DAX +1,57 % 25.577,47 Pkt 15:51:14 MDAX +1,69 % 30.380,36 Pkt 15:51:15 Euro Stoxx 50 +0,68 % 6.157,58 Pkt 15:51:00 Dow Jones +0,28 % 52.359,00 Pkt 16:06:14 S&P 500 +1,20 % 7.715,45 Pkt 16:06:15 Nasdaq +1,80 % 26.423,37 Pkt 16:06:14 Nikkei +1,73 % 63.268,37 Pkt 07:45:03 Gold +0,68 % 4.065,90 USD 15:56:11 Silber +0,64 % 54,46 USD 15:56:05 Brent -5,66 % 109,26 USD 15:55:48 WTI -1,55 % 100,18 USD 15:56:15 Bitcoin +0,32 % 80.263,49 USD 16:06:06 EUR/USD -0,62 % 1,11480 USD 16:05:45 EUR/GBP -0,21 % 0,83670 GBP 16:06:14 EUR/CHF -0,10 % 0,92320 CHF 16:06:14 EUR/JPY -0,05 % 175,823 JPY 16:06:14

Ukraine News: Hilfsaktion für Frontstadt Oleschky läuft an

Welt

Krieg in der UkraineHilfsaktion für Frontstadt Oleschky läuft an

27. Oktober 2026, 2:48 Uhr|

Weil Oleschky vollständig vermint ist, mussten Hilfsgüter zeitweise mit Drohnen zu den Menschen dort gebracht werden. Nun beginnt eine humanitäre Feuerpause, um einen sicheren Korridor zu schaffen.

Alle Entwicklungen im Liveblog

Viele Angaben über den Kriegsverlauf wie Opferzahlen oder Details zu Kämpfen stammen von ukrainischen oder russischen Behörden und lassen sich nicht unabhängig überprüfen. Für unseren Liveblog verwenden wir neben eigenen Recherchen Material der Nachrichtenagenturen dpa, Reuters, epd, KNA und Bloomberg.

Wichtige Updates

01:41 Uhr

Hilfsaktion für Frontstadt Oleschky läuft an

17:02 Uhr

UN-Kommission: Russland presst Ausländer in seine Armee

16:16 Uhr

Nach Kriegsspende: Metro distanziert sich von Tochter in Russland

14:15 Uhr

Russland: Tote und Verletzte nach Angriff – Drohnentrümmer treffen Zug

14:11 Uhr

Kälte als Waffe: UN-Bericht wirft Russland Verbrechen vor

Luzia Geier

Hilfsaktion für Frontstadt Oleschky läuft an

Die Streitkräfte Russlands und der Ukraine lassen ab diesem Dienstag die Waffen schweigen für eine Hilfsaktion für die Frontstadt Oleschky in dem von russischen Truppen kontrollierten Teil des ukrainischen Gebiets Cherson. Nach dem russischen Generalstab bestätigte auch der Generalstab in Kiew, dass ab 03.00 Uhr (Ortszeit) rund um den Ort für die Dauer einer humanitären Operation eine Feuerpause gelte. Dabei sollen Lebensmittel und Medikamente an die notleidenden Bewohner der Stadt geliefert werden, zudem sollen Vorbereitungen zur Herstellung der Bewegungsfreiheit der Bewohner getroffen werden.

Die Stadt ist aktuell vollständig vermint. Die ukrainischen Streitkräfte setzten zeitweise Drohnen ein, um Hilfsgüter in die Stadt zu schaffen. Viele der unbemannten Fluggeräte wurden jedoch von russischen Truppen abgeschossen. Nunmehr sollen nach der Vereinbarung Minen geräumt werden, um einen sicheren Korridor zu schaffen. Unklar ist, ob die rund 2000 verbliebenen Bewohner ihre Stadt verlassen dürfen.

Die humanitäre Feuerpause geht auf eine Initiative des Weißen Hauses in Washington zurück. First Lady Melania Trump hatte nach US-Angaben in der seit Monaten abgeriegelten Frontstadt eine lokale Waffenruhe zwischen Moskau und Kiew vermittelt. Beide Konfliktparteien hätten vereinbart, alle Kampfhandlungen vorübergehend einzustellen, teilte das Weiße Haus mit.

