Ukraine-News | Putin-Berater droht Polen mit Zerstörung Warschaus
Newsblog zum Krieg in der Ukraine
Putin-Berater: "Warschau wird in zwei bis drei Tagen verschwinden"
Heftige russische Angriffe auf Odessa. Ein kritischer Politologe wird in Russland festgenommen. Alle Entwicklungen im Newsblog.
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Sonntag, 27. September
SPD begrüßt Wadephul-Gespräch mit Lawrow
Die SPD trägt die überraschenden Gespräche von Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) mit seinem russischen Amtskollegen Sergej Lawrow mit. "Wir begrüßen das Treffen von Wadephul mit Lawrow am Rande der UN-Generalversammlung in New York", sagte der SPD-Außenpolitiker Adis Ahmetović. Es brauche neben der humanitären, finanziellen und militärischen Unterstützung der von Russland angegriffenen Ukraine auch verstärkt diplomatische Bemühungen zur Beendigung des Krieges. Deswegen sei dies ein wichtiger Schritt. Der "Rheinischen Post" sagte Ahmetović zudem, weitere Vorstöße in diese Richtung müssten folgen, auch in Absprache mit Frankreich und Großbritannien im sogenannten E3-Format.
Putin-Berater droht Polen offen mit Zerstörung
Im Gespräch mit der staatlichen russischen Nachrichtenagentur Tass hat Nikolai Patruschew, ein enger Berater Wladimir Putins, Polen mit der Zerstörung Warschaus gedroht. Sollte sich Polen weiter in den Ukraine-Krieg einmischen, werde Russland Polen schnell zerstören.
"Wenn Polen militärische Operationen gegen uns startet, wird unser Land sein gesamtes Arsenal und alle Mittel, die wir haben, nutzen", so Patruschew. "Warschau wird innerhalb von zwei oder drei Tagen aufhören, zu existieren. Es wird verschwinden", fuhr der Präsidentenberater weiter fort.
Die Aussagen Patruschews sind wohl eine Reaktion auf den polnischen Außenminister Radosław Sikorski, der Mitte September am Rande einer Konferenz in Kiew gesagt hatte, die Nato würde Russland im Falle eines bewaffneten Konflikts schnell besiegen können.
Selenskyj: Russland investiert 12 Milliarden Dollar in Drohnenproduktion
Russland plant, im kommenden Jahr 12 Milliarden Dollar in die Produktion von Düsen-Drohnen und "Kamikaze-Drohnen" zu investieren, erklärte Präsident Wolodymyr Selenskyj in seiner Abendansprache am Samstag unter Berufung auf den ukrainischen Militärgeheimdienst.
Selenskyj zufolge sei es dem ukrainischen Geheimdienst gelungen, interne russische Dokumente zu beschaffen, aus denen die geplanten Produktionsmengen an Waffen für das kommende Jahr sowie die dafür vorgesehenen Finanzmittel hervorgehen.
Samstag, 26. September
Russische Angriffe treffen Odessa
Eine Serie russischer Angriffe hat die ukrainische Hafenstadt Odessa getroffen und dort für Opfer und Schäden gesorgt. Mindestens zwei Menschen seien bei den Attacken verletzt worden, berichteten die örtlichen Medien. An mehreren Orten seien Brände ausgebrochen, über der Stadt bildeten sich dichte Rauchwolken.
Bei den Attacken seien private Wohnhäuser, eine Produktionshalle sowie Lagerräume getroffen worden, teilte der regionale Militärverwalter Oleh Kiper am Abend auf Telegram mit. Zuvor hatte das russische Militär im Tagesverlauf zweimal einen Baumarkt in der Hafenstadt angegriffen.
Putin spricht mit serbischem Präsidenten Vučić über Ukraine
Der russische Präsident Wladimir Putin und der serbische Präsident Aleksandar Vučić haben in einem Telefonat über den Ukraine-Konflikt und die Zusammenarbeit im Energiesektor gesprochen, wie der Kreml mitteilte.
Ukraine: Haben Ölraffinerie in Ilsky im Süden Russlands angegriffen
Ukrainische Streitkräfte haben in einem nächtlichen Angriff die Ölraffinerie Ilsky in der südrussischen Region Krasnodar getroffen. Das teilt das Militär in Kiew mit. In einer Erklärung des Generalstabs heißt es, dass in der Anlage ein Brand ausgebrochen sei.
Ukraine bittet um mehr Geld
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj bittet die Partner der Ukraine um weitere 27 Milliarden Dollar für die Verteidigung. Die Verteidigungskosten seien gestiegen, sagt Selenskyj Journalisten über WhatsApp. Die Ukraine müsse im Oktober und November Drohnen bestellen, da sie sonst Anfang nächsten Jahres vor Herausforderungen stehen werde. "Jeder versteht, dass die Ukraine nicht allein sein kann und dass mehr in ukrainische Drohnen und Raketen investiert werden muss." Kiew habe die EU gebeten, einen Teil eines Darlehens vorzuziehen. Er habe dazu eine positive Antwort von EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen erhalten.
Politologe nach Duma-Wahl festgenommen
Wenige Tage nach der russischen Parlamentswahl ist der unabhängige Politologe Alexander Kynew in Russland festgenommen worden. Sein Anwalt bestätigte mehreren russischen Medien die Festnahme und kündigte an, dagegen vorgehen zu wollen. Einem Eintrag auf der Webseite eines Moskauer Gerichts zufolge wird ihm vorgeworfen, in großem Umfang illegal Drogen hergestellt, verkauft oder abgesetzt zu haben. Nach Angaben der staatlichen russischen Nachrichtenagentur Tass drohen ihm bis zu 20 Jahre Haft. Kynew bestreitet demnach die Vorwürfe.
Kynew ist ein bekannter Politologe, der auf Wahlen und Regionalpolitik in Russland spezialisiert ist. Die Duma-Wahl am vergangenen Wochenende kommentierte er intensiv. Wann genau er festgenommen wurde, war zunächst unklar. Der letzte Post in seinem Telegram-Kanal erschien am Mittwoch. Auch darin ging es um die Duma-Wahl.
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Freitag, 25. September