Ukraine-Krieg: Wohl erster Kampfeinsatz von selbst entwickelter FP-7-Rakete
Newsblog zum Krieg in der Ukraine
Selenskyj: Erster Kampfeinsatz von selbst entwickelter Rakete
Die Entwicklung der FP-7-Rakete ist offenbar weit fortgeschritten. Russische Drohnen richten massive Schäden in Kiew an. Alle Entwicklungen im Newsblog.
Donnerstag, 1. Oktober
Selenskyj: Erster Kampfeinsatz von selbst entwickelter Rakete
Die Ukraine hat nach Angaben von Präsident Wolodymyr Selenskyj erstmals ihre neue ballistische Rakete vom Typ FP-7 im Kampf eingesetzt. "Ukrainische taktische ballistische Rakete FP-7. Erster Kampfeinsatz", schrieb Selenskyj am Abend auf Telegram. "Danke für das Ergebnis. Als Nächstes: die Produktion." Wo oder gegen welches Ziel die Rakete eingesetzt wurde, teilte er nicht mit.
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Russland setzt häufig ballistische Raketen bei Angriffen auf ukrainische Ziele ein. Militäranalysten zufolge hat die FP-7 eine Reichweite von etwa 200 Kilometern. Die Rakete wird vom Hersteller Fire Point auch als Abfangrakete für das europäische Raketenabwehrprogramm Freyja entwickelt. Mehr dazu lesen Sie hier.
Bedrohliche Rhetorik: Das steckt hinter Moskaus Atomdrohung an die Nato
Russland droht der Nato mit dem Einsatz von Atomwaffen. Ein tatsächlicher Angriff ist zwar unwahrscheinlich, aber nicht ausgeschlossen. Lesen Sie den ganzen Artikel hier.
Schweden droht Russland: "Ein Angriff muss teuer werden"
Die Nato-Staaten nehmen die Bedrohung durch Russland zunehmend ernst. Schweden kündigt nun eine neue Luftwaffenstrategie an. Lesen Sie den ganzen Artikel hier.
Drohne trifft Atomforschungsanlage in Kiew
Eine russische Drohne hat nach ukrainischen Angaben das Gelände einer Atomforschungsanlage in Kiew getroffen und dabei einen Brand ausgelöst. Bei dem Angriff am Mittwoch habe es keine Verletzten gegeben, der Brand sei zudem gelöscht worden, teilte die ukrainische Atomaufsichtsbehörde am Donnerstag mit. Der kleine Reaktor, der seit 2022 außer Betrieb ist, sei nicht beschädigt, und es sei keine erhöhte Radioaktivität festgestellt worden.
Die ukrainische Atomaufsichtsbehörde teilte nicht mit, wo die Drohne einschlug und veröffentlichte kein Bildmaterial des Angriffs. Der Forschungsreaktor hat eine Leistungskapazität von rund zehn Megawatt, etwa einem Hundertstel der Erzeugungskapazität eines konventionellen Atomreaktors. Weder Moskau noch die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) äußerten sich zunächst zu dem Vorfall.
Mehrere Atomstandorte in der Ukraine sind seit Beginn des russischen Angriffskrieges im Februar 2022 unter Beschuss geraten. Das hat die Angst vor einem Atomunfall verstärkt. In der Ukraine gibt es vier Atomkraftwerke, darunter das größte Europas in Saporischschja. Das Akw wurde 2022 von russischen Truppen besetzt.
Klitschko: Russische Drohnen treffen wichtige Brücke in Kiew
Zwei russische Drohnen haben nach Angaben von Kiews Bürgermeister Vitali Klitschko eine wichtige Brücke in der ukrainischen Hauptstadt getroffen. Die Drohnen hätten den Stützbereich der Südbrücke getroffen, erklärte Klitschko bei Telegram.
Der U-Bahn-Verkehr und öffentliche Nahverkehr über die Brücke sei eingestellt worden, fuhr Klitschko fort. Ingenieure untersuchten den Zustand der Brücke. Die Südbrücke verbindet den Westen und den Osten Kiews. Auf Telegram veröffentlichte Aufnahmen zeigen eine Explosion in der Nähe einer der Pfeiler der Schrägseilbrücke, über die sowohl Straßenverkehr verläuft als auch Züge der Kiewer U-Bahn fahren. Eine dicke schwarze Rauchwolke ist zu sehen, die von der Brücke in die Luft aufsteigt.
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Russland hat seine Drohnen- und Raketenangriffe auf Kiew in den vergangenen Monaten verstärkt. Moskau setzt verstärkt neuartige Drohnen ein, die schneller fliegen und schwieriger abzufangen sind. Ein Berater des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj erklärte am Mittwoch, Russland habe begonnen, eine Drohne mit Jetantrieb einzusetzen, um Strommasten und Stahlbrückenkonstruktionen zu beschädigen. Russland erklärte seinerseits, es habe die Energieinfrastruktur der Ukraine ins Visier genommen.
Russischer Luftangriff zerstört Schule
Bei einem Drohnenangriff der russischen Streitkräfte ist am Donnerstag eine Schule in Kiew getroffen worden. Der dritte Stock des Gebäudes brannte nach Angaben der Kiewer Stadtverwaltung komplett aus. Die Schüler hätten sich zum Zeitpunkt des Angriffs in einem Schutzraum.
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Seit Wochen hat die Armee des russischen Staatschefs Wladimir Putin die Luftangriffe auf Kiew und andere Städte in der Ukraine. Allein im September attackierte Putins Armee laut westlichen Angaben die Ukraine mit rund 2.000 Jet-Drohnen, verglichen mit 350 im Monat Juni.
Die Ukraine dringt seit Wochen auf die Lieferung neuer Luftabwehrraketen vom Typ "Patriot". Nach einem Bericht der Zeitung "Wall Street Journal" ist zudem die Hälfte der ukrainischen F-16-Flotte außer Gefecht. Ursache sei unter anderem verzögerte Wartungsarbeiten eines belgischen Dienstleisters.
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Mittwoch, 30. September
Ukraine plant vierte Phase der "Operation Vivaldi"
Die Ukraine bereitet die vierte Phase der "Operation Vivaldi" vor – ihrer Gegenoffensive im Gebiet um Lyman in der Region Donezk. Nach ukrainischer Darstellung hat die Operation das russische Kriegsziel, den gesamten Donbass zu erobern, bislang erheblich gestört.
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