Ukraine-Krieg: Verletzte nach Drohnenangriffen auf russische Busse
Ukraine - US-Präsident Donald Trump (80) empfängt am Dienstag den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj (48) im Weißen Haus. Dabei geht es um die aktuelle Lage in dem mehr als vierjährigen russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine. Die Beziehungen zwischen Trump und Selenskyj hatten sich in den vergangenen Monaten deutlich verbessert. Der US-Präsident lobte den Ukrainer als "mutig". Trump unterstützte zudem verschärfte Sanktionen der G7-Gruppe gegen Russland. Im Februar 2025 hatte Trump Selenskyj bei einem Treffen im Weißen Haus noch öffentlich gedemütigt. Trump warf dem ukrainischen Staatschef damals vor, er führe einen aussichtslosen Kampf und habe keine Karten in der Hand. Alle relevanten Informationen zum Geschehen in der Ukraine und Russland gibt es hier im TAG24-Newsticker. 28. Juli, 13.14 Uhr: Polen: Erheben keine Gebietsansprüche gegen die Ukraine Polen hat die Behauptung von Kremlchef Wladimir Putin (73) dementiert, wonach es Teile der Westukraine für sich beansprucht. "Polen hat keine territorialen Ansprüche gegenüber der Ukraine erhoben, erhebt derzeit keine und beabsichtigt auch in Zukunft nicht, solche geltend zu machen", erklärte das Außenministerium in Warschau. Vielmehr erkenne Polen die territoriale Integrität und Souveränität der Ukraine in ihren gesetzlich festgelegten, international anerkannten Grenzen uneingeschränkt an, heißt es in der Mitteilung weiter. "Die Andeutungen Moskaus über angebliche Pläne zur Annexion westlicher Gebiete der Ukraine, unter anderem durch Polen, stellen einen primitiven Versuch der Desinformation dar." Bei einem Treffen mit Marinesoldaten zum russischen Tag der Flotte hatte Putin einmal mehr seine Sichtweise auf die Ukraine und ihre Geschichte geäußert. Das Land sei politisch durch den Strom Dnipro geteilt. "Die linksufrige (östliche) Ukraine galt immer nicht nur als nach Russland orientiert, sondern als Teil Russlands", sagte er nach Kremlangaben in St. Petersburg. 28. Juli, 12.04 Uhr: Verletzte nach Drohnenangriffen auf russische Busse Bei ukrainischen Drohnenangriffen auf zwei Busse sind nach russischen Angaben insgesamt 24 Menschen verletzt worden. In der Grenzstadt Schebekino sei eine Drohne in einen Linienbus eingeschlagen, teilte der amtierende Gouverneur der westrussischen Region Belgorod, Alexander Schuwajew, mit. 19 Menschen seien verletzt worden, sechs davon schwer. Eine zweite Attacke wird aus den von russischen Truppen besetzten Gebieten in der Ukraine gemeldet. In der Stadt Horliwka unweit von Donezk habe eine ukrainische Drohne fünf Personen verletzt, als sie in einen Bus eingeschlagen sei, teilte Horliwkas Bürgermeister Iwan Prichodjko mit. 28. Juli, 8.47 Uhr: Drohnen treffen Wohnhaus und Recyclinganlage bei Moskau Die Ukraine hat nach russischen Angaben bei einem großen Drohnenangriff auf Moskau im Umland der Hauptstadt schwere Schäden angerichtet. Eine Drohne sei in einem Wohnblock eingeschlagen, teilte der Gouverneur des Moskauer Umlands, Andrej Worobjow (56), mit. "Außerdem sind durch eine abgestürzte Drohne Reifen auf einer Freifläche in Brand geraten", schrieb er auf Telegram. Nach Behördenangaben trafen die Drohnen dabei eine Recyclinganlage, in der die Reifen zu Gummischrot verarbeitet werden. Bilder deuten auf einen Großbrand hin. Medienberichten zufolge traf es zudem erneut eine Lagerhalle. In der Ortschaft Koledino südlich von Moskau brennt demnach das Lager der Logistikfirma 3PL. In unmittelbarer Nähe befindet sich ein Lager des Online-Großhändlers Wildberries, der in den vergangenen Tagen