Ukraine-News aktuell: Russland tötet Familie mit Rakete aus Nordkorea
Newsblog zum Krieg in der Ukraine Russland tötet Familie wohl mit Rakete aus Nordkorea Jetzt neu bei t-online: Schriftgröße anpassen! Eine nordkoreanische Rakete soll sechs Menschen in der Ukraine getötet haben. Der Kreml nimmt einen Oligarchen fest. Alle Entwicklungen im Newsblog. Donnerstag, 30. Juli Russland tötet Familie wohl mit Rakete aus Nordkorea Nach Angaben des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj hat Russland bei seinem schweren Luftangriff erstmals seit längerer Zeit wieder eine Rakete aus Nordkorea eingesetzt. Gerade diese Rakete habe das Wohnhaus einer Großfamilie in Raduschne bei Krywyj Rih getroffen, sagte Selenskyj in seiner abendlichen Videoansprache aus Kiew. "Natürlich wird es noch Untersuchungen geben, alles wird überprüft werden, aber nach derzeitigem Stand handelt es sich um eine nordkoreanische ballistische Rakete." Selenskyj warf Moskau vor, sich mit dem "wahnsinnigen Regime in Nordkorea" zu verbünden, um Waffen und Soldaten zu bekommen. In Raduschne wurden nach vorläufigen Angaben sechs Mitglieder einer Familie getötet, wobei in dem völlig zerstörten Haus zehn Menschen wohnten. Russland und das isolierte kommunistische Nordkorea haben eine enge militärische Zusammenarbeit mit gegenseitigem Beistand vereinbart. Nordkoreanische Soldaten kamen 2024 und 2025 in Russland zum Einsatz, als es darum ging, eingedrungene ukrainische Truppen aus dem westrussischen Gebiet Kursk zu verdrängen. Nach Erkenntnissen der Ukraine und westlicher Geheimdienste hat Nordkorea aber auch ballistische Raketen, Artilleriegeschütze und Raketenwerfer und Munition an Moskau geliefert. Die Ukraine warnt davor, dass Pjöngjang erneut 30.000 Soldaten an Russland abstellen könnte. Verbindung nach Europa: Finnland kappt wichtige russische Internet-Leitung Russland ist für stabile Internetverbindungen ins Ausland von Finnland abhängig. Jetzt trennt der Nachbar die Kabel. Lesen Sie den ganzen Artikel hier. Bei Drohnen abkassiert? Russischer Oligarch in Haft Wegen Betrugsverdachts beim Drohnenbau hat die russische Justiz Medienberichten zufolge den Milliardär Waleri Kustow festgenommen. Mit Kustow sei auch der Generaldirektor seines Lebensmittelkonzerns Efko, Jewgeni Ljaschenko, in Gewahrsam genommen worden, berichtete das Internetportal RBK. Die Vorwürfe drehen sich demnach um einen Staatsauftrag zum Bau von Drohnen, die Russland auch in seinem Angriffskrieg verwendet. Dem unabhängigen Internetportal "Agentstwo" zufolge geht es um die schwere Transportdrohne C-80, die das russische Militär zur Versorgung seiner Soldaten an der Front im Ukraine-Krieg nutzt. An der Drohne gibt es scharfe Kritik aus Armeekreisen. Verteidigungsminister Andrej Beloussow sagte bei einem Treffen mit Kremlchef Putin, die Drohne müsse überarbeitet werden. In dem Fall sitzen bereits mehrere hohe Beamte in Untersuchungshaft, unter anderem eine Abteilungsleiterin des russischen Industrieministeriums. Ihr wird Veruntreuung von Staatsgeldern vorgeworfen. Kustow verfügt nach Einschätzung des US-Magazins "Forbes" über ein Vermögen von umgerechnet etwa einer Milliarde Euro. Sein Kapital hat er mit dem Lebensmittelkonzern Efko gemacht, der in Russland vor allem für seine Mayonnaise bekannt ist. Details zu seiner Verwicklung in den Drohnenskandal gibt es nicht. Russland setzt Telegram-Gründer Durow auf Terrorliste Die oberste russische