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Ukraine-News: Mindestens 32 Tote bei russischen Angriffen in der Ukraine

Welt

Ukraine-News

Selenskyj: Mindestens 32 Tote bei russischen Angriffen in der Ukraine

von MDR AKTUELL

Stand: 08.10.2026 18:25 Uhr

Drohnenangriff auf russisches KI-Rechenzentrum

Mindestens 32 Tote bei russischen Angriffen in der Ukraine

Bühler: Russland gerät bei Lyman unter Druck

Ukraine erhält weitere EU-Gelder für Drohnenbeschaffung

Ukraine-Krieg: Rückblick +++ Hintergründe und Podcast

Ukraine: Drohnenangriff auf Raffinerie in Sibirien

Die Ukraine hat nach eigenen Angaben erneut die größte russische Ölraffinerie im sibirischen Omsk angegriffen. Die Anlage, die rund 2.500 Kilometer von der Ukraine entfernt liegt, versorge die russische Armee mit Treibstoff, teilte der Generalstab mit. Einzelheiten zu den Auswirkungen des Angriffs wurden nicht genannt. Der Gouverneur der Region Omsk, Witali Chozenko, erklärte lediglich, eine Drohne habe ein Industriegebiet getroffen. (Quelle: Reuters)

Update: Drohnenangriff auf Rechenzentrum von russischem KI-Konzern

In Russland ist ein Rechenzentrum des KI-Konzerns Yandex bei einem mutmaßlich ukrainischen Drohnenangriff getroffen und lahmgelegt worden. Das Unternehmen teilte laut russischen Medien mit, bei einem "Vorfall" in der Anlage in der Region Rjasan seien Teile der Infrastruktur beschädigt worden. Der Betrieb sei vollständig eingestellt worden. Zuvor hatten Augenzeugen von einem Brand berichtet.

Yandex betreibt unter anderem YandexGPT, eines der führenden generativen KI-Modelle in Russland. Nach Angaben des Konzerns funktionieren die wichtigsten Verbraucherdienste weiterhin, vereinzelt könne es aber zu Problemen kommen. Bestätigte größere ukrainische Angriffe auf russische Rechenzentren hatte es bislang nicht gegeben. (Quelle: Reuters, dpa)

Ukraine will deutsche Häfen für Agrarexporte nutzen

Die Ukraine will wegen der Blockade ihrer eigenen Seehäfen durch russische Angriffe deutsche Häfen für den Export von Agrargütern nutzen. Das teilte der ukrainische Agrarminister Taras Wysozkyj mit. Das Land arbeite daran, seine maritimen Exportrouten vollständig wiederherzustellen und alternative Wege auszubauen. Durch die Nutzung der deutschen Hafeninfrastruktur könnte die Exportkapazität der Ukraine dem Ministerium zufolge um rund eine Million Tonnen pro Monat erhöht werden. (Quelle: Reuters)

Bei einem schweren russischen Angriff auf einen Bus in der ostukrainischen Stadt Kramatorsk sind nach Behördenangaben mindestens 30 Menschen getötet worden. Weitere 18 Menschen seien verletzt worden, teilte der Donezker Militärgouverneur Wadym Filaschkin mit. Er veröffentlichte in seinem Telegram-Kanal Fotos von dem ausgebrannten Bus. Filaschkin rief die noch im Gebiet Donezk verbliebenen Menschen dazu auf, in sicherere Regionen der Ukraine zu fliehen.

