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Ukraine-Krieg: Russland plant wohl Mobilisierung von 500.000 Menschen

Welt

Newsblog zum Krieg in der Ukraine Ukraine: Putin will halbe Million neue Soldaten mobilisieren Jetzt neu bei t-online: Schriftgröße anpassen! Moskau greift gezielt Schutzräume für Zivilisten in Kiew an. Putin plant wohl eine neue Mobilisierungswelle. Alle Entwicklungen im Newsblog. Sonntag, 19. Juli Russland bereitet nach Angaben eines ukrainischen Regierungsvertreters für den Herbst die Mobilisierung von 500.000 Menschen vor. Das erklärte Andrij Kowalenko, Leiter des Zentrums zur Bekämpfung von Desinformation beim Nationalen Sicherheits- und Verteidigungsrat der Ukraine, am Samstag auf Telegram. Demnach sollen Teile der Rekruten bereits innerhalb der ersten zwei Wochen an die Front im Osten geschickt werden. Ein weiterer Teil der Mobilisierten soll laut Kowalenko mindestens einen Monat lang ausgebildet werden. Sie könnten demnach für die Eröffnung eines neuen Frontabschnitts vorgesehen sein. Russland wolle mit der Mobilisierung sowohl akute Personalengpässe ausgleichen als auch neue militärische Möglichkeiten schaffen, schrieb der ukrainische Regierungsvertreter. Moskau attackiert U-Bahnstation in Kiew In der Nacht hat Russland laut Augenzeugenberichten die U-Bahnstation Lukjaniwska in der ukrainischen Hauptstadt Kiew angegriffen. Videos und Fotos, die auf dem Kurznachrichtendienst Telegram kursieren, zeigen die Zerstörung rund um den Eingang der Metro-Station. Berichte über Opfer gibt es noch nicht. Insbesondere Frauen und Kinder suchen in den U-Bahnstationen Schutz vor russischen Angriffen, da diese tief unter der Erde liegen. Es ist der erste direkte Angriff auf diese Schutzräume im Krieg, berichtet der ehemalige "Bild"-Journalist Julian Röpcke. Empfohlener externer Inhalt Wir benötigen Ihre Einwilligung, um den von unserer Redaktion eingebundenen X -Inhalt anzuzeigen. Sie können diesen (und damit auch alle weiteren X -Inhalte auf t-online.de) mit einem Klick anzeigen lassen und auch wieder deaktivieren. X-Inhalte immer anzeigen Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unseren Datenschutzhinweisen. Russisches Öldepot in Flammen Ukrainische Streitkräfte haben in der Nacht zum 19. Juli erneut ein Öllager im russischen Gebiet Stawropol angegriffen und zugleich Ziele in den besetzten Gebieten der Ukraine getroffen. Das berichten unter anderem der Telegram-Kanal Exilenova Plus und weitere soziale Medien. Demnach wurde ein Öldepot in der Kleinstadt Michailowsk im Gebiet Stawropol beschossen. Es ist laut Exilenova Plus bereits der dritte Angriff innerhalb weniger Wochen auf diese Anlage. Erst am 13. Juli hatten soziale Medien gemeldet, dass ein Öllager im Süden des russischen Gebiets Stawropol getroffen worden sei. Ob es sich dabei um dasselbe Depot handelte, geht aus den vorliegenden Berichten nicht eindeutig hervor. Zu Art und Umfang der Schäden in Michailowsk liegen bislang nur spärliche Informationen vor. Die Monitoring-Kanäle sprechen von einem Treffer auf das Gelände eines Öldepots, nähere Details zu möglichen Bränden oder Verletzten werden in den Meldungen nicht genannt. Offizielle Stellungnahmen russischer Behörden zu dem Vorfall sind in dem Material nicht enthalten. Parallel dazu berichten Einwohner der besetzten Stadt Luhansk in der Ostukraine von Explosionen in der Nacht zum 19. Juli. Exilenova Plus verweist auf entsprechende Hinweise aus der Bevölkerung. Wo genau die Detonationen stattfanden und welche Ziele dort getroffen worden sein könnten, bleibt in den verfügbaren Angaben offen. Unabhängig überprüfen lassen sich die Schilderungen aus Michailowsk und Luhansk anhand der vorliegenden Informationen nicht. Russische Behörden und das ukrainische Militär äußerten sich in dem zugänglichen Material zunächst nicht zu den nächtlichen Angriffen. Russische Angriffe auf Kiew Mehrere Explosionen haben in der Nacht zu Sonntag die ukrainische Hauptstadt Kiew erschüttert. Eine Detonation war so stark, dass sie die Alarmanlagen geparkter Autos im Stadtzentrum aktivierte, wie ein Reporter der Nachrichtenagentur AFP berichtete. Die ukrainische Luftwaffe erklärte im Onlinedienst Telegram, dass sich ballistische Raketen Kiew näherten. Kiews Bürgermeister Vitali Klitschko berichtete auf Telegram von brennenden Fahrzeugen und Rauch, der in der Nähe eines Einkaufszentrums aufsteigt. Ein Gebäude sei getroffen worden. Bislang wurde ein Toter gemeldet, mindestens elf Menschen wurden verletzt. Samstag, 18. Juli Raketenangriffe auf Odessa Infolge von russischen Raketenangriffen sind in der südukrainischen Hafenstadt Odessa mindestens zwei Menschen getötet worden. Weitere vier seien verletzt worden, teilte der Militärgouverneur der Region Odessa, Oleh Kiper, bei Telegram mit. Eine Rakete sei in einem Vergnügungspark eingeschlagen. Unter den Trümmern von Fischerhäusern könnten noch weitere Opfer sein. Sechs Autos seien beschädigt worden. Einen weiteren Verletzten gab es demnach in einem anderen nicht genannten Ort des Gebiets. Dabei seien auch ein Wohnhaus und zwei Autos beschädigt worden. Selenskyj erwägt Änderungen in der Armeeführung Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat auf die anhaltenden Proteste gegen die Ablösung von Verteidigungsminister Mychailo Fedorow reagiert und Veränderungen in der Armeeführung angedeutet. "Es gab gestern und heute viele Beratungen. Natürlich höre ich, was die Menschen sagen", sagte Selenskyj am Samstagabend in einer Videobotschaft. Er habe sowohl mit Fedorow als auch mit Armeechef Oleksandr Syrsky gesprochen. "Entscheidungen bezüglich der Armee werden ausgearbeitet", sagte Selenskyj. In ukrainischen Medien wurde über eine mögliche Entlassung des Armeechefs spekuliert.

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