Ukraine-News | Russische Angriffe treffen Odessa
Newsblog zum Krieg in der Ukraine
Russische Angriffe treffen Odessa
Heftige russische Angriffe auf Odessa. Ein kritischer Politologe wird in Russland festgenommen. Alle Entwicklungen im Newsblog.
Loading...
Embed
Sonntag, 27. September
Selenskyj: Russland investiert 12 Milliarden Dollar in Drohnenproduktion
Russland plant, im kommenden Jahr 12 Milliarden Dollar in die Produktion von Düsen-Drohnen und "Kamikaze-Drohnen"zu investieren, erklärte Präsident Wolodymyr Selenskyj in seiner Abendansprache am Samstag unter Berufung auf den ukrainischen Militärgeheimdienst.
Selenskyj zufolge sei es dem ukrainischen Geheimdienst gelungen, interne russische Dokumente zu beschaffen, aus denen die geplanten Produktionsmengen an Waffen für das kommende Jahr sowie die dafür vorgesehenen Finanzmittel hervorgehen.
Samstag, 26. September
Russische Angriffe treffen Odessa
Eine Serie russischer Angriffe hat die ukrainische Hafenstadt Odessa getroffen und dort für Opfer und Schäden gesorgt. Mindestens zwei Menschen seien bei den Attacken verletzt worden, berichteten die örtlichen Medien. An mehreren Orten seien Brände ausgebrochen, über der Stadt bildeten sich dichte Rauchwolken.
Bei den Attacken seien private Wohnhäuser, eine Produktionshalle sowie Lagerräume getroffen worden, teilte der regionale Militärverwalter Oleh Kiper am Abend auf Telegram mit. Zuvor hatte das russische Militär im Tagesverlauf zweimal einen Baumarkt in der Hafenstadt angegriffen.
Putin spricht mit serbischem Präsidenten Vučić über Ukraine
Der russische Präsident Wladimir Putin und der serbische Präsident Aleksandar Vučić haben in einem Telefonat über den Ukraine-Konflikt und die Zusammenarbeit im Energiesektor gesprochen, wie der Kreml mitteilte.
Ukraine: Haben Ölraffinerie in Ilsky im Süden Russlands angegriffen
Ukrainische Streitkräfte haben in einem nächtlichen Angriff die Ölraffinerie Ilsky in der südrussischen Region Krasnodar getroffen. Das teilt das Militär in Kiew mit. In einer Erklärung des Generalstabs heißt es, dass in der Anlage ein Brand ausgebrochen sei.
Ukraine bittet um mehr Geld
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj bittet die Partner der Ukraine um weitere 27 Milliarden Dollar für die Verteidigung. Die Verteidigungskosten seien gestiegen, sagt Selenskyj Journalisten über WhatsApp. Die Ukraine müsse im Oktober und November Drohnen bestellen, da sie sonst Anfang nächsten Jahres vor Herausforderungen stehen werde. "Jeder versteht, dass die Ukraine nicht allein sein kann und dass mehr in ukrainische Drohnen und Raketen investiert werden muss." Kiew habe die EU gebeten, einen Teil eines Darlehens vorzuziehen. Er habe dazu eine positive Antwort von EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen erhalten.
Politologe nach Duma-Wahl festgenommen
Wenige Tage nach der russischen Parlamentswahl ist der unabhängige Politologe Alexander Kynew in Russland festgenommen worden. Sein Anwalt bestätigte mehreren russischen Medien die Festnahme und kündigte an, dagegen vorgehen zu wollen. Einem Eintrag auf der Webseite eines Moskauer Gerichts zufolge wird ihm vorgeworfen, in großem Umfang illegal Drogen hergestellt, verkauft oder abgesetzt zu haben. Nach Angaben der staatlichen russischen Nachrichtenagentur Tass drohen ihm bis zu 20 Jahre Haft. Kynew bestreitet demnach die Vorwürfe.
Kynew ist ein bekannter Politologe, der auf Wahlen und Regionalpolitik in Russland spezialisiert ist. Die Duma-Wahl am vergangenen Wochenende kommentierte er intensiv. Wann genau er festgenommen wurde, war zunächst unklar. Der letzte Post in seinem Telegram-Kanal erschien am Mittwoch. Auch darin ging es um die Duma-Wahl.
Empfohlener externer Inhalt
Wir benötigen Ihre Einwilligung, um den von unserer Redaktion eingebundenen X -Inhalt anzuzeigen. Sie können diesen (und damit auch alle weiteren X -Inhalte auf t-online.de) mit einem Klick anzeigen lassen und auch wieder deaktivieren.
X-Inhalte immer anzeigen
Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unseren Datenschutzhinweisen.
Freitag, 25. September
Putin: Plane keine Aggression gegen Europa
Russlands Präsident Wladimir Putin hat beteuert, dass sich sein Land "nicht auf irgendeine Art von Kampf mit Europa" vorbereite. "Viele in Europa sagen, dass sie eine Aggression vonseiten der Russischen Föderation erwarten und dass sie sich deshalb selbst auf Kämpfe, auf einen Krieg mit Russland, vorbereiten müssen", sagte Putin am Freitag vor Journalisten in Sankt Petersburg. Er wolle jedoch nochmals unterstreichen, dass Russland keine Vorbereitungen für eine solche Aggression treffe.
Putin erklärte auch, er zweifle an einer Wiederaufnahme von Verhandlungen für ein Ende des Ukraine-Kriegs. Ansätze, die auf eine "sogenannte Befriedung" und einen Vorschlag zur Wiederaufnahme von Verhandlungen zielen, lägen auf dem Tisch, das sei alles möglich, sagte er. "Aber nach allem, was sie getan haben, werden wir noch gründlich nachdenken, was wir als Reaktion unternehmen müssen", sagte Putin mit Blick auf ukrainische Gegenangriffe.
Die Ukraine kritisierte er insbesondere wegen ihrer Angriffe auf Russland während der Parlamentswahl am vergangenen Wochenende. Russland sei gezwungen, darauf zu reagieren. Putin selbst hatte im Ende Februar 2022 die großangelegte Invasion in die Ukraine befohlen.
Jeder dritte Abgeordnete: Krieg zieht in Duma ein
Der Krieg gegen die Ukraine prägt offenbar auch die neue russische Staatsduma. Das unabhängige russische Exilmedium "Meduza" hat nach der Wahl am vergangenen Wochenende die Biografien der voraussichtlich ins Parlament einziehenden Abgeordneten ausgewertet: Bei 148 von ihnen hat das Medium direkte oder indirekte Verbindungen zum Krieg gefunden. Das entspricht etwa einem Drittel der 450 Sitze.