Ukraine-Krieg: Trümmer über Badeort Archipo-Ossipowka am Schwarzen Meer
Newsblog zum Krieg in der Ukraine Tote nach ukrainischen Angriffen am Schwarzen Meer Aktualisiert am 03.08.2026 - 15:11 UhrLesedauer: 4 Min. Jetzt neu bei t-online: Schriftgröße anpassen! In der Ukraine und Russland sterben Menschen bei Luftangriffen. Russland meldet eine weitere Attacke am Schwarzen Meer. Alle Entwicklungen im Newsblog. Montag, 3. August "Ausländischer Agent": Kremlkritiker Nadeschdin flüchtet nach Paris Eine kürzliche Festnahme hat den prominenten russischen Oppositionellen Boris Nadeschdin aufgeschreckt. Nun meldet er sich nach der Flucht aus Paris. Lesen Sie den ganzen Artikel hier. Umerow soll neuer Chef des Auslandsgeheimdienstes werden Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat den Chefunterhändler für die Kontakte mit Russland zur Beendigung des Krieges zum neuen Chef des Auslandsgeheimdienstes ernannt. Rustem Umjerow, der auch schon Verteidigungsminister war, bleibe in der neuen Funktion weiter zuständig für die unter US-Vermittlung geführten Verhandlungen mit Russland, teilte Selenskyj mit. Umjerow, der zuletzt Sekretär des Nationalen Sicherheitsrates gewesen war, soll auch den Export ukrainischer Drohnen sowie deren Integration in die Verteidigungssysteme anderer Staaten koordinieren, so Selenskyj. Der Posten des Chefs der Auslandsspionage ist seit Monaten nur geschäftsführend besetzt. Als neuen Sekretär des Sicherheitsrates hatte Selenskyj Ex-Innenminister Ihor Klymenko eingesetzt, infolge eines von Protesten in der Ukraine begleiteten Regierungsumbaus. Ursprünglich war Klymenko nach der Absetzung des beliebten Verteidigungsministers Mychajlo Fedorow als Nachfolger für das Ressort im Gespräch gewesen. Dazu kam es aber nicht. In der Ukraine gibt es seit Wochen Proteste gegen die umstrittene Personalpolitik von Präsident Selenskyj. Die Demonstranten fordern vor allem die Wiedereinsetzung des entlassenen Fedorows. Als neuen Verteidigungsminister will der Präsident den bisherigen kommissarischen Chef des Geheimdienstes SBU, Jewhenij Chmara, einsetzen. Für seine vollwertige Ernennung muss Selenskyj noch die Kandidatur im Parlament einreichen und sie durch die Abgeordneten bestätigen lassen. Drei Tote bei russischem Angriff auf Tankstelle Bei einem russischen Angriff auf eine Tankstelle in der ukrainischen Region Dnipropetrowsk sind nach Angaben des Gouverneurs drei Menschen getötet worden. Die russischen Truppen haben in den vergangenen Wochen ihre Angriffe auf Tankstellen in der gesamten Ukraine verstärkt. Erstmals mehr als 40.000: Russland erleidet höchste Verluste des Jahres im Juli Laut Kiew hat Russland im vergangenen Monat mehr Verluste erlitten als in allen anderen Monaten des Jahres. Das macht sich wohl auch an der Front bemerkbar. Lesen Sie den ganzen Artikel hier. Tote nach ukrainischen Angriffen am Schwarzen Meer In der Schwarzmeerregion sind nach ukrainischen Gegenangriffen mindestens sechs Menschen ums Leben gekommen. Drei Personen wurden nach Angaben des Gouverneurs des russischen Gebiets Krasnodar, Wenjamin Kondratjew, in dem Ort Archipo-Ossipowka getötet. Weitere 13 Menschen seien verletzt worden. Dort seien Drohnentrümmer herabgestürzt. Auf der von Russland annektierten Schwarzmeer-Halbinsel Krim wurden nach Angaben des von Moskau eingesetzten Statthalters Sergej Aksjonow ebenfalls drei Menschen bei einem ukrainischen Angriff getötet. Zwei weitere seien verletzt worden. Details nannte er nicht. Das Verteidigungsministerium in Moskau teilte am Morgen mit, 131 ukrainische Drohnen über russischen Regionen und der annektierten Krim abgewehrt zu haben. Die Angaben sind nicht unabhängig überprüfbar, lassen aber Rückschlüsse auf die Intensität der ukrainischen Gegenangriffe zu. Die Ukraine hat zuletzt vor allem die seit 2014 von Russland besetzte Krim in den Fokus der Angriffe gerückt und dort die Energie-Infrastruktur stark beschädigt. Ukraine attackiert Wildberries-Zentrum in Wladimir Die ukrainische Armee setzt ihre Angriffe auf Versandzentralen des russischen Online-Händlers Wildberries fort. Der russische Konzern teilte am Montag mit, in einem seiner Logistikzentren in der russischen Region Wladimir sei nach einem Angriff ein Feuer ausgebrochen. Mitarbeiter seien in Sicherheit gebracht worden. Die Feuerwehr sei im Einsatz. Es gebe derzeit keine Berichte über mögliche Verletzte oder Tote. Die Logistik sei auf andere Standorte umgeleitet worden, um die kontinuierliche Zustellung und den Versand zu gewährleisten, erklärte das Unternehmen weiter. Laut der Zeitung "Kyiv Post" ist auf Videoaufnahmen zu sehen, wie mindestens eine Drohne in dem Logistik-Hub einschlägt. Das Logistikzentrum wurde laut "Kyiv Post" 2024 eröffnet und sollte zügig auf eine Lagerfläche von 175.000 Quadratmetern ausgebaut werden. Versorgt werden von Wladimir aus demnach die Region Moskau, Zentral-Russland sowie der Nordwesten des Landes. Das ukrainische Militär hat seit dem 18. Juli mindestens ein Dutzend Lagerhäuser des russischen Marktführers angegriffen. Das stört nicht nur die russische Konsumwirtschaft erheblich. Die Ukraine argumentiert zudem, über den Online-Handel werde das russische Militär beliefert. Mindestens 14 Tote bei gegenseitigen Angriffen Bei gegenseitigen Angriffen der Ukraine und Russlands sind in beiden Ländern am Sonntag insgesamt mindestens 14 Menschen getötet worden. Bei russischen Angriffen auf die Ukraine wurden nach Angaben der dortigen Behörden mindestens fünf Menschen getötet. Die ukrainischen Streitkräfte griffen nach russischen Angaben Ziele in verschiedenen Regionen Russlands an und töteten dabei mindestens neun Menschen. Wie die ukrainischen Behörden mitteilten, starben bei russischen Angriffen in der östlichen Region Dnipropetrowsk mindestens zwei Menschen sowie jeweils mindestens ein Mensch in den südlichen Regionen Saporischschja und Cherson. Ein weiterer russischer Angriff zerstörte ein Postzentrum in der nördlichen Region Charkiw und tötete einen Postmitarbeiter, wie die ukrainische Post mitteilte. Wie die russischen Behörden mitteilten, erfolgten einige der ukrainischen Angriffe hunderte Kilometer von der Front entfernt tief in russischem Gebiet. Aus der Grenzregion Belgorod wurden vier Todesopfer durch ukrainische Angriffe gemeldet, aus der Region Saratow an der Grenze zu Kasachstan zwei.