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Ukraine-News: Kiew: Staatsbegräbnis für umstrittenen Nationalistenchef

Welt

Newsblog zum Krieg in der Ukraine Kiew: Staatsbegräbnis für umstrittenen Nationalistenchef Aktualisiert am 18.08.2026 - 23:56 UhrLesedauer: 15 Min. Umstrittenes Staatsbegräbnis in Kiew. Laut einem Bericht spenden Firmen Milliarden für Putins Krieg. Alle Entwicklungen im Newsblog. Mittwoch, 19. August Ukraine: Staatsbegräbnis für umstrittenen Nationalistenchef Die Gebeine des 1938 ermordeten umstrittenen ukrainischen Nationalistenführers Jewhen Konowalez sind in die Ukraine überführt und mit einem Staatsbegräbnis beigesetzt worden. "Wir bringen einen herausragenden Sohn des ukrainischen Volkes nach Hause zurück", sagte Präsident Wolodymyr Selenskyj bei der Zeremonie auf einem Militärfriedhof unweit der Hauptstadt Kiew. Mit Konowalez habe die Ukraine einen Teil ihrer selbst, ihrer Erinnerung und ihrer nationalen Geschichte zurückgeholt. An der feierlichen Beisetzung mit militärischen Ehren nahmen auch Ministerpräsident Serhij Korezkyj, Parlamentspräsident Ruslan Stefantschuk, Armeechef Mychajlo Drapatyj und weitere ukrainische Politiker teil. Konowalez wurde 1891 in Österreich-Ungarn in der heutigen Westukraine geboren. Als österreichischer Soldat kämpfte er im Ersten Weltkrieg und beteiligte sich nach seiner russischen Kriegsgefangenschaft am Aufbau des 1920 gescheiterten ersten ukrainischen Staats. Ab 1929 führte er die neu gegründete Organisation Ukrainischer Nationalisten (OUN), die sich am Faschismus in Italien und dem Nationalsozialismus in Deutschland orientierte. Die OUN war für terroristische Anschläge wie die Ermordung des polnischen Innenministers 1934 verantwortlich. Konowalez wurde 1938 von einem sowjetischen Agenten in Rotterdam getötet und dort zunächst begraben. Vor der Umbettung von Konowalez wurde bereits sein Nachfolger bei der OUN, Andrij Melnyk, in die Ukraine überführt. Weitere im Ausland bestattete Ukrainer sollen folgen. Kiew plant dabei die Neubestattung der sterblichen Überreste von "Unabhängigkeitskämpfern" in einer "Pantheon" genannten Gedenkstätte. Dienstag, 18. August Ex-Minister Fedorow ruft zu Wahlen im Krieg auf Der kürzlich entlassene ukrainische Verteidigungsminister Mychajlo Fedorow fordert in einer aufsehenerregenden Ansprache Wahlen während des Krieges. Die Nation befinde sich in einer Regierungskrise und die Korruption in Kriegszeiten müsse enden, sagt der 35-Jährige in einer auf YouTube veröffentlichten Videoansprache. Es ist die erste derartige Forderung einer bedeutenden ukrainischen politischen Persönlichkeit seit Beginn der groß angelegten Invasion Russlands im Jahr 2022. Das Gesetz in der Ukraine verbietet die Abhaltung von Wahlen während des Krieges. Fedorow war im Juli entlassen worden und hatte es danach abgelehnt, als Berater von Präsident Wolodymyr Selenskyj weiterzuarbeiten. Selenskyj empfängt neuen deutschen Botschafter in Kiew Der neue deutsche Botschafter in der Ukraine, Boris Ruge, hat nach seinem Dienstantritt Präsident Wolodymyr Selenskyj sein Beglaubigungsschreiben überreicht. "Wir sind sehr stolz darauf, so starke Freunde zu haben", sagte der Staatschef gemäß einer Mitteilung. Selenskyj dankte dabei Deutschland für die gewährte Hilfe. "Ihre Unterstützung ist die größte in Europa. Wir wissen das und erinnern uns daran", sagte das Staatsoberhaupt. Bei dem Empfang in der historischen Sophienkathedrale in der ukrainischen Hauptstadt Kiew sei auch der Ausbau der gemeinsamen Rüstungsproduktion besprochen worden. Ruge trat seinen Dienst bereits vergangene Woche an. Der 64-Jährige gilt als Außen- und Sicherheitsexperte