DAX +0,08 % 25.380,80 Pkt 12:04:30 MDAX +0,58 % 32.291,83 Pkt 12:04:34 Euro Stoxx 50 -0,48 % 6.259,45 Pkt 12:04:30 Dow Jones +1,03 % 52.747,32 Pkt 23:10:23 S&P 500 +0,21 % 7.428,78 Pkt 23:10:14 Nasdaq -0,22 % 24.876,91 Pkt 23:15:59 Nikkei -1,49 % 61.434,19 Pkt 08:45:03 Gold +1,36 % 4.091,10 USD 12:09:29 Silber +1,03 % 57,89 USD 12:08:41 Brent +4,23 % 87,65 USD 12:08:37 WTI +4,04 % 82,46 USD 12:09:32 Bitcoin +1,13 % 64.590,81 USD 12:19:29 EUR/USD +0,20 % 1,13920 USD 12:19:23 EUR/GBP +0,15 % 0,85670 GBP 12:19:26 EUR/CHF +0,26 % 0,93380 CHF 12:19:34 EUR/JPY +0,08 % 186,335 JPY 12:19:26

Ukraine-News: Medwedew dementiert Berichte über Mobilmachung

Welt

Newsblog zum Krieg in der Ukraine Medwedew: "Das ist eine Lüge des Feindes" Jetzt neu bei t-online: Schriftgröße anpassen! Selenskyj meldet Fortschritte beim Thema Patriot-Raketen. Irland will weiter mit einem russischen Unternehmen arbeiten. Alle Entwicklungen im Newsblog. Mittwoch, 29. Juli Berichte: Neuer ukrainischer Angriff auf Online-Händler Wildberries In der russischen Stadt Rjasan gibt es Berichte über ukrainische Drohnenangriffe auf ein großes Logistikzentrum des Online-Händlers Wildberries und eine Raffinerie. Der Gouverneur der Region südöstlich von Moskau, Pawel Malkow, bestätigte einen Massenangriff mit Drohnen. In Industriebetrieben seien Brände durch abstürzende Drohnentrümmer ausgelöst worden, teilte er in sozialen Netzwerken mit. Er nannte die Unternehmen aber nicht. Es habe sechs Verletzte gegeben. Über dem Gebiet Rjasan seien 45 feindliche Drohnen abgewehrt worden, schrieb Malkow. Telegramkanäle veröffentlichten Videos und Fotos, auf denen Feuer in einer riesigen Lagerhalle und Rauchwolken zu sehen sind. Die Lagerhalle wurde Wildberries zugeschrieben. Die Authentizität der Aufnahmen war aber nicht sofort zu klären. Seit Anfang Juli attackiert die Ukraine immer wieder Logistikzentren des größten russischen Versandhauses Wildberries. Die symbolträchtigen und weithin sichtbaren Angriffe verursachen Milliardenschäden. Ein Ziel dürfte aber auch sein, Unruhe in der städtischen russischen Mittelschicht zu schüren, die häufig Waren online bestellt. US-Senat macht Weg frei für schärfere Sanktionen gegen Moskau Der US-Senat hat einen weitreichenden Gesetzentwurf für Sanktionen gegen die russische Energiewirtschaft auf den Weg gebracht. In einer ersten Verfahrensabstimmung stimmten die Senatoren am Dienstag mit 86 zu zwölf Stimmen für die Vorlage, die den wirtschaftlichen Druck auf Moskau wegen des Kriegs in der Ukraine erhöhen soll. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj verfolgte die Abstimmung im Kapitol. Sie galt als Würdigung des kürzlich verstorbenen republikanischen Senators Lindsey Graham, einem der einflussreichsten Unterstützer der Ukraine im Kongress, an dessen Beerdigungstag die Abstimmung stattfand. Der Entwurf würde Präsident Donald Trump die Befugnis geben, Zölle von bis zu 100 Prozent auf Importe aus Ländern wie China und Indien zu erheben, die in großem Umfang russisches Öl und Gas kaufen. Obwohl die Demokraten die Sanktionen grundsätzlich unterstützen, gibt es Bedenken wegen dieser neuen Zoll-Befugnisse für Trump. Einige befürchten höhere Importkosten und kritisieren die Vorlage als "massive Hintertür-Autorität" für Zölle, die auch europäische Verbündete treffen könnten. Der Entwurf ist noch mehrere Schritte von einer Verabschiedung entfernt und muss nach weiteren Abstimmungen im Senat auch vom Repräsentantenhaus gebilligt werden, das erst im September wieder zusammentritt. Auf Wunsch Trumps wurden auch Sanktionen gegen den Iran in das Paket aufgenommen. Medwedew: "Das ist eine Lüge des Feindes" In Russland sollen sich nach offiziellen Angaben im ersten Halbjahr erneut rund 200.000 Freiwillige für den Angriffskrieg gegen die Ukraine gemeldet haben. Diese nicht überprüfbare Zahl nannte der Vizechef des nationalen Sicherheitsrates, Dmitri Medwedew, bei einer Sitzung. In einem bei Telegram veröffentlichten Video wies er zugleich Behauptungen der ukrainischen Führung zurück, wonach Moskau wie nach Kriegsbeginn 2022 eine Mobilmachung plane, um massive Verluste bei den Streitkräften auszugleichen. Es handle sich um Lügen, Provokationen und Gerüchte, die der Feind gezielt verbreite, um die Lage in