Der Generalstab in Kiew betonte, dass die Feuerpause ausschließlich für die humanitäre Operation gelte. „Wir rufen alle dazu auf, in diesem Zeitraum besonders umsichtig mit den Informationen umzugehen, die Sie erhalten und weitergeben“, heißt es in der Mitteilung der Generalität auf Telegram. „Vertrauen Sie keinen unbestätigten Meldungen und verbreiten Sie keine Gerüchte über Routen, Zeiten und Orte, an denen sich Menschen und humanitäre Konvois bewegen."

Fünf europäische Nato-Staaten wollen Ukraine vor Winter militärisch stärken

Die fünf militärisch stärksten europäischen Nato-Mitglieder wollen die Ukraine vor dem bevorstehenden Winter mit Luftabwehrsystemen und weiterer Ausrüstung militärisch stärken. „Wir haben im Rahmen unserer Ukraine-Unterstützung Winterpakete geschnürt“, sagte Verteidigungsminister Boris Pistorius nach einem Treffen mit seinen Amtskollegen aus Frankreich, Polen, Großbritannien und Italien in Paris. „Wir werden darüber hinaus alles dafür tun, dass auch die USA die Ukraine mit ihren Lieferungen unterstützen oder eben vor allem auch mit nachrichtlichen Informationen und Satellitendaten.“

Die sogenannten E5-Länder arbeiteten außerdem mit der Ukraine an der Entwicklung eines Luftverteidigungssystems. „Dieses soll zusätzlich zu den Patriots und anderen Systemen die Ukrainer vor den Angriffen aus der Luft schützen“, sagte Pistorius.

Tote und Verletzte bei russischem Angriff auf Charkiw

Bei einem russischen Angriff auf die ostukrainische Großstadt Charkiw sind nach offiziellen Angaben mindestens zwei Menschen getötet worden. Zudem seien mindestens vier Menschen verletzt worden, berichtete Bürgermeister Ihor Terechow auf Telegram. „Es wurden Mehrfamilienhäuser, Einfamilienhäuser und Autos beschädigt“, fügte er hinzu. Die Rettungsdienste waren am Abend noch im Einsatz.

Erst am Samstagabend war ein Baumarkt in Charkiw von mehreren russischen Geschossen getroffen worden. Personen kamen dabei nicht zu Schaden. Tags zuvor wurden bei einem russischen Angriff auf die umliegende Oblast mindestens sieben Menschen verletzt.

Charkiw ist die zweitgrößte Stadt der Ukraine. Da die Stadt in Frontnähe liegt, wird sie immer wieder vom russischen Militär angegriffen - sowohl mit Artillerie als auch mit Drohnen.

UN-Kommission: Russland presst Ausländer in seine Armee

Eine Untersuchungskommission der Vereinten Nationen hat schwere Vorwürfe gegen Russland im Zusammenhang mit seinem Angriffskrieg gegen die Ukraine erhoben. Russische Behörden hätten in Zusammenarbeit mit Agenten Menschen aus 29 Ländern unter Anwendung von Täuschung oder Zwang verschleppt, teilte die Untersuchungskommission in New York mit. Ziel sei es, die Getäuschten und Verschleppten in die russischen Streitkräfte zu pressen, wo sie oft den Tod fänden.

Den vorliegenden Zeugenaussagen und Dokumenten zufolge führten Flüge über Bahrain, Brasilien, Äthiopien, Frankreich, Kenia, Mexiko, Marokko, Oman, Panama, Spanien, die Türkei oder die Vereinigten Arabischen Emirate nach Russland. Auf der Grundlage gesammelter Beweise sei die Kommission zu dem Schluss gekommen, dass die russischen Behörden Menschenhandel und andere Menschenrechtsverletzungen begangen haben.

Die umworbenen Männer gingen demnach auf Angebote für zivile Jobs in Russland ein, die lukrativ, echt und glaubwürdig erschienen. Kurz nach ihrer Ankunft würden die Männer jedoch gezwungen, Verträge in russischer Sprache mit dem Verteidigungsministerium zu unterzeichnen. Handy und Reisepass würden oft beschlagnahmt. Die Rekruten seien schockiert, wenn sie realisierten, dass sie in den russischen Streitkräften dienen müssten. Männer würden an der Front in der Ukraine mit gefährlichen Aufgaben betraut.

Die Abreise, das Verschwinden, die Verwundung, der Tod oder die Gefangennahme der Opfer haben den Angaben zufolge langfristige psychologische Auswirkungen auf ihre Familien, die intensive Suchbemühungen unternehmen. Die „Unabhängige internationale Untersuchungskommission zur Ukraine“ arbeitet seit 2022 im Auftrag des UN-Menschenrechtsrates und erstellt regelmäßig Berichte.