Kramatorsk ist neben Slowjansk die letzte von der Ukraine kontrollierte Großstadt in der Region Donezk im Osten des Landes. Die Stadt ist für die Logistik der ukrainischen Streitkräfte an der Front von großer Bedeutung. (Quelle: AFP, dpa)

Südkorea zieht Botschafter aus Kiew ab

Wegen eines diplomatischen Streits mit der Ukraine zieht Südkorea seinen Botschafter aus Kiew ab. Die Verhandlungen zur Beilegung des Konflikts liefen aber weiter, betonte das südkoreanische Außenministerium. Die Regierung in Seoul wirft der Ukraine den Bruch einer Geheimhaltungsvereinbarung vor, nachdem der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj die Übergabe zweier gefangener nordkoreanischer Soldaten, die auf russischer Seite gegen die Ukraine gekämpft hatten, an Südkorea bekannt gegeben hatte. (Quelle: Reuters)

Update: Mindestens 32 Tote bei schweren russischen Luftangriffen auf die Ukraine

Bei massiven russischen Luftangriffen auf die Ukraine sind nach ukrainischen Angaben am Mittwoch mindestens 32 Menschen getötet und 100 weitere verletzt worden. Besonders schwer getroffen wurde die Stadt Pryluky in der Region Tschernihiw. Dort stieg die Zahl der Toten bis heute Morgen nach Behördenangaben auf 22 Menschen, darunter mindestens fünf Kinder. Sie befanden sich in einem fünfstöckigen Wohnhaus, das durch eine Rakete zerstört wurde. Wie die Einsatzkräfte mitteilten, wurden auch in Kiew zwei weitere Todesopfer geborgen, die bei einem Angriff auf ein mehrstöckiges Wohnhaus starben.

Nach Angaben des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj setzte Russland bei den Angriffen rund 70 Raketen und Dutzende Drohnen ein. Das russische Verteidigungsministerium erklärte, die Angriffe hätten unter anderem Rüstungsbetrieben sowie Hafenanlagen in der Region Odessa gegolten. (Quelle: Reuters)

Ukraine-News am Mittwoch, 7. Oktober 2026

Russische Angriffe auf ukrainische Rüstungsindustrie

Tote nach russischen Luftangriffen in mehreren Landesteilen

EU-Botschafter billigen neue Russland-Sanktionen

Russland meldet Angriff auf Schiff vor Odessa

Russische Streitkräfte haben nach Angaben des Verteidigungsministeriums in Moskau ein Schiff angegriffen, das auf dem Weg zum ukrainischen Schwarzmeerhafen Odessa gewesen sein soll. Das Schiff habe militärische Güter für die Ukraine transportiert, erklärte das Ministerium. Weitere Einzelheiten zu dem Angriff wurden nicht genannt.

Zudem seien bei russischen Drohnenangriffen ukrainische Hafenanlagen getroffen worden. Auch dazu machte das Ministerium keine näheren Angaben. Die Angaben konnten zunächst nicht unabhängig überprüft werden. (Quelle: Reuters)

EU-Botschafter billigen neue Russland-Sanktionen gegen Rüstungsindustrie

Die EU-Botschafter haben nach Angaben von Diplomaten 1.646 neue Einträge auf der Sanktionsliste gegen Russland gebilligt. Im Mittelpunkt stehen Unternehmen und Personen aus der russischen Rüstungsindustrie. Mehr als die Hälfte der Einträge betrifft demnach die Herstellung ballistischer Raketen, darunter die Iskander-M.

Betroffen sind außerdem Drohnenhersteller, Zulieferer der Raketenindustrie und Werften. Auch 77 russische Politiker, die in besetzten ukrainischen Gebieten für Parlamentssitze kandidiert haben, stehen auf der Liste. Wegen der militärischen Zusammenarbeit mit Russland werden zudem sieben nordkoreanische Organisationen und Personen sanktioniert. (Quelle: Reuters)

Nach jüngsten Angaben des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj hat der in der Nacht begonnene russische Großangriff auf Städte der Ukraine nun mindestens 25 Menschenleben gefordert, unter ihnen fünf Kinder. Die Gesamtzahl der Verletzten gab er mit mindestens 100 an. Bei den Angriffen hatte das russische Militär einen Waffenmix von Drohnen, ballistischen Raketen und Marschflugkörpern eingesetzt. (Quelle: dpa)

