Ukraine-News | Putins Schattenflotte offenbar halbiert
Newsblog zum Krieg in der Ukraine
Bericht: Putins Schattenflotte halbiert
Russlands Schattenflotte schrumpft offenbar. Ukrainische Drohnen lösen einen Ausnahmezustand aus. Alle Entwicklungen im Newsblog.
Freitag, 25. September
Beschlagnahmungen halbieren Putins Schattenflotte
Laut einem am 25. September veröffentlichten Bericht des finnischen Thinktanks "Center for Research on Energy and Clean Air" (CREA) haben Beschlagnahmungen und Sanktionen dazu beigetragen, die Zahl der Schiffe in Moskaus Schattenflotte auf weniger als die Hälfte zu reduzieren. Das Vorgehen des Westens gegen unter falscher Flagge fahrende Schattenflottenschiffe hat seit Januar 2025 107 Schiffseigentümer gezwungen, sich unter russischer Flagge registrieren zu lassen.
Die Schattenflotte ist eine Gruppe alternder, unzureichend versicherter und unter falscher Flagge fahrender Tanker, die Russland einsetzt, um sein Öl unter Verstoß gegen internationale Sanktionen zu verschiffen. Westliche Regierungen haben Moskau zudem vorgeworfen, die Flotte zur Unterstützung seines hybriden Krieges gegen Europa zu nutzen.
Dänemark: Russischer Angriff in kommenden Monaten möglich
Russland könnte in den kommenden Monaten einen begrenzten Militärangriff auf ein Nato-Land starten, so der dänische Geheimdienst – eine der bisher deutlichsten Warnungen westlicher Sicherheitsdienste. In einem am Donnerstag veröffentlichten Bericht warnte der dänische Verteidigungsgeheimdienst vor einem "geringen, aber wachsenden Risiko", dass Russland Langstreckenangriffe auf Nato-Infrastruktur zur Unterstützung der Ukraine starten oder mit einer kleinen Truppenstärke, die möglicherweise ohne Erkennungszeichen operiert, einen begrenzten Einfall in ein Nachbarland durchführen könnte.
Donnerstag, 24. September
Finnland bittet Musk um Starlink-Freischaltung für Angriffe in Russland
Der finnische Präsident Alexander Stubb hat den US.Unternehmer Elon Musk gebeten, das Satelliten-Internet Starlink für die Ukraine zu erweitern. Damit solle es der Ukraine ermöglicht werden, russische Raketenabschussrampen auf russischem Gebiet anzugreifen. "Deshalb (...) bitte ich Elon Musk, den Ukrainern die Möglichkeit zu geben, Starlink in Gebieten zu nutzen, in denen sich ballistische Raketenabschussrampen befinden", sagte Stubb am Donnerstag der Nachrichtenagentur Reuters am Rande der UN-Vollversammlung in New York. Dies gelte für die besetzten Gebiete der Ukraine sowie für Russland und würde Leben retten.
Ukraine attackiert Russland – Region ruft Ausnahmezustand aus
Wegen ukrainischer Drohnenangriffe auf die Infrastruktur für den Getreideexport hat der Gouverneur der südrussischen Agrarregion Krasnodar den Ausnahmezustand ausgerufen. Die massiven Attacken auf die Anlagen hätten den Hafenbetrieb lahmgelegt und die Schifffahrt im Schwarzen Meer gestört, teilte Gouverneur Weniamin Kondratjew laut der Nachrichtenagentur Interfax am Donnerstag mit. Durch den Ausnahmezustand können betroffene Betriebe finanzielle Entschädigungen erhalten.
Den Angaben zufolge können die Landwirte einen Großteil ihrer Ernte nicht verkaufen, was zu einem Überangebot auf dem russischen Getreidemarkt führt. Krasnodar hat in diesem Jahr 11,4 Millionen Tonnen Getreide und Hülsenfrüchte geerntet, fast zwei Millionen Tonnen mehr als im Jahr 2025. Besonders die Hafenstadt Noworossijsk, ein wichtiger Umschlagplatz für russisches Öl und Getreide, ist immer wieder Ziel ukrainischer Drohnenangriffe. Sowohl Russland als auch die Ukraine haben in den vergangenen Monaten ihre Angriffe auf Getreideschiffe im Schwarzen Meer verstärkt, was die Weltmarktpreise in die Höhe trieb.
Der Kreml erklärte in dieser Woche, es gebe weitere diplomatische Gespräche über einen Vorschlag der Türkei zur sicheren Durchfahrt von Getreideschiffen im Schwarzen Meer. Bis zu einer Einigung suche Russland nach alternativen Routen für seine Exporte. Im Juli 2022 hatten die Türkei und die UN das sogenannte Schwarzmeer-Getreideabkommen vermittelt, um trotz des Krieges sichere ukrainische Exporte zu ermöglichen. Russland war jedoch im folgenden Jahr aus der Vereinbarung ausgestiegen. Zur Begründung hieß es, dass die eigenen Nahrungsmittel- und Düngemittelexporte behindert würden.
Krieg in der Ukraine: Russlands Maske fällt für einen Moment
Die Ukraine konnte zuletzt im Krieg gegen Russland erhebliche militärische Erfolge erzielen. Wladimir Putins Schwächephase zeigt sich auch bei der UN-Generaldebatte in New York. Denn sogar Donald Trump setzt Russland unter Druck. Lesen Sie den ganzen Artikel hier.
Geheimdienst warnt: Russland will Mittelmeerstaaten angreifen
Geheimdienstinformationen zufolge plant Russland mögliche Drohnenangriffe auf Spanien, Frankreich oder Italien – abgefeuert von Handelsschiffen im Mittelmeer. Lesen Sie den ganzen Artikel hier.
Russen verlassen das Land – jetzt steigen andernorts die Mieten
Seit Wochen verlassen wieder mehr Menschen Russland. In Georgien, Serbien und Armenien spüren Immobilienmakler die Folgen. Die aktuelle Ausreisebewegung unterscheidet sich deutlich von 2022. Lesen Sie den ganzen Artikel hier.
Bundesregierung: "Keine Normalität im Umgang mit Russland"
Die Bundesregierung nimmt die Einladung der USA an den russischen Präsidenten Wladimir Putin zum G20-Gipfel im Dezember in Miami "zur Kenntnis". "Wir nehmen auch zur Kenntnis, dass Präsident Putin bisher nicht über die Einladung entschieden hat", sagt Regierungssprecher Stefan Kornelius der Deutschen Presse-Agentur auf Anfrage.
"Für die Bundesregierung gibt es angesichts des Kriegs in der Ukraine keine Normalität im Umgang mit Russland", erklärt er. Die Vorbereitungen zum Gipfel seien im Gange, "auch zu dieser Frage". Die Bundesregierung stimme sich dazu eng mit den Partnern ab.
US-Außenminister Marco Rubio hatte gesagt, die USA hofften, dass Putin die Einladung annehmen werde. Man denke, dass dies eine gute Gelegenheit sei, damit Putin nicht nur mit US-Präsident Donald Trump, sondern auch mit anderen Staats- und Regierungschefs ins Gespräch kommen könnte.
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