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Ukraine-News: Erstmals US-Sanktionen auch direkt gegen Putin geplant

Welt

Ukraine-News

Neue US-Sanktionen: Einreiseverbot jetzt auch für Putin

von MDR AKTUELL

Stand: 17.09.2026 17:21 Uhr

US-Einreiseverbot könnte jetzt auch für Putin gelten

Russische Drohne tötet den Kapitän eines zivilen Schiffs

Schwere Explosionen auch diese Nacht in Kiew

US-Kongress für schärfere Sanktionen gegen Russland

Ereignisse gestern – Nachrichten und Podcast zum Ukraine-Krieg

Ukrainische Regierung plant Rekordausgaben für Verteidigung

Wegen steigender Militärausgaben im Ukraine-Krieg plant die Regierung in Kiew im Haushalt 2027 Rekordausgaben für die Verteidigung. Zwei Drittel des Haushaltes sind für diesen Bereich vorgesehen, wie aus Regierungsdokumenten hervorgeht, welche die Nachrichtenagentur AFP einsehen konnte. 4,9 Billionen Hrywnja (etwa 95 Milliarden Euro) sind laut Finanzministerium für Verteidigung und Sicherheit eingeplant, so viel wie noch nie seit Beginn des russischen Einmarsches in die Ukraine im Februar 2022.

Verteidigungsminister Serhij Martschenko hatte die Ausgaben angesichts der "russischen Aggression" als "oberste Priorität" bezeichnet. "Alle verfügbaren internen Ressourcen des Staats werden darauf ausgerichtet, sicherzustellen, dass sich die Ukraine dem Aggressor wirksam widersetzen kann", erklärte er. (Quelle: AFP)

US-Sanktionen: Einreiseverbot für Putin

Die vom US-Kongress beschlossenen Russland-Sanktionen richten sich erstmals auch unmittelbar gegen Präsident Wladimir Putin. Vorgesehen ist, Putin die Einreise in die USA zu verbieten. Zudem könnte Vermögen des russischen Präsidenten in den USA eingefroren werden. Die Maßnahmen sollen auch für weitere russische Militärvertreter gelten, die für den Angriffskrieg gegen die Ukraine verantwortlich gemacht werden. Zugleich erhöht das Gesetz den Druck auf US-Präsident Donald Trump, gegenüber dem Kreml härter vorzugehen. In welchem Umfang Trump die weitreichenden Möglichkeiten des Gesetzes tatsächlich nutzen wird, ist allerdings offen. (Quelle: dpa, AFP)

Greenpeace: AKW immer häufiger ohne Strom

Die Umweltorganisation Greenpeace ist besorgt wegen der gehäuften Stromausfälle am russisch besetzten Atomkraftwerk Saporischschja in der Ukraine. Seitdem russische Truppen das größte Kernkraftwerk Europas 2022 erobert hätten, sei es 26 Mal komplett von der Versorgung abgeschnitten gewesen. 14 dieser Fälle hatten sich seit Februar 2026 ereignet, sagten Fachleute von Greenpeace Ukraine in Kiew. Zwar liegen die sechs Reaktoren still, das AKW braucht aber dauerhaft Strom, um den Atombrennstoff zu kühlen. "Der wiederholte Stopp der Stromversorgung von außen für das Kernkraftwerk Saporischschja ist ein grundlegendes Sicherheitsrisiko", sagte der Experte Jan Vande Putte. (Quelle: dpa)

Die Ukraine und Russland haben erneut Leichen von Soldaten ausgetauscht. Nach Angaben des für Kriegsgefangenenbelange zuständigen ukrainischen Stabes erhielt Kiew 252 Leichen "von Bürgern der Ukraine, darunter von Wehrdienstleistenden" zurück. Der Moskauer Seite wurden Medienberichten zufolge die sterblichen Überreste von 23 russischen Soldaten übergeben. Der Leichenaustausch kam demnach unter Vermittlung des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz zustande. Die Kriegsparteien tauschen regelmäßig Soldatenleichen aus. Seit Anfang 2025 hat die Ukraine mehr als 21.000 Leichen zurückerhalten. Im Gegenzug erhielt Russland mehr als 700 tote Soldaten. (Quelle: dpa)