Update: Mindestens 24 Tote bei russischen Angriffen in der Ukraine

Bei den jüngsten russischen Angriffen auf die Ukraine sind nach neuesten ukrainischen Angaben mindestens 24 Menschen getötet worden, darunter vier Kinder. Allein 18 Menschen kamen bei dem Raketenangriff auf ein Wohnhaus in Pryluky ums Leben, erklärte Präsident Wolodymyr Selensky in Onlinediensten. Er nannte die jüngsten Attacken "einen der abscheulichsten Angriffe" seit Kriegsbeginn. (Quelle: AFP)

Bühler: Russland gerät bei Lyman unter Druck

Nach Ansicht von Ex-Nato-General Erhard Bühler gerät Russland im Donezker Gebiet bei Lyman durch die ukrainische Vivaldi-Offensive unter Druck. "Die dort eingesetzte russische Armee hat offenbar schwere Verluste und kann die Stellungen nicht mehr halten", sagte Bühler im MDR-Podcast "Was tun, Herr General?".

Zudem geht es in der Folge um den Besuch von Bundeskanzler Friedrich Merz und Wirtschaftsministerin Katharina Reiche in Kiew. Bühler sieht darin ein wichtiges Signal. Es liege im ureigensten deutschen Interesse, dass die Ukraine den Krieg nicht verliere.

Die Anfang September unter dem Namen "Operation Vivaldi" gestartete ukrainische Gegenoffensive hat das Ziel, die russischen Truppen von den strategisch wichtigen Städten Slowjansk und Kramatorsk zurückzudrängen. (Quellen: MDR, AFP)

Wadephul will runden Tisch mit deutschen und ukrainischen Bürgermeistern einrichten

Zum Auftakt der Deutsch-Ukrainischen Kommunalen Partnerschaftskonferenz in Berlin hat Bundesaußenminister Johann Wadephul regelmäßige Treffen von Bürgermeistern aus Deutschland und der Ukraine angekündigt. Man wolle im kommenden Jahr einen runden Tisch organisieren, sagte Wadephul. Städte und Gemeinden in beiden Ländern sollten sich "gegenseitig unterstützen". Deutsche Kommunen könnten viel von Gemeinden in der Ukraine lernen, unter anderem beim Schutz der Infrastruktur und beim Katastrophenschutz.

Die Deutsch-Ukrainische Partnerschaftskonferenz findet zum achten Mal statt. Das Netzwerk umfasst nach eigenen Angaben 300 Partnerschaften zwischen deutschen und ukrainischen Städten oder Gemeinden. Schirmherren sind Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj. (Quelle: AFP)

Ukraine meldet weitere Todesopfer durch russische Angriffe

Die Ukraine hat weitere Tote durch russische Angriffe gemeldet. Allein in der Stadt Pryluky wurden mindestens 16 Menschen getötet und 55 weitere verletzt, wie die Polizei des Gebiets Tschernihiw mitteilte. In der Stadt, die rund 120 Kilometer östlich von Kiew liegt, sei ein fünfstöckiger Wohnblock getroffen worden.

Zwei weitere Menschen wurden dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj zufolge getötet, als Raketen in Hochhäuser in Dnipro und Krementschuk in der Zentralukraine einschlugen. Jeweils zwei Todesopfer gab es auch bei Angriffen auf Oleksandrija und in Kiew. (Quellen: dpa/AFP)

Ukraine erhält weitere EU-Gelder für Drohnenbeschaffung

Die Ukraine erhält weitere Gelder für die Drohnenbeschaffung aus dem 90 Milliarden Euro schweren Unterstützungsdarlehen der EU. 1,24 Milliarden Euro für Drohnen-Abfangsysteme, Drohnenmunition und Raketen, die von ukrainischen Unternehmen hergestellt werden, wurden nach eigenen Angaben von der EU-Kommission ausgezahlt. Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen sagte dazu: "Die heutige Auszahlung wird dazu beitragen, die ukrainische Verteidigungsindustrie zu stärken und die Fähigkeit der Ukraine zu verbessern, sich selbst zu verteidigen – zum Schutz der Menschen und der Infrastruktur". Von dem EU-Kredit in Höhe von 90 Milliarden Euro für die Jahre 2026 und 2027 sind 60 Milliarden für verteidigungsrelevante Ausgaben vorgesehen. 30 Milliarden Euro sind für die Unterstützung des ukrainischen Haushalts geplant. (Quelle: dpa)

