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Ukraine-Krieg | Russland sperrt nach Angriffen offenbar Don-Asow-Kanal

Allgemein

Newsblog zum Krieg in der Ukraine Insider: Russland sperrt nach Angriffen wichtigen Kanal Aktualisiert am 10.07.2026 - 21:27 UhrLesedauer: 18 Min. Jetzt neu bei t-online: Schriftgröße anpassen! Die Angriffe auf russische Binnenschiffe zeigen offenbar Wirkung. Der ukrainische Armeechef warnt vor zu viel Zuversicht. Alle Entwicklungen im Newsblog. Freitag, 10. Juli Selenskyj kündigt nach Skandal Reform der Sturmtruppen an Nach einem Skandal um Todesfälle in einer Militäreinheit hat der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj eine Reform der Sturmtruppen angekündigt. "Es gibt viele Fragen, Probleme, die gelöst werden müssen. Vor allem im Umgang mit den Leuten", sagte der Staatschef in einer Videoansprache. Es werde neben strafrechtlichen Ermittlungen auch Wechsel an der Spitze der Sturmtruppen geben. Im Juni hatte ein Medienbericht Aufsehen erregt, nachdem beim Sturmregiment "Skelja" innerhalb von sechs Monaten mehr als zwei Dutzend Rekruten in ihrer militärischen Grundausbildung ums Leben kamen. Diese sollen demnach verprügelt, erniedrigt und anderweitig misshandelt worden sein. Derartige Praktiken sind Berichten zufolge auch in anderen Einheiten vor allem in Bezug auf Zwangsrekrutierte verbreitet. Insider: Russland sperrt nach Angriffen wichtigen Kanal Russland stoppt Insidern zufolge vorübergehend den Schiffsverkehr durch den Don-Asow-Kanal. Die Maßnahme sei eine Reaktion auf ukrainische Angriffe auf Tanker im Asowschen Meer, berichtet die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf zwei Quellen der Getreideexportbranche. Die Sperrung könnte demnach fast ein Viertel der russischen Weizenexporte betreffen. Wie lange sie andauern soll, ist zufolge unklar. Besetzte Halbinsel in der Krise: Ukraine attackiert Krim-Tanker – jetzt reagiert Putin Die Ukraine hat ihre Angriffe auf die russische Logistik auch am Freitag fortgesetzt. Im Asowschen Meer seien zehn Tanker attackiert worden, teilte der Kommandeur der ukrainischen Drohnenstreitkräfte, Robert Browdi, auf Telegram mit. Damit seien insgesamt in dieser Woche fast 50 Tanker in der Region beschädigt worden. Zudem seien in der Nacht fünf Umspannwerke auf der von Russland annektierten Halbinsel Krim getroffen worden. Dem ukrainischen Generalstab zufolge griff die Armee in der Nacht auch erneut die Ilski-Ölraffinerie in der Schwarzmeer-Region Krasnodar sowie den Ölverarbeitungskomplex Ust-Luga an der Ostsee in der Region Leningrad an. Zudem seien ein Ölterminal und ein Öllager in der Grenzregion Rostow am Asowschen Meer ins Visier genommen worden. Die Ukraine hat ihre Angriffe auf die Energieinfrastruktur in Russland und auf der Krim in den vergangenen Wochen verstärkt. Dies führte in Russland zu Treibstoffengpässen und auf der Krim sogar zur Ausrufung des Ausnahmezustands. Tote nach russischen Gleitbomben auf ukrainische Städte Durch russische Gleitbomben sind in der Ostukraine mindestens vier Menschen getötet worden. 