Indien und China kritisieren US-Sanktionsgesetz

Indien und China haben vor Folgen des neuen US-Sanktionsgesetzes gegen Russland gewarnt. Das indische Außenministerium erklärte, Neu-Delhi habe die USA auf mögliche Auswirkungen auf die bilateralen Beziehungen und den internationalen Energiemarkt hingewiesen. Indien wolle seine Energieversorgung zugleich stärker diversifizieren. China kritisierte mögliche Sanktionen gegen Abnehmer russischer Energie. Außenamtssprecher Guo Jiakun erklärte, Peking lehne Einmischung in seine Handelsbeziehungen und extraterritoriale Sanktionen ab. (Quelle: AFP)

Wadephul begrüßt neue US-Sanktionen

Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) hat die Entscheidung im US-Kongress für schärfere Sanktionen gegen Russland begrüßt. Der Kongress in Washington habe "ein starkes Signal" an Russland gesendet, erklärte Wadephul: "Jede Einnahmequelle, die den Krieg gegen die Ukraine finanziert, könnte nun mit Sanktionen der USA belegt werden." Nach Darstellung des Kremls könnten die US-Sanktionen die Friedensbemühungen erschweren. (Quelle: AFP)

Ukraine: Drohne tötet Kapitän zivilen Schiffes

Nach ukrainischen Angaben ist bei einem russischen Drohnenangriff im Schwarzen Meer der Kapitän eines zivilen Schiffes getötet worden. Das Transportministerium erklärte, drei weitere Besatzungsmitglieder seien verletzt worden. Das Schiff sei unter der Flagge Tansanias gefahren. Der technische Zustand des Schiffs werde derzeit untersucht. Zur Ladung und zum Ziel der Fahrt machte das Ministerium keine Angaben. (Quelle: dpa)

Bei den nächtlichen russischen Angriffen auf Kiew hat es nach neuen Angaben mindestens 18 Verletzte gegeben. Das schrieb Bürgermeister Vitali Klitschko auf Telegram. Unter den Verletzten seien zwei Kinder. Unter anderem seien mehrere Wohnhäuser, Bürogebäude und ein Lager beschädigt worden. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj schrieb in sozialen Medien von einem russischen Angriff mit ballistischen Raketen, Raketen anderen Typs und Drohnen. Einmal mehr sei die zivile Infrastruktur angegriffen worden. (Quelle: dpa)

Russen stimmen über neues Parlament ab

In Russland haben heute die ersten Parlamentswahlen seit Beginn des Kriegs gegen die Ukraine begonnen. Bis Sonntag werden die 450 Sitze der Duma neu vergeben. Ein Sieg von Präsident Wladimir Putins Partei "Geeintes Russland" gilt als sicher. Zugelassen sind daneben nur weitere Kreml-treue Parteien. Die Anti-Kriegspartei "Jabloko" wurde im August ausgeschlossen. Zugleich finden Regional- und Kommunalwahlen statt. Abgestimmt wird auch in den von Russland besetzten ukrainischen Gebieten. Der Kreml wertet das Ergebnis als Stimmungsbarometer angesichts wachsender Kriegsfolgen für die Bevölkerung. (Quelle: AFP)

Drohnenangriffe in Russland: Flughäfen gestört

Die Ukraine hat laut Berichten von Telegramkanälen Ziele in Russland mit Kampfdrohnen angegriffen. Dazu zählten die Stadt Rostow im Süden des Landes sowie die Stadt Jaroslaw nordöstlich von Moskau. Wie die Luftfahrtbehörde Rosawiazija mitteilte, mussten mehrere russische Flughäfen den Betrieb zeitweise einschränken. (Quelle: dpa)