Mindestens elf Tote nach russischen Luftangriffen in mehreren Landesteilen

Bei einem der schwersten russischen Luftangriffe auf die Ukraine sind nach Angaben von Präsident Wolodymyr Selenskyj mindestens elf Menschen getötet worden. Russland habe rund 70 Raketen und Drohnen abgefeuert und dabei gezielt die Energieinfrastruktur ins Visier genommen, teilte Selenskyj über den Kurznachrichtendienst Telegram mit. Ballistische Raketen seien weiterhin die größte Bedrohung. Die Ukraine benötige daher dringend weitere Luftabwehrsysteme. (Quelle: Reuters)

Russische Angriffe auf ukrainische Rüstungsindustrie

Russland hat nach eigenen Angaben die Rüstungsindustrie in der Ukraine massiv angegriffen. Dabei seien boden-, see- und luftgestützte Präzisionswaffen sowie Drohnen zum Einsatz gekommen, teilte das russische Verteidigungsministerium mit. Zu den Zielen hätten unter anderem Anlagen des Rüstungsunternehmens Fire Point in Kiew gehört, wo Marschflugkörper vom Typ Flamingo sowie Drohnen mit mittlerer und großer Reichweite hergestellt und gelagert würden. Weitere Angriffe habe es in den Regionen Kiew, Tschernihiw, Kirowohrad, Dnipropetrowsk, Poltawa und Charkiw gegeben. Zudem seien die Hafen- und Werftinfrastruktur in der Schwarzmeer-Region Odessa sowie Schiffe angegriffen worden. (Quelle: Reuters)

Update: Mindestens zwei Tote nach russischem Angriff auf Kiew

Bei schweren russischen Luftangriffen auf die ukrainische Hauptstadt Kiew sind nach Behördenangaben zwei Menschen getötet worden. Bürgermeister Vitali Klitschko berichtete morgens von mindestens zwei Toten. Sie seien in den Trümmern von Garagen im östlichen Stadtteil Darnyzja gefunden worden. Klitschko zufolge wurden auch Gebäude und Lagerhallen in den Bezirken Obolon und Podil beschädigt. Nach Berichten ukrainischer Medien waren im Stadtgebiet zahlreiche Explosionen zu hören.

Auch andere Landesteile wurden wieder von Russland attackiert. In der südöstlichen Stadt Dnipro wurde den Behörden zufolge ein Industriebetrieb getroffen. Im südlichen Saporischschja sei die Verkehrsinfrastruktur getroffen, in der zentralukrainischen Stadt Krementschuk seien Wohngebäude beschädigt worden.

Bereits am Abend gab es zudem Drohnenangriffe auf die nordostukrainische Stadt Sumy. Dabei wurde nach Angaben des Bürgermeisters ein Mensch getötet, mehrere weitere Menschen wurden verletzt. (Quelle: Reuters, dpa)

UN-Menschenrechtsrat verlängert Überwachung der Lage in Russland

Der UN-Menschenrechtsrat hat die unabhängige Überwachung der Menschenrechtslage in Russland um ein weiteres Jahr verlängert. Das Gremium stimmte mit 21 zu 5 Stimmen für eine Fortsetzung des Mandats der Sonderberichterstatterin Marijana Kazarowa. Zur Begründung verwies der Rat auf die anhaltende Verschlechterung der Menschenrechtslage. In der Resolution kritisiert der Rat unter anderem willkürliche Festnahmen und die Verfolgung von Kritikern des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine. Russland wird aufgefordert, grundlegende Freiheitsrechte zu achten und der UN-Sonderberichterstatterin ungehinderten Zugang zu gewähren. (Quelle: AFP)

