DAX +1,75 % 26.039,68 Pkt 18:00:00 MDAX +0,99 % 30.798,65 Pkt 18:00:00 Euro Stoxx 50 +0,64 % 6.207,07 Pkt 18:00:00 Dow Jones -0,07 % 52.342,56 Pkt 21:33:51 S&P 500 -0,03 % 7.720,39 Pkt 21:32:46 Nasdaq -1,11 % 26.184,73 Pkt 22:15:59 Nikkei +1,10 % 64.659,47 Pkt 07:45:03 Gold -0,38 % 4.036,20 USD 23:51:28 Silber -2,50 % 52,12 USD 23:51:32 Brent -3,27 % 111,55 USD 23:46:02 WTI +0,10 % 102,88 USD 23:51:35 Bitcoin -3,08 % 78.764,46 USD 00:01:39 EUR/USD +0,59 % 1,11960 USD 00:01:43 EUR/GBP -0,02 % 0,83590 GBP 00:01:44 EUR/CHF -0,17 % 0,92070 CHF 00:01:44 EUR/JPY +0,39 % 176,476 JPY 00:01:45

Ukraine-Krieg: Yandex-Bot-Traffic bricht nach Drohnenangriffen ein

Welt

Newsblog zum Krieg in der Ukraine

Nach Angriffen auf Yandex: Datenverkehr in Russland bricht ein

Die Angriffe auf ein Yandex-Rechenzentrum in Russland haben Folgen. Trump verkündet eine teilweise Waffenruhe, die weder die Ukraine noch Russland bestätigen. Alle Entwicklungen im Newsblog.

Montag, 12. Oktober

Nach Drohnenangriffen: Yandex-Bot-Traffic bricht massiv ein

Nach ukrainischen Drohnenangriffen auf mehrere Rechenzentren des russischen Technologiekonzerns Yandex ist der automatisierte Datenverkehr aus dessen Netzwerk zeitweise nahezu vollständig eingebrochen. Das zeigen Messungen des US-Internetdienstleisters Cloudflare. Wie das Fachportal "Tom's Hardware" berichtet, sank die Zahl der automatisierten HTTP-Anfragen zeitweise auf rund 0,4 Prozent des höchsten Werts der vorangegangenen zwei Wochen.

Der Rückgang begann nach dem Angriff auf das Yandex-Rechenzentrum in Sasowo am 8. Oktober. Anschließend wurden auch Anlagen in Kaluga und Wladimir getroffen. Die Angriffe führten zu erheblichen Störungen bei Cloud-Diensten des Konzerns.

Allerdings lässt sich aus den Daten nicht schließen, dass russische Propaganda-Bots ausgefallen sind. Erfasst werden auch automatisierte Zugriffe von Suchmaschinen, die Webseiten durchsuchen und indexieren. Welche Dienste genau betroffen sind, geht aus den Messungen nicht hervor. Welche Folgen die Angriffe auch langfristig für Russland haben könnte, lesen Sie hier.

Trump verkündet Waffenruhe – Russen greifen an

Kurz nach der überraschenden Ankündigung von US-Präsident Donald Trump, dass im Ukraine-Krieg alle Angriffe auf Energieanlagen sofort gestoppt werden, hat die Führung in Kiew dem Angreifer Russland einen Verstoß vorgeworfen. Die ukrainische Regierung beschuldigte das russische Militär, seine Attacken auf das Nachbarland fortgesetzt und ein Heizkraftwerk schwer getroffen zu haben. Außenminister Andrij Sybiha warf dem Kreml einen klaren Verstoß gegen die begrenzte Feuerpause vor, die laut Trumps Ankündigung vom Sonntagnachmittag (MESZ) unmittelbar in Kraft treten und für beide Kriegsparteien gelten sollte. Hier lesen Sie mehr.

Behörden: Ein Toter nach ukrainischem Drohnenangriff in russischer Region Belgorod

Bei einem ukrainischen Drohnenangriff in der russischen Grenzregion Belgorod ist laut den örtlichen Behörden ein Mensch ums Leben gekommen. Die Drohne habe ein Auto auf einer Straße nahe der Grenze getroffen, teilt die regionale Einsatzzentrale mit. Zudem wurde im von Russland kontrollierten Teil der ostukrainischen Region Donezk nach Angaben der dortigen prorussischen Verwaltung eine weitere Person bei einem ukrainischen Angriff getötet.

Kallas warnt vor Ölkatastrophe durch russische Schattenflotte

Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas hat vor einer drohenden Ölkatastrophe an den europäischen Küsten durch die sogenannte russische Schattenflotte gewarnt. Die Schiffe seien "ökologische Zeitbomben", da sie oft alt, schlecht gewartet und unzureichend versichert seien, sagte Kallas einem Vorabbericht des Redaktionsnetzwerks Deutschland (RND) vom Montag zufolge. "Die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass die nächste große Ölkatastrophe an unseren Küsten von der Schattenflotte ausgehen wird", so Kallas. Die Flotte diene zudem der Finanzierung des russischen Krieges gegen die Ukraine und sei in der Vergangenheit als Ausgangspunkt für hybride Angriffe genutzt worden.

Die Europäische Union (EU) hat im Kampf gegen die sogenannte russische Schattenflotte Kallas zufolge in den vergangenen Monaten sechs Inspektionen vorgenommen. Jeder dieser Einsätze an Bord koste Russland Zeit und Geld, erklärte die Chefdiplomatin. Der größte Druck auf Moskau entstehe jedoch durch diplomatische Maßnahmen, erklärte sie weiter. So hätten afrikanische Länder auf Bitte der EU Hunderte Schiffe aus ihren Registern gestrichen. "Der Verlust der Flagge macht einen Tanker anfälliger für Inspektionen und Festsetzungen und führt dazu, dass Behörden, Versicherer, Banken und Händler zögern, mit ihm Geschäfte zu tätigen", so Kallas. Bislang habe die EU rund 670 Schiffe mit Sanktionen belegt. Die EU hatte ihre Marine-Mission "Irini" vor drei Monaten auf die Bekämpfung der russischen Schattenflotte ausgeweitet.

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