Ukraine News | Putin offen für weitere Gespräche mit der Ukraine
Newsblog zum Krieg in der Ukraine
Putin offen für weitere Gespräche mit Kiew
Aktualisiert am 07.09.2026 - 15:25 UhrLesedauer: 5 Min.
Die USA bemühen sich um einen neuen Dialog zwischen Russland und der Ukraine. Putin lehnt das zumindest nicht ab.
Montag, 7. September
Putin deutet Fortsetzung der Gespräche an
Russland zeigt sich offen für eine Wiederaufnahme gemeinsamer Gespräche mit der Ukraine und den USA. "Auch wir schließen eine Wiederaufnahme des trilateralen Formats nicht aus", sagte Kreml-Sprecher Dmitri Peskow am Montag. Es sei aber noch zu früh, um über einen möglichen Ort oder genaue Termine für solche Treffen zu sprechen. Jeder Versuch stelle "einen Schritt Richtung Frieden" dar, fügte Peskow hinzu. Er dankte den US-Unterhändlern für ihre jüngste Initiative.
Die beiden US-Gesandten Jared Kushner und Steve Witkoff waren am Wochenende nach Russland und in die Ukraine gereist, um beiden Seiten neue Vorschläge für eine Beendigung des Konflikts zu unterbreiten. Sie trafen sich am Samstag in Moskau mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin und tags darauf mit dem ukrainischen Staatschef Wolodymyr Selenskyj in Kiew.
Nach Angaben aus ukrainischen Präsidentschaftskreisen legten die beiden Sondergesandten von US-Präsident Donald Trump neue, "effektivere" Vorschläge für eine Beendigung des Krieges vor.
Russland meldet Angriff auf ukrainischen Frachter
Russland hat nach eigenen Angaben einen ukrainischen Frachter im Schwarzen Meer angegriffen. Das Schiff habe Militärausrüstung an Bord gehabt, die von westlichen Staaten für die ukrainische Armee bestimmt gewesen sei, berichten russische Nachrichtenagenturen unter Berufung auf das Verteidigungsministerium in Moskau.
Selenskyj nennt Gespräche mit US-Unterhändlern substanziell
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj bezeichnet die Gespräche mit den US-Friedensunterhändlern Steve Witkoff und Jared Kushner als "sehr substanziell". Man habe unter anderem über Sicherheits- und Wirtschaftsgarantien für die Ukraine, einen Wiederaufbauplan, die Lieferung von Flugabwehrraketen und ein Winterhilfspaket gesprochen, sagt Selenskyj vor Journalisten. Er hoffe, dass die US-Delegation bald nach Kiew zurückkehre. Zudem müsse alles getan werden, damit trilaterale Treffen mit den USA und Russland zustande kommen. Man müsse jedoch abwarten, was die Regierung in Moskau dazu sage. Amerikaner und Europäer hätten festgestellt, dass die Ukraine stärker geworden sei.
Sonntag, 6. September
Witkoff fordert Russland und Ukraine zu "Kompromissen" für Kriegsende auf
Der US-Gesandte Steve Witkoff hat Moskau und Kiew zu "Kompromissen" aufgefordert, um einen Ausweg aus dem russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine zu finden. "Beide Parteien müssen Kompromisse eingehen und die Meinungsverschiedenheiten abbauen", sagte Witkoff am Sonntag bei einer Pressekonferenz nach Gesprächen in Kiew. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj betonte, dass territoriale Fragen nur bei einem Treffen beider Staatschefs geklärt werden könnten.
"Wir glauben, über die notwendigen Elemente zu verfügen", die einen Kompromiss ermöglichten, sagte Witkoff in Kiew. Gemeinsam mit Trumps Schwiegersohn Jared Kushner war er erstmals seit Beginn von Trumps zweiter Amtszeit in die ukrainische Hauptstadt gereist. "Es ist sehr schwer, aber wir sind entschlossen, es liegt uns am Herzen und wir hoffen, dass dies alles zu einer erfolgreichen, friedlichen, diplomatischen Lösung führen wird", fügte Witkoff hinzu.
Insider: Auch Sicherheitsberater der E3-Staaten in Kiew
Nach Angaben aus Kiew befinden sich auch die nationalen Sicherheitsberater Großbritanniens, Frankreichs und Deutschlands (E3-Format) in der ukrainischen Hauptstadt. Anlass seien die Gespräche zwischen der ukrainischen Führung und den US-Gesandten Steve Witkoff und Jared Kushner, hieß es. An welchen Gesprächen etwa der außen- und sicherheitspolitische Berater des Kanzlers, Günter Sautter, teilnimmt, wurde nicht genannt.
Lawrow: Anschuldigung wegen Leipzig sei "Beginn eines echten Krieges"
Der russische Außenminister Sergej Lawrow hat den Ton in der Auseinandersetzung mit dem Westen weiter verschärft. Die gegen Moskau erhobenen Anschuldigungen, Russland sei für den Drohnenangriff auf dem Flughafen Leipzig verantwortlich, seien "im Großen und Ganzen der Beginn eines echten Krieges", sagte Lawrow am Sonntag laut der staatlichen Nachrichtenagentur Tass.
"All diese Aussagen von (Bundeskanzler Friedrich) Merz, Deutschland wieder zur führenden Militärmacht in Europa zu machen – sie werden nun in die Tat umgesetzt. Er erklärt uns faktisch den Krieg", so Lawrow weiter.
US-Gesandte Witkoff und Kushner per Zug in Kiew eingetroffen
Die US-Gesandten Steve Witkoff und Jared Kushner sind am Sonntag zu Gesprächen über ein Ende des Ukraine-Kriegs in Kiew eingetroffen. Die beiden Gesandten von US-Präsident Donald Trump kamen per Zug aus Polen in der ukrainischen Hauptstadt an. Witkoff und Kushner waren zuvor in Moskau, wo sie mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin gesprochen hatten.
In Kiew war ein Treffen mit Selenskyj geplant. "Wir sind bereit für das Gespräch. Die Ukraine war und wird immer konstruktiv sein", schrieb der Präsident in den sozialen Netzwerken. "Wir sind daran interessiert, ein Ende des Krieges näherzubringen." Die Ukraine brauche Sicherheitsgarantien und eine würdige Nachkriegsordnung. Insgesamt aber sind die Erwartungen in Kiew wie in Moskau an die neuen Vermittlungsbemühungen der USA gering.
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Russland schließt Treffen Putins mit Trump und Xi nicht aus
Der russische Vize-Außenminister Sergej Rjabkow hält ein Dreiertreffen zwischen den Präsidenten Russlands, der USA und Chinas für möglich. Eine solche Begegnung zwischen Wladimir Putin, Donald Trump und Xi Jinping sei nicht ausgeschlossen, sagte er am Sonntag der staatlichen russischen Nachrichtenagentur Tass zufolge. Bevor jedoch die eigentlichen Vorbereitungen beginnen könnten, müsse klar sein, welche Tagesordnung es geben solle, unterstrich Rjabkow. "Die Hauptfrage ist hier, wie der Inhalt des Treffens formuliert wird und was wir als Ergebnis erwarten können."
Kürzlich hatte der russische Präsidentenberater Juri Uschakow die Möglichkeit eines solchen Treffens zwischen Putin, Trump und Xi beim Apec-Gipfeltreffen im chinesischen Shenzhen im November ins Gespräch gebracht.