Ukraine-Krieg: UN: Belarus hat höchste Zahl politischer Gefangener pro Kopf
Newsblog zum Krieg in der Ukraine UN: Belarus hat höchste Zahl politischer Gefangener pro Kopf Aktualisiert am 30.06.2026 - 05:10 UhrLesedauer: 7 Min. Jetzt neu bei t-online: Schriftgröße anpassen! Polen hat Handlanger der russischen Geheimdienste festgenommen. Neue zahlen zu politischen Gefangenen in Belarus. Alle Entwicklungen im Newsblog. Dienstag, 30. Juni Bürgermeister: Dutzende ukrainische Drohnen abgeschossen Die russische Luftabwehr hat in der Nacht zum Dienstag nach Angaben der Behörden dutzende ukrainische Drohnen mit Ziel Moskau abgefangen. "Sechs feindliche Drohnen, die in Richtung Moskau unterwegs waren, wurden von den Luftverteidigungskräften des Verteidigungsministeriums abgeschossen", schrieb der Bürgermeister von Moskau, Sergej Sobjanin, auf der staatlichen Online-Plattform Max. Er nannte eine Gesamtzahl von 46 abgefangenen ukrainischen Drohnen. Die Helfer der Rettungsdienste seien an den Orten im Einsatz, an denen die Trümmer niedergegangen seien, erklärte Sobjanin weiter. Am Donnerstag und Freitag hatte die russische Luftabwehr nach eigenen Angaben 660 ukrainische Drohnen abgeschossen, eine der höchsten Zahlen seit Beginn des Krieges. Die Ukraine hat in den vergangenen Monaten ihre Angriffe mit Drohnen auf Ziele in Russland weit hinter der Front intensiviert. Dabei nimmt sie vor allem die Energie-Infrastruktur ins Visier, um Russlands Einnahmequellen zur Finanzierung des Krieges zu treffen. Greenpeace: Schattenflotte fährt näher an Deutschland vorbei Nach Angaben von Greenpeace sind mutmaßliche Schiffe der russischen Schattenflotte zuletzt dichter an der deutschen Ostseeküste entlanggefahren. Laut Auswertungen der Umweltschutzorganisation hielten die Schiffe in den zurückliegenden Monaten verstärkt Abstand von der schwedischen Küste. Schweden war zuletzt verstärkt gegen mutmaßliche Schattenflotten-Tanker vorgegangen und hatte Schiffe gestoppt. Der Analyse zufolge wählten zwischen dem 6. März und dem 16. Juni 42 von insgesamt 136 Tankern, die Greenpeace der Schattenflotte zurechnet, eine längere Route nahe Rügen entlang der deutschen Küste. Im gleichen Vorjahreszeitraum sei es kein einziger gewesen. Thilo Maack, Meeresbiologe von Greenpeace, forderte erneut ein härteres Vorgehen Deutschlands gegen die Schattenflotte. "Die schwedische Regierung zeigt, wie man gegen falsch geflaggte und daher unversicherte Putin-Tanker vorgeht." Man habe regelmäßig deutschen Behörden Tanker gemeldet, die unter falscher Flagge fahren. Kontrollen seien aber ausgeblieben. Laut Greenpeace drangen rund 30 Tanker auch in die 12-Meilen-Zone ein, also in das deutsche Küstenmeer. Ein Sprecher des Bundesfinanzministeriums, das für Zollfragen zuständig ist, teilte auf Anfrage mit: "Uns ist nicht bekannt, welche Schiffe derzeit von Greenpeace zur Schattenflotte gezählt werden. Dementsprechend können wir die von Ihnen angeführte Statistik nicht bestätigen." UN: Belarus hat höchste Zahl politischer Gefangener pro Kopf weltweit Trotz der in den vergangenen Monaten erfolgten Freilassungen politischer Häftlinge in Belarus hat sich die Menschenrechtslage dort nach Ansicht von UN-Sonderberichterstatter Nils Muiznieks nicht grundlegend verbessert. "Belarus hat wahrscheinlich die höchste Zahl politischer Gefangener pro Kopf weltweit", sagte Muiznieks der Nachrichtenagentur AFP in Genf, wo er am Montag seinen Bericht über die Lage in dem Neun-Millionen-Einwohnerland dem UN-Menschenrechtsrat vorstellte. Laut Informationen von Nichtregierungsorganisationen und UN-Organisationen gibt es 852 politische Gefangene in Belarus - doch "die tatsächliche Zahl ist mit Sicherheit viel höher, da die Gesetzgebung so weit gefasst ist", dass sie die Verfolgung einer sehr großen Zahl von Menschen ermögliche, sagte Muiznieks. Außerdem "verwischen die Behörden ihre Spuren" stärker als früher, indem sie unter anderem aufhörten, Informationen über bestimmte Gerichtsverfahren zu veröffentlichen, sagte der UN-Sonderberichterstatter. Zudem würden sie die Angehörigen von Inhaftierten einschüchtern. Muiznieks sagte, das Vorgehen der belarussischen Behörden richte sich inzwischen gegen neue Gruppen. Darunter seien Kulturschaffende, die Freiwilligen des Projekts Belaruski Hajun, das die Bewegungen der russischen Truppen im Krieg gegen die Ukraine beobachtet, Verleger, Religionsaktivisten sowie Angehörige sexueller Minderheiten. Putins Superyacht erstmals seit vier Jahren gesichtet Die Superyacht "Graceful" ist erstmals seit August 2022 wieder auf den Radaren aufgetaucht. Offenbar kreuzt das Schiff in der Ostsee, das berichtet der Dänische Rundfunk DR. Laut der Seite "marinetraffic.com" hat das Schiff ein bestimmtes Ziel. Mehr dazu lesen Sie hier. Explosion in Monaco: War Unternehmer aus der Ukraine Ziel? Bei einer heftigen Explosion am Eingang eines Wohngebäudes in Monaco soll Medienberichten zufolge einer der reichsten Unternehmer aus der Ukraine verletzt worden sein. Insgesamt wurden nach Behördenangaben drei Menschen verletzt, zwei von ihnen laut Medien lebensbedrohlich. Den Berichten nach handelt es sich bei dem aus der Ukraine stammenden Mann um einen Immobilienunternehmer, verletzt wurden auch eine Frau und ein Jugendlicher. Von offizieller Seite wurden die Identitäten nicht bestätigt. Hier lesen Sie mehr. Montag, 29. Juni Russischer Ukraine-Veteran droht Putin mit Meuterei Ein russischer Ukraine-Veteran, der dem russischen Präsidenten Wladimir Putin mit Meuterei gedroht hatte, ist zu einer Haftstrafe verurteilt worden. Ein Gericht in der Region Woronesch befand Alexander Lunin schuldig, "extremistische Symbole" gezeigt zu haben. Nähere Angaben zu den Symbolen oder zur Dauer der Haftstrafe machte das Gericht am Montag nicht. Lunin selbst teilte im Onlinedienst Telegram mit, er sei zu einer elftägigen Haftstrafe verurteilt worden. Mehr dazu lesen Sie hier. Loading... Loading... Loading...