Ukraine-Krieg: Trump lobt Selenskyj - Kreml reagiert mit Kritik
"Irrglaube im Weißen Haus" Trump lobt Selenskyj – Kreml reagiert Von dpa 09.07.2026 - 15:50 UhrLesedauer: 1 Min. Aktuelle Zeit:0:00Gesamtdauer:0:00 Jetzt neu bei t-online: Schriftgröße anpassen! Lange hat der Kreml US-Präsident Trump umschmeichelt, um freie Hand in der Ukraine zu haben. Doch Trumps jüngste Äußerungen scheinen Moskau nicht zu gefallen. Der Kreml hat US-Präsident Donald Trump nach dessen Äußerungen auf dem Nato-Gipfel in Ankara eine Fehleinschätzung der Lage im Ukraine-Krieg vorgeworfen. Trump ziele nicht auf eine Eskalation des Konflikts, bescheinigte ihm Kremlsprecher Dmitri Peskow. "Eher sehen wir einen Irrglauben im Weißen Haus in Bezug darauf, dass man mit Hilfe von Eskalation und militärischem Druck einen Ausweg zu einer friedlichen Lösung erzwingen kann", sagte Peskow russischen Nachrichtenagenturen zufolge. Grundsätzlich Neues hat der Gipfel nach Darstellung Peskows nicht gebracht. "Wir haben keine rosa Brille auf", sagte er. Die USA hätten auch schon vor dem Gipfel die Ukraine militärisch unterstützt. Trump hatte beim Gipfel der Ukraine überraschend Zusagen zum Nachbau von Flugabwehrraketen für das Patriot-System gemacht und sogar den kürzlich von ihm noch gescholtenen ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj gelobt. Dieser habe einen "erstaunlichen Job gemacht", sagte Trump. Dabei bezog er sich konkret auf die Taktik der Ukrainer gegen die russische Invasion, mit Langstreckendrohnen strategische Ziele des Nachbarn anzugreifen. Dies sei zwar eine Eskalation, vielleicht könne aber genau das helfen, Frieden zu erreichen.