Ukraine-Krieg: Yandex-Rechenzentrum in Russland von Drohnen getroffen
Newsblog zum Krieg in der Ukraine
Ukraine trifft russisches Rechenzentrum
Moldau will seine Grenzen vor Drohnen schützen. Die Ukraine trifft ein russisches Rechenzentrum. Alle Entwicklungen im Newsblog.
Donnerstag, 8. Oktober
Drohnen treffen großes Yandex-Rechenzentrum in Russland
Drohnen haben in der Nacht ein großes Rechenzentrum des russischen Technologiekonzerns Yandex in der Region Rjasan getroffen. Nach Angaben des Unternehmens brach ein Feuer aus, der Betrieb des Standorts wurde vollständig eingestellt. Yandex Cloud meldete Probleme mit der Stromversorgung und arbeitet nach eigenen Angaben daran, betroffene Dienste wiederherzustellen.
Empfohlener externer Inhalt
Wir benötigen Ihre Einwilligung, um den von unserer Redaktion eingebundenen X -Inhalt anzuzeigen. Sie können diesen (und damit auch alle weiteren X -Inhalte auf t-online.de) mit einem Klick anzeigen lassen und auch wieder deaktivieren.
X-Inhalte immer anzeigen
Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unseren Datenschutzhinweisen.
Auch der Netzwerkbeobachter NetBlocks registrierte eine deutliche Störung im Yandex-Netzwerk. Der Konzern ist Russlands größtes Internetunternehmen und wird wegen seiner Suchmaschine und zahlreichen weiteren Online-Diensten häufig als russisches Pendant zu Google bezeichnet. Das betroffene Rechenzentrum liegt in Sassowo, rund 380 Kilometer südöstlich von Moskau. Auf demselben Industrieareal befindet sich der Maschinenbauer Sasta, dessen Werkzeugmaschinen auch für die russische Rüstungsindustrie von Bedeutung sind.
Empfohlener externer Inhalt
Wir benötigen Ihre Einwilligung, um den von unserer Redaktion eingebundenen X -Inhalt anzuzeigen. Sie können diesen (und damit auch alle weiteren X -Inhalte auf t-online.de) mit einem Klick anzeigen lassen und auch wieder deaktivieren.
X-Inhalte immer anzeigen
Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unseren Datenschutzhinweisen.
Moldau baut Bunker an Grenzübergängen
Angesichts einer wachsenden Zahl von Drohnenübergriffen rüstet die Republik Moldau ihre Grenzübergänge zur Ukraine auf. Innenministerin Daniella Misail-Nichitin hat am Mittwoch angekündigt, Schutzbauten errichten zu lassen, in denen sich Grenzbeamte und die Zivilbevölkerung in der Nähe bei einem Drohnenangriff in Sicherheit bringen können. Allein im Jahr 2026 drangen russische Drohnen laut Präsidentin Maia Sandu bereits mehr als 45-mal in den moldauischen Luftraum ein.
Gleichzeitig zieht Moldau seine Grenzsoldaten teilweise von ukrainischem Boden ab. Die an den Stationen "Kryva" und "Palanka" auf ukrainischer Seite stationierten Beamten sollen künftig auf moldauisches Territorium verlegt werden. Am Übergang Palanka war zuletzt ein moldauischer Grenzbeamter durch den Einschlag einer Granate verletzt worden. Moldaus Verteidigungsministerium arbeitet unterdessen an Systemen zur Abwehr von Drohnen und Raketen und tauscht Luftlagedaten mit der Ukraine und Rumänien aus.
32 Tote nach russischen Angriffen
Bei einem der schwersten russischen Luftangriffe auf die Ukraine sind am Mittwoch nach ukrainischen Angaben mindestens 32 Menschen getötet und 100 weitere verletzt worden. Präsident Wolodymyr Selenskyj sprach von einem der "niederträchtigsten Angriffe". Die schwersten Verluste gab es in der Stadt Pryluky in der nördlichen Region Tschernihiw, wo eine russische Rakete ein fünfstöckiges Wohnhaus zerstörte. Regionalgouverneur Wjatscheslaw Tschaus zufolge starben dort 22 Menschen, darunter fünf Kinder.
