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Ukraine-Krieg: USA wollen beschlagnahmtes russisches Geld verwalten

Welt

Newsblog zum Krieg in der Ukraine

USA wollen wohl beschlagnahmtes russisches Geld verwalten

Die USA wollen an von der EU eingefrorenes russisches Vermögen ran. In Bulgarien gab es einen Anschlag auf eine Starlink-Einrichtung. Alle Entwicklungen im Newsblog.

Donnerstag, 15. Oktober

USA wollen beschlagnahmtes russisches Geld verwalten

Die USA haben vorgeschlagen, dass europäische Staaten einen Teil der nach Moskaus Angriff auf die Ukraine blockierten russischen Staatsvermögen freigeben und in ein von Washington beaufsichtigtes Instrument übertragen. Damit sollten Friedensgespräche wiederbelebt werden, berichtete die Zeitung "Financial Times" unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen.

Europäische Delegierte hätten den Plan zurückgewiesen, der von den US-Sondergesandten Steve Witkoff und Jared Kushner, dem Schwiegersohn von US-Präsident Donald Trump, vorgelegt worden sei. Die Nachrichtenagentur Reuters konnte den Bericht zunächst nicht unabhängig überprüfen.

Mittwoch, 14. Oktober

Explosion auf Schiff in Rumänien– Drohnentreffer?

Nahe der Grenze zur Ukraine ist nach einer Explosion auf einem Handelsschiff in rumänischen Gewässern Feuer ausgebrochen. Ob ein Treffer durch eine Drohne die Ursache gewesen sei, sei noch unklar, sagte Verteidigungsminister Radu Miruta dem rumänischen Sender "Digi24". Die rumänische Luftabwehr habe auf ihrem Radar keine Drohne registriert, die sich auf dieses Schiff zubewegt habe. Das Schiff fahre nun zum rumänischen Schwarzmeer-Hafen Constanta, wo eine Untersuchung zur Feststellung der Brandursache geplant sei.

Wie mehrere rumänische Medien berichteten, habe die Crew des unbeladenen Schiffs "Yara J" unter der Flagge der Komoren-Insel etwa 10 Seemeilen südöstlich der Hafenstadt Sulina an der Donaumündung einen Notruf abgesetzt. Wie Minister Miruta bestätigte, gelang es der Crew, vor Eintreffen der rumänischen Seeretter das Feuer selbst zu löschen. Von den 17 Seeleuten - Syrer, Inder und Iraner - sei niemand verletzt worden.

Musk weist Kritik aus der Ukraine zurück

Nach Kritik aus der Ukraine hat der US-Unternehmer Elon Musk darauf verwiesen, dass das Satellitennetzwerk Starshield Eigentum der US-Regierung sei und von dieser auch kontrolliert werde. Jegliche Beschränkungen bei Geschwindigkeit oder Nutzung werde vom US-Militär und letztlich vom US-Präsidenten festgelegt, erklärte Musk auf X. Starshield ist der militärische Teil des Satellitennetzwerks, dessen ziviler Arm Starlink heißt. Zu Starlink sagte Musk, dieses System sei auf zivile oder defensive Aktivitäten beschränkt und könne nicht für offensive militärische Zwecke genutzt werden.

Wut in der Ukraine: "Schande, dass wir einen starken Partner verlieren"

Die Ukraine hatte zuvor Musks Unternehmen SpaceX, zu dem Starshield und Starlink gehören, vorgeworfen, die Satelliten-Nutzung für die Ukraine eingeschränkt und dadurch die ukrainische Drohnenabwehr und Luftverteidigung im Kampf gegen Russland geschwächt zu haben. Das hatte Sorgen geschürt, US-Präsident Donald Trump könne die Unterstützung der Ukraine auf dem Schlachtfeld reduzieren, um Kiew zu Zugeständnissen an Russland oder die USA zu zwingen.

Selenskyj: "Schande, dass wir einen starken Partner verlieren"

Die Starlink-Sperre, eine nur einseitige Waffenruhe und eine Ablöse-Forderung – in Kiew steigt die Wut auf die USA. Selenskyj sagt, man fühle sich verraten. Lesen Sie den ganzen Artikel hier.