Ukraine-News am Dienstag, 6. Oktober 2026

Öl-Tanker brennt vor der russischen Küste

Prien bei Gedenkveranstaltung nahe Kiew

Massiver ukrainischer Angriff auf Region Moskau

Strände an der russischen Küste gesperrt

Wegen des brennenden Öl-Tankers im Schwarzen Meer haben die russischen Behörden einige Strände im Süden der Region Krasnodar gesperrt. Einzelheiten zur Brandursache nannten die Behörden dabei nicht. (Quelle: Reuters)

Öl-Tanker brennt vor der russischen Küste

Ein unter liberianischer Flagge fahrender Tanker mit einer Ladung Öl ist vor der russischen Schwarzmeer-Küste bei Sotschi in Brand geraten. Die "Aframax Rio" sei von See-Drohnen angegriffen worden, teilte das russische Transportministerium mit. Die 23 Besatzungsmitglieder aus Indien seien gerettet. (Quelle: dpa)

Ukraine erwartet schweren russischen Angriff

Russland bereitet nach Angabend des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj einen neuen massiven Angriff auf die Ukraine vor. Dazu "liegen aktuelle Geheimdienst-Informationen vor", sagte Selenskyj in seiner abendlichen Video-Botschaft: "Sicherheitsdienste und unsere Luftwaffe sind bereit, im Rahmen unserer verfügbaren Verteidigungsmittel darauf zu reagieren." (Quelle: Reuters)

Bulgarien informiert Nato über Angriffe

Bulgariens Präsdeint Rumen Radew at nach den Angriffen auf Schiffe in der bulgarischen Handelszone im Schwarzen Meer in einer Video-Konferenz mit EU-Regierungschefs sowie EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und EU-Ratspräsident António Costa beraten. Auch die Nato sei informiert, sagte der Regierungschef des Mitgliedslands. Eine Reaktion stehe noch aus. Nach Angaben aus Sofia werden weiter Geheimdienst-Informationen gesammelt, aus Bulgarien, Rumänien und der Ukraine, um die Drohnen-Herkunft zu klären. (Quelle: EBU)

Anti-Drohnen-Netze an Brücken in Kiew

In der ukrainischen Hauptstadt ist damit begonnen worden, Gitter-Netze zur Abwehr von Drohnen an den Brücken anzubringen. Das beobachteten AFP-Reporter heute an der Nordbrücke, eine der Brücken, die beide Dnipro-Ufer verbinden und zuletzt mit russischen Drohnen beschossen wurden. (Quelle: EBU)

Fünf Jahre altes Kind in Wohnung verletzt

Bei russischen Angriffen in Saporischschja ist nach ukrainischen Angaben heute auch ein fünf Jahre altes Kind verletzt worden. Ein Wohnhochhaus sei getroffen worden und in der Wohnung ein Feuer ausgebrochen. (Quelle: EBU)

Prien bei Gedenkveranstaltung nahe Kiew

Bundesfamilienministerin Karin Prien hat 85 Jahre nach den deutschen Massenerschießungen von fast 34.000 Juden am Gedenkort von Babyn Jar in der Ukraine an die Verantwortung der Menschen heute erinnert. "Erinnerung bedeutet Verantwortung", sagte sie im Beisein des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj und von zahlreichen weitereb Ehrengästen. (Quelle: dpa)

