Ukraine-Krieg News: Feuer in der Region Moskau, erneut Warenlager getroffen
Newsblog zum Krieg in der Ukraine
Feuer in der Region Moskau: Ukraine greift wohl erneut Lager an
20.07.2026 - 09:42 UhrLesedauer: 3 Min.
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Die Ukraine hat offenbar eine weitere Lagerhalle des russischen Versandhandels Wildberries getroffen. In Saporischschja sind zwei Menschen bei russischen Angriffen gestorben. Alle Entwicklungen im Newsblog.
Montag, 20. Juli
Zahl der Todesopfer auf Frachtschiff vor Odessa verdoppelt
Nach dem russischen Angriff auf ein internationales Frachtschiff im Schwarzen Meer hat sich die Zahl der Todesopfer nach ukrainischen Angaben verdoppelt. Nach neuen Erkenntnissen wurden zehn Menschen bei der Attacke vor der Stadt Odessa getötet, wie die ukrainische Hafenbehörde mitteilt.
Das unter der Flagge von Guinea-Bissau fahrende Schiff war nach ukrainischen Angaben mit einer Ladung Mais aus dem Hafen ausgelaufen, als es am Sonntagabend Ziel eines Angriffs wurde. An Bord befinden sich demnach 17 Seeleute aus Indien und Syrien sowie ein Ukrainer. Acht Crew-Mitglieder konnten demnach gerettet werden. Russland teilt unterdessen laut der Nachrichtenagentur Interfax mit, bei Angriffen in der Nacht Treibstofflager im Hafen von Odessa getroffen zu haben.
Feuer in der Region Moskau: Ukraine greift wohl erneut Warenlager an
Die Ukraine hat in der Nacht nach russischen Angaben Moskau und die umliegende Region mit 400 Drohnen angegriffen. Dabei seien zwei Menschen verletzt und Gebäude in Brand gesetzt worden, teilen russische Behörden mit. Auch ein weiteres Lager des russischen Online-Händlers Wildberries soll brennen. Bereits am Wochenende hatte die Ukraine zwei Wildberries-Lager angegriffen.
Der Bürgermeister der Hauptstadt, Sergej Sobjanin, erklärt, die meisten der feindlichen Drohnen seien bereits aus großer Entfernung unschädlich gemacht worden. 85 Drohnen seien beim Anflug auf Moskau zerstört worden. Dem Gouverneur der Region Moskau, Andrej Worobjow, zufolge konzentrierten sich die Schäden auf die Bezirke Podolsk, Domodedowo und Odinzowo. Dort seien zivile Infrastruktureinrichtungen beschädigt worden und in Brand geraten. Das russische Verteidigungsministerium teilt mit, die Luftabwehr habe in der Nacht insgesamt 381 ukrainische Drohnen über russischen Regionen sowie dem Schwarzen und dem Asowschen Meer abgeschossen.
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Angriff mit Lenkbomben – erneut Tote in Saporischschja
Bei einem russischen Luftangriff auf das südostukrainische Gebiet Saporischschja sind in der gleichnamigen Gebietshauptstadt mindestens zwei Menschen getötet worden. Mindestens 42 weitere wurden bei dem Angriff verletzt, darunter auch acht Kinder, wie der ukrainische Rettungsdienst in der Nacht auf dem Messengerdienst Telegram mitteilte.
Ukrainischen Medienberichten zufolge hatte das russische Militär die Stadt mit Lenkbomben angegriffen. Dabei sei ein fünfstöckiges Wohngebäude getroffen worden. Zwei Stockwerke des Hauses wurden demnach vollständig zerstört.
Die Ukraine verteidigt sich seit mehr als vier Jahren mit westlicher Hilfe gegen einen russischen Angriffskrieg. Die Großstadt Saporischschja liegt nur etwas über 20 Kilometer von der Frontlinie entfernt.
Sonntag, 19. Juli
Ukrainische Marine: Sechs Tote bei russischem Raketenangriff auf türkisches Schiff
Bei einem russischen Raketenangriff auf ein türkisches Frachtschiff im Schwarzen Meer nahe Odessa sind nach ukrainischen Angaben mindestens sechs Menschen getötet worden. Die ukrainische Marine erklärte am Sonntag, Russland habe die "Golden Leo" mit drei Marschflugkörpern beschossen, als der mit Getreide beladene Frachter dabei gewesen sei, "das Kampfgebiet" zu verlassen. Der ukrainische Infrastruktur- und Verkehrsminister Mykola Kalaschny erklärte im Onlinedienst Telegram, sechs Seeleute seien tot, vier weitere würden noch vermisst. Acht Besatzungsmitglieder seien gerettet worden, zwei von ihnen seien verletzt.
Der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha erklärte, unter den Toten sei ein ukrainischer Lotse. Die Besatzung des unter der Flagge von Guinea-Bissau fahrenden Frachters komme unter anderem aus Syrien und Indien. Der neue ukrainische Regierungschef Serhij Korezky erklärte, der Frachter sei nahe Odessa nach dem Auslaufen aus dem Hafen getroffen worden.
"Das ist ein weiterer gezielter Angriff Russlands gegen ein unbewaffnetes ziviles Schiff unter fremder Flagge, das keinerlei militärische Bedrohung darstellte", erklärte die ukrainische Marine. Es handle sich um einen "Terrorakt" gegen die friedliche Schifffahrt und eine schwere Verletzung des humanitären Völkerrechts. Russland greift immer wieder ukrainische Hafeninfrastruktur an. Betroffen ist insbesondere die Region um Odessa.
Ältere Nachrichten zum Krieg in der Ukraine lesen Sie hier.
Verwendete Quellen
Eigene Recherche
Nachrichtenagenturen dpa, AFP und Reuters
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