DAX -0,94 % 26.091,33 Pkt 18:00:00 MDAX -1,65 % 31.822,47 Pkt 18:00:00 Euro Stoxx 50 -0,37 % 6.444,46 Pkt 18:00:00 Dow Jones 0,00 % 53.459,39 Pkt 21:48:23 S&P 500 -0,47 % 7.708,47 Pkt 21:48:24 Nasdaq -1,21 % 26.321,32 Pkt 21:48:22 Nikkei -3,16 % 65.326,42 Pkt 08:45:03 Gold +4,51 % 4.562,90 USD 21:38:22 Silber +3,82 % 66,39 USD 21:38:12 Brent +0,20 % 91,20 USD 21:37:58 WTI -1,13 % 83,98 USD 21:38:14 Bitcoin +5,72 % 68.379,12 USD 21:48:21 EUR/USD +0,79 % 1,16750 USD 21:47:53 EUR/GBP +0,36 % 0,85790 GBP 21:48:16 EUR/CHF -0,82 % 0,93120 CHF 21:48:24 EUR/JPY +0,12 % 184,748 JPY 21:48:23

Ukraine News: Russland meldet Einnahme von Kostjantyniwka, Ukraine dementiert

Welt

Krieg in der UkraineRussland meldet Einnahme von Kostjantyniwka, Ukraine dementiert 4. Juli 2026, 13:56 Uhr| „Es ist nur eine weitere russische Lüge“, erklärt der ukrainische Präsident Selenskij. Alle Entwicklungen im Liveblog Viele Angaben über den Kriegsverlauf wie Opferzahlen oder Details zu Kämpfen stammen von ukrainischen oder russischen Behörden und lassen sich nicht unabhängig überprüfen. Für unseren Liveblog verwenden wir neben eigenen Recherchen Material der Nachrichtenagenturen dpa, Reuters, epd, KNA und Bloomberg. Wichtige Updates Ukraine attackiert russische Ölanlagen bei Sankt Petersburg Mutmaßliche Unterstützung Russlands: Auswärtiges Amt bittet Chinas Botschafter zu dringlichem Gespräch Ukraine soll bei Nato-Gipfel Milliardenversprechen erhalten Ukraine attackiert zwei russische Luftwaffenstützpunkte auf der Krim Zahl der Todesopfer nach Großangriff auf Kiew auf 30 gestiegen Russland meldet Einnahme von Kostjantyniwka, Ukraine spricht von Falschmeldung Die Ukraine hat russische Meldungen über eine angebliche Einnahme der strategisch wichtigen Kleinstadt Kostjantyniwka im Osten des Landes dementiert. „Es ist nur eine weitere russische Lüge, ein Versuch, irgendeine Schlagzeile zu generieren“, schrieb der ukrainische Präsident Wolodimir Selenskij auf X. Ähnlich äußerte sich ein Vertreter des ukrainischen Generalstabs und sprach von „weiteren ​Falschmeldungen“ aus Russland. Die Stadt befinde sich weiter unter der Kontrolle der ukrainischen Streitkräfte. Einheiten ‌des 19. Armeekorps verteidigten Kostjantyniwka an festgelegten Linien innerhalb der Stadt und an deren Zugängen. Im Morgenbericht des Generalstabs war die Rede davon, dass es in dem Ort weiterhin Gefechte gebe. „Wenn Kostjantyniwka unter ​russischer Kontrolle wäre, hätte Putin vielleicht kein Problem, mich dort zu treffen, um einen diplomatischen Weg zu ‌finden, diesen Krieg endlich zu beenden.“ Wolodimir Selenskij Am Abend hatte das russische Verteidigungsministerium mitgeteilt, Generalstabschef Waleri Gerassimow habe Präsident Wladimir Putin über die Einnahme unterrichtet. Belege legte Moskau nicht vor. Ukrainische Militärblogs wie Deep State verzeichnen weiterhin nur Teile der Stadt als russisch besetzt. Auch russische Militärblogger reklamieren bislang nicht die gesamte Stadt für ihre Armee. Kostjantyniwka ist einer von vier Orten, die eine zentrale ukrainische Verteidigungslinie in ‌der Region bilden. Die Stadt gilt als eine wichtige Bastion im sogenannten Festungsgürtel ​der Ukraine. Die Einwohnerzahl ist von fast 70 000 vor dem Krieg auf rund 2000 geschrumpft. Das russische Militär erklärt schon seit geraumer Zeit, Teile von Kostjantyniwka unter seiner Kontrolle ​zu haben. Russische Darstellungen zu angeblichen Fortschritten in der Stadt stellten sich in den vergangenen Wochen jedoch immer wieder als übertrieben heraus. Das machten etwa die Experten des US-Thinktanks Institute for