Schiffe in bulgarischen Gewässern attackiert

Zwei Handelsschiffe sind in bulgarischen Gewässern des Schwarzen Meeres von Drohnen angegriffen worden. Das teilte Bulgariens Ministerpräsident Rumen Radew mit. Beide Schiffe seien beschädigt, eines schnell gesunken. Die Besatzung dieses unter der Flagge von Togo fahrenden Schiffes werde vermisst und gesucht. Auf dem anderen sei ein Brand ausgebrochen, aber elf Türken und sieben Inder gerettet, zwei davon schwer verletzt. Dieses Schiff sei unter der Flagge von Palau mit Getreide unterwegs gewesen. Beide seien in der Nacht etwa 70 Seemeilen vor der Küste bei Byala getroffen worden. Zum Ursprung der Drohne äußerte sich Radew nicht. Es seien mehrere gewesen, aus dem Meer und aus der Luft. (Quelle: dpa)

Beschuss der Nordbrücke in Kiew

Russische Truppen haben erneut die Nordbrücke über den Dnipro in der ukrainischen Hauptstadt Kiew mit Drohnen angegriffen. Das meldete die russische Nachrichtenagentur Tass unter Berufung auf das Verteidigungsministerium. Die Brücke sei für den Transport von Militärpersonal genutzt worden, hieß es. Angaben zum genauen Zeitpunkt des Angriffs machte Tass nicht. (Quelle: Reuters)

Kreml weist BND-Aussagen zurück

Moskau hat Warnungen von BND-Chef Martin Jäger vor einem drohenden gewaltsamen Konflikt mit Russland zurückgewiesen. Die Äußerungen seien haltlos und dienten als Vorwand, um höhere Verteidigungsausgaben zu rechtfertigen, hieß es aus dem Präsidialamt in Moskau. Der Chef des Bundesnachrichtendienstes hatte gestern erklärt, Deutschland sei in Gefahr, in einen gewaltsamen Konflikt mit Russland zu geraten. Der Anschlagsversuch am Flughafen Leipzig sei nur ein Beispiel. Jäger warf Russlandvor, einen "Schattenkrieg" zu führen. (Quelle: dpa)

Russland attackiert Brücke in Saporischschja

Nach Brücken in Kiew hat Russland ukrainischen Behördenangaben zufolge auch in der Stadt Saporischschja eine Brücke über den Fluss Dnipro angegriffen. Dabei seien fünf Menschen verletzt worden, teilte der Gouverneur der Region mit. Er äußerte sich nicht zur Art des Angriffs, sondern sprach allgemein von einem Beschuss. Dazu veröffentlichte er ein Foto, dass einen Krater auf der Fahrbahn der Brücke zeigen soll. Der Verkehr sei zeitweise gestoppt worden. (Quelle: dpa)

Bei dem ukrainischen Angriff auf die Region Moskau sind nach Angaben des Moskauer Bürgermeisters Sergej Sobjanin zwei Menschen ums Leben gekommen. Zuvor war nur von einem Toten die Rede. Das Portal "Kyjiv Independent" berichtete unter Berufung auf Augenzeugen, bei dem Angriff sei ein Öl-Lager rund 40 Kilometer südöstlich von Moskau ins Visier genommen worden. Die Anlage in dem Ort Konstantinowka ist nach russischen Angaben das größte Reservoir der Region und ein wichtiger Knotenpunkt der Treibstoffversorgung für Moskau. (Quelle: dpa)

Massiver ukrainischer Angriff auf Region Moskau

Die Ukraine hat die Region Moskau nach russischen Behördenangaben in der Nacht mit rund 650 Drohnen angegriffen. Davon seien 105 beim Anflug auf die Hauptstadt zerstört worden, teilte Moskaus Bürgermeister Sergej Sobjanin mit. Die übrigen seien größtenteils bereits in größerer Entfernung abgefangen worden. Berichte über Verletzte oder Schäden gab es zunächst nicht. Ukrainischen Medien zufolge könnte unter anderem eine Öl-Anlage nahe Moskau ein Ziel gewesen sein. (Quelle: dpa)

