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Ukraine-Krieg: Wadephul bestellt Chinas Botschafter ein

Welt

Newsblog zum Krieg in der Ukraine Auswärtiges Amt bestellt Chinas Botschafter ein Aktualisiert am 03.07.2026 - 16:21 UhrLesedauer: 26 Min. Jetzt neu bei t-online: Schriftgröße anpassen! Die Nato will die Ukraine langfristig unterstützen. Deutschland reagiert auf Berichte, wonach China russische Truppen trainiert. Alle Entwicklungen im Newsblog. Freitag, 3. Juli Bundesregierung zitiert Chinas Botschafter ins Außenamt Die Bundesregierung reagiert auf Hinweise, wonach Chinas Armee aktiv russische Soldaten ausbildet. Nach Informationen des "Spiegel" bestellte das Auswärtige Amt von Außenminister Johann Wadephul (CDU) Chinas Botschafter in Berlin ein. Chinas offene Unterstützung sei "sehr besorgniserregend, denn grundsätzlich gilt das, was wir schon häufig klar gesagt haben: Russland ist die größte Bedrohung unserer euro-atlantischen Sicherheit", zitierte das Magazin einen Insider. Im Angriffskrieg des russischen Staatschefs Wladimir Putin gegen die Ukraine ist China offiziell neutral. Doch ist bekannt, dass die Volksrepublik Russland durch die Lieferung sensibler Güter für Putins Rüstungsindustrie unterstützt. Bei seinem Treffen mit US-Präsident Donald Trump im Mai soll Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping aber angedeutet haben, dass Putin seinen Krieg in der Ukraine noch bereuen werde. Die Bundesregierung mache in allen Gesprächen mit der chinesischen Seite sehr deutlich, "wie stark uns Chinas Unterstützung für Russland besorgt", sagte Wadephul. So habe auch Kanzler Merz bei seinem Besuch in China im Februar das Thema gegenüber dem chinesischen Staats- und Parteichef Xi Jinping angesprochen. Auch bespreche man das Thema intensiv mit den europäischen Partnern. Die Bitte um ein dringliches Gespräch ist ein Mittel des deutlichen diplomatischen Protests, aber noch keine formelle Einbestellung. Russland plant wohl Kerosin-Einkäufe in Japan Die ukrainischen Angriffe auf die Energieinfrastruktur machen Russland immer mehr zu schaffen. Wegen Knappheiten soll Kerosin aus Japan importiert werden, sagten drei mit der Angelegenheit vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters. Demnach sollen mindestens 200.000 Barrel (je 159 Liter) Kerosin in der ersten Julihälfte im japanischen Chiba verladen und zunächst nach Südkorea verschifft werden. An dem komplexen Geschäft seien mehrere Händler beteiligt, sagten die Insider. Damit reagiert Russland offenbar auf eine schwere Treibstoffkrise als Folge von ukrainischen Drohnenangriffen auf russische Ölraffinerien und Depots. Die Regierung in Moskau hat bereits Beschränkungen für den Kauf von Treibstoff verhängt, während Landwirte warnten, die Ernte sei gefährdet. Die Schwarzmeer-Hafenstadt Noworossijsk hat unterdessen den Benzinverkauf an Privatpersonen ausgesetzt. Die Behörden in Noworossijsk, dem größten russischen Öl-Exporthafen am Schwarzen Meer, teilten mit, dass Benzin nur noch über Tankkarten an städtische Dienste und Unternehmen ausgegeben werde. Die ökonomische Reaktion auf die Energieprobleme führt auch zu einem Richtungsstreit im Umfeld des russischen Staatschefs Wladimir Putin. Nato-Staaten einigen sich auf Ukraine-Hilfe Die Ukraine soll beim Nato-Gipfel in Ankara ein neues Versprechen für milliardenschwere Militärhilfen bekommen. Darauf verständigten sich Vertreter der 32 Bündnisstaaten wenige Tage vor dem Spitzentreffen