the Study of War (ISW) deutlich und verwiesen unter anderem auf geolokalisierte Aufnahmen. Auch russische Militärblogger kritisierten Moskaus falsche Behauptungen immer wieder. Ukrainische Soldaten sind in Kostjantyniwka schon seit Langem schwer unter Druck. Russland hat dem ISW zufolge in den vergangenen Wochen auch Geländegewinne in dem Ort erzielt. Doch vor allem bestehe die russische Präsenz in der Stadt aus kleinen Stoßtrupps zwischen ukrainischen Stellungen. Das ISW wertete Putins Siegesmeldung als Versuch, mediale Aufmerksamkeit vor dem Wochenende mit den Feiern zu 250 Jahre Unabhängigkeit der USA zu gewinnen. Analysten zufolge würde die Einnahme von Kostjantyniwka den russischen Streitkräften einen Brückenkopf bieten, um weiter nach Norden vorzustoßen. Jeder ‌weitere Vormarsch dürfte jedoch langwierig und verlustreich werden. Selenskij spricht mit Merz über Flugabwehr Zwei Tage nach einem russischen Raketenangriff auf Kiew mit 30 Toten hat Präsident Wolodimir Selenskij mit Bundeskanzler Friedrich Merz über den Bedarf der ukrainischen Flugabwehr gesprochen. „Oberste Priorität haben derzeit Raketen für die Patriot-Systeme“, schrieb Selenskij nach dem Telefonat in sozialen Netzwerken. Es sei bei dem Telefonat darum gegangen, wie mehr Munition für die Patriot-Flugabwehrsysteme beschafft werden könne. „Russland spielt mit den Raketenangriffen auf die Ukraine seine letzte Karte aus. Es hat keine anderen Optionen mehr, um den Krieg in die Länge zu ziehen“, erklärte Selenskij. Während die ukrainische Flugabwehr eine relativ hohe Trefferquote gegen russische Drohnen und Marschflugkörper hat, ist sie gegen ballistische Raketen weitgehend machtlos. Beste Abwehrwaffe sind die Patriot-Systeme aus US-Produktion, von denen die Ukraine aber nur wenige hat. Die Vorräte an Munition dafür haben sich durch den US-Krieg gegen Iran weiter verknappt. Deutschland hat Kiew Patriot-Einheiten abgetreten und hilft bei der Beschaffung von Raketen dafür. Von deutscher Seite hieß es zu dem Gespräch nur knapp, dass Selenskij Merz über die Folgen des Luftangriffs vom Donnerstag informiert habe. Er habe dem Bundeskanzler für die deutsche Unterstützung gedankt, besonders bei der Luftverteidigung. Merz habe bekräftigt, dass die Ukraine sich auf die Unterstützung Deutschlands verlassen könne, sagte ein Sprecher. Ukraine attackiert russische Ölanlagen bei Sankt Petersburg Die Ukraine hat erneut russische Ölanlagen an der Ostsee bei Sankt Petersburg mit Drohnen angegriffen. Der Gouverneur des Umlands der Metropole, Alexander Drosdenko, berichtete, dass 67 feindliche Drohnen abgeschossen worden seien. Dafür gab es keine unabhängige Bestätigung, es deutet aber auf einen größeren Angriff hin, meldet die Nachrichtenagentur dpa. Im Hafen von Wyssozk am Finnischen Meerbusen seien Teile von Drohnen abgestürzt, sagte Drosdenko der staatlichen russischen Nachrichtenagentur Tass zufolge. In Wyssozk gibt es ein großes Terminal zur Ölverladung. Zudem scheint auch der Ölhafen von Sankt Petersburg selbst getroffen worden zu sein, wie Videos in russischen wie ukrainischen Telegramkanälen nahelegen. Von der Führung der Millionenstadt gab es dazu keine Angaben. Das russische Verteidigungsministerium bestätigte nur Angriffe auf das Umland von Sankt Petersburg, aber nicht auf das Stadtgebiet. Landesweit seien über Nacht 389 ukrainische Kampfdrohnen abgefangen worden, hieß es. Zuletzt hatte die Ukraine Anfang Juni Tanks im Ölhafen von Sankt Petersburg in Brand geschossen, als dort das Internationale Wirtschaftsforum von Kremlchef Wladimir Putin beginnen sollte. Die Stadt