Russland meldet Toten im Atomkraftwerk

Bei einem ukrainischen Drohnenangriff auf das von Russland besetzte Atomkraftwerk Saporischschja ist nach russischen Angaben ein Mensch getötet worden. Der Chef des russischen Atomkonzerns Rosatom, Alexej Lichatschow, erklärte, bei dem Opfer handele es sich um einen Fahrer, der Lebensmittel für die Beschäftigten geliefert habe. Angegriffen worden seien zudem ein Laborgebäude und eine Anlage zur Verarbeitung radioaktiver Abfälle. Eine Gefahr für die nukleare Sicherheit bestehe nach russischen Angaben aber nicht. (Quelle: Reuters)

Ukraine-News am Montag, 5. Oktober 2026

Sechs Tote bei rusisschen Angriffen in Charkiw

Ukraine stoppt monatlich tausende Züge wegen Drohnen

BND-Chef Jäger sieht "Schattenkrieg"

Zahl der Toten in Charkiw steigt weiter

Die Zahl der Toten nach den russischen Angriffen mit Lenkbomben auf Charkiw ist auf mindestens sechs gestiegen. Zuvor waren drei Tote bekannt gewesen. Die Ermittlungsbehörden sprachen von 59 Verletzten. Unter den Trümmern eines Wohnhauses werde weiter nach möglichen weiteren Opfern gesucht. "Die Beseitigung der Folgen des russischen Angriffs dauert an", teilte das ukrainische Innenministerium mit. (Quelle: dpa)

Ukraine stoppt ständig Züge wegen Drohnengefahr

Im September sind in der Ukraine nach Angaben des Bahnbetreibers mehr als 5.800 Züge wegen der Gefahr durch russische Drohnenangriffe evakuiert worden. Insgesamt 5.831 Züge seien betroffen gewesen, durchschnittlich 205 Züge pro Tag, teilte der ukrainische Bahnbetreiber mit. Das entspricht etwa einem Zug alle sieben Minuten.

Zugverbindungen werden demnach regelmäßig gestoppt, sobald russische Drohnen näher als 100 Kilometer herankommen. Im Falle eines drohenden Angriffs müssen die Passagiere aussteigen und auf Feldern oder am Gleisrand warten, bis die Gefahr vorüber ist. Der längste erzwungene Halt dieser Art im September dauerte sechseinhalb Stunden. (Quelle: AFP)

Tödlicher Drohnenangriff auf Frachter

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat Russland für einen tödlichen Drohnenangriff auf ein Frachtschiff im Schwarzen Meer verantwortlich gemacht. "Ein schrecklicher Angriff von zwei russischen Drohnen auf ein ziviles Schiff in neutralen Gewässern", schrieb Selenskyj in Onlinediensten. Das Schiff habe der Türkei gehört und Mais transportiert. Der Kapitän sei bei dem Angriff getötet worden, das Schicksal eines weiteren Besatzungsmitgliedes müsse noch geklärt werden.

Zuvor hatten die rumänischen Behörden über ein Feuer auf dem Frachter informiert und mitgeteilt, zwei Besatzungsmitglieder seien getötet und elf weitere gerettet worden. Der Frachter "Royad Mammadov" habe sich in der rumänischen Wirtschaftszone befunden und sei gesunken. Die rumänischen Behörden machten keine Angaben zur Ursache des Feuers. (Quelle: AFP)

Zahl der Toten in Charkiw steigt

Bei dem russischen Angriff mit Fliegerbomben auf die ostukrainische Großstadt Charkiw sind nach Behördenangaben mindestens drei Menschen getötet worden. Zuvor war lediglich ein Opfer bekannt. Bürgermeister Ihor Terechow schrieb auf Telegram außerdem von mindestens 29 Verletzten. Unter den Trümmern eines Wohnhauses werde noch nach Vermissten gesucht. Eine Lagerhalle sei in Brand geraten. (Quelle: dpa)

