Ukraine News aktuell | Anthropic: Russland benutzt unsere KI
Newsblog zum Krieg in der Ukraine
Anthropic: Russland benutzt unsere KI für Cyberattacken
Aktualisiert am 12.09.2026 - 04:14 UhrLesedauer: 23 Min.
Russland greift mithilfe der KI Claude an. Der polnische Regierungschef Tusk rechnet mit russischen Angriffen. Alle Entwicklungen im Newsblog.
Samstag, 12. September
Britischer Marschall: 500.000 russische Soldaten tot
Nach Angaben des britischen Militärgeheimdienstes sind in Wladimir Putins großangelegtem Krieg gegen die Ukraine eine halbe Million russischer Soldaten getötet worden. Marschall Rich Knighton, Chef der britischen Streitkräfte, sagte, die Gesamtzahl der Verluste Russlands, einschließlich der Verwundeten, werde seit Februar 2022 auf 1,5 Millionen Soldaten geschätzt.
Russland nutzt Claude-KI für Cyberattacken
Russland hat in den vergangenen Monaten die KI Claude bei Cyberangriffen gegen die Ukraine und Europa eingesetzt und dabei verschiedene Regierungsministerien sowie die WhatsApp-Konten hochrangiger Beamter ins Visier genommen. Das teilte Anthropic in einem Bericht vom 10. September mit.
„Die am häufigsten wiederkehrenden Ziele waren Mitglieder der ukrainischen Regierung, des Militärs und diplomatisches Personal. Der Akteur durchsuchte E-Mail-Dienste und Fernzugriffssysteme in mehr als zwei Dutzend ukrainischen Regierungsorganisationen", heißt es in dem Bericht.
Freitag, 11. September
Russen sollen Gefangene erschossen haben
Die Justiz der Ukraine ermittelt wegen der mutmaßlichen Tötung zweier ukrainischer Kriegsgefangener durch russische Soldaten. Der Fall solle sich Anfang September an der Front bei der ostukrainischen Stadt Dobropillja ereignet haben, teilte die Staatsanwaltschaft für das Gebiet Donezk auf Telegram mit. Die zwei Soldaten der ukrainischen Nationalgarde seien bei einem Kampfeinsatz von russischen Besatzungstruppen gefangen genommen worden. Dann sollen sie von den russischen Soldaten erschossen worden sein.
Ermittelt werde wegen eines möglichen Kriegsverbrechens. Die Behörde machte keine Angaben, woher ihre Informationen zu dem Fall stammen. Ein veröffentlichtes Foto legt nahe, dass es Drohnenaufnahmen gibt.
Es gibt immer wieder Berichte, dass die russische Armee ukrainische Gefangene tötet, die sich bereits ergeben haben. Die ukrainische Justiz geht nach früheren Zählungen mehr als 260 möglichen Verdachtsfällen nach. Die Ukraine verteidigt sich seit viereinhalb Jahren gegen eine russische Invasion.
Tote und Verletzte nach Angriffen auf Tankstellen in Kiew
Bei russischen Drohnenangriffen auf Tankstellen sind in der ukrainischen Hauptstadt Kiew mindestens zwei Menschen getötet worden. Sechs von acht Verletzten seien in Krankenhäuser gebracht worden, teilt Bürgermeister Vitali Klitschko bei Telegram mit. Tags zuvor hatte es den ersten direkten Angriff auf eine Tankstelle in der Millionenstadt gegeben. Zudem sei in der vergangenen Nacht eine Drohne in ein neunstöckiges Wohnhaus eingeschlagen, so Klitschko weiter. Dabei seien acht Menschen verletzt worden.
Ukrainische Angriffe in Süd- und Zentralrussland
Infolge ukrainischer Drohnenangriffe sind in der russischen Region Tula mindestens zwei Menschen getötet worden. Drei weitere seien verletzt worden, teilt der Gouverneur von Tula, Dmitri Miljajew, bei Telegram mit. Allein über dem südlich von Moskau gelegenen Gebiet seien 26 Drohnen abgeschossen worden.
Nach Behördenangaben wurden zudem Ziele im Gebiet Wolgograd, gut 900 Kilometer südöstlich von Moskau, vom ukrainischen Militär mit Raketen angegriffen. Zwei Männer wurden demnach in der Gebietshauptstadt Wolgograd verletzt. Es habe Schäden an einem Wohnhaus gegeben, hieß es. Raketentrümmer seien zudem auf einem Unternehmensgelände herabgefallen.
Ukraine greift Ozon-Warenhaus in Russland an
Nach einem ukrainischen Drohnenangriff brennt es dem russischen Online-Händler Ozon zufolge in einem Logistikzentrum in der Stadt Saratow. Verletzte gebe es nicht, teilt das Unternehmen auf dem Kurznachrichtendienst Telegram mit. Eine unabhängige Überprüfung der Angaben ist zunächst nicht möglich.
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Wohnhaus in Kiew in Brand
Russische Luftangriffe lösen in der ukrainischen Hauptstadt Kiew einen Brand in einem neunstöckigen Wohnhaus aus. Dies teilen die städtischen Behörden über den Kurznachrichtendienst Telegram mit. Eine unabhängige Überprüfung der Angaben ist zunächst nicht möglich. Russland bestreitet, gezielt Zivilisten anzugreifen.
Polen rechnet mit Angriffen Russlands
Polen rechnet damit, dass seine Grenzübergänge künftig in das Visier von Moskau geraten. Russland attackiere nehme zunehmend Handelsrouten in die Ukraine, um Kiew wirtschaftlich zu schwächen, sagte der polnische Ministerpräsident Donald Tusk am Donnerstag.
Er äußerte sich, nachdem Drohnen am Mittwoch einen Grenzübergang zwischen der Ukraine und Moldau in der südlichen Region Odessa getroffen und zwei Menschen getötet hatten.
"Dank der Zusammenarbeit unserer Dienste mit ihren ukrainischen Kollegen konnte in der vergangenen Nacht eine direkte Bedrohung für einen der Grenzübergänge abgewendet werden", sagte Tusk bei einer Pressekonferenz in der slowakischen Hauptstadt Bratislava. "Wie Sie wissen, hat Russland bereits provokative Angriffe auf Grenzübergänge verübt – beispielsweise in Moldawien. Wir rechnen mit ähnlichen Aktionen, die auf Grenzübergänge zur Ukraine in anderen Ländern, darunter auch Polen, abzielen."