Ukraine-Krieg News: Kreml äußert sich zu Verhandlungen mit Kiew
Newsblog zum Krieg in der Ukraine
Kreml äußert sich zu Verhandlungen mit der Ukraine
In der russischen Exklave Kaliningrad ist eine Su-30 abgestürzt. Der Kreml äußert sich zu Verhandlungen mit Kiew. Alle Nachrichten im Newsblog.
Mittwoch, 21. Oktober
Russischer Kampfjet stürzt in Kaliningrad ab
Ein russisches Kampfflugzeug ist in der Ostsee-Exklave Kaliningrad bei einem Übungsflug abgestürzt. Die Besatzung der Maschine vom Typ Suchoi Su-30 habe sich herauskatapultiert, meldeten russische Agenturen unter Berufung auf das Verteidigungsministerium. Es bestehe keine Lebensgefahr. Das Flugzeug sei in unbewohntem Gebiet abgestürzt und habe keine Munition an Bord gehabt. Hintergründe zu einer möglichen Ursache des Vorfalls gab es zunächst nicht.
Im Video | Nahe Nato-Grenze: Russischer Kampfjet stürzt ab
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Die Su-30 ist ein zweisitziges Mehrkampfflugzeug, dessen Entwicklung noch in der Sowjetunion begann. Russland setzt Maschinen dieses Typs auch in seinem seit mehr als viereinhalb Jahren andauernden Angriffskrieg gegen die Ukraine ein. Zudem beklagen die baltischen Staaten und Polen immer wieder Luftraumverletzungen durch russische Kampfjets. Moskau verweist dabei auf planmäßige Übungsflüge.
Es kommt immer wieder vor, dass russische Militärmaschinen bei Übungen abstürzen. Mitunter kommt dabei auch die Besatzung ums Leben.
Kreml äußert sich zu Verhandlungen mit Kiew
Moskau ist nach eigenen Angaben "im Prinzip" zu Verhandlungen mit der Ukraine und den USA Mitte November bereit. Dies teilte Kreml-Berater Juri Uschakow am Mittwoch nach einem Treffen des US-Gesandten Steve Witkoff mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin in Sankt Petersburg mit. Zuvor hatte Kremlsprecher Dmitri Peskow erklärt, dass Russland Fortschritte bei den Verhandlungen über ein Ende des Ukraine-Kriegs für möglich halte. Ein wichtiger Schritt sei "theoretisch möglich", so Peskow.
Staatschef Putin werde die Vorschläge prüfen, die der US-Sondergesandte Steve Witkoff nach Gesprächen mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj und europäischen Vertretern nach Russland gebracht habe, so Peskow. Zugleich erhöhte er den Druck auf Kiew. Sollten die ukrainischen Behörden nicht die "notwendigen Entscheidungen" treffen, werde sich die Lage für das Land weiter verschlechtern, drohte er. Welche Zugeständnisse Russland selbst zu machen bereit wäre, ließ der Kremlsprecher offen.
Die Aussagen folgen einem bekannten Muster: Moskau stellt sich als verhandlungsbereit dar, schiebt die Verantwortung für ausbleibende Fortschritte aber der angegriffenen Ukraine zu. Russland hält zugleich an weitreichenden Gebietsansprüchen fest und setzt seine Luftangriffe trotz der laufenden Gespräche fort. Ein konkreter Durchbruch ist bislang nicht erkennbar. Witkoff hat Putin am Mittwoch vorgeschlagen, die direkten Gespräche zwischen Russland, der Ukraine und den USA wiederaufzunehmen.
Russland entlässt US-Amerikaner aus Gefängnis
Nach dem Treffen zwischen dem US-Sondergesandten Steve Witkoff und Russlands Präsident Wladimir Putin können die USA wohl einen Erfolg verbuchen. Der 2022 inhaftierte US-Staatsbürger Stephen Hubbard soll laut Meldungen der staatlichen russischen Nachrichtenagenturen Interfax und Ria Nowosti aus dem Gefängnis freigelassen worden sein und sich bereits am Flughafen von Sankt Petersburg befinden.
Im Jahr 2024 war Hubbard in Moskau wegen angeblichen "Söldnertums" für die Ukraine zu einer Haftstrafe von fast sieben Jahren verurteilt worden.
Streit mit USA: Selenskyj nun deutlich beliebter
Die Ukrainer stellen sich offenbar wieder stärker hinter Präsident Wolodymyr Selenskyj. Das geht aus einer am Dienstag veröffentlichten Umfrage des ukrainischen Meinungsforschungsinstituts Kyiv International Institute of Sociology (KIIS) hervor. Demnach vertrauten unter den Befragten, die zu Beginn des Erhebungszeitraums am 8. und 9. Oktober interviewt wurden, 43 Prozent dem Staatschef. Unter jenen, die erst nach dem verstärkten Druck aus Washington zwischen dem 10. und 16. Oktober befragt wurden, waren es 57 Prozent – ein Plus von 14 Prozentpunkten.
Dazwischen lag die Ankündigung von US-Präsident Donald Trump, mit Russland eine Vereinbarung über russischen Diesel getroffen zu haben. Zudem forderte Trump die Ukraine auf, ihre Angriffe auf russische Ölraffinerien einzustellen. Mit diesen Attacken will Kiew Moskaus Möglichkeiten schwächen, den Krieg zu finanzieren.
Das Institut schränkt allerdings ein, methodische Faktoren könnten den Anstieg teilweise erklären. Ob das gestiegene Vertrauen anhalte, sei noch nicht absehbar. Über den gesamten Befragungszeitraum vom 8. bis 16. Oktober vertrauten 54 Prozent der Befragten Selenskyj, 41 Prozent misstrauten ihm. Zugeständnisse an Moskau lehnt eine klare Mehrheit ab: 73 Prozent sprachen sich gegen ein nachgiebigeres Vorgehen Kiews in Verhandlungen mit Russland aus, 20 Prozent dafür.
Dienstag, 20. Oktober
Trump: Habe Putin um Freilassung von US-Bürger Hubbard gebeten
US-Präsident Donald Trump hat den russischen Staatschef Wladimir Putin nach eigenen Angaben um die Freilassung des seit Jahren inhaftierten US-Bürgers Stephen Hubbard gebeten. Es sei an der Zeit, Hubbard zurückzuholen, sagte Trump am Dienstag in Washington. Der Lehrer im Ruhestand war im Oktober 2024 in Moskau wegen angeblichen "Söldnertums" für die Ukraine zu einer Haftstrafe von fast sieben Jahren verurteilt worden.
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Trump sagte, er habe "ausführlich" mit Putin über den Fall gesprochen. Der US-Präsident deutete an, es könne sich in Kürze etwas bewegen. Die USA hatten in der Vergangenheit wiederholt Gefangene mit Russland ausgetauscht.
Trump fordert Ukraine zu Abkommen mit Russland auf
US-Präsident Donald Trump fordert die Ukraine auf, einem Abkommen zur Beilegung des Krieges mit Russland zuzustimmen. "Die Ukraine muss diesen Krieg beenden wollen", sagte Trump vor Journalisten im Oval Office. Russland sei im Vorteil, da das Land wie "eine große Maschine" unaufhaltsam vorrücke und bereits "ein sehr großes Stück Land" eingenommen habe, erklärte Trump weiter.