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Ukraine-Krieg: Russische Drohne trifft Schule in Kiew

Technologie

Newsblog zum Krieg in der Ukraine

Russische Drohne trifft Schule in Kiew

Ukraine kündigt eine neue Phase im Kampf gegen Moskaus Truppen an. Ein russischer Luftangriff trifft eine Schule in Kiew. Alle Entwicklungen im Newsblog.

Donnerstag, 1. Oktober

Russischer Luftangriff zerstört Schule

Bei einem Drohnenangriff der russischen Streitkräfte ist am Donnerstag eine Schule in Kiew getroffen worden. Der dritte Stock des Gebäudes brannte nach Angaben der Kiewer Stadtverwaltung komplett aus. Die Schüler hätten sich zum Zeitpunkt des Angriffs in einem Schutzraum.

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Seit Wochen hat die Armee des russischen Staatschefs Wladimir Putin die Luftangriffe auf Kiew und andere Städte in der Ukraine. Allein im September attackierte Putins Armee laut westlichen Angaben die Ukraine mit rund 2.000 Jet-Drohnen, verglichen mit 350 im Monat Juni.

Die Ukraine dringt seit Wochen auf die Lieferung neuer Luftabwehrraketen vom Typ "Patriot". Nach einem Bericht der Zeitung "Wall Street Journal" ist zudem die Hälfte der ukrainischen F-16-Flotte außer Gefecht. Ursache sei unter anderem verzögerte Wartungsarbeiten eines belgischen Dienstleisters.

Mittwoch, 30. September

Ukraine plant vierte Phase der "Operation Vivaldi"

Die Ukraine bereitet die vierte Phase der "Operation Vivaldi" vor – ihrer Gegenoffensive im Gebiet um Lyman in der Region Donezk. Nach ukrainischer Darstellung hat die Operation das russische Kriegsziel, den gesamten Donbass zu erobern, bislang erheblich gestört.

Wie Präsident Wolodymyr Selenskyj am Mittwoch auf dem Messengerdienst Telegram mitteilte, wurde der Plan mit ukrainischen Militärangehörigen auf dem Gefechtsstand des 3. Armeekorps besprochen, das die Operation anführt.

Den ukrainischen Angaben zufolge erlitt Russland in den ersten drei Phasen mehr als 5.000 Verluste, weitere 250 russische Soldaten gerieten in Gefangenschaft. Die Zahlen lassen sich derzeit nicht unabhängig überprüfen.

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Litauen schränkt Immobilienkäufe für Russen ein

Im Kampf gegen Spionage will die litauische Regierung Russen den Kauf von Immobilien in der Nähe strategisch wichtiger Standorte verbieten. So sollen nachrichtendienstliche Aktivitäten und "hybride Operationen", wie die Überwachung von Militärübungen oder die Verfolgung von Truppenbewegungen "signifikant reduziert" werden, heißt es in einem am Mittwoch beschlossenen Gesetzentwurf. Dieser muss noch vom Parlament verabschiedet werden und gilt auch für Menschen aus Belarus, einem engen Verbündeten Moskaus.

Laut Daten des litauischen Zentralregisters vom vergangenen Mai haben 5.104 russische Staatsbürger und 2.781 belarussische Staatsbürger mit befristeter oder unbefristeter Aufenthaltserlaubnis Immobilien in Litauen gekauft – teils in der Nähe heikler Standorte.

Das Verbot soll am 1. Januar 2027 in Kraft treten und schließt auch Russen und Belarussen ein, die eine Aufenthaltserlaubnis für Litauen besitzen. In Lettland und Finnland gelten bereits ähnliche Einschränkungen.

Bulgarien fordert Gespräche mit Russland

Bulgarien hat Gespräche über ein Ende des Ukraine-Kriegs mit Russland gefordert – und dabei auf das nukleare Risiko verwiesen, das von Moskau ausgehe. "Wir müssen anfangen, mit Russland zu reden", sagte der bulgarische Regierungschef Rumen Radev am Mittwoch in Brüssel. "Das Wichtigste ist, die Bedingungen für Frieden vorzubereiten", fügte er hinzu.

Radev warnte, dass die militärische Unterstützung Kiews nicht ausreichen werde, da die Ukraine immer weniger in der Lage sei, sich vor russischen Angriffen zu schützen. "Wir sollten erkennen, dass es Grenzen dafür gibt, einfach nur Waffen zu liefern und zu unterstützen", sagte er. Frieden werde "durch Diplomatie" erreicht und "nicht durch Waffenlieferungen". Radev hatte Bulgariens militärische Unterstützung für die Ukraine nach seinem Wahlsieg im April eingestellt.

Kreml bestreitet Verhandlungen über politische Gefangene

Die russische Regierung hat Berichte über einen möglichen Deal mit den Vereinigten Staaten zur Lockerung der US-Sanktionen zurückgewiesen. "In dieser Form wurde das Thema nicht besprochen und konnte auch gar nicht besprochen werden, da wir die Existenz jeglicher politischer Gefangener kategorisch bestreiten", sagte Kreml-Sprecher Dmitri Peskow am Mittwoch laut einem Bericht der "Moscow Times".

Zuvor hatte das US-Magazin "The Atlantic" berichtet, die Administration von US-Präsident Trump verhandle mit Russland über eine Aufweichung der Wirtschaftssanktionen, wenn im Gegenzug politische Gefangene aus der Haft entlassen werden. Eine ähnliche Vereinbarung hatten die USA unter Vermittlung des Trump-Vertrauten John Coale im August bereits mit Belarus erzielt.

Nach Angaben der russischen Menschenrechtsorganisation Memorial sitzen in Russland derzeit 1.826 Oppositionelle aus politischen Gründen in Haft.

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