in Brüssel in den abschließenden Beratungen über die geplante Gipfelerklärung,. Italiens Regierungschefin Giorgia Meloni hatte zuvor eine langfristige Festschreibung der Hilfen bis 2027 blockiert. Nun stimmte die Allianz darin überein, die Ukraine in ihre Verteidigungskrieg gegen Russland in den kommenden beiden Jahren mit je 70 Milliarden Euro zu unterstützen. Davon trägt die EU jährlich 30 Milliarden Euro. Die Staats- und Regierungschefs der Nato-Staaten treffen sich am 7. und 8. Juli in Ankara. "Konfliktzone Ostsee": USA warnen Polen vor möglicher Provokation Putins Polen steht im Fokus von Russlands Staatschef Putin. Nun warnen die USA vor gezielten Provokationen. Die Nato ist alarmiert. Lesen Sie den ganzen Artikel hier. Ukrainische Angriffe setzen 13 russische Kraftwerke außer Betrieb Die Ukraine hat nach eigenen Angaben innerhalb von 48 Stunden zwölf Umspannwerke und eine Gasverteilungsstation in russisch besetzten Gebieten lahmgelegt. Die Operation der Streitkräfte für unbemannte Systeme (USF) griff Energieanlagen auf der besetzten Krim sowie in Teilen der ebenfalls von Russland besetzten Gebiete Donezk, Luhansk und Saporischschja, so der USF-Kommandeur Robert "Magyar" Browdi laut "Kyiv Independent". Zehn der durch die Operation ausgeschalteten Kraftwerke standen demnach auf der Krim. Die Operation ist Teil einer ukrainischen Kampagne, die darauf abzielt, die Halbinsel vom russischen Festland zu isolieren und so wichtige militärische Nachschubwege abzuschneiden. Übergeordnetes Ziel ist, Russland zum Kriegsende zu zwingen. "Was für eine mondhelle, sternenklare Nacht… Moskau wird fallen", zitiert "Kyiv Independent" Browdi. Zahl der Todesopfer nach Großangriff auf Kiew gestiegen Nach dem schweren russischen Luftangriff auf die ukrainische Hauptstadt Kiew am Donnerstag ist die Zahl der Todesopfer auf mindestens 30 gestiegen. Drei weitere Leichen seien aus den Trümmern geborgen worden, teilt der ukrainische Katastrophenschutz mit. Zudem wurden den Behörden zufolge mehr als 90 Menschen verletzt. Laut dem Leiter der Kiewer Militärverwaltung, Tymur Tkatschenko, suchen Rettungskräfte in den Trümmern weiter nach Vermissten, weshalb die Opferzahl noch steigen könnte. Russland hatte in den frühen Morgenstunden am Donnerstag Hunderte Drohnen und Dutzende Raketen auf Kiew abgefeuert. Dabei wurden rund 130 Gebäude beschädigt. Es war der folgenschwerste Angriff auf die ukrainische Hauptstadt in diesem Jahr. Loading... Loading... Loading... Selenskyj kritisiert Partner: Hätten Leben retten können Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat beklagt, dass westliche Partner Absprachen zur Lieferung von Abwehrraketen nicht eingehalten hätten. So habe es mit Norwegen ein Abkommen gegeben, 200 Raketen zu schicken. "Nicht eine ist bisher angekommen", sagte Selenskyj laut dem Rechercheportal "Meduza" am Donnerstag. Zuvor hatte es schwere russische Raketen- und Drohnenangriffe auf die Stadt Kiew gegeben. "Hätten unsere Partner das, was sie versprochen hatten, rechtzeitig geliefert, hätten wir meiner Meinung nach mehr Häuser und – ich sage es ganz offen – auch Menschenleben retten können", sagte Selenskyj Russland senkt den Standard für Benzin Russland wird Ölraffinerien im ganzen Land gestatten, Kraftstoffprodukte herzustellen, die den weniger strengen Euro-3-Normen entsprechen. Dies geht aus einem am 2. Juli veröffentlichten Regierungserlass des Kremls hervor.

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