Russland vor der Parlamentswahl im September zu destabilisieren, sagte Ex-Kremlchef Medwedew. Die Angst vor einer neuen Mobilmachung ist in Russland tatsächlich mit Händen greifbar, viele Menschen glauben den offiziellen Beteuerungen nicht. Auch 2022 hatte der Kreml behauptet, es sei keine Zwangsrekrutierung geplant. Als sie doch kam, ergriffen Hunderttausende die Flucht. "Ich möchte noch einmal ausdrücklich betonen: Es besteht keinerlei Notwendigkeit für eine Mobilmachung. Das ist eine Lüge des Feindes, der selbst unter einem Mangel an Personal leidet", sagte Medwedew. Die personellen Erfordernisse der russischen Streitkräfte seien im ersten Halbjahr "vollkommen" erfüllt worden, sagte er. Russland lockt die Freiwilligen mit hohen Prämien und Einkommen. Viele Männer, die ihren Wehrdienst abgeleistet haben, berichten aber auch von Druck, sich für den Kriegsdienst zu verpflichten. Begrenzungen beim Kraftstoffverkauf in Russland gelockert Knapp zwei Monate nach dem Beginn von Begrenzungen beim Kraftstoffverkauf in Russland infolge ukrainischer Angriffe wurden am Montag und Dienstag die Maßnahmen in mindestens sieben Regionen aufgehoben oder gelockert, wie aus Angaben der Behörden und Medienberichten hervorging. Darunter waren die Hauptstadt Moskau, die zweitgrößte Metropole Sankt Petersburg sowie stark betroffene Regionen im Süden. In Moskau und Sankt Petersburg hoben die Mineralölkonzerne Lukoil, Teboil und Gazprom Neft die Abgabebeschränkungen an ihren Tankstellen vollständig oder teilweise auf, wie das Fachmedium "Infotek" berichtete. Laut örtlichen Medienberichten wurden die Einschränkungen auch in den Regionen Rostow, Wolgograd, Stawropol und Krasnodar im Südwesten sowie in der Region Omsk in Sibirien gelockert oder aufgehoben. Der für Energie zuständige russische Vizeregierungschef Alexander Nowak hatte bereits am Samstag angegeben, dass sich die Lage "schrittweise" stabilisiere. Mehrere Raffinerien hätten nach ukrainischen Angriffen ihre "Tätigkeit wieder aufgenommen". Die Lage bei der Kraftstoffversorgung habe sich auch für Landwirte "deutlich verbessert". Dienstag, 28. Juli Selenskyj erhält offenbar Zusagen für Patriot-Produktion Bei seinem Besuch in Washington hat sich der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj nach eigenen Angaben auch mit Vertretern der Rüstungsfirma Lockheed Martin getroffen, die unter anderem Flugabwehrraketen vom Typ Patriot produziert. Bei dem Treffen sei "ein noch stärkeres Wachstum unserer Zusammenarbeit" besprochen worden, schrieb Selenskyj am Abend auf X. US-Präsident Donald Trump hatte der Ukraine kürzlich in Aussicht gestellt, die Raketen in Lizenz selbst zu produzieren. Loading... Loading... Loading... "Wir sprachen über unsere gemeinsamen Möglichkeiten bezüglich Patriots und anderer Systeme", schrieb Selenskyj zu dem Treffen mit den Firmenvertretern. "Unsere Teams arbeiten bereits an konkreten Lösungen, um so schnell wie möglich zu gemeinsamer Produktion überzugehen". Konkreter äußerte sich der ukrainische Präsident nicht. Mit deutscher Technik? Ukrainische Firma testet Alternative zur US-Abwehr Das Patriot-Flugabwehrsystem ist eine entscheidende Waffe für die Verteidigung der Ukraine. Es ist das einzige Waffensystem, mit dem sich auch Russlands ballistische Raketen abfangen lassen. Allerdings hat die Ukraine wohl nur noch wenige Patriot-Abfangraketen auf Lager. Die Produktion der Raketen gilt als technisch anspruchsvoll. Noch ist unklar, wann die Fertigung in der Ukraine beginnen kann. Das Land arbeitet auch an einem eigenen Abfangsystem, das aber frühestens im kommenden Jahr einsatzbereit sein soll. Ukraine warnt Iran nach Angriff auf Schiff vor Eskalation Der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha hat nach dem tödlichen Angriff auf ein iranisches Frachtschiff seinen Teheraner Kollegen Abbas Araghtschi angerufen und die Lage erklärt. Es sei das Ziel Kiews, eine unnötige Eskalation zu vermeiden, teilte Sybiha bei X mit. Er äußerte sich nach seinem Besuch mit dem ukrainischen Staatschef Wolodymyr Selenskyj bei US-Präsident Donald Trump in Washington. Der Ukraine gehe es bei ihren Angriffen nur darum, sich selbst vor der russischen Aggression zu verteidigen.

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