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Ukraine-News aktuell: Betrug? Russischer Oligarch Kustow in Haft

Welt

Newsblog zum Krieg in der Ukraine Kreml setzt Oligarchen fest Jetzt neu bei t-online: Schriftgröße anpassen! Der Kreml nimmt einen Oligarchen fest. Beim Angriff auf Selenskyjs Heimatstadt soll eine Waffe aus Nordkorea eingesetzt worden sein. Alle Entwicklungen im Newsblog. Donnerstag, 30. Juli Verbindung nach Europa: Finnland kappt wichtige russische Internet-Leitung Russland ist für stabile Internetverbindungen ins Ausland von Finnland abhängig. Jetzt trennt der Nachbar die Kabel. Lesen Sie den ganzen Artikel hier. Bei Drohnen abkassiert? Russischer Oligarch in Haft Wegen Betrugsverdachts beim Drohnenbau hat die russische Justiz Medienberichten zufolge den Milliardär Waleri Kustow festgenommen. Mit Kustow sei auch der Generaldirektor seines Lebensmittelkonzerns Efko, Jewgeni Ljaschenko, in Gewahrsam genommen worden, berichtete das Internetportal RBK. Die Vorwürfe drehen sich demnach um einen Staatsauftrag zum Bau von Drohnen, die Russland auch in seinem Angriffskrieg verwendet. Dem unabhängigen Internetportal "Agentstwo" zufolge geht es um die schwere Transportdrohne C-80, die das russische Militär zur Versorgung seiner Soldaten an der Front im Ukraine-Krieg nutzt. An der Drohne gibt es scharfe Kritik aus Armeekreisen. Verteidigungsminister Andrej Beloussow sagte bei einem Treffen mit Kremlchef Putin, die Drohne müsse überarbeitet werden. In dem Fall sitzen bereits mehrere hohe Beamte in Untersuchungshaft, unter anderem eine Abteilungsleiterin des russischen Industrieministeriums. Ihr wird Veruntreuung von Staatsgeldern vorgeworfen. Kustow verfügt nach Einschätzung des US-Magazins "Forbes" über ein Vermögen von umgerechnet etwa einer Milliarde Euro. Sein Kapital hat er mit dem Lebensmittelkonzern Efko gemacht, der in Russland vor allem für seine Mayonnaise bekannt ist. Details zu seiner Verwicklung in den Drohnenskandal gibt es nicht. Insider: Russland nutzte wahrscheinlich nordkoreanische Rakete Bei einem nächtlichen russischen Angriff auf Krywyj Rih wurde zwei Insidern zufolge wahrscheinlich eine nordkoreanische Rakete eingesetzt, berichtet die Nachrichtenagentur Reuters. Es wäre das erste Mal seit fast einem Jahr, dass eine solche Waffe in diesem Krieg abgefeuert wurde. Bei dem Angriff kam eine Familie in der Nähe der ukrainischen Stadt ums Leben. Russland habe zwar bereits zuvor nordkoreanische Raketen auf ukrainische Ziele abgefeuert, fügte einer der Insider hinzu. Doch ihr Einsatz nach einer langen Pause deute darauf hin, dass Moskau über neue Waffenvorräte verfüge, auf die es bei den verstärkten Angriffen auf die Ukraine zurückgreifen könne. Russland setzt Telegram-Gründer Durow auf Terrorliste Die oberste russische Finanzaufsichtsbehörde Rosfinmonitoring hat den Gründer des sozialen Netzwerks Telegram, Pawel Durow, auf ihre Liste der Terroristen und Extremisten gesetzt. Der Name des am 10. Oktober 1984 in Leningrad (heute St. Petersburg) geborenen, aber bisher nicht verurteilten Russen taucht nun neben vielen anderen Beschuldigten in der entsprechenden Behördendatei auf – ohne nähere Angaben. Rosfinmonitoring steht in der Kritik, dem Kreml als Instrument politischer Willkür gegen Andersdenkende zu dienen. Am Vortag hatte der Inlandsgeheimdienst FSB Durow Beihilfe zum Terror