Nach Kriegsspende: Metro distanziert sich von Tochter in Russland

Der Lebensmittelgroßhändler Metro distanziert sich nach einer Millionenspende seiner unter Zwangsverwaltung gestellten Tochter in Russland an eine Organisation zur Unterstützung des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine. Die Entscheidung über die Spende sei weder mit der Metro AG abgestimmt noch von ihr autorisiert oder gebilligt worden, erklärte das Unternehmen.

Kremlchef Wladimir Putin hatte das Russland-Geschäft des Lebensmittelgroßhändlers Ende September per Dekret unter Zwangsverwaltung nehmen lassen. Demnach verwaltet die russische Managementgesellschaft Torg RUS vorübergehend 100 Prozent der Aktiva von Metro in Russland. Bei Torg RUS handelt es sich laut Metro AG um ein Unternehmen des ehemaligen Vorstandschefs von Metro Russland, Johannes Tholey.

Es sei wichtig, klarzustellen, dass Tholey nicht mehr für die Metro AG tätig sei, erklärte die Metro AG. Sie betonte, dass sie keine operative Kontrolle mehr über ihre russische Tochtergesellschaft und keinen Einfluss auf deren operative Entscheidungen habe, auch wenn das Eigentum an Metro Russland formal weiterhin bei der Metro AG liege.

Auf der russischen Metro-Website ist eine Überweisung in Höhe von einer Milliarde Rubel (mehr als elf Millionen Euro) an den Fonds „Volksfront. Alles für den Sieg“ bekanntgegeben worden. Die Mittel fließen demnach in den Kauf von Technik, die das Militär an der Front brauche. Zitiert wird in der Mitteilung auch Tholey: „Als Teil des russischen Wirtschaftssystems halten wir es für wichtig, uns an strategischen Initiativen des Staats zu beteiligen.“ Bei dem genannten Fonds handelt es sich um eine Spendenaktion einer vor Jahren von Putin ins Leben gerufenen Organisation. In Russland wurden zuletzt mehrere europäische Unternehmen unter Zwangsverwaltung gestellt, darunter der Lebensmittelhersteller Nestlé und die französische Warenhauskette Auchan.

Slowakischer Außenminister erntet Kritik für Moskau-Besuch

Der slowakische Außenminister Juraj Blanár hat mit einer Wirtschaftsdelegation Russland besucht und dafür Kritik von der Opposition in seinem Land geerntet. Der zur linksnationalen Partei „Richtung – Slowakische Sozialdemokratie“ (Smer-SD) von Ministerpräsident Robert Fico gehörende Blanár traf in Moskau mit seinem russischen Amtskollegen Sergej Lawrow zusammen und nahm an der Sitzung einer bilateralen Wirtschaftskommission teil.

Die gemischte slowakisch-russische Kommission war zuletzt vor fünf Jahren zusammengetreten. Wegen des russischen Angriffskriegs auf die direkt an die Slowakei grenzende Ukraine war sie jedoch vorerst eingestellt worden. Dass die Kommission nun wiederbelebt wurde, rechtfertigte Blanár in einer Pressemitteilung des Außenministeriums in Bratislava mit wirtschaftlichen Notwendigkeiten. Man wolle trotz der entschiedenen Verurteilung des völkerrechtswidrigen Angriffskriegs weiter mit Russland im Dialog bleiben.

Die Slowakei ist traditionell von russischen Energielieferungen abhängiger als andere EU-Länder. Fico hatte deshalb immer wieder kritisiert, dass EU-Sanktionen für Gas, Öl und Uran seinem Land mehr schaden würden als Russland selbst.

Der konservativ-populistische Oppositionspolitiker Gabor Grendel bezeichnete Blanárs Moskau-Reise jedoch als „internationale Schande“ für die Slowakei, die dem Land „trotzdem kein billigeres Öl und Gas“ bringe. Der liberale Ex-Außenminister Ivan Korčok nannte Blanár einen „Totengräber der slowakischen Außenpolitik“. Auch andere Vertreter der Opposition in Bratislava kritisierten den Minister heftig und warfen ihm unter anderem „Verrat“ vor.

