Ukraine-News: Putin setzt Sohn von Trump-Minister auf Fahndungsliste
Newsblog zum Krieg in der Ukraine Putin setzt Sohn von Trump-Minister auf Fahndungsliste Jetzt neu bei t-online: Schriftgröße anpassen! Auf der Krim ist offenbar ein abtrünniger Offizier getötet worden. Russland erlässt Haftbefehl gegen den Sohn von Trumps Gesundheitsminister. Alle Entwicklungen im Newsblog. Freitag, 14. August Angriff auf russischen Ostseehafen Nach offiziellen Angaben Russlands ist das Gebiet um den russischen Ostseehafen Ust-Luga nach Drohnenangriffen beschädigt worden. Das teilt der regionale Gouverneur Alexander Drosdenko auf dem Kurznachrichtendienst Telegram mit. Ust-Luga ist ein wichtiger Knotenpunkt für den Ölexport. Luftalarm in Lettland – Nato-Jet schießen Objekt ab Das lettische Militär ruft einen Luftalarm aus. Finnland richtet eine Sperrzone ein. Nato-Jets schießen ein Flugobjekt ab. Ukraine greift 1.200 Kilometer entfernte Raffinerie an Die Ukraine hat in der Nacht zum 13. August einen Ölraffineriekomplex in der russischen Republik Baschkortostan angegriffen, teilte der Generalstab mit. Sie ist etwa 1.200 Kilometer von der ukrainischen Grenze entfernt "Gaspromneftechim Salawat ist einer der größten Erdölverarbeitungs- und Petrochemiekomplexe in der Russischen Föderation", hieß es in einem Beitrag in den sozialen Medien. "Die Verarbeitungskapazität beträgt bis zu 10 Millionen Tonnen pro Jahr. Das Unternehmen produziert unter anderem Autobenzin, Dieselkraftstoff, Heizöl, Bitumen, Polyethylen und andere Erdölprodukte und Polymere. Es ist an der Unterstützung der russischen Besatzungsarmee beteiligt", hieß es weiter. Putin setzt Sohn von Trump-Minister auf Fahndungsliste Russland hat Connor Kennedy, den Sohn des amerikanischen Gesundheitsministers Robert F. Kennedy Jr., auf die Liste der meistgesuchten Männer gesetzt. Connor Kennedy hatte 2022 bekannt gegeben, sich einer Gruppe von freiwilligen Kämpfern in der Ukraine angeschlossen zu haben. Er wolle dabei helfen, die russische Invasoren in der Ukraine zurückzuschlagen. "Ich bin bereit, zu sterben", sagte er damals. Nach eigenen Angaben war er aber nur kurz im Einsatz und kehrte danach wieder in die USA zurück, wo er als Anwalt arbeitet. Nun hat ein Gericht in Moskau einen Haftbefehl gegen den 32-Jährigen erteilt, wie die staatliche russische Nachrichtenagentur Tass berichtete. Ihm drohen vier bis zehn Jahre Haft. Donnerstag, 13. August Schlag in Sewastopol galt wohl Überläufer Der am Donnerstag bei einer Explosion in Sewastopol auf der besetzten Halbinsel Krim getötete Soldat soll ein ukrainischer Überläufer gewesen sein. Wie das unabhängige russischsprachige Portal Astra berichtet, handelt es sich bei dem Toten um Robert Schagejew, einen früheren ukrainischen Marineoffizier und U-Boot-Kommandanten. Bei dem russischen Einmarsch auf der Krim 2014 soll Schagejew sein Schiff kampflos den Russen übergeben und anschließend in der russischen Schwarzmeerflotte gedient haben. Schagejews Schiff "Saporischschja" war das einzige U-Boot der Ukrainer. Russlands Inlandsgeheimdienst FSB nahm nach dem Anschlag am Donnerstag eine Verdächtige fest, schrieb der von Moskau eingesetzte Statthalter, Michail Raswoschajew, bei Telegram. Er sprach von einem "zynischen Verbrechen gegen einen Offizier". Die tatverdächtige Frau soll demnach im Auftrag ukrainischer Geheimdienste gehandelt haben. Immer wieder werden seit Beginn des Moskauer Angriffskriegs gegen die Ukraine 2022 ranghohe Militärs, Propagandisten und Überläufer zur Zielscheibe von Attentaten. Russland macht die Ukraine dafür verantwortlich. Erst Anfang des Monats waren bei einer Explosion in einem Restaurant in einem Moskauer Ausgehviertel mehrere Menschen bei einer Explosion ums Leben gekommen. Insider: Ukraine schlägt Feuerpause im Schwarzen Meer vor Die Ukraine schlägt Russland Insidern zufolge einen gegenseitigen Stopp von Angriffen auf zivile Ziele im Schwarzen Meer vor. Das Angebot sei über einen Drittstaat übermittelt worden, eine Antwort liege noch nicht vor, sagte eine mit der Angelegenheit vertraute Person der Nachrichtenagentur Reuters. Beide Seiten warnten zuletzt vor den Folgen von Angriffen auf Getreidetransporte und die Hafeninfrastruktur für die weltweiten Lebensmittelpreise. Russe plante wohl Mord an US-Bürger – Zugriff in Polen Ein russischer Agent soll einen Mord mitten in Warschau vorbereitet haben. Die polnischen und die US-Geheimdienste konnten den Anschlag jedoch verhindern. Mangel an Patriot-Raketen: Selenskyj nennt Zahlen Die Ukraine bräuchte zum Schutz vor russischen Angriffen nach den Worten ihres Präsidenten Wolodymyr Selenskyj fünf Prozent der US-Bestände an Abwehrraketen für das System Patriot. "Wenn die Amerikaner uns fünf Prozent verkaufen – PAC-3-Abfangraketen, nichts anderes –, werden wir den Winter überstehen und Menschenleben retten", teilte Selenskyj bei Telegram mit. Derzeit habe die Ukraine nur ein Prozent der US-Bestände. Die Raketen gelten als besonders effektiv bei der Abwehr russischer Raketenschläge. "Wenn sie uns zehn Prozent verkaufen können, werden wir alle ballistischen Raketen der Russen zerstören", sagte Selenskyj. Zuvor hatte er auch in einem Interview des US-Fernsehsenders CNN die USA darum gebeten, ihm die Abfangraketen zu verkaufen. Der Staatschef beklagt beinahe täglich, dass das Land sich nicht mehr vor den zunehmenden russischen Angriffen mit ballistischen Raketen schützen könne. Er wirft auch den Verbündeten vor, ihren Lieferversprechen nicht nachzukommen. "In diesem Jahr verfügen wir über zweieinhalbmal weniger Abfangraketen als im Jahr 2025", sagte Selenskyj. Russland hingegen habe seine Produktion an ballistischen Raketen hochgefahren. Moskau nutzt die Schwäche der Ukraine bei der Luftverteidigung aus – und setzt verstärkt ballistische Raketen ein. Das US-Arsenal an Abfangraketen hat sich infolge des Iran-Kriegs gefährlich geleert: Einer aktuellen Schätzung des Center for Strategic Studies in Washington zufolge verfügt die US-Armee derzeit über höchstens noch 827 Patriot-Raketen – vor dem jüngsten Waffengang waren es demnach mehr als 2.300.