Ukraine-Krieg | Ukrainische Drohnen greifen in russischem Hinterland an
Newsblog zum Krieg in der Ukraine
Massiver Angriff: Drohnen treffen Russlands tiefes Hinterland
Die Ukraine greift eine wichtige Chemiefabrik an. Elon Musk erhebt schwere Vorwürfe gegen die Ukraine. Alle Nachrichten im Newsblog.
Sonntag, 25. Oktober
Ukrainische Drohnen treffen Ziele 2.500 Kilometer hinter der Grenze
Die Ukraine hat offenbar Ziele tief im russischen Hinterland mit Drohnen angegriffen. In der sibirischen Großstadt Omsk, rund 2.500 Kilometer von der ukrainischen Grenze entfernt, sollen am Samstag eine Chemiefabrik und ein Logistikzentrum des Onlinehändlers Ozon getroffen worden sein. Das berichtet der "Kyiv Independent" unter Berufung auf ukrainische Beobachtungskanäle.
Demnach brach auf dem Gelände des Chemiewerks "Omski Kautschuk" ein Großbrand aus. Die Fabrik zählt zu den bedeutenden russischen Herstellern synthetischen Kautschuks und weiterer chemischer Produkte, die auch für militärische Zwecke genutzt werden können. Der ukrainische Beobachtungskanal Exilenova Plus veröffentlichte Aufnahmen, die den Brand zeigen sollen. Unabhängig bestätigt sind die Schäden an dem Werk bislang nicht.
Der Gouverneur der Region Omsk, Witali Chozenko, bestätigte den Drohnenangriff auf das Industriegebiet. Auch der Onlinehändler Ozon teilte mit, dass sein Logistikzentrum getroffen worden sei. Dort sei ein Feuer ausgebrochen, die Beschäftigten seien evakuiert worden. Nach ersten Angaben gab es keine Verletzten. Der ukrainische Drohnenhersteller Fire Point erklärte, bei dem Angriff seien Drohnen des Typs FP-1 eingesetzt worden.
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Massiver Drohnenangriff auf Belgorod – ein Toter
Bei einem massiven Drohnenangriff auf die russische Großstadt Belgorod ist in der Nacht zum Sonntag mindestens ein Mensch getötet worden. Zehn weitere wurden nach Angaben des regionalen Krisenstabs verletzt, darunter ein Mitarbeiter des Rettungsdienstes. Das berichtet die russische Nachrichtenagentur Interfax.
Zahlreiche Drohnen sollen das Stadtzentrum angegriffen haben. In sozialen Netzwerken verbreitete Videos zeigen Explosionen und Brände. Nach Angaben des Bürgermeisters Walentin Demidow wurden Wohnhäuser, Autos sowie öffentliche und gewerbliche Gebäude erheblich beschädigt.
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Wie der "Kyiv Independent" unter Berufung auf örtliche Berichte und den Beobachtungskanal Exilenova Plus schreibt, soll auch das große Einkaufs- und Freizeitzentrum MegaGRINN getroffen worden sein. Der Komplex mit mehr als 200 Geschäften war zum Zeitpunkt des Angriffs geschlossen. Unabhängig bestätigt ist der Treffer bislang nicht. Belgorod liegt nur rund 34 Kilometer von der ukrainischen Grenze entfernt und wird regelmäßig zum Ziel von Drohnenangriffen.
Bundeswehr beteiligt sich an Übung für Ukraine-Schutztruppe
Die Bundeswehr wird sich im November an der ersten Militärübung der sogenannten Koalition der Willigen beteiligen. Deutschland werde rund zehn Stabsoffiziere entsenden und bis zu zwei Transportflugzeuge vom Typ A400M für die Luftbetankung bereitstellen, teilte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums der Deutschen Presse-Agentur mit.
Das Manöver mit dem Namen "Koalicja 2026" soll in Polen, im Luftraum über Rumänien und im westlichen Schwarzen Meer stattfinden. Die Bundeswehr unterstützt zudem die Verlegung von Truppen durch Deutschland. Erstmals soll dabei die Einsatzfähigkeit einer multinationalen Truppe getestet werden, die unter Führung Frankreichs und Großbritanniens einen möglichen Waffenstillstand zwischen Russland und der Ukraine absichern soll.
Der Koalition gehören rund 35 Staaten an. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hatte die geplante Truppe im Juli für einsatzfähig erklärt. Welche Rolle Deutschland bei einem tatsächlichen Einsatz übernehmen würde, ist allerdings noch offen. Darüber müssten Bundesregierung und Bundestag entscheiden.
Samstag, 24. Oktober
Musk behauptet: Ukraine hat Starlink für Offensivangriffe genutzt
US-Tech-Milliardär Elon Musk wirft dem ukrainischen Militär vor, das Satelliteninternet Starlink für offensive Drohnenangriffe eingesetzt zu haben, um Menschen zu töten. Es habe gegen die Nutzungsbedingungen von Starlink verstoßen und den Dienst für Angriffe eingesetzt, bei denen Menschen getötet werden sollten, schrieb der SpaceX-Gründer Musk auf der Plattform X. Konkrete Belege oder Fälle und Zeiträume nannte er nicht. Er schrieb weiter, dass diese Lücke in der vergangenen Woche geschlossen worden sei.
Das Satelliteninternet Starlink gehört zum Raumfahrtkonzern SpaceX. Es wird laut Musk als kommerzieller Dienst nur für zivile und für Verteidigungszwecke, aber nicht für militärische Offensiven genutzt. Starshield ist der militärische Ableger und wird laut Musk von der US-Regierung kontrolliert. Das Satelliteninternet setzt die ukrainische Armee bei ihrer Luftverteidigung gegen den russischen Angriffskrieg ein. Es spielt für das Militär beim Einsatz von Drohnen, die Logistik und die Kommunikation eine wichtige Rolle.
Ukraine greift russische Chemieanlage an – Großbrand
In der Nacht hat die Ukraine ein wichtiges Chemiewerk in Toljatti in der Region Samara angegriffen. Augenzeugenvideos zeigen, wie Drohnen über der Stadt kreisen. Auf anderen Videos ist zu sehen, wie Feuersäulen aus der Toljattikautschuk-Fabrik schlagen. Eine offizielle Bestätigung des Angriffs durch die Ukraine steht noch aus.
Die Fabrik ist für die gesamte russische Wirtschaft wichtig. Etwa ein Viertel des in Russland produzierten synthetischen Kautschuks, Grundlage für die Produktion in vielen weiteren Wirtschaftszweigen, wird dort hergestellt. Auch mehrere Stunden nach dem Angriff zeigten Augenzeugenvideos in lokalen Telegram-Kanälen große Rauchsäulen, die über der Fabrik aufsteigen.
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Freitag, 23. Oktober
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