Finanzaufsichtsbehörde Rosfinmonitoring hat den Gründer des sozialen Netzwerks Telegram, Pawel Durow, auf ihre Liste der Terroristen und Extremisten gesetzt. Der Name des am 10. Oktober 1984 in Leningrad (heute St. Petersburg) geborenen, aber bisher nicht verurteilten Russen taucht nun neben vielen anderen Beschuldigten in der entsprechenden Behördendatei auf – ohne nähere Angaben. Rosfinmonitoring steht in der Kritik, dem Kreml als Instrument politischer Willkür gegen Andersdenkende zu dienen. Am Vortag hatte der Inlandsgeheimdienst FSB Durow Beihilfe zum Terror vorgeworfen und angekündigt, ihn zur Fahndung ausschreiben zu lassen. Hintergrund sind Vorwürfe, dass Telegram auch von den ukrainischen Geheimdiensten genutzt werde. Konkret soll es um Kontaktanbahnung zu Russen gehen, die wiederum im Auftrag Kiews Sabotageakte, Terroranschläge und andere Straftaten begingen. Laut FSB sind mehrere Verdächtige in Haft, deren Aussagen die Vorwürfe gegen Telegram stützen sollen. Der extrem populäre Messengerdienst verbreitet massenhaft Inhalte in russischer Sprache – sowohl von offiziellen Stellen als auch von Kremlgegnern. Telegram ist in Russland nicht verboten, aber blockiert, kann allerdings mit einem VPN – einer verschlüsselten Internetverbindung – genutzt werden. Die russischen Behörden hatten Durow immer wieder aufgefordert, für eine Löschung "extremistischer oder terroristischer Inhalte" zu sorgen. Selbst geäußert zu den neuen Vorwürfen hat sich Durow, der in Dubai lebt und auch die französische Staatsbürgerschaft besitzt, bisher nicht. Auch von Telegram selbst gab es keine Stellungnahme. EU erschwert ukrainischen Männern die Flucht vor dem Krieg Die EU erschwert ukrainischen Männern die Flucht vor dem Krieg gegen Russland. Wehrfähige Ukrainer profitieren in Deutschland und anderen Mitgliedsländern künftig nicht mehr von vereinfachten Aufnahmeregeln, wie ein Sprecher nach einem entsprechenden Beschluss des Rates der Mitgliedstaaten sagte. Loading... Loading... Loading... Hintergrund der Entscheidung ist der Bedarf der Ukraine an Soldaten. Nach Angaben von Präsident Wolodymyr Selenskyj mobilisiert die Ukraine monatlich bis zu 34.000 Mann. Wegen der hohen Zahl von Fahnenflüchtigen kann die Armee ihre Verluste damit jedoch kaum ausgleichen. Nach früheren Angaben des ehemaligen Verteidigungsministers Mychajlo Fedorow fahndet die Ukraine nach mehr als zwei Millionen Wehrpflichtigen. Die EU-Kommission folgt nach eigenen Aussagen vor allem einer Bitte der Ukraine, die aber auch Deutschland und andere Mitgliedsländer befürworteten. EU-Migrationskommissar Magnus Brunner hatte gesagt, das Thema sei ausführlich mit der ukrainischen Seite besprochen worden. Künftig sollen nur noch diejenigen von vereinfachten Aufnahmeregeln profitieren, die ihren Wehrdienst in der Ukraine geleistet haben oder freigestellt sind. Wer in der Ukraine wegen des Kriegs hingegen einem Ausreiseverbot unterliegt, soll es in der EU deutlich schwerer haben, Schutz zu bekommen. Leere Kriegskassen: Russland verkauft tonnenweise Gold Weltweit haben Zentralbanken im zweiten Quartal mehr Gold gekauft als im ersten Quartal. Vor allem Russland wollte Teile seiner Reserven loswerden. Lesen Sie den ganzen Artikel hier. Nato-Mission: Türkei stationiert fünf Kampfjets in Estland Im Zuge des Ukraine-Kriegs hat die Nato ihre Präsenz an der Nato-Ostflanke verstärkt. Nun übernimmt die Türkei die Mission. Lesen Sie den ganzen Artikel hier.