Anschlag auf Starlink-Bodenstation in Bulgarien

Nach einem Anschlag auf eine Starlink-Bodenstation in Polen ist es auch in Bulgarien zu einem Brand in einer Anlage des Satelliteninternetdienstes gekommen. Bulgariens Regierungschef Rumen Radew bestätigte in der Fragestunde des Parlaments in Sofia den Vorfall in der Nähe der Hauptstadt. Das Satellitennetz ist ein strategisch wichtiger Bestandteil der ukrainischen Verteidigung im Krieg gegen Russland. Der Brand war zuvor vom Oppositionsbündnis Demokratisches Bulgarien (DB) öffentlich gemacht worden. Wegen laufender Ermittlungen wollte Radew keine näheren Angaben zu dem Vorfall machen.

In einer geheim gehaltenen Anlage von Starlink in der Nähe der bulgarischen Hauptstadt Sofia sollen dem Oppositionsbündnis zufolge elf von 17 Antennen am 9. Oktober vorsätzlich in Brand gesetzt worden sein. Diese Antennen dienten zur Hauptverbindung zu SpaceX und würden im Ukraine-Krieg genutzt, so DB. Prowestliche Oppositionsparteien vermuten eine Verbindung zu Russland. Diese in sozialen Medien verbreiteten Bilder sollen den Brand der Anlage zeigen:

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Der Chef der bulgarischen Agentur für nationale Sicherheit DANS, Plamen Tontschew, geht bei dem Brand in der Starlink-Anlage bei Sofia von Sabotage aus. "Derartige Sabotage-Akte sind auch in Zukunft nicht ausgeschlossen", warnte er im bulgarischen Parlament. Am 23. September war in einem Terminal von Starlink südlich von Warschau ebenfalls ein Brand ausgebrochen. Am Dienstag wurden in Nürtingen bei Stuttgart zwei mutmaßliche Saboteure festgenommen, die den Anschlag verübt haben sollen. Die Regierung in Warschau vermutet russische Geheimdienste hinter der Tat. Die Ukraine meldete zuletzt Ausfälle des Starlink-Systems, das wichtig für die Verteidigung des Landes ist.

Unbekannter erschießt fünf ukrainische Soldaten

Fünf ukrainische Soldaten sind nach Behördenangaben hinter der Front bei Charkiw von einem Unbekannten erschossen worden. Nach dem Täter werde gefahndet, teilte die Generalstaatsanwaltschaft der Ukraine mit. Ermittelt werde in mehrere Richtungen. Insbesondere werde geprüft, ob der Schütze zu einem Aufklärungs- und Sabotagetrupp der russischen Armee gehören könnte.

Die Tat ereignete sich demnach am Dienstag in einem Wohnhaus im Landkreis Charkiw im Osten des Landes. Der Täter habe das Feuer auf die Soldaten eröffnet; sie seien ihren Verletzungen erlegen. Zu anderen möglichen Motiven der Tat wurden keine Angaben gemacht. Die Ukraine wehrt seit mehr als viereinhalb Jahren eine großangelegte russische Invasion ab

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EU überweist Kiew Milliardensumme für Drohnen und Raketen

Die EU hat der Ukraine 2,86 Milliarden Euro für den Kauf von Drohnen, Luftverteidigungssystemen und Raketen überwiesen. "Diese Mittel werden der Ukraine helfen, ihren dringenden Bedarf auf dem Schlachtfeld zu decken und ihre Verteidigungsfähigkeit gegen den russischen Angriffskrieg zu stärken", sagte ein Sprecher der EU-Kommission in Brüssel. Das Geld sei konkret für die Beschaffung von Rüstungsgütern von ukrainischen Unternehmen vorgesehen.

Zu den Spekulationen, dass das US-Unternehmen Starlink auf Wunsch von US-Präsident Donald Trump die Leistung des von den ukrainischen Streitkräften intensiv genutzten Satelliteninternetsystems gedrosselt haben könnte, um Druck auf den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj auszuüben, wollte sich die Kommission nicht äußern.

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