13 weitere seien verletzt worden, teilte der Militärgouverneur des Gebietes Donezk, Wadym Filaschkin, bei Telegram mit. Das russische Militär habe sieben Bomben auf die Stadt Kramatorsk und die nahe Siedlung Bilenke abgeworfen. Dabei seien ein Hochhaus und ein Geschäft getroffen worden. Kramatorsk ist nur gut ein Dutzend Kilometer von der Frontlinie entfernt. Auch die südostukrainische Großstadt Saporischschja wurde Behördenangaben nach schwer bombardiert. Mindestens ein Zivilist sei getötet und 16 weitere seien verletzt worden, teilte Gouverneur Iwan Fedorow auf seinem Telegramkanal mit. Die Attacke zielte den Angaben nach auf das Zentrum der Industriestadt ab. Mehr als ein Dutzend Häuser seien dabei zerstört worden. Russische Truppen haben sich der Stadt bis auf etwas mehr als 20 Kilometer genähert. Gleitbomben werden von russischen Kampfflugzeugen aus großer Höhe Dutzende Kilometer entfernt abgeworfen und gleiten mit Flügelkonstruktionen ausgestattet ins Zielgebiet. Die Ukraine wehrt sich seit mehr als vier Jahren gegen eine russische Invasion. Sie lockten ihn wohl in eine Falle: Ukraine schießt russischen Jet ab Über der Ostukraine wurde ein russischer Kampfjet abgeschossen – womöglich von einer F-16. Russische Militärbeobachter sprechen von einer Falle. Lesen Sie den ganzen Artikel hier. Armeechef: Ukraine von Wende im Krieg "weit entfernt" Der ukrainische Armeechef Oleksandr Syrsky hält die ukrainischen Truppen im Krieg mit Russland zwar für gut aufgestellt, sieht eine "Wende im Krieg" aber noch in weiter Ferne. Obwohl die russische Armee über "fast die doppelte Menge an Personal und Ausrüstung" verfüge, habe der Kreml seine Ziele nicht erreicht, erklärte Syrsky auf Telegram. Der Feind dürfe aber "nicht unterschätzt werden". Syrskys Angaben zufolge führten die russischen Truppen nur noch an höchstens "sechs oder sieben" Frontabschnitten Offensiven aus – zuvor seien es noch 13 Abschnitte gewesen. Dabei erlitten die Russen seinen Angaben zufolge schwere Verluste, während Kiew eine "Strategie der Auszehrung" verfolge. Loading... Loading... Loading... Auch die ukrainischen Angriffe mit weitreichenden Waffen, mit denen seit Jahresbeginn Syrsky zufolge fast 700 Ziele in Russland ins Visier genommen wurden, richteten ihm zufolge große Schäden an. Er bezifferte die Höhe der Schäden auf 6,1 Milliarden US-Dollar (rund 5,3 Milliarden Euro). Allerdings nehme "die Intensität der Raketen- und Drohnenangriffe" Russlands ebenso zu wie "der Einsatz von Lenkbomben und die Zahl der gegen die Zivilbevölkerung begangenen Verbrechen", erklärte Syrsky weiter. In umkämpften Städten: Putins Soldaten sterben wohl auf Propaganda-Missionen Immer wieder zeigen Bilder vom Schlachtfeld in der Ukraine Soldaten, die die russische Flagge hissen. Diese Propaganda-Missionen sind wohl nicht ungefährlich. Lesen Sie den ganzen Artikel hier. Ukraine dezimiert wohl Schiffe der russischen Schattenflotte Die Ukraine setzt ihre Angriffe auf Russlands sogenannte Schattenflotte im Asowschen Meer fort. Nach ukrainischen Angaben wurden in der vergangenen Nacht zum Freitag erneut mindestens zwölf Schiffe getroffen. Damit seien innerhalb weniger Tage rund 50 Schiffe beschädigt worden. Das geht aus Nachrichten von Robert "Magyar" Browdi, dem Kommandanten der ukrainischen Drohnentruppen, bei Telegram hervor. Zuvor hatte Kiew bereits gemeldet, in der Nacht zum Donnerstag zwölf Öltanker sowie ein Frachtschiff und einen Schlepper attackiert zu haben. Auch diese Angaben stammen von Browdi, eine offizielle Bestätigung liegt nicht vor.

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