Familienministerin Prien in Kiew

Bundesfamilienministerin Karin Prien (CDU) ist zu einem Besuch in die Ukraine gereist. Sie traf in der Hauptstadt Kiew ein und will dort unter anderem Regierungsmitglieder treffen und eine Schule sowie einen Kindergarten besuchen, wie ihr Ministerium mitteilte. Wie lange sich die Ministerin in dem Land aufhalten wird, blieb zunächst unklar. (Quelle: AFP)

BND-Chef sieht "Schattenkrieg"

Deutschland muss aus Sicht der Geheimdienste mit Blick auf die Bedrohung durch Russland widerstandsfähiger werden. "Russland führt einen Schattenkrieg gegen uns", sagte der Präsident des Bundesnachrichtendienstes, Martin Jäger, bei einer öffentlichen Anhörung im Bundestag. Es gehe etwa um Einschüchterungsversuche. Aktionen gegen einzelne Mitgliedstaaten der Nato seien keine Ausnahme mehr. In dieser Lage seien die Nachrichtendienste "die erste Verteidigungslinie". Jäger sagte, Deutschland sei "in Gefahr, in einen gewaltsamen Konflikt mit Russland zu geraten". Der Präsident des Bundesamts für Verfassungsschutz, Sinan Selen, sagte, Russland zeige seine Bereitschaft zu Sabotage und zu Tötungsdelikten. Das Spektrum umfasse auch Desinformation und Anschlagsversuche wie auf dem Flughafen Leipzig/Halle. (Quellen: dpa, Reuters)

Russland meldet Angriffe auf Region Odessa

Russland hat nach eigenen Angaben in der südukrainischen Region Odessa den Hafen von Wylkowe, Treibstofflager in Tschornomorsk und Frachtschiffe angegriffen. Außerdem habe man ein Kraftwerk in der nordöstlichen Region Charkiw getroffen, teilte das Verteidigungsministerium in Moskau mit. Die Ziele seien ausgewählt worden, weil sie für militärische Zwecke genutzt würden. (Quelle: Reuters)

Ein Toter und sechs Verletzte in Charkiw

Bei einem russischen Luftangriff auf die ostukrainische Stadt Charkiw ist nach ukrainischen Angaben ein Mensch getötet worden. Sechs weitere Menschen wurden verletzt, wie Bürgermeister Ihor Terechow bei Telegram mitteilte. (Quelle: Reuters)

Lage für Zivilisten in Kramatorsk gefährlich

In der ostukrainischen Stadt Kramatorsk verschärft sich die Lage für die Zivilbevölkerung durch russische Angriffe mit Gleitbomben und Drohnen. In der vergangenen Woche wurden unter anderem ein Wohnhaus und eine Kirche getroffen. Auch die Flucht aus der Stadt wird nach Angaben von Einwohnern zunehmend gefährlich, weil Drohnen die Zufahrtsstraßen bedrohen. Medienberichten zufolge haben in den vergangenen Monaten rund 10.000 Menschen Kramatorsk verlassen. Viele Bewohner bleiben jedoch, unter anderem weil sie sich einen Umzug nicht leisten können. (Quelle: EBU)

Ukraine-News 41. Woche, Montag, 5. Oktober 2026

Guten Tag! In unseren Ukraine-News halten wir Sie über die aktuellen Entwicklungen im Krieg gegen die Ukraine auf dem Laufenden. Alle wichtigen Nachrichten dazu erscheinen hier im Lauf des Tages.

Die Berichterstattung über den Russland-Ukraine-Krieg ist komplex. Angaben zu Kriegsverlauf, Beschuss und Opfern durch offizielle Stellen der russischen oder der ukrainischen Seite oder von Dritten können in der aktuellen Lage nicht unmittelbar von unabhängiger Stelle überprüft werden. Es gibt Medienvertreter vor Ort, darunter auch unabhängige Journalisten aus verschiedenen Ländern. Bei der Bewertung von Informationen sind verschiedene Quellen und eine kritische Haltung unerlässlich, um ein möglichst umfassendes Bild zu erhalten. Alles das berücksichtigt der MDR.

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