liegt mehr als 1000 Kilometer von der Ukraine entfernt. Luzia Geier Ukraine: Mindestens zehn Tote bei russischen Angriffen auf Sumy und den Süden Bei dem russischen Angriff mit einer Gleitbombe auf das Zentrum der nordukrainischen Stadt Sumy sind am Freitagabend nach offiziellen Angaben mindestens vier Menschen getötet worden. Unter den Opfern seien ein fünfjähriges Kind und dessen Mutter, teilte der regionale Gouverneur Oleh Hryhorow auf Telegram mit. Zudem seien 27 Menschen verletzt worden. Die Bombe sei in einem belebten Viertel mit einem Hochhaus und Geschäften eingeschlagen. Präsident Wolodimir Selenskij veröffentlichte Bilder der Zerstörung und forderte die Verbündeten der Ukraine auf, den Druck auf Russland zu erhöhen. Im Südosten der Ukraine starben bei mehr als 50 Angriffen mit Drohnen, Artillerie und Bomben drei Menschen in der Region Dnipropetrowsk, darunter zwei in der Nähe von Nikopol. Die Stadt liegt am Fluss Dnipro, gegenüber dem von Russland besetzten Atomkraftwerk Saporischschja. In der Stadt Saporischschja selbst kamen nach Angaben des dortigen Gouverneurs Iwan Fedorow bei weiteren Angriffen zwei Menschen ums Leben, 21 wurden verletzt. Russland spricht über Eroberung von Kostjantyniwka, Ukraine lediglich von schweren Kämpfen rund um die Stadt Kremlchef Wladimir Putin hat nach offizieller russischer Darstellung die Eroberung der ostukrainischen Stadt Kostjantyniwka im Gebiet Donezk durch seine Truppen gefeiert. Die Industriestadt sei unter hohen Verlusten für die ukrainischen Verteidiger erobert worden, wurde Putin von seinem Sprecher Dmitrij Peskow zitiert. Von ukrainischer Seite gab es zu den Siegesmeldungen aus Moskau keinen Kommentar. Zuletzt hatten ukrainische Militärs eine schwierige Lage in der bereits schwer zerstörten Stadt eingeräumt. Der ukrainische Generalstab in Kiew sprach am Abend in seinem Lagebericht lediglich von schweren Kämpfen rund um Kostjantyniwka. Putin käme nun seinem Ziel näher, den Donbass komplett unter russische Verwaltung zu bringen, behauptete Moskau. Von den größeren Städten im Gebiet Donezk blieben dann nur noch Slowjansk, Kramatorsk und Druschkiwka unter ukrainischer Kontrolle. Ukraine meldet Zerstörung von Brücke auf russisch besetzter Krim - Stromausfälle berichtet Die ukrainischen Streitkräfte haben auf der von Russland besetzten Halbinsel Krim eine Reihe von Zielen angegriffen und nach eigenen Angaben schwer getroffen. Wichtigstes Ziel sei eine Brücke im Gebiet Krasnogwardejsk im Zentrum der Krim gewesen, die nach Angaben des Generalstabs in Kiew vollständig zerstört worden ist. Damit sei die Versorgung der Fronten im Osten der Ukraine mit Nachschub deutlich erschwert worden. Daneben seien Radaranlagen sowie eine Anlage zur elektronischen Aufklärung bei Sewastopol von Drohnen angegriffen worden. Eine Bestätigung von unabhängiger Seite war zunächst nicht möglich. Auch Energieinfrastruktur wurde offenbar attackiert. „Derzeit sind mehr als zehn Bezirke ganz oder teilweise ohne Strom“, wurde der von Moskau eingesetzte Gouverneur Sergej Aksjonow von der Agentur Tass zitiert. „Der Feind greift das Stromnetz der Halbinsel täglich mit Drohnen an.