schon mehrfach zum Ziel ukrainischer Angriffe wurde 28. Juli, 6.20 Uhr: Netanjahu und Selenskyj zu Besuch bei Trump Der kürzlich gestorbene US-Senator Lindsey Graham (†71) war einer der wichtigsten Unterstützer Israels und der Ukraine in Washington. Nun findet in der US-Hauptstadt eine Trauerfeier für den Republikaner statt, zu der neben Israels Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu (76) ukrainischen und US-amerikanischen Medienberichten zufolge auch der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj (48) erwartet wird. Für beide ist der Besuch nicht zuletzt auch eine willkommene Gelegenheit, US-Präsident Donald Trump (80) zu treffen. 27. Juli, 18.24 Uhr: Verletzte nach ukrainischem Drohnenangriff auf der Krim Im Osten der von Russland annektierten Halbinsel Krim hat eine ukrainische Drohne nach Angaben der Besatzungsbehörden zehn Zivilisten verletzt. Die Drohne sei gegen 14 Uhr Ortszeit (13 Uhr MESZ) in ein fünfstöckiges Wohnhaus der Großstadt Kertsch eingeschlagen, teilte Olga Kurlajewa, die Beraterin des von Moskau eingesetzten Statthalters Sergej Aksjonow, mit. Ein Feuer sei in der dritten und vierten Etage ausgebrochen, unter den Verletzten sei auch ein Kind, schrieb sie bei Telegram. 27. Juli, 14.53 Uhr: Russland beschießt Schiffe in Mykolajiw Die russische Armee hat Schiffe im ukrainischen Schwarzmeerhafen Mykolajiw mit Drohnen angegriffen. Dabei sei ein Mensch getötet und mehrere verletzt worden, teilte die ukrainische Seehafenverwaltung mit. Es handele sich um Schiffe, die seit Beginn der russischen Invasion 2022 in Mykolajiw festgesteckt hätten. Das russische Verteidigungsministerium in Moskau sprach dagegen von zwei Schiffen, die für Lieferungen an die ukrainische Armee eingesetzt worden seien. Sie seien "im Moment des Entladens von Militärgütern" getroffen worden, hieß es in einer Mitteilung. Für diese Angaben gab es keine Belege. 27. Juli, 9.35 Uhr: Ukraine greift mit Drohnen an - Tote in Rostow Bei ihrer Abwehr der russischen Invasion hat die Ukraine das Hinterland des Gegners erneut mit Hunderten Kampfdrohnen angegriffen. Dabei kamen in der südrussischen Hafenstadt Rostow-am-Don zwei Zivilisten ums Leben, als eine Drohne in ein Hochhaus einschlug, wie Gouverneur Juri Sljussar mitteilte. Weitere fünf Menschen seien verletzt worden, schrieb er auf Telegram. Der Angriff galt vermutlich dem nahegelegenen Hafen der Stadt, über dem nach Augenzeugenberichten eine Rauchwolke aufstieg. 27. Juli, 9.34 Uhr: Russland berichtet von Angriffen gegen Hafen von Tschornomorsk Russland hat nach eigener Darstellung den ukrainischen Hafen Tschornomorsk in der Region Odessa angegriffen und dort erhebliche Schäden angerichtet. Wie das Verteidigungsministerium in Moskau nach Angaben der Staatsagentur Tass mitteilte, wurde im Hafen ein Container-Terminal mit Militärgütern angegriffen und beschädigt. Zudem sei bei dem Angriff mit Präzisionswaffen und Drohnen ein Stückgutfrachter getroffen worden. 26. Juli, 19.18 Uhr: Selenskyj will Moskau mit Drohnenkrieg unter Druck setzen Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat zusammen mit seinen Militärs neue Ziele für Langstreckendrohnen festgelegt, um Russland die Fortsetzung des Kriegs zu erschweren. Hauptziel sei dabei, Russland zu einer diplomatischen Lösung des Konflikts zu drängen, berichtete Selenskyj nach der Kommandeurssitzung auf Facebook. "Wir haben der russischen Führung alle notwendigen Vorschläge unterbreitet, um den Krieg mit einem ehrenvollen Frieden zu beenden", schrieb Selenskyj. Die Partner Kiews seien informiert. Nunmehr trage das ukrainische Vorgehen aus seiner Sicht dazu bei, "die Voraussetzungen für echte Diplomatie zu schaffen". Selenskyj hob die Wirksamkeit und erhöhte Schlagdistanz der neuen ukrainischen Drohnen hervor. "Die Reichweite der Angriffe beträgt bereits mehr als 3000 Kilometer, und wir bauen unsere Fähigkeiten, über größere Entfernungen zu agieren, weiter aus", betonte Selenskyj. 