Russland: Tote und Verletzte nach Angriff – Drohnentrümmer treffen Zug

Bei massiven ukrainischen Drohnenangriffen sind nach Angaben russischer Behörden im Gebiet Woronesch mindestens drei Menschen getötet und viele weitere verletzt worden. Zudem sei auch ein Zug getroffen worden. Insgesamt gebe es 39 Verletzte, die meisten in dem Zug, teilte Gouverneur Alexander Gussew auf Telegram mit. Zuvor war von zwei Toten und 17 Verletzten die Rede gewesen. In Woronesch selbst und in der Region seien insgesamt 113 Drohnen abgeschossen worden. Die Angaben sind von unabhängiger Seite nicht unmittelbar überprüfbar.

Der Zug sei in einem Vorort von Woronesch unterwegs gewesen, als Trümmerteile einer abgeschossenen Drohne auf ihn gefallen seien, sagte Gussew. Beschädigt worden sei ein Waggon des Zugs Nummer 11 auf dem Weg von Anapa am Schwarzen Meer nach Moskau, teilte die russische Eisenbahngesellschaft RZD mit. Wegen der Angriffe sei der Zugverkehr in der Region vorübergehend eingestellt worden. Russische Medien berichteten, in dem Zug seien Fußballer des Vereins Lokomotive Moskau gewesen, die von einem Auswärtsspiel zurückkehrten.

Nach Darstellung von Gouverneur Gussew geriet bei den Angriffen in Woronesch auch ein Geschäftszentrum in Brand. Schäden gebe es unter anderem auch an Industrieanlagen, einem Wohnhaus und einer Schulsport-Anlage. Fast in allen Teilen der Stadt gebe es Schäden an Fassaden und Fenstern. Aus der Ukraine gab es bisher keine Angaben zu dem Angriff.

In der Ukraine wiederum wurden bei russischen Angriffen in der Nacht mindestens sechs Menschen in der südöstlichen Stadt Saporischschja und zwei Menschen in der nördlichen Region Tschernihiw verletzt, wie die ukrainischen Behörden auf Telegram mitteilten.

Das russische Verteidigungsministerium teilte auf Telegram mit, die Armee habe ein Kraftwerk in der zweitgrößten ukrainischen Stadt Charkiw im Nordosten, ein Lagerhaus in der umliegenden Region sowie ein weiteres Kraftwerk in der westlichen Region Chmelnyzkyj getroffen. Zudem hätten russische Streitkräfte ein Frachtschiff auf dem Weg zum ukrainischen Schwarzmeer-Hafen Odessa getroffen, meldete die staatliche Nachrichtenagentur RIA unter Berufung auf das Ministerium. Das Schiff habe Militärgüter für die ukrainische Armee transportiert. Auch sei die Infrastruktur im Hafen von Tschornomorsk attackiert worden.

Kälte als Waffe: UN-Bericht wirft Russland Verbrechen vor

Die russischen Angriffe auf die ukrainische Energieinfrastruktur sind nach Ansicht von UN-Fachleuten Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Zu diesem Schluss kommt die Ukraine-Untersuchungskommission des Menschenrechtsrats zu Beginn der kalten Jahreszeit im Kriegsgebiet.

In einem Bericht für die UN-Generalversammlung in New York spricht die Kommission von jahrelangen systematischen Angriffen auf Heizkraftwerke, Leitungen, Gasanlagen und andere Einrichtungen. Im vergangenen Winter hätten Tausende Haushalte ohne Heizung auskommen müssen, Millionen Menschen seien von Stromausfällen betroffen gewesen. Aus Sicht der UN-Kommission hat die Kälte negative Folgen für die physische und psychische Gesundheit der ukrainischen Bevölkerung. Die unabhängigen Menschenrechtsfachleute des Gremiums wiesen darauf hin, dass russische Angriffe mit dem Einsetzen der neuen Kälteperiode wieder zugenommen hätten.

Selenskij: Warten fast einen Monat auf Hegseth-Unterschrift

Der ukrainische Präsident Wolodimir Selenskij hat erneut Verzögerungen bei der Lieferung von Abwehrraketen beklagt und US-Verteidigungsminister Pete Hegseth kritisiert. „Insbesondere warten wir seit fast einem Monat auf die Unterschrift von Herrn Hegseth bezüglich der Raketen für Patriots und Nasams“, schrieb Selenskij in den sozialen Medien. Er habe angeordnet, noch einmal mit der US-Seite zu sprechen.