“ Die Lage sei schwierig. Er machte keine Angaben darüber, wie viele Menschen von den Stromabschaltungen betroffen seien. Bisher haben die russischen Streitkräfte mit Attacken immer wieder für massive Stromausfälle in der Ukraine gesorgt. Vor allem im Winter wurde die Zivilbevölkerung damit schwer unter Druck gesetzt. Aktuell richten sich ukrainische Angriffe vermehrt gegen militärische Ziele auf der Krim. Allerdings gerät auch die Energie-Infrastruktur ins Visier ukrainischer Drohnen. Mutmaßliche Unterstützung Russlands: Auswärtiges Amt bittet Chinas Botschafter zu dringlichem Gespräch Der chinesische Botschafter Deng Hongbo ​ist zu einem „dringlichen Gespräch“ ins Auswärtige Amt gebeten worden. Anlass für die diplomatische Maßnahme am Donnerstag seien Berichte gewesen, dass russische Soldaten in China durch die Volksbefreiungsarmee ausgebildet würden. „Das ist ​sehr besorgniserregend, denn grundsätzlich gilt das, was wir schon häufig klar gesagt haben: Russland ⁠ist die größte Bedrohung unserer euro-atlantischen Sicherheit“, hieß es aus dem Außenministerium. Alles, was Russland in die Lage versetze, ​seinen Angriffskrieg gegen ​die Ukraine weiterzuführen, sei auch eine Bedrohung für ‌Deutschland. „Chinas entscheidende und wachsende Unterstützung für Russlands ‌brutalen Angriffskrieg betrifft daher direkt unsere Sicherheit“, hieß es. Man habe der chinesischen Seite erneut sehr deutlich gemacht, wie groß die Sorge ​sei, dass ​China Russland dabei unterstütze. Die Bitte ​um ein „dringliches Gespräch“ ist nicht identisch mit der „Einbestellung“ eines Botschafters, die eine deutlich schärfere diplomatische Eskalationsstufe bedeutet. Die Bundesregierung und die EU werfen China seit Jahren ‌vor, Russland im Angriffskrieg gegen die Ukraine zu unterstützen. Die Regierung in Peking hat dies ‌stets zurückgewiesen. Etliche chinesische Firmen, ‌denen die Lieferung kriegsrelevanter Teile nach Russland nachgewiesen wurde, ​stehen auf westlichen Sanktionslisten. Auch im 20. EU-Sanktionspaket wurden erneut chinesische Personen und Unternehmen sanktioniert, ​die Russland aus Sicht der EU im Angriffskrieg unterstützen. ‌Insgesamt sind bereits mehr als 100 Personen und Unternehmen aus China im Rahmen der EU-Russland-Sanktionen gelistet. Ukraine soll bei Nato-Gipfel Milliardenversprechen erhalten Die von Russland angegriffene Ukraine soll beim Nato-Gipfel in Ankara ein neues Versprechen für milliardenschwere Militärhilfen bekommen. Darauf verständigten sich die 32 Bündnisstaaten wenige Tage vor dem Spitzentreffen, wie die Deutsche Presse-Agentur erfuhr. Konkret sieht die geplante Zusage vor, über zwei Jahre hinweg eine Mindestfinanzierung in Höhe von 70 Milliarden Euro pro Jahr für militärische Ausrüstung, Unterstützung und Ausbildung bereitzustellen – also insgesamt 140 Milliarden Euro. Ein EU-Hilfspaket wird dabei allerdings mitgerechnet. Über dieses soll die Ukraine bis Ende 2027 rund 60 Milliarden Euro für verteidigungsrelevante Ausgaben bekommen. Unter dem Strich blieben damit noch rund 80 Milliarden Euro, die Nato-Staaten aus ihren nationalen Haushalten stemmen müssten. Weil die USA unter US-Präsident Donald Trump die Finanzierung von Ukraine-Hilfen weitestgehend gestoppt hat, wird Deutschland von der Summe aller Voraussicht nach den größten Anteil übernehmen. Für dieses Jahr hat die Bundesregierung bereits jetzt 11,5 Milliarden Euro für Artillerie, Drohnen, gepanzerte Fahrzeuge und andere Ausrüstung eingeplant. Das ist laut Verteidigungsministerium der höchste Betrag seit dem russischen Angriff. Der Einigung auf die Unterstützungszusage für die Ukraine waren monatelange Diskussionen vorausgegangen, in denen sich Deutschland stark für ein neues Versprechen eingesetzt hatte. Zwischenzeitlich hatte dabei auch der Vorschlag auf dem Tisch gelegen, dass alle Bündnisstaaten einen bestimmten Anteil ihres Bruttoinlandsprodukts für die Unterstützung der Ukraine bereitstellen. Das wollten aber unter anderem Länder wie Frankreich nicht akzeptieren. Die in einem schriftlichen