Verletzte bei Luftangriffen auf Odessa

Bei russischen Luftangriffen auf die Ukraine sind in der Hafenstadt Odessa drei Menschen verletzt worden. Ein 19-stöckiges Wohnhaus sei getroffen worden, teilen die Behörden mit. Unter den Verletzten sei auch ein Kind. (Quelle: Reuters)

Erneute Angriffe auf Kiew

Russland hat die Ukraine nach einigen Nächten Pause wieder mit ballistischen Raketen beschossen. Gegen die Hauptstadt Kiew wurden nach Angaben militärnaher Telegramkanäle bis zu sechs umfunktionierte Anti-Schiffs-Raketen vom Typ Zirkon eingesetzt. Medien berichteten von mehreren schweren Explosionen in der Stadt. Mindestens elf Menschen wurden verletzt, schrieb Bürgermeister Vitali Klitschko auf der Plattform Telegram. Laut Militärverwaltung war unter den Verletzten auch ein zehnjähriges Kind. Medienberichten zufolge kam es in einigen Stadtteilen am Ostufer des Dnipro zu Problemen mit der Wasserversorgung. Auch die Großstädte Dnipro und Saporischschja im Süden wurden nach Angaben der ukrainischen Luftwaffe mit ballistischen Raketen angegriffen. Aus Saporischschja wurden drei Verletzte gemeldet. (Quelle: dpa, Reuters)

Härtere US-Sanktionen gegen Russland

Das US-Repräsentantenhaus hat den Entwurf eines umfassenden Sanktionspakets gegen Russland mit überparteilicher Mehrheit von 262 zu 159 Stimmen angenommen und US-Präsident Donald Trump zur Unterzeichnung weitergeleitet. Der US-Senat hatte im August zugestimmt. Die Maßnahmen richten sich gegen russische Amtsträger, Banken und die "Schattenflotte", mit der Öl-Sanktionen umgangen werden. Erstmals und auf diplomatischer Ebene von Bedeutung sollen auch der russische Präsident Wladimir Putin und weitere Personen mit einem Einreiseverbot in die USA belegt, ihre Vermögen und die von russischen Banken in den USA eingefroren werden. Zudem sieht das Gesetz bis zu 100 Prozent teure Strafzölle auf Produkte aus den größten Import-Ländern von russischem Öl und Gas, was vor allem China und Indien treffen könnte. (Quelle: DLF)

Die Ereignisse gestern – am 16. September 2026

Eine über Litauen von Nato-Jets abgeschossene Drohne war nach Angaben des litauischen Verteidigungsministeriums mit Sprengstoff bestückt. Vor der Ostseeküste Polens wurde eine russische Sprengstoffdrohne aus dem Wasser gefischt. Bei einem russischen Drohnenangriff auf einen Bus in der ostukrainischen Region Dnipropetrowsk sind nach Angaben der örtlichen Behörden fünf Menschen getötet worden.

In Kiew brannte nach einem Drohnentreffer das Lager des von Wolodymyr Selenskyj mitgegründeten Medienunternehmens "Kvartal 95" aus. In der Südukraine wurde ein Personenzug von einer Drohne getroffen.

Ukraine-News am Donnerstag, 17. September 2026

Guten Tag! In unseren Ukraine-News halten wir Sie über die aktuellen Entwicklungen im Krieg gegen die Ukraine auf dem Stand. Alle wichtigen Nachrichten dazu erscheinen hier im Lauf des Tages.

Die Berichterstattung über den Russland-Ukraine-Krieg ist komplex. Angaben zu Kriegsverlauf, Beschuss und Opfern durch offizielle Stellen der russischen und der ukrainischen Konfliktparteien können in der aktuellen Lage nicht unmittelbar von unabhängiger Stelle überprüft werden. Es gibt eine Vielzahl von Medienvertretern vor Ort, darunter auch unabhängige Journalisten aus verschiedenen Ländern. Bei der Bewertung von Informationen sind verschiedene Quellen und eine kritische Haltung unerlässlich, um ein möglichst umfassendes Bild zu erhalten. Alles das berücksichtigt der MDR in seinen Berichten über den Russland-Ukraine-Krieg.

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