Ukraine-Krieg: Trump lobt Russland und blockiert EU-Hilfe für Kiew
Berlin. US-Präsident Donald Trump stellt sich im Ukrainekrieg inzwischen offen auf die Seite von Russlands Präsident Wladimir Putin. Am Montag behauptete er, dass Russland sich im Umgang mit der Ukraine „gut“ verhalten habe. „Sie haben nicht viel gemacht“, sagte er mit Blick auf den Kreml. Das Gleiche gelte für Russlands Verbündeten China.
In Wahrheit hat Putin seinen Luftkrieg gegen die ukrainischen Städte im fünften Kriegsjahr massiv ausgeweitet, jede Woche sterben Dutzende Zivilisten. Am Montag wurde bei einem dieser Angriffe ein kleines Mädchen während eines Spaziergangs in der Stadt Charkiw getötet. Das Foto des toten Kleinkindes im Kinderwagen wurde in den sozialen Medien zusammen mit Trumps Russland-Lob breit geteilt.
Der US-Präsident nutzt das Reizthema Ukraine im Wahlkampf offenbar, um vor den Kongresswahlen im November von seinen innenpolitischen Problemen abzulenken. Insbesondere versucht er, den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj zum Sündenbock für die hohen Dieselpreise zu machen.