 49,8 Prozent – wie im September 2021 – nicht erreichen. Nach der letzten Erhebung vom russischen Meinungsforschungsinstitut WCIOM erzielte die Putin-freundliche Partei Anfang Juli 43,2 Prozent.

Unterstützer der Ukraine treffen sich auch wegen Raketenabwehr in Paris

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