und war zuvor als Beigeordneter Generalsekretär der Nato für Politische Angelegenheiten und Sicherheitspolitik in Brüssel tätig. Vor seiner Tätigkeit bei der Nato arbeitete der Spitzendiplomat unter anderem als stellvertretender Vorsitzender der Münchner Sicherheitskonferenz, Gesandter in der US-Hauptstadt Washington sowie deutscher Botschafter in Riad, der Hauptstadt von Saudi-Arabien. In der Botschaft in Kiew folgt Ruge auf Heiko Thoms, der nach Madrid wechseln soll. Thoms hatte zuvor Martin Jäger abgelöst, der im vergangenen September neuer Präsident des Bundesnachrichtendienstes (BND) geworden war. Deutschland ist einer der Hauptunterstützer der Ukraine in ihrem seit knapp viereinhalb Jahren währenden Abwehrkampf gegen die russische Invasion. Rüstungschef: "Liefere mir mit dem russischen Geheimdienst Duell um mein Leben" Der Gründer des Waffenherstellers Donaustahl, Stefan Thumann, lebt wegen eines mutmaßlichen Mordkomplotts Russlands seit Monaten an ständig wechselnden Orten. "Ich liefere mir mit dem russischen Militärgeheimdienst ein Duell um mein Leben", sagte Thumann dem Sender RTL und dem Magazin "Stern" nach Angaben vom Dienstag. Er lebe "de facto im Untergrund". Bericht: Unternehmen spenden Milliarden für Putins Krieg Angesichts immer höherer Kosten für den Angriffskrieg gegen die Ukraine sind russische Geldgeber laut einem Medienbericht einem Spendenaufruf gefolgt und haben Milliarden in die Staatskasse gepumpt. Bis Mitte August seien 383,69 Milliarden Rubel (rund 3,9 Milliarden Euro) an freiwilligen Abgaben in den Haushalt geflossen, berichtete die russische Wirtschaftszeitung "Wedomosti". Das sei anderthalbmal so viel wie für das gesamte Jahr 2025. Die Summe übertraf demnach alle Erwartungen. Loading... Loading... Loading... Der Großteil der Mittel sei geflossen, nachdem es im März einen Aufruf gegeben hatte an die Unternehmer, meldete die Zeitung unter Berufung auf das Finanzministerium. Für solche Überweisungen kämen nicht nur große Konzerne infrage, sondern auch Einzelpersonen, Unternehmens- oder Familienstiftungen, erklärte der Chef des russischen Industriellen- und Unternehmerverbandes, Alexander Schochin, der Zeitung. Jeder Großspender entscheide selbst über die freiwillige Abgabe mit Blick auf die eigene finanzielle Situation. Wofür das Geld genau ausgegeben wird, ist nicht klar. Allerdings klafft im russischen Haushalt ein hohes Defizit wegen der immer höheren Ausgaben für Putins seit viereinhalb Jahren tobenden Angriffskrieg gegen die Ukraine. Laut "Wedomosti" könnte die Regierung im Herbst noch eine Übergewinnsteuer für den Finanzsektor einführen – also eine Sondersteuer auf Unternehmensgewinne –, um noch mehr Geld einzunehmen. Zur Finanzierung des Krieges hatte Putin schon die Einkommens- und auch die Mehrwertsteuer erhöhen lassen. Russland droht der Nato: Die Lage spitzt sich zu Westliche Waffen schlagen immer tiefer im russischen Hinterland ein. Zugleich baut Wladimir Putin seine Drohnenstreitkräfte aus und verschärft seine Drohungen. Die Gefahr einer direkten Konfrontation zwischen Russland und der Nato wächst. Drohnenangriff am AKW Saporischschja – ein Toter, 15 Verletzte Eine Drohne hat in der Ukraine mehr als ein Dutzend Mitarbeiter des von Russland besetzten Kernkraftwerks Saporischschja angegriffen. Wie die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) in Wien unter Berufung auf die von Moskau eingesetzte AKW-Leitung mitteilte, wurde eine Person getötet, 15 weitere Menschen wurden teils schwer verletzt. Sämtliche Opfer seien AKW-Angestellte und Mitarbeiter von Subunternehmen, hieß es.

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