US-Systeme vom Typ Patriot gelten als besonders wirksam bei der Abwehr ballistischer Raketen, die Russland in seinem Angriffskrieg gegen die Ukraine einsetzt. Die Ukraine arbeite mit den USA, Europa und anderen Partnern zusammen, die über Bestände entsprechender Raketen verfügten, schrieb Selenskij. Außerdem kündigte er Vorbereitungen für ein Ramstein-Treffen im November an. Zuvor hatte bereits der Kiewer Verteidigungsminister Jewhenij Chmara angekündigt, dass die Ukraine und ihre westlichen Verbündeten bei einer neuen Sitzung der Ukraine-Kontaktgruppe über weitere militärische Hilfe sprechen wollen.

Russland: Ukrainischer Drohnenangriff auf Moskauer Luftabwehr vereitelt

Der russische Inlandsgeheimdienst FSB hat nach eigenen Angaben einen ukrainischen Drohnenangriff auf ein wichtiges Element der Moskauer Luftabwehr und eine Stromanlage vereitelt. Zwei Verdächtige seien festgenommen worden, teilte der FSB mit. Die Männer stammten aus der Region Südkaukasus und hätten im Auftrag des ukrainischen Inlandsgeheimdienstes SBU gehandelt. Sie sollen sogenannte FPV-Drohnen (First Person View) und Sprengstoff beschafft und in die Region Moskau gebracht haben. Die Drohnen hätten von der Ukraine aus ferngesteuert werden sollen. FPV-Drohnen sind per Videobrille gesteuerte Drohnen, die im Ukraine-Krieg häufig als bewaffnete Kamikaze-Drohnen verwendet werden.

Einer der Männer sei von einem SBU-Mitarbeiter gegen das Versprechen einer Geldzahlung angeworben worden, erklärte der FSB weiter. Er habe daraufhin einen Bekannten aus seinem Umfeld für das Vorhaben gewonnen. Die Festnahme sei erfolgt, als die Verdächtigen den Anschlag vorbereiteten.

Eine Stellungnahme des SBU oder der ukrainischen Regierung liegt nicht vor. Die Ukraine hat in den vergangenen Monaten ihre Drohnenangriffe auf die russische Hauptstadt verstärkt. Russland hat seinerseits die Angriffe auf die ukrainische Energieversorgung und andere Infrastrukturziele intensiviert.

Selenskij: US-Warnungen vor russischen Raketenangriffen wiederhergestellt

Nach jüngsten Problemen werden die US-Warnungen vor bevorstehenden russischen Angriffen mit ballistischen Raketen laut Präsident Wolodimir Selenskij wieder in vollem Umfang übermittelt. Die Warnungen sind für die ukrainische Luftverteidigung entscheidend. Dem ukrainischen Fernsehsender TSN erklärt Selenskij, das Satelliten-Internet Starshield von SpaceX funktioniere seit dem frühen Morgen wieder auch bei einem Tempo von bis zu 420 Kilometern pro Stunde. Die Verbindung war vor einigen Tagen eingeschränkt worden.

Berichte: Ukraine greift russische Raketenfabrik an

Das ukrainische Militär hat offenbar eine Fabrik zur Herstellung von Komponenten für Iskander-Raketen in Russland angegriffen. Nach Angaben des Internetportals Exilenova wurde die Fabrik Energija in Jelez im Bezirk Lipezk von Storm-Shadow-Marschflugkörpern getroffen. Das Portal berichtete von „umfangreichen Zerstörungen“ an einem der Produktionsgebäude. Auf einem Video wird eine Explosion an einem nicht erkennbaren Ort gezeigt.

Von russischer Seite gab es zu dem Angriff auf das Werk keine Angaben. Jedoch berichteten die Staatsagenturen Tass und Interfax von ukrainischen Angriffen auf die Region Lipezk.

Während bei Tass lediglich einige Schäden an Autos und Gebäuden durch herabfallende Raketentrümmer erwähnt wurden, berichtete Interfax unter Berufung auf Gouverneur Igor Artamanow von mindestens einem Toten und sechs Verletzten nach einem Angriff auf die Industriezone in Jelez.

Iskander ist ein russisches Waffensystem, das sowohl ballistische Kurzstreckenraketen als auch Marschflugkörper abfeuern kann.

Russland: Angriffe auf Frachtschiffe

Russische Drohnen haben nach Angaben des Verteidigungsministeriums in Moskau zwei Frachtschiffe im Schwarzen Meer angegriffen. Ein Schiff sei in der Nacht auf dem Weg zum Hafen von Tschornomorsk getroffen worden, ein weiteres tagsüber auf dem Weg nach Odessa. Die Schiffe seien zur Versorgung der ukrainischen Armee genutzt worden, erklärte das Ministerium.

