Ukraine-Krieg: Russland erleidet Rekord-Verluste im Juli
Erstmals mehr als 40.000 Russland erleidet höchste Verluste des Jahres im Juli Von t-online, jse 03.08.2026 - 14:27 UhrLesedauer: 2 Min. Aktuelle Zeit:0:00Gesamtdauer:0:00 Jetzt neu bei t-online: Schriftgröße anpassen! Laut Kiew hat Russland im vergangenen Monat mehr Verluste erlitten als in allen anderen Monaten des Jahres. Das macht sich wohl auch an der Front bemerkbar. Russlands Armee hat im Juli nach ukrainischen Angaben so viele Verluste erlitten wie noch nie in diesem Jahr. Der ukrainische Generalstab spricht von 42.860 russischen Soldaten, die im vergangenen Monat getötet, verwundet, vermisst oder gefangen genommen wurden. Die Zahlen seien die bislang höchste Monatsbilanz des Jahres 2026, teilte der Generalstab am 1. August mit. Erstmals überschritten die Verluste demnach die Marke von 40.000 im Monat. Zuvor war der Juni mit 39.290 gemeldeten Verlusten der Höchststand. Durchschnittlich lagen die russischen Verluste nach diesen Angaben 2026 bei rund 34.000 Soldaten pro Monat. Im Video | Drohne trifft russischen Urlaubsstrand Player wird geladen Die steigenden Verluste tragen nach ukrainischer Darstellung dazu bei, dass das russische Vorrücken an Teilen der Front ins Stocken geraten ist. Zugleich wächst in Kiew die Sorge vor einer neuen Mobilisierungswelle in Russland. Präsident Wolodymyr Selenskyj warnte am 25. Juli unter Verweis auf Geheimdienstberichte, Kremlchef Wladimir Putin bereite eine Ausweitung der Mobilisierung vor, weil die bisherigen Rekrutierungen nicht mit den Verlusten Schritt hielten. Selenskyj: Putin will 30.000 Nordkoreaner einziehen Selenskyj zufolge hat Moskau seit Jahresbeginn 221.000 Menschen für die Armee eingezogen, während im selben Zeitraum bereits fast 225.500 russische Soldaten getötet oder verwundet worden seien – darunter 131.000 Gefallene und knapp 93.000 Verwundete. Der ukrainische Generalstab bezifferte die russischen Gesamtverluste im Laufe des Jahres später auf 238.650. Nach Angaben Selenskyjs will Russland seine Truppen zudem mit Kämpfern aus dem Ausland verstärken. So bereite Moskau die Aufnahme von zusätzlich 30.000 Soldaten aus Nordkorea vor, sagte er in einer abendlichen Ansprache. In einem Interview mit dem US-Sender Fox News am 31. Juli schätzte Selenskyj die russischen Gesamtverluste seit Beginn der großangelegten Invasion im Februar 2022 auf rund 1,6 Millionen Militärangehörige, davon etwa 700.000 Getötete. Zugleich nannte er neue Zahlen zu den ukrainischen Verlusten: Rund 50.000 ukrainische Soldaten seien demnach getötet worden, etwa 400.000 verletzt.