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Ukraine-Krieg News: Merz warnt vor "permanenten" russischen Attacken

Nation

Newsblog zum Krieg in der Ukraine

"Größte Sorge": Merz warnt eindringlich vor Russland

In der russischen Exklave Kaliningrad ist eine Su-30 abgestürzt. Merz warnt vor Putin. Alle Nachrichten im Newsblog.

Mittwoch, 21. Oktober

Düstere Prognose: Europa droht jahrzehntelanger Konflikt mit Russland

Selbst ein Ende des Ukraine-Kriegs dürfte Europa und Russland kaum versöhnen, warnt ein Experte. Er rechnet mit Jahrzehnten der Konfrontation. Lesen Sie den ganzen Artikel hier.

"Größte Sorge": Merz warnt vor "permanenten" russischen Attacken

Kanzler Friedrich Merz (CDU) hat vor mittlerweile täglichen hybriden Angriffen Russlands auf Deutschland gewarnt und gleichzeitig eine Kapitulation der Ukraine abgelehnt. "Meine größte Sorge ist im Moment nicht unsere Wirtschaft, nicht die Europäische Union, nicht Amerika und nicht China", sagte Merz am Mittwoch beim Berlin Global Dialogue (BGD). "Meine größte Sorge sind die Auswirkungen Russlands auf unsere Gesellschaft und die Art und Weise, wie es ihnen gelingt, unsere Gesellschaften zu destabilisieren." Man erlebe permanent Angriffe Russlands und müsse widerstandsfähig werden. Die fortwährenden Desinformationen aus Moskau würden auch noch von einer Partei geschürt, sagte er in Anspielung auf die AfD.

Deshalb sei auch klar, warum Deutschland die Ukraine weiter in ihrem Abwehrkampf gegen den russischen Angreifer unterstütze. "Das ist nicht nur ein Krieg in der Ukraine. Das ist ein grundlegender Angriff auf die gesamte politische Ordnung, die wir nach 1990 erreicht haben", sagte er. Mit Blick auf die neuen Russland-Avancen von US-Präsident Donald Trump fügte der Kanzler hinzu: "Eine Kapitulation – oder gar eine bedingungslose Kapitulation der Ukraine – kommt nicht infrage. Denn das wäre eine Kapitulation von uns allen." Deutschland und die Europäer unterstützten die Ukraine im eigenen Interesse.

Regierungssprecher Stefan Kornelius bestätigte, dass der außen- und sicherheitspolitische Berater des Kanzlers bei den Gesprächen in Oslo zwischen dem US-Sondergesandten Steve Witkoff, dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj, dem norwegischen Ministerpräsidenten Jonas Gahr Støre und dem finnischen Präsidenten Alexander Stubb anwesend gewesen sei. Für die Bundesregierung sei klar, dass es keine Vereinbarung über die Köpfe der Ukraine und der Europäer hinweg geben könne.

Ärger um Musk-Dienst: Jetzt muss sich die Ukraine neu orientieren

Nach Einschränkungen des Satellitendienstes Starlink prüft ein großer ukrainischer Drohnenhersteller Alternativen. Die Abhängigkeit von Elon Musks Unternehmen wird für die Ukraine zunehmend zum Problem. Lesen Sie den ganzen Artikel hier.

Nach versuchtem Anschlag: Merz-Berater dachten wohl über Nato-Artikel 5 nach

Nach dem Drohnenangriff auf Leipzig-Halle erwogen Berater von Kanzler Merz die Aktivierung von Artikel 5. Die Nato-Beistandsklausel kam nur knapp nicht zum Einsatz. Lesen Sie den gesamten Artikel hier.

Russischer Kampfjet stürzt in Kaliningrad ab

Ein russisches Kampfflugzeug ist in der Ostsee-Exklave Kaliningrad bei einem Übungsflug abgestürzt. Die Besatzung der Maschine vom Typ Suchoi Su-30 habe sich herauskatapultiert, meldeten russische Agenturen unter Berufung auf das Verteidigungsministerium. Es bestehe keine Lebensgefahr. Das Flugzeug sei in unbewohntem Gebiet abgestürzt und habe keine Munition an Bord gehabt. Hintergründe zu einer möglichen Ursache des Vorfalls gab es zunächst nicht.

Die Su-30 ist ein zweisitziges Mehrkampfflugzeug, dessen Entwicklung noch in der Sowjetunion begann. Russland setzt Maschinen dieses Typs auch in seinem seit mehr als viereinhalb Jahren andauernden Angriffskrieg gegen die Ukraine ein. Zudem beklagen die baltischen Staaten und Polen immer wieder Luftraumverletzungen durch russische Kampfjets. Moskau verweist dabei auf planmäßige Übungsflüge.

Es kommt immer wieder vor, dass russische Militärmaschinen bei Übungen abstürzen. Mitunter kommt dabei auch die Besatzung ums Leben.

Kreml äußert sich zu Gesprächen – Merz reagiert deutlich

Eine diplomatische Initiative der US-Regierung weckt Hoffnungen auf neue Ukraine-Gespräche. Doch das Misstrauen gegenüber Moskau ist groß. Lesen Sie den ganzen Artikel hier.

Russland entlässt US-Amerikaner aus Gefängnis

Nach dem Treffen zwischen dem US-Sondergesandten Steve Witkoff und Russlands Präsident Wladimir Putin können die USA wohl einen Erfolg verbuchen. Der 2022 inhaftierte US-Staatsbürger Stephen Hubbard soll laut Meldungen der staatlichen russischen Nachrichtenagenturen Interfax und Ria Nowosti aus dem Gefängnis freigelassen worden sein und sich bereits am Flughafen von Sankt Petersburg befinden.

Im Jahr 2024 war Hubbard in Moskau wegen angeblichen "Söldnertums" für die Ukraine zu einer Haftstrafe von fast sieben Jahren verurteilt worden.

Streit mit USA: Selenskyj nun deutlich beliebter

Die Ukrainer stellen sich offenbar wieder stärker hinter Präsident Wolodymyr Selenskyj. Das geht aus einer am Dienstag veröffentlichten Umfrage des ukrainischen Meinungsforschungsinstituts Kyiv International Institute of Sociology (KIIS) hervor. Demnach vertrauten unter den Befragten, die zu Beginn des Erhebungszeitraums am 8. und 9. Oktober interviewt wurden, 43 Prozent dem Staatschef. Unter jenen, die erst nach dem verstärkten Druck aus Washington zwischen dem 10. und 16. Oktober befragt wurden, waren es 57 Prozent – ein Plus von 14 Prozentpunkten.

Dazwischen lag die Ankündigung von US-Präsident Donald Trump, mit Russland eine Vereinbarung über russischen Diesel getroffen zu haben. Zudem forderte Trump die Ukraine auf, ihre Angriffe auf russische Ölraffinerien einzustellen. Mit diesen Attacken will Kiew Moskaus Möglichkeiten schwächen, den Krieg zu finanzieren.

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