Ukraine-Krieg: Soldaten retten Hund und Katze mit Drohne aus Oleschky
Newsblog zum Krieg in der Ukraine
Ukrainische Soldaten retten Tiere mit Drohnen aus besetzter Stadt
Die Ukraine greift eine wichtige Chemiefabrik an. Elon Musk erhebt schwere Vorwürfe gegen die Ukraine. Alle Nachrichten im Newsblog.
Sonntag, 25. Oktober
Ukrainische Soldaten haben einen Hund und eine Katze aus der russisch besetzten Stadt Oleschky gerettet. Die Tiere wurden mit Drohnen über den Fluss Dnipro gebracht und anschließend in einem kleinen Tierheim in Mykolajiw aufgenommen. Das berichtet der ukrainische öffentlich-rechtliche Sender Suspilne.
Der etwa drei Jahre alte Hund Fly war nach seiner Rettung stark abgemagert und verängstigt. Inzwischen hat er demnach wieder zugenommen und beginnt, den Betreuerinnen zu vertrauen. Die ebenfalls gerettete Katze musste zunächst wegen Flüssigkeitsmangels mit Infusionen behandelt werden. Mittlerweile ist sie wieder gesund. Für beide Tiere wird ein neues Zuhause gesucht.
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Die Rettungsaktion zeigt die schwierige Versorgungslage in Oleschky. Die Stadt ist seit Monaten weitgehend von der Außenwelt abgeschnitten. Ukrainische Soldaten bringen mit Drohnen Lebensmittel und Medikamente über den Dnipro. Für Dienstag ist eine örtlich begrenzte Waffenruhe geplant, um auch die Evakuierung der verbliebenen Einwohner zu ermöglichen.
Ukraine widerspricht Musk: "Technisch unmöglich"
Ukrainische Berater haben Vorwürfe von SpaceX-Chef Elon Musk zurückgewiesen, wonach die ukrainische Armee den Satellitendienst Starlink für unerlaubte Drohnenangriffe genutzt haben soll. Der ukrainische Präsidentenberater Serhij Beskrestnow erklärte auf Telegram, Starlink funktioniere nicht über russischem Staatsgebiet. Angriffe mittlerer und großer Reichweite seien damit nicht möglich. Mehr dazu lesen Sie hier.
Selenskyj beklagt Tote vor neuen Ukraine-Verhandlungen
Vor den geplanten neuen Verhandlungen über ein Ende des Ukraine-Kriegs hat Präsident Wolodymyr Selenskyj Russland schwere Angriffe auf die Zivilbevölkerung vorgeworfen. Allein in der Region Dnipropetrowsk seien vier Menschen getötet und 22 weitere verletzt worden, darunter ein elfjähriges Mädchen, teilte Selenskyj auf Telegram mit. In Winnyzja habe eine Drohne ein Wohnhochhaus getroffen und sechs Menschen verletzt. Insgesamt seien in neun Regionen Schäden entstanden.
Nach Angaben Selenskyjs hat Russland innerhalb einer Woche rund 1.600 Gleitbomben, 48 Raketen und fast 2.300 Drohnen gegen die Ukraine eingesetzt. Zu den Zielen hätten auch Kraftwerke und andere zivile Einrichtungen gehört. "So reagiert Russland auf Diplomatie und die Aufhebung der Isolation", erklärte Selenskyj. Er forderte die westlichen Verbündeten auf, die zugesagten Flugabwehrraketen rasch zu liefern. Die Angaben zu den Angriffen lassen sich nicht unabhängig überprüfen.
Ukrainische Drohnen treffen Ziele 2.500 Kilometer hinter der Grenze
Die Ukraine hat offenbar Ziele tief im russischen Hinterland mit Drohnen angegriffen. In der sibirischen Großstadt Omsk, rund 2.500 Kilometer von der ukrainischen Grenze entfernt, sollen am Samstag eine Chemiefabrik und ein Logistikzentrum des Onlinehändlers Ozon getroffen worden sein. Das berichtet der "Kyiv Independent" unter Berufung auf ukrainische Beobachtungskanäle.
Im Video | Ukraine gelingt Schlag tief in Russland
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Demnach brach auf dem Gelände des Chemiewerks "Omski Kautschuk" ein Großbrand aus. Die Fabrik zählt zu den bedeutenden russischen Herstellern synthetischen Kautschuks und weiterer chemischer Produkte, die auch für militärische Zwecke genutzt werden können. Der ukrainische Beobachtungskanal Exilenova Plus veröffentlichte Aufnahmen, die den Brand zeigen sollen. Unabhängig bestätigt sind die Schäden an dem Werk bislang nicht.
Der Gouverneur der Region Omsk, Witali Chozenko, bestätigte den Drohnenangriff auf das Industriegebiet. Auch der Onlinehändler Ozon teilte mit, dass sein Logistikzentrum getroffen worden sei. Dort sei ein Feuer ausgebrochen, die Beschäftigten seien evakuiert worden. Nach ersten Angaben gab es keine Verletzten. Der ukrainische Drohnenhersteller Fire Point erklärte, bei dem Angriff seien Drohnen des Typs FP-1 eingesetzt worden.
Massiver Drohnenangriff auf Belgorod – ein Toter
Bei einem massiven Drohnenangriff auf die russische Großstadt Belgorod ist in der Nacht zum Sonntag mindestens ein Mensch getötet worden. Zehn weitere wurden nach Angaben des regionalen Krisenstabs verletzt, darunter ein Mitarbeiter des Rettungsdienstes. Das berichtet die russische Nachrichtenagentur Interfax.
Zahlreiche Drohnen sollen das Stadtzentrum angegriffen haben. In sozialen Netzwerken verbreitete Videos zeigen Explosionen und Brände. Nach Angaben des Bürgermeisters Walentin Demidow wurden Wohnhäuser, Autos sowie öffentliche und gewerbliche Gebäude erheblich beschädigt.
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Wie der "Kyiv Independent" unter Berufung auf örtliche Berichte und den Beobachtungskanal Exilenova Plus schreibt, soll auch das große Einkaufs- und Freizeitzentrum MegaGRINN getroffen worden sein. Der Komplex mit mehr als 200 Geschäften war zum Zeitpunkt des Angriffs geschlossen. Unabhängig bestätigt ist der Treffer bislang nicht. Belgorod liegt nur rund 34 Kilometer von der ukrainischen Grenze entfernt und wird regelmäßig zum Ziel von Drohnenangriffen.
Bundeswehr beteiligt sich an Übung für Ukraine-Schutztruppe
Die Bundeswehr wird sich im November an der ersten Militärübung der sogenannten Koalition der Willigen beteiligen. Deutschland werde rund zehn Stabsoffiziere entsenden und bis zu zwei Transportflugzeuge vom Typ A400M für die Luftbetankung bereitstellen, teilte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums der Deutschen Presse-Agentur mit.
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Das Manöver mit dem Namen "Koalicja 2026" soll in Polen, im Luftraum über Rumänien und im westlichen Schwarzen Meer stattfinden. Die Bundeswehr unterstützt zudem die Verlegung von Truppen durch Deutschland. Erstmals soll dabei die Einsatzfähigkeit einer multinationalen Truppe getestet werden, die unter Führung Frankreichs und Großbritanniens einen möglichen Waffenstillstand zwischen Russland und der Ukraine absichern soll.
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Der Koalition gehören rund 35 Staaten an. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hatte die geplante Truppe im Juli für einsatzfähig erklärt. Welche Rolle Deutschland bei einem tatsächlichen Einsatz übernehmen würde, ist allerdings noch offen. Darüber müssten Bundesregierung und Bundestag entscheiden.