Zudem griffen demnach russische Streitkräfte in der Nacht in der ukrainischen Stadt Charkiw mehrere Logistikzentren an. Dort seien zivil und militärisch nutzbare Güter für das ukrainische Militär gelagert und verteilt worden. Die Angaben lassen sich nicht unabhängig überprüfen.

Newsdesk

Russland: Können so viel Diesel liefern wie die USA wünschen

Russland ist nach den Worten des stellvertretenden russischen Ministerpräsidenten Alexander Nowak bereit, den USA jede beliebige Menge an Diesel zu liefern. „So viel, wie unsere Partner wünschen ... von dem Gesamtvolumen, das wir exportieren werden. Wir können alles liefern“, sagte Nowak im staatlichen Fernsehsender Westi am Sonntag. Bereits am Freitag hatte der Politiker erklärt, drei Tanker mit russischem Diesel seien auf dem Weg nach Nordamerika. Es handelt sich um die erste Lieferung dieser Art seit dem von der damaligen Regierung unter US-Präsident Joe Biden 2022 wegen des Ukraine-Kriegs verhängten Importverbot für russisches Öl und Ölprodukte. Sie ist Teil einer Vereinbarung zwischen US-Präsident Donald Trump und dem russischen Präsidenten Wladimir Putin.

Russland hatte zugestimmt, ein selbst auferlegtes Exportverbot für Diesel wegen Knappheiten infolge ukrainischer Angriffe aufzuheben, um den Kraftstoff wieder an die Weltmärkte zu liefern. Trump hatte am 9. Oktober angekündigt, dass Russland zunächst 300 000 Tonnen oder 2,25 Millionen Barrel exportieren werde. Darauf sollen 500 000 Tonnen im November und eine Million Tonnen „unmittelbar danach“ folgen. Der US-Präsident hofft, mit mehreren Maßnahmen die Dieselpreise vor den US-Zwischenwahlen am 3. November zu senken.

Slowakei will enger mit Russland zusammenarbeiten

Nach fünf Jahren kriegsbedingter Pause streben Russland und die Slowakei wieder eine engere Zusammenarbeit an. Am Montag wird dazu eine Delegation aus Bratislava in Moskau erwartet. Der EU-Staat wolle „konstruktive und pragmatische Beziehungen“ mit Russland, wie der slowakische Außenminister Juraj Blanár laut örtlichen Medien betonte.

Das letzte Treffen der „Zwischenstaatlichen Kommission für wirtschaftliche und wissenschaftlich-technische Zusammenarbeit“ fand im Jahr 2021 statt. Nach dem russischen Überfall auf die Ukraine wurde das Forum, bei dem sich Experten und Regierungsvertreter der beiden Länder koordinieren, vorübergehend auf Eis gelegt.

Bei den neuerlichen Gesprächen am Montag soll es vor allem um das Thema Energie gehen, konkret um die Versorgung mit russischem Öl und Gas sowie um Kernbrennstoffe. Auch Landwirtschaft, Tourismus, die kulturellen Beziehungen und der Umgang mit sanktionierten russischen Sportlern stehen auf der Agenda.

Schon länger sorgt die Beziehung zwischen Bratislava und Moskau für Verstimmung unter Diplomaten und in Teilen der slowakischen Gesellschaft. Ministerpräsident Robert Fico von der Partei Smer-SD verfolgt nach eigenen Angaben eine „Politik der vier Himmelsrichtungen“. Kritiker hingegen wollen in Rhetorik und Vorgehen von Ficos Dreierkoalition eine klare prorussische Haltung erkennen.

Laut der slowakischen Opposition dient das Treffen auch der Aufstockung des russischen Diplomatenkorps in Bratislava, das derzeit auf 15 beschränkt ist. Im Raum stehen außerdem eine engere Militärkooperation und der Austausch von Militärattachés.

Anfang November wollen slowakische Regierungsvertreter auch zu einem zwischenstaatlichen Treffen mit der ukrainischen Regierung nach Lwiw reisen, wie Fico bekanntgab. Die Beziehung der beiden Nachbarn ist nicht zuletzt aufgrund mehrerer Besuche des Linkspopulisten in Moskau über die vergangenen Jahre angespannt.

← Zurück zu News

Bereit für Ihre kostenlose E-Mail?

512 MB Speicher, modernes Webmail und ein News-Portal — kostenlos starten.

Jetzt kostenlos registrieren