Verfahren angenommene Gipfelerklärung soll am kommenden Mittwoch zum Abschluss des zweitägigen Spitzentreffens der Staats- und Regierungschefs in Ankara veröffentlicht werden. Tote bei Drohnenangriff auf besetzte Stadt In der von russischen Truppen besetzten Stadt Tokmak im Südosten der Ukraine sind bei einem ukrainischen Drohnenangriff nach Behördenangaben mindestens fünf Menschen getötet worden. Weitere 18 seien verletzt worden, teilte der von Moskau eingesetzte Chef des Gebietes Saporischschja, Jewgeni Balizki, bei Telegram mit. Die Attacke galt demnach einem Infrastrukturobjekt. Getroffen worden sei ein städtischer Markt, schrieb er. Diese Informationen können nicht unabhängig überprüft werden. Das ukrainische Militär greift seit mehreren Wochen systematisch russische Nachschubrouten hinter der Front an. Ukrainische Behördenvertreter hatten daher als Vorsichtsmaßnahme Zivilisten zur Flucht aus den russisch kontrollierten Gebieten aufgefordert. Tokmak liegt rund 25 Kilometer von der Frontlinie entfernt. Ukraine attackiert zwei russische Luftwaffenstützpunkte auf der Krim Die Ukraine hat nach eigenen Angaben zwei russische Luftwaffenstützpunkte auf der von Russland annektierten Halbinsel Krim angegriffen. Ziel seien mindestens sieben Kampfflugzeuge sowie Drohnendepots gewesen, teilte der ukrainische Inlandsgeheimdienst SBU auf Telegram mit. Betroffen waren demnach die ​Stützpunkte Hwardijske und Saki. Letzterer sei in dieser Woche bereits zum zweiten Mal attackiert worden. Die dort stationierten Flugzeuge seien beschädigt oder zerstört worden, hieß es ⁠vom SBU. Eine russische Stellungnahme lag bisher nicht vor. Russland meldet Tote in Grenzregionen Nach Angaben aus Russland wurden in der Nacht bei ukrainischen Drohnen- und Raketenangriffen auf russische Grenzregionen mindestens zwei Menschen getötet. Zudem wurden laut Behörden mehrere Industrieanlagen beschädigt. In der etwa ​40 Kilometer von der Grenze entfernten Stadt Belgorod sei eine Frau in ihrem Auto durch Splitterverletzungen ums Leben gekommen, teilte Bürgermeister ⁠Valentin Demidow mit. Die Wasser- und Stromversorgung sei beeinträchtigt. Der Nachrichtensender Westi berichtet unter Berufung auf Behörden, dass nach Raketenangriffen auf Belgorod und die Umgebung ein Industriebetrieb in Brand geraten ​sei. In ​der Grenzregion Brjansk wurde laut Gouverneur Jegor Kowaltschuk ein Mann ‌bei einem Angriff mit einer Kamikaze-Drohne getötet. In der Region Smolensk ‌geriet nach Angaben der Verwaltung eine Industrieanlage nach einem Drohnenangriff in Brand. Luzia Geier Ukraine: Vier Tote bei russischen Angriffen Bei neuen russischen ​Luftangriffen auf die Ukraine sind Behördenangaben zufolge vier Menschen getötet worden. In der nordöstlichen Grenzregion Sumy seien beim Einschlag einer russischen Drohne in ein Wohnhaus ​in der Nacht zwei Frauen, ein älterer Mann und ein Kleinkind im Alter ⁠von unter zwei Jahren ums Leben gekommen, teilte der Leiter der regionalen Militärverwaltung, Oleh Hryhorow, auf Telegram ​mit. Drei weitere Menschen seien verletzt worden. ‌Zudem wurden in der zentralukrainischen Stadt Krywyj ‌Rih laut den Behörden sieben Menschen verletzt. Dort schlug eine russische Rakete in ein dicht besiedeltes Wohngebiet ​ein, wie der ​Chef des örtlichen Verteidigungsrates, Oleksandr Wilkul, ​erklärte. Zahl der Todesopfer nach Großangriff auf Kiew auf 30 gestiegen Nach dem schweren russischen Luftangriff auf die ukrainische Hauptstadt Kiew ​am Donnerstag ist die Zahl der Todesopfer auf mindestens 30 gestiegen. Drei ⁠weitere Leichen seien aus den Trümmern geborgen