Insgesamt feuerte Russland nach Angaben Selenskyjs in der Nacht 70 Raketen und Dutzende Schahed-Angriffsdrohnen auf die Ukraine ab.
Mittwoch, 7. Oktober
Sachsen-Anhalt: AfD und BSW wollen schnelle Sondersitzung – für Russland
AfD und BSW wollen im Landtag von Sachsen-Anhalt rasch ihren ersten gemeinsamen Antrag beschließen: Es geht um die Sanktionen gegen Russland. Lesen Sie den ganzen Artikel hier.
Russischer Dauerangriff fordert viele Opfer
Der in der Nacht begonnene russische Großangriff auf Städte der Ukraine hat nach Angaben des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj mindestens 25 Menschenleben gefordert, unter ihnen fünf Kinder. Die Gesamtzahl der Verletzten gab er mit mindestens 100 an. Bei den Angriffen hatte das russische Militär einen Waffenmix von Drohnen, ballistischen Raketen und Marschflugkörpern eingesetzt. Kremlchef Putin, der am Mittwoch seinen 74. Geburtstag feierte, habe sich dies zum Geschenk gemacht: "Die Ermordung von Kindern, die Ermordung von Menschen."
Allein in der Stadt Pryluky wurden mindestens 18 Menschen getötet und 55 weitere verletzt, wie Selenskyj mitteilte. Unter den Toten waren nach diesen Angaben auch vier Kinder, fünf Kinder wurden verletzt. In der Stadt etwa 120 Kilometer östlich von Kiew sei ein fünfstöckiger Wohnblock getroffen worden. Unter den Trümmern würden noch Verschüttete vermutet. Aus Krementschuk wurden 34 Verletzte nach einem russischen Drohnenangriff gemeldet. In der zentralen Oblast Kirowohrad starben zwei Menschen bei einem Angriff auf einen nicht näher beschriebenen Betrieb, wie die Behörden mitteilten. Drei Menschen seien dabei verletzt worden.
Das russische Militär hat zuletzt seine Angriffe auf Städte und Ballungszentren in der Ukraine verstärkt und nutzt Schwächen in der ukrainischen Abwehr aus. Die ukrainische Flugabwehr leidet unter Munitionsmangel vor allem bei Waffensystemen, mit denen sich ballistische Raketen bekämpfen lassen. Daneben setzt Russland neuartige Drohnen ein, gegen die die ukrainische Flugabwehr noch keine passende Abwehrstrategie entwickelt hat.
Zu Putins Geburtstag: Kiew rechnet Russlands Verluste vor
Für Wladimir Putin steht in der Ukraine viel auf dem Spiel. Zu seinem Geburtstag hat der ukrainische Generalstab neue Zahlen zu Russlands Verlusten veröffentlicht. Lesen Sie den ganzen Artikel hier.
Altkanzler in Russland: Schröder zeigt sich in Moskauer Supermarkt
Gerhard Schröder ist in Moskau erstmals öffentlich für seinen neuen Russland-Job aufgetreten. Der Altkanzler steht wegen seiner engen Beziehungen zu Wladimir Putin seit Jahren in der Kritik. Lesen Sie den ganzen Artikel hier.
Neue russische Angriffe auf Kiew
Nach der Warnung des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj vor einem neuen russischen Großangriff ist in der Nacht erneut die Hauptstadt Kiew attackiert worden. Das Portal "The Kyiv Independent" berichtete, Russland habe einen massiven Raketen- und Drohnenangriff auf die Hauptstadt begonnen. In den frühen Morgenstunden seien zahlreiche Explosionen in der Stadt zu hören gewesen, berichteten Reporter. "Eine Rakete nach der anderen schlägt ein. Soweit ich zählen kann, sind es mindestens 10 bis 12 Explosionen. In der Innenstadt ist es ziemlich laut", wurde einer der Reporter zitiert.
Loading...
Loading...
Loading...