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Ukraine-Krieg: Roboter sollen bald Soldaten aus Russland töten

Technologie

Ukraine plant "Armee der Roboter"

Bald sollen humanoide Roboter russische Soldaten töten

Von t-online, tos

27.09.2026 - 07:51 UhrLesedauer: 2 Min.

Der frühere Verteidigungsminister der Ukraine plant eine Revolution der Kriegsführung. Sein Zeitplan ist straff.

Der frühere ukrainische Verteidigungsminister Mychajlo Fedorow will den Einsatz von Robotern im Krieg deutlich ausweiten. Bei der Technologiekonferenz IT Arena in Lwiw stellte er am Samstag ein Projekt mit dem Namen "Army of Robots" (Deutsch: "Armee der Roboter") vor. Ziel sei es, gefährliche Aufgaben an der Front schrittweise von Maschinen übernehmen zu lassen, die bislang Soldaten erledigen.

Fedorow war von Januar bis Juli 2026 ukrainischer Verteidigungsminister. Seit seinem Ausscheiden arbeitet er wieder im privaten Technologiesektor. Das neue Vorhaben ist nach seinen Angaben kein staatliches Programm, sondern soll als Netzwerk aus Entwicklern, Rüstungsfirmen und Investoren aufgebaut werden. Geplant sind eigene Forschungs- und Entwicklungsprojekte, Tests in Zusammenarbeit mit der ukrainischen Armee und Investitionen in Unternehmen, deren Technik sich im Einsatz bewährt.

Humanoide Roboter sollen an die Front

Im Mittelpunkt stehen humanoide Roboter. Sie sollen Verwundete bergen, Munition transportieren, Minen verlegen und räumen, aufklären und Stellungen sichern. Fedorow nannte zudem einfache Tätigkeiten wie den Austausch von Batterien, das Anbringen von Sensoren oder das Nachladen eines Maschinengewehrs. Solche Aufgaben ließen sich Robotern vergleichsweise schnell beibringen, sagte er laut "Ukrainska Pravda".

Dabei formulierte Fedorow einen besonders ambitionierten Zeitplan. Den Berichten zufolge soll ein humanoider Roboter innerhalb von sechs Monaten erstmals einen russischen Soldaten töten. Innerhalb eines Jahres sollen Roboter und Drohnen gemeinsam an einem Kampfeinsatz beteiligt sein beziehungsweise einen Angriff ohne eingesetzte Infanterie ermöglichen.

Noch ist offen, wie schnell sich diese Pläne technisch umsetzen lassen. Fedorow sucht nach eigenen Angaben Ingenieure und Entwickler in der Ukraine und im Ausland sowie Unternehmen und Investoren. Neben humanoiden Robotern sollen auch günstigere Abfangraketen und KI-gestützte Angriffssysteme entwickelt werden. Welche Firmen beteiligt sein werden und wie die Entscheidungsprozesse bei bewaffneten Systemen konkret aussehen sollen, wurde zunächst nicht erläutert.

Roboter befinden sich bereits im Bodeneinsatz

Im Zuge der Militäroperation "Vivaldi" setzt die ukrainische Armee bereits heute Kampfroboter ein, vor allem nördlich der Stadt Lyman in der Region Donezk. Das ukrainische 3. Armeekorps veröffentlichte dazu in der vergangenen Woche Aufnahmen. Auf ihnen ist zu sehen, wie schwere Bomberdrohnen mit Sprengstoff bestückte Bodenfahrzeuge mehr als zehn Kilometer hinter die russischen Linien transportieren und sie dort absetzen.

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Das Korps bezeichnet diese Methode als weltweit ersten Einsatz dieser Art. Nach Angaben der ukrainischen Einheit wurden Bodenroboter bei "Vivaldi" außerdem zum Räumen von Minen, für Versorgungstransporte und zur Unterstützung von Angriffen genutzt.

Mittlerweile haben Analysten den Erfolg der Operation belegt. Das US-amerikanische Institute for the Study of War (ISW) berichtete am 22. September, ukrainische Kräfte hätten im Zuge der Operation mindestens 125 Quadratkilometer nördlich von Lyman zurückgewonnen. Zuvor hatte das Institut bereits die Rückeroberung beziehungsweise ukrainische Kontrolle über Shandryholowe, Derylowe und Drobyschewe beschrieben.

Nicht belegen lassen sich dagegen die ukrainischen Behauptungen über russische Verluste nach Kämpfen mit ukrainischen Robotern. Das 3. Armeekorps erklärt, in der zweiten Phase von "Vivaldi" seien rund 800 russische Soldaten getötet worden; insgesamt beziffert die Einheit die russischen Personalverluste in den ersten beiden Phasen auf mehr als 3.000.

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