Ukraine-News: Nato-Kampfjet schießt Drohne über Rumänien ab
Newsblog zum Krieg in der Ukraine Nato-Kampfjet schießt Drohne über Rumänien ab Jetzt neu bei t-online: Schriftgröße anpassen! Die Ukraine schlägt erneut mit Flamingo-Marschflugkörpern zu. Ein Nato-Kampfjet schießt auf eine Drohne über Rumänien. Alle Entwicklungen im Newsblog. Sonntag, 16. August Bürgermeister: Ukraine greift Moskau mit 600 Drohnen an Die Ukraine hat die Region der russischen Hauptstadt nach Angaben von Moskaus Bürgermeister Sergej Sobjanin in der Nacht mit rund 600 Drohnen angegriffen. Davon seien 201 in der Region Moskau von der Luftabwehr zerstört worden, schrieb Sobjanin auf der Plattform Telegram. Die meisten Drohnen seien bereits vorher beim Anflug auf die Region abgewehrt worden, zitierte die staatliche Nachrichtenagentur Tass den Bürgermeister. Der ukrainische Angriff auf Moskau schien eine der größten bisherigen Angriffswellen Kiews zu sein. Ende Juli etwa berichteten russische Behörden von 390 Drohnen in einer Nacht, Anfang Juli waren es 452 gewesen. Bürgermeister: 130 Drohnen in Region Moskau abgewehrt Der Moskauer Bürgermeister Sergej Sobjanin schrieb in der Nacht bei Telegram, die Luftabwehr der Hauptstadtregion habe Dutzende Drohnen abgewehrt. Einsatzkräfte seien an den Absturzstellen der Trümmer im Einsatz. Es gebe drei Verletzte. Der russischen Nachrichtenagentur Interfax zufolge wurden insgesamt mehr als 130 Drohnen abgewehrt. Sobjanin machte zunächst keine Angaben zu möglichen Schäden. Der ukrainischen Nachrichtenseite "Kyiv Independent" zufolge trafen die Angriffe in der Region Moskau unter anderem Industrieeinrichtungen sowie ein Lager des russischen Online-Händlers Wildberries. Die Ukraine hatte dessen Einrichtungen zuletzt auch in anderen russischen Landesteilen angegriffen. Nato-Kampfjet schießt Drohne über Rumänien ab Ein spanischer F-18-Kampfjet hat im Rahmen einer Nato-Mission eine Drohne über Rumänien abgeschossen. Das Nato-Mitglied grenzt an die Ukraine. Die Drohne habe den nationalen Luftraum illegal verletzt, teilt das rumänische Verteidigungsministerium mit. Es sei bereits die vierte in diesem Jahr abgeschossene Drohne. Zur Herkunft macht das Ministerium keine Angaben. Die Radare hätten die Drohne geortet, als sie aus dem benachbarten Moldau in den rumänischen Luftraum eindrang. Neue russische Drohnen reichen weiter Die technische Entwicklung von Drohnen im Krieg gegen die Ukraine geht immer schneller voran. Russland ist es jetzt offenbar gelungen, Störsignale der ukrainischen Armee noch effektiver zu überlisten. Der ukrainische Drohnenkriegsexperte Dmytro Putiata berichtete, dass ukrainische Soldaten eine neuartige russische Drohne abgeschossen hätten. Russische Raketenangriffe auf Kiew Russland greift die ukrainische Hauptstadt Kiew erneut mit ballistischen Raketen an. Es gebe Explosionen in der Stadt, schrieb Bürgermeister Vitali Klitschko in der Nacht auf der Plattform Telegram. Er forderte die Einwohner der Millionenstadt auf, in ihren Schutzräumen zu bleiben. In zwei Stadtbezirken gebe es Brände, die Feuerwehr sei vor Ort. Die ukrainische Luftwaffe berichtete auf Telegram zudem von Angriffen mit Raketen, Gleitbomben und Drohnen auf andere Landesteile. Samstag, 15. August Russische Angriffe auf Deutschland: "Wir haben eine neue Pest" Drohnenangriffe, Sprengstoffattentate: Deutschland wird seit Beginn des Ukraine-Kriegs immer öfter zum Ziel russischer Angriffe. Kann aus einem hybriden Konflikt ein konventioneller Krieg werden? Lesen Sie unser Experten-Interview hier. Moskau kritisiert Waffengeschäft für Kiew Mit deutlicher Verärgerung hat Moskau auf ein türkisch-amerikanisches Waffengeschäft für die Ukraine reagiert. Dies werde nur "das Ende des Kiewer Regimes hinauszögern", sagte Russlands Außenamtssprecherin Maria Sacharowa. Die Behörden der USA und der Türkei hätten damit "eine weitere Büchse der Pandora geöffnet", wurde sie von der Staatsagentur Tass zitiert. Vor knapp einer Woche war aus einer Mitteilung des US-Außenministeriums an den Kongress ein größerer Waffenkauf der Ukraine in der Türkei bekannt geworden. Kiew kauft demnach ein größeres Paket mit US-produzierten Artilleriewaffen, das auch 70 Raketen des Typs ATACMS umfasst. Zu dem Geschäft – das ausschließlich Waffen älterer Bauart umfasst – gehören weiter zwölf Mehrfachraketenwerfer M270, mehr als 2.500 Artillerieraketen vom Kaliber 227 Millimeter mit Streumunition sowie 47.000 Artilleriegranaten 203 Millimeter mit Streumunition. Demnach befürwortet die US-Regierung das Geschäft im Umfang von 283 Millionen US-Dollar (245 Millionen Euro). Es gilt als genehmigt, wenn US-Senat und Repräsentantenhaus nicht binnen 30 Tagen widersprechen. Die russischen Streitkräfte haben sich nach Erkenntnissen Kiews zuletzt mit ballistischen Raketen aus Nordkorea verstärkt. Mindestens zwei dieser Raketen wurden bereits gegen die Ukraine eingesetzt. Ukraine trifft strategisch wichtige Raketenfabrik mit Flamingos Das ukrainische Militär hat das Raketen- und Raumfahrtzentrum RKZ Progress im russischen Samara angegriffen. Flamingo-Marschflugkörper hätten die rund 900 Kilometer von der ukrainischen Grenze entfernte Raketenfabrik in der gleichnamigen Region getroffen, teilte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj am Samstag auf Telegram mit. In dem Werk des staatlichen Raumfahrtkonzerns Roskosmos werden Russlands Sojus-Raketen hergestellt. Damit befördert Russland derzeit militärische Kommunikationssatelliten ins All, die Internetsignale an Empfänger am Boden weiterleiten können – ähnlich wie das Starlink-System von Elon Musks Firma SpaceX.