vorgeworfen und angekündigt, ihn zur Fahndung ausschreiben zu lassen. Hintergrund sind Vorwürfe, dass Telegram auch von den ukrainischen Geheimdiensten genutzt werde. Konkret soll es um Kontaktanbahnung zu Russen gehen, die wiederum im Auftrag Kiews Sabotageakte, Terroranschläge und andere Straftaten begingen. Laut FSB sind mehrere Verdächtige in Haft, deren Aussagen die Vorwürfe gegen Telegram stützen sollen. Der extrem populäre Messengerdienst verbreitet massenhaft Inhalte in russischer Sprache – sowohl von offiziellen Stellen als auch von Kremlgegnern. Telegram ist in Russland nicht verboten, aber blockiert, kann allerdings mit einem VPN – einer verschlüsselten Internetverbindung – genutzt werden. Die russischen Behörden hatten Durow immer wieder aufgefordert, für eine Löschung "extremistischer oder terroristischer Inhalte" zu sorgen. Selbst geäußert zu den neuen Vorwürfen hat sich Durow, der in Dubai lebt und auch die französische Staatsbürgerschaft besitzt, bisher nicht. Auch von Telegram selbst gab es keine Stellungnahme. EU erschwert ukrainischen Männern die Flucht vor dem Krieg Die EU erschwert ukrainischen Männern die Flucht vor dem Krieg gegen Russland. Wehrfähige Ukrainer profitieren in Deutschland und anderen Mitgliedsländern künftig nicht mehr von vereinfachten Aufnahmeregeln, wie ein Sprecher nach einem entsprechenden Beschluss des Rates der Mitgliedstaaten sagte. Hintergrund der Entscheidung ist der Bedarf der Ukraine an Soldaten. Nach Angaben von Präsident Wolodymyr Selenskyj mobilisiert die Ukraine monatlich bis zu 34.000 Mann. Wegen der hohen Zahl von Fahnenflüchtigen kann die Armee ihre Verluste damit jedoch kaum ausgleichen. Nach früheren Angaben des ehemaligen Verteidigungsministers Mychajlo Fedorow fahndet die Ukraine nach mehr als zwei Millionen Wehrpflichtigen. Loading... Loading... Loading... Die EU-Kommission folgt nach eigenen Aussagen vor allem einer Bitte der Ukraine, die aber auch Deutschland und andere Mitgliedsländer befürworteten. EU-Migrationskommissar Magnus Brunner hatte gesagt, das Thema sei ausführlich mit der ukrainischen Seite besprochen worden. Künftig sollen nur noch diejenigen von vereinfachten Aufnahmeregeln profitieren, die ihren Wehrdienst in der Ukraine geleistet haben oder freigestellt sind. Wer in der Ukraine wegen des Kriegs hingegen einem Ausreiseverbot unterliegt, soll es in der EU deutlich schwerer haben, Schutz zu bekommen. Leere Kriegskassen: Russland verkauft tonnenweise Gold Weltweit haben Zentralbanken im zweiten Quartal mehr Gold gekauft als im ersten Quartal. Vor allem Russland wollte Teile seiner Reserven loswerden. Lesen Sie den ganzen Artikel hier. Nato-Mission: Türkei stationiert fünf Kampfjets in Estland Im Zuge des Ukraine-Kriegs hat die Nato ihre Präsenz an der Nato-Ostflanke verstärkt. Nun übernimmt die Türkei die Mission. Lesen Sie den ganzen Artikel hier. Tusk: Offenbar russische Rakete in Polen niedergegangen Bei dem im Osten Polens niedergegangenen Flugobjekt handelt es sich laut dem polnischen Ministerpräsidenten Donald Tusk offenbar um eine russische Rakete. "Alles deutet darauf hin, dass es sich um eine russische ballistische Rakete vom Typ Kh-101 handelte", sagt Tusk. "Aber wir wollen hundertprozentig sicher sein, um welchen Raketentyp es sich handelt und wer sie abgefeuert hat."

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