26. Juli, 17.38 Uhr: Tote und Verletzte bei russischem Angriff auf Supermarkt Bei einem russischen Drohnenangriff auf einen Supermarkt in der ukrainischen Stadt Tschernihiw nördlich von Kiew sind mindestens zwei Menschen ums Leben gekommen. Eines der Todesopfer sei ein 10-Jähriger, teilte der örtliche Militärverwalter Dmytro Bryschynskyj auf Telegram mit. Weitere 13 Besucher des Supermarkts seien bei dem Einschlag der Kampfdrohne verletzt worden. 26. Juli, 17.36 Uhr: Rumänien schießt weitere Drohnen im eigenen Luftraum ab Die rumänische Luftwaffe hat weitere fremde Drohnen im eigenen Luftraum abgeschossen. Nachdem der Pilot eines rumänischen F-16-Kampfjets am Freitag ein derartiges Fluggerät im Osten des Landes mit einer Rakete eliminiert hatte, kam es am Samstag und am Sonntagmorgen zu weiteren Abschüssen von Drohnen, die in rumänisches Hoheitsgebiet eingedrungen waren. Das teilte das rumänische Verteidigungsministerium auf seiner Webseite mit. Erste Anzeichen deuten auf eine russische Herkunft der Flugobjekte hin. In allen Fällen seien die Einsätze über unbewohntem Gebiet erfolgt, so dass für die Bevölkerung am Boden keine Gefahr bestanden habe, hieß es in der Mitteilung des Ministeriums. Am Samstag sei eine fremde Drohne in Sfantu Gheorghe am Schwarzen Meer, am Sonntagmorgen eine weitere nahe Sulina nahe der Grenze zur Ukraine im Donaudelta abgeschossen worden. 26. Juli, 12.27 Uhr: Tote, Verletzte, Schäden – Moskaus Angriffe in der Ukraine Russland hat die Ukraine in der Nacht erneut massiv mit Angriffen aus der Luft überzogen. In der ostukrainischen Großstadt Charkiw wurde eine 40 Jahre alte Frau bei einer Attacke getötet, wie der Gouverneur der Region, Oleh Synjehubow, auf Telegram mitteilte. Verletzt wurden demnach neun Menschen, darunter auch ein zehnjähriger Junge. In der Hauptstadt Kiew wurden Bürgermeister Vitali Klitschko zufolge mindestens drei Menschen verletzt. Der ukrainische Zivilschutz teilte am Morgen mit, dass es Feuer in drei Stadtteilen infolge russischen Beschusses gegeben habe, die alle gelöscht worden seien. Demnach brannten ein Lagerhaus, elf Fahrzeuge, ein vierstöckiges Gebäude und ein Nichtwohngebäude. 26. Juli, 8.32 Uhr: CSU fordert Abkommen für Drohnen mit Kiew Vor der Klausurtagung der CSU-Landesgruppe fordert ihr Vorsitzender Alexander Hoffmann (51) ein offizielles Rüstungsabkommen mit Kiew, um die Bundeswehr mithilfe ukrainischer Drohnentechnologie aufzurüsten. "Wir sind der Auffassung, es braucht eine Unterstützungsdividende von der Ukraine", sagte Hoffmann der "Bild am Sonntag". Deutschland werde die Hilfe "unter allen Umständen fortsetzen". Gleichzeitig habe Kiew damit "wirklich herausragende Fähigkeiten entwickelt - im Bereich Drohnen, Drohnenabwehr und Marschflugkörper". 25. Juli, 21.51 Uhr: Selenskyj rechnet mit weiteren Nordkoreanern auf Seiten Russlands Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj erwartet, dass Nordkorea Russland im Krieg gegen die Ukraine mit weiteren Truppen und schweren Waffen unterstützen wird. Unter anderem bereite sich Russland vor, weitere 30.000 nordkoreanische Soldaten in der Region Woronesch unterzubringen. 25. Juli, 21.48 Uhr: Sacharowa kritisiert Angriffe Kiews auf russische Zivilisten Die russische Außenamtssprecherin Maria Sacharowa hat die jüngsten ukrainischen Angriffe gegen verschiedene Ziele in Russland scharf verurteilt. "Kiew erleidet gerade eine militärische Niederlage und ist nicht in der Lage, den Kampfverlauf zu wenden, daher tobt es sich an der Zivilbevölkerung aus", wurde sie von der Staatsagentur Tass zitiert. Sowohl der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj als auch "seine westlichen Drahtzieher" sollten wissen, dass sie "für jedes Verbrechen schwer bezahlen" würden. Sacharowa, die für ihre scharfe Rhetorik bekannt ist, sprach vor allem die jüngsten ukrainischen Angriffe in Kirow und in der von Moskau kontrollierten Region Saporischschja an. Ukrainische Kampfdrohnen hatten in der Nacht zum Freitag einen Rüstungskonzern in Kirow getroffen. 25. Juli, 16.51 Uhr: Festnahme nach tödlichem Angriff auf Kiewer Umland Nach dem tödlichen russischen Angriff auf eine Veranstaltung mit einer geplanten Waffenausstellung im Kiewer Umland ist in der Ukraine nach Behördenangaben der Hauptorganisator festgenommen worden. Ihm sei mitgeteilt worden, dass er der Fahrlässigkeit im Amt, die zum Tod von Menschen geführt habe, verdächtigt werde, erklärte der ukrainische Generalstaatsanwalt Ruslan Krawtschenko bei Telegram. Hinter dem Angriff stecke Russland, sagte Krawtschenko. Es würden aber Umstände geprüft, die das Ausmaß der Tragödie vergrößert haben könnten. Am Freitagmittag waren bei einem russischen Raketenangriff westlich von Kiew zehn Menschen getötet und etwa 100 verletzt worden. 25. Juli, 14.56 Uhr: Tote und Verletzte nach russischen Angriff in Saporischschja Bei einem russischen Angriff auf die Großstadt Saporischschja ist mindestens eine Frau getötet worden. Mindestens elf weitere Menschen seien verletzt worden, teilte Gouverneur Iwan Fedorow mit. Unter den Verletzten sind demnach auch drei Kinder im Alter von drei, fünf und sieben Jahren. Fedorow veröffentlichte Fotos, die massive Zerstörungen von Häusern zeigen. Russland überzieht die Ukraine seit mehr als vier Jahren mit einem zerstörerischen Angriffskrieg. 25. Juli, 13.28 Uhr: Tote nach ukrainischen Angriffen Bei ukrainischen Drohnenangriffen sind nach Angaben der Besatzungsbehörden im russisch besetzten Teil des südukrainischen Gebiets Saporischschja mindestens acht Menschen getötet worden. Weitere 14 seien verletzt worden, teilte der von Moskau eingesetzte Verwaltungschef Jewgeni Balizki mit. Unter den Opfern seien auch Minderjährige. Der Angriff in der Nacht traf demnach eine touristische Einrichtung in der Siedlung Kyryliwka im Kreis Melitopol. Die Angaben sind unabhängig nicht überprüfbar. 25. Juli, 8.18 Uhr: Österreich - "Turbo-Beitritt auf Antrag" für Ukraine in EU geht nicht Österreich hat sich gegen einen schnellen Beitritt der Ukraine in die Europäische Union ausgesprochen. Europaministerin Claudia Bauer von der konservativen ÖVP übte dabei auch Kritik an Präsident Wolodymyr Selenskyj. "Der ukrainische Präsident ist meinem Eindruck nach in den letzten Monaten häufiger dadurch aufgefallen, dass er der EU am liebsten ein Beitrittsdatum diktieren möchte", sagte Bauer der "Welt am Sonntag". "Ein Turbo-Beitritt auf Antrag - das geht natürlich nicht." 25. Juli, 8.16 Uhr: Tote nach russischem Drohnenschlag auf Sumy Bei russischen Drohnenangriffen sind in der nordostukrainischen Stadt Sumy mindestens zwei Männer getötet worden. Drei weitere seien verletzt worden, teilte der geschäftsführende Bürgermeister der Großstadt, Artem Kobsar, bei Telegram mit. Bei den Angriffen seien eine Tankstelle, das Dach eines Mehrfamilienwohnhauses und ein nicht genanntes Infrastrukturobjekt beschädigt worden. Russische Truppen sind etwa 20 Kilometer von Sumy entfernt.