Ukraine-News: Russland droht Ukraine mit kaltem Winter
Newsblog zum Krieg in der Ukraine Russisches Militär droht Ukraine mit kaltem Winter Jetzt neu bei t-online: Schriftgröße anpassen! Das russische Verteidigungsministerium droht mit Drohnenattacken im Winter. In der Grenzregion Sumy sterben zwei Menschen. Alle Entwicklungen im Newsblog. Freitag, 14. August Russland kündigt neue Drohnenattacken im Winter an Das russische Verteidigungsministerium hat der Ukraine mit neuen Angriffen von Drohnen im Winter gedroht. Das Ministerium veröffentlichte auf der Plattform Telegram ein Foto mit mehreren Drohnen des Typen Shahed mit dem Schriftzug: "Ihnen das Blut in den Adern gefrieren lassen". Unter dem Foto ist zudem der Satz "der Winter kommt" zu lesen. Das russische Militär hatten während der vergangenen Kriegswinter regelmäßig vor allem die ukrainische zivile Infrastruktur attackiert. Dadurch war bei vielen Menschen etwa der Strom oder die Heizung ausgefallen. Zwei Tote nach russischer Drohnen-Attacke Durch russische Drohnenangriffe sind in der ukrainischen Grenzregion Sumy zwei Menschen getötet worden. Ein Privathaus sei von zwei Drohnen in Brand gesetzt und zerstört worden, schrieb der Chef der Militärverwaltung von Sumy, Oleh Hryhorow, auf der Nachrichtenplattform Telegram. Eine 29-jährige Frau und ihr neun Jahre alter Sohn seien dabei ums Leben gekommen. Vier weitere Menschen wurden demnach verletzt. Darunter seien der Vater und die Großmutter des Jungen, die mit schweren Verbrennungen ins Krankenhaus gebracht worden seien. In der Stadt Smila in der Zentralukraine wurden nach Angaben der Staatsanwaltschaft der Region Tscherkassy fünf Menschen bei einem russischen Drohnenangriff verletzt. Die Behörde sprach von einer massiven Attacke auf zivile Infrastruktur. Russland erhöht seit Monaten die Angriffe auf die zivile Infrastruktur in der Ukraine. Angriff auf russischen Ostseehafen Nach offiziellen Angaben Russlands ist das Gebiet um den russischen Ostseehafen Ust-Luga nach Drohnenangriffen beschädigt worden. Das teilt der regionale Gouverneur Alexander Drosdenko auf dem Kurznachrichtendienst Telegram mit. Ust-Luga ist ein wichtiger Knotenpunkt für den Ölexport. Luftalarm in Lettland – Nato-Jet schießen Objekt ab Das lettische Militär ruft einen Luftalarm aus. Finnland richtet eine Sperrzone ein. Nato-Jets schießen ein Flugobjekt ab. Ukraine greift 1.200 Kilometer entfernte Raffinerie an Die Ukraine hat in der Nacht zum 13. August einen Ölraffineriekomplex in der russischen Republik Baschkortostan angegriffen, teilte der Generalstab mit. Sie ist etwa 1.200 Kilometer von der ukrainischen Grenze entfernt "Gaspromneftechim Salawat ist einer der größten Erdölverarbeitungs- und Petrochemiekomplexe in der Russischen Föderation", hieß es in einem Beitrag in den sozialen Medien. "Die Verarbeitungskapazität beträgt bis zu 10 Millionen Tonnen pro Jahr. Das Unternehmen produziert unter anderem Autobenzin, Dieselkraftstoff, Heizöl, Bitumen, Polyethylen und andere Erdölprodukte und Polymere. Es ist an der Unterstützung der russischen Besatzungsarmee beteiligt", hieß es weiter. Putin setzt Sohn von Trump-Minister auf Fahndungsliste Russland hat Connor Kennedy, den Sohn des amerikanischen Gesundheitsministers Robert F. Kennedy Jr., auf die Liste der meistgesuchten Männer gesetzt. Connor Kennedy hatte 2022 bekannt gegeben, sich einer Gruppe von freiwilligen Kämpfern in der Ukraine angeschlossen zu haben. Er wolle dabei helfen, die russische Invasoren in der Ukraine zurückzuschlagen. "Ich bin bereit, zu sterben", sagte er damals. Nach eigenen Angaben war er aber nur kurz im Einsatz und kehrte danach wieder in die USA zurück, wo er als Anwalt arbeitet. Nun hat ein Gericht in Moskau einen Haftbefehl gegen den 32-Jährigen erteilt, wie die staatliche russische Nachrichtenagentur Tass berichtete. Ihm drohen vier bis zehn Jahre Haft. Donnerstag, 13. August Schlag in Sewastopol galt wohl Überläufer Der am Donnerstag bei einer Explosion in Sewastopol auf der besetzten Halbinsel Krim getötete Soldat soll ein ukrainischer Überläufer gewesen sein. Wie das unabhängige russischsprachige Portal Astra berichtet, handelt es sich bei dem Toten um Robert Schagejew, einen früheren ukrainischen Marineoffizier und U-Boot-Kommandanten. Bei dem russischen Einmarsch auf der Krim 2014 soll Schagejew sein Schiff kampflos den Russen übergeben und anschließend in der russischen Schwarzmeerflotte gedient haben. Schagejews Schiff "Saporischschja" war das einzige U-Boot der Ukrainer. Russlands Inlandsgeheimdienst FSB nahm nach dem Anschlag am Donnerstag eine Verdächtige fest, schrieb der von Moskau eingesetzte Statthalter, Michail Raswoschajew, bei Telegram. Er sprach von einem "zynischen Verbrechen gegen einen Offizier". Die tatverdächtige Frau soll demnach im Auftrag ukrainischer Geheimdienste gehandelt haben. Immer wieder werden seit Beginn des Moskauer Angriffskriegs gegen die Ukraine 2022 ranghohe Militärs, Propagandisten und Überläufer zur Zielscheibe von Attentaten. Russland macht die Ukraine dafür verantwortlich. Erst Anfang des Monats waren bei einer Explosion in einem Restaurant in einem Moskauer Ausgehviertel mehrere Menschen bei einer Explosion ums Leben gekommen.