worden, teilte der ukrainische Katastrophenschutz mit. Zudem wurden den Behörden zufolge mehr als ​90 ​Menschen verletzt. Laut dem Leiter der Kiewer Militärverwaltung, ‌Tymur Tkatschenko, suchen Rettungskräfte in den ‌Trümmern weiter nach Vermissten, weshalb die Opferzahl noch steigen könnte. Russland hatte in den frühen Morgenstunden am Donnerstag ​Hunderte Drohnen und ​Dutzende Raketen auf Kiew abgefeuert. Dabei ​wurden rund 130 Gebäude beschädigt. Es war der folgenschwerste Angriff auf die ukrainische Hauptstadt in diesem Jahr. 2. Juli: Rettungskräfte räumen Trümmer weg, nachdem bei einem Luftangriff Wohnhäuser getroffen wurden. Danylo Antoniuk/AP/dpa Tote und Verletzte im Südosten der Ukraine In der Ukraine sind bei verschiedenen russischen Angriffen im Gebiet Dnipropetrowsk im Verlauf des Tages nach Behördenangaben zwei Menschen getötet worden. Insgesamt seien neun weitere verletzt worden, schrieb der Militärgouverneur der Region, Oleksandr Hanscha, bei Telegram. Russland attackierte demnach die Kreise Dnipro, Nikopol und Synelnykowe und setzte dabei Drohnen, Artillerie Gleitbomben und eine Rakete ein. Am Tag nach einem massiven nächtlichen Angriff mit mindestens 25 Toten allein in der ukrainischen Hauptstadt Kiew setzte Moskau seine Attacken damit fort. In Saporischschja ebenfalls im Südosten der Ukraine wurden Militärgouverneur Iwan Fedorow zufolge sieben Menschen bei einem russischen Drohnenangriff in der zweiten Tageshälfte verletzt. Bei vier davon handele es sich um Minderjährige im Alter von sechs bis 16 Jahren. Russische Besatzungsbehörden meldeten unterdessen in der besetzten Stadt Lyssytschansk im ostukrainischen Gebiet Luhansk Verletzte. Demnach wurden zwölf Menschen bei einem Drohneneinschlag in einen Bus verletzt. Von ukrainischer Seite gab es hierzu bisher keine Informationen. Selenskij will eigene Produktion für „Patriot“-Raketen Nach dem massiven russischen Angriff mit mehr als 20 Toten in der ukrainischen Hauptstadt Kiew drängt Präsident Wolodimir Selenskij auf eine eigene Produktionsstätte für Patriot-Raketen. Um wirklich Leben schützen zu können, brauche die Ukraine eine eigene Produktion, sagte Selenskij in einer abendlichen Videobotschaft. Er sprach von einer europäischen Produktion in der Ukraine oder mit Partnern gemeinsam und stellte den USA in diesem Fall auch Unterstützung bei Einsätzen in Aussicht. Selenskij hofft darauf, dass die USA der Ukraine den Bau von Patriot-Raketen in Lizenz erlauben. Der Westen hatte der Ukraine für die Flugabwehr Waffen wie US-amerikanische Patriot-Systeme oder die deutschen Iris-T-Komplexe geliefert. Doch die Raketen für solche Flugabwehrsysteme sind teuer und rar. Durch den von US-Präsident Donald Trump begonnenen Iran-Krieg ist das Defizit an solchen Raketen noch größer geworden. Das ukrainische Verteidigungsministerium bezeichnete die Abwehr ballistischer Raketen in einer Mitteilung aufgrund des Mangels an Raketen für die Patriot-Systeme als zentrale Herausforderung. Verteidigungsminister Mychajlo Fedorow habe sich bereits an fast 40 Partnerländer der Ukraine gewandt, und um die Lieferung von Patriot-Raketen aus deren Beständen noch in diesem Monat im Austausch gegen vereinbarte künftige Lieferungen gebeten. Wolodimir Selenskij steht bei einem Besuch auf einem deutschen Truppenübungsplatz in Mecklenburg-Vorpommern vor einem Flugabwehrraketensystem vom Typ „Patriot“. Der ukrainische Präsident will eine eigene Fertigung der Raketen, die zur Abwehr ballistischer Flugkörper